Forum: Wirtschaft
Schieflage des Staatskonzerns: Grüne fordern Zerschlagung der Bahn
DPA

Mit seinem Brandbrief zur Lage der Bahn schreckte Konzernchef Lutz die Politik auf. Die Grünen verlangen nun in einem Fünf-Punkte-Plan harte Maßnahmen: die Trennung von Netz und Betrieb und Milliarden die Technik.für die Technik.

Seite 7 von 10
biesi61 11.09.2018, 22:52
60. Da irren die Grünen!

Der Fehler war die Zerschlagung der Deutschen Bundesbahn und die Aufgliederung in Dutzende Unternehmen mit Hunderten nicht funktionierenden Schnittstellen. Führt alles in der Hand des Staates wieder zusammen und stellt es unter Leitung von Bahnexperten! Die Eisenbahn als Teil der Daseinsvorsorge gehört einheitlich in Staatshand. Dann funktioniert das System auch wieder!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neutron76 12.09.2018, 00:04
61. Güter- und Personenverkehr konkurrieren um die Gleise

Daher müssten neue Strecken gebaut werden, aber das werden Die Grünen wiederum verhindern. Das letzten großen Bahnprojekte haben 30 Jahre gedauert oder sind noch nicht fertig...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michael031056 12.09.2018, 01:01
62. Schieflage des Staatskonzerns: Grüne fordern Zerschlagung der Bahn

Ich kann der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nur Recht geben. die Verkehrminister der CSU haben in den letzten 12 Jahren verkehrspolitischen Schaden angerichtet. Autobahnbrücken und sonstige Brücken sind in einem sehr schlechten Zustand. Die Straßen in Westdeutschland, vor allem auf dem Land, sind in einem grauenhaften Zustand. Die Bahn wird seit jahrzehnten viel zu sehr vernachlässigt, Strecken abgebaut, Strecken und Fahrzeuge nicht ausreichend erneuert. Dagegen wird aber der Autofahrer steuerlich abgezockt. Die Bahn kann und darf nicht mehr so ineffektiv weiter arbeiten. Der Staat als größter Anteilseigner muß alles daran setzen, das die Bahn effektiver arbeiten kann und durch die Trennung von Netz und Betrieb kann dabei sehr hilfreich sein. Eine Erneuerung und Aufstockung des Fuhrparkes ist dringend erforderlich. Genauso wie die Erneuerung des Netzes, um den Betrieb mit höheren Geschwindigkeiten zu ermöglichen und um zu höherer Pünktlichkeit beizutragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GoaSkin 12.09.2018, 02:16
63. diese Forderung der Grünen ist vollkommen richtig

Möchte man einen Wettbewerb auf der Schiene, dann darf es nicht sein, dass das Streckennetz einem einzelnen Mitbewerber (der Deutschen Bahn) gehört, während es sich bei allen anderen Bahn-Unternehmen um reine Fahrdienstleister handelt, die das Streckennetz der DB auch nur deshalb nutzen dürfen, weil man der DB das gesetzlich so vorschreibt. Darum wäre es auch vollkommen richtig, die DB in einen Infrastruktur- und einen Verkehrsdienstleistungsbetrieb aufzuspalten, die organisatorisch nichts miteinander zu tun haben. Es muss nicht unbedingt eine Behörde sein, die dann für das Streckennetz verantwortlich ist, aber es sollte sich um eine Organisation handeln, die nur dafür verantwortlich ist und selbst keine Fahrdienstleistungen erbringt. Denn nur so stehen alle potenziellen Bahnunternehmen unter den selben Voraussetzungen auch auf einer Ebene. Eine ähnliche Reform wäre auch im Telekommunikationsbereich zwingend notwendig. Hier sollte die Deutsche Telekom mit den Anschlüssen der Mitbewerber am besten nichts mehr am Hut haben und die Netzebenen 3 und 4 in anderweitige Verantwortung gelangen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hausfeen 12.09.2018, 04:39
64. Für das Sreckennetz kann es ja keinen Pluralismus geben.

Der Linienbetrieb verträgt schon eher unternehmerische Vielfalt. Tatsächlich sollte das Netz vollständig in Staatsbetriebsamkeit zurück geführt werden. Inklusive Beamtenstellen, überall dort, wo staatsrelevante Belange voranstehen. Das gilt für die Verkehrsinfrastruktur insgesamt. Private Autobahnen verbieten sich aus diesem Grunde auch. Siehe Genua.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfredov 12.09.2018, 05:33
65. Ich bin kein Grüner, aber in einigen Punkten muss ich den Grünen aus

meiner Sicht Recht geben. Die Bahn muss und sollte sich verändern, vor allem der Umwelt zuliebe sollte man viel, viel mehr Güter wieder auf die Schiene verlegen. So in etwa wie es vorher war. Und genau umgekehrt hat es Herr Dobrindt von der CSU gemacht als er noch als Minister das sagen hatte. Er hatte den meisten Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlegt, nur damit die Diesel - LKW mehr Sprit tankten, die Staatskasse schneller füllten und die Umwelt dadurch viel mehr bis heute belasten, die Autobahnen und Straßen verstopfen, damit mehr Mautgebühr eingenommen wird usw. Alles wegen einer Hand voller Euro könnte man sagen.
Das ist alles vorläufig noch nicht mal vorbei, aber der Schaden an den Menschen und der Natur, für den er (Herr Dobrindt) auch zum großen Teil verantwortlich war ist leider geblieben.
Die Fracht gehört meines Erachtens so weit es möglich ist auf die Schiene. Es müssen wieder Güterzugstrecken eröffnet werden die Herr Dobrindt und auch sein Vorgänger stillgelegt haben. Es müssen auch bessere Voraussetzungen, Verladebahnhöfe wiedereröffnet und auch neu gebaut werden.
Selbst die Post würde ich wieder mit in den Transport einbeziehen damit man wieder normale Preise oder günstigere für den Kunden erreichen kann. Zum Beispiel die Preise der Pakete mit einigen Firmen sind sehr hoch und auch weit überzogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfredov 12.09.2018, 06:07
66. Es kommt auch darauf an wer kommandiert

Zur Zeit ist es Frau Merkel ist die oberste, dann kommt Herr Richard Lutz von der Leitung.
Naja, ich denke dass diese beide Personen, auch der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Herr Andreas Scheuer, CSU die Wahl haben etwas zu verändern.
Nur meine kleinsten Zweifel haben mir in meinem Leben schon oft Recht gegeben. Diese sagen mir dass sich so schnell leider nichts durchgreifendes ändern wird, obwohl die Grünen da in diesem Kommentar meiner Meinung nach ziemlich richtig liegen.
Die Privatisierung der Bahn und Zerlegung in mehrere Teile war ein Riesenfehler von dem sich einige unerfahrene Politiker jedoch damals sehr viel versprochen haben.
Leider ist es jedoch total schief gelaufen. Die Bahn ist kein Straßencafe sondern ein riesiger Transportdienstleister der in staatliche Hände gehört. Da sollten Bahnexperten auch weiterhin arbeiten so wie es früher einmal war.
Soviele Verspätungen, Pannen usw hat es damals trotz weniger Technologie (verglichen mit dem heutigen Stand der Technik) nicht gegeben. Das ist Tatsache und kann auch belegt werden.
Damals ist wesentlich mehr Güterverkehr auf der Schiene befördert worden, günstiger, die Staßen waren nicht so voll verstopft mit den LKWs, die Natur ist nicht so stark belastet worden wie heute und es gibt noch viele andere Argumente.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taschenorakel 12.09.2018, 07:26
67. Mittelpufferkupplung

Vor allem sollten wir darauf hinarbeiten, dass die EU endlich mal eine sinnvolle Verordnung veranlasst: Die flächendenkende Einführung von Mittelpufferkupplungen im europäischen Bahnverbund. Der den Fernverkehr behinderne Güterverkehr würde schneller und zuverlässiger. Zudem würden die Kosten für den Güterverkehr dramatisch sinken, da nicht mehr für jeden Wagen ein Mensch zwischen die Pufferbohlen klettern und minutenlang die Kupplungen verschrauben müsste.

Der Verzicht auf Auslandsaktivitäten ist typischer Hofreiterscher Unfug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
so-long 12.09.2018, 07:33
68. Die Quintessenz

Irgendwie muss mehr Geld her. Nix Spartickets. Ein weiteres Lehrstück dafür, dass die „immer-billiger-Mentalität“ an der Decke angekommen ist. Wer soll „Investitionen“ zahlen? Entweder neue Schulden (aka künftige Generation) oder höhere Fahrpreise. Oder die Löhne ordentlich absenken....nein: dann bedient keiner mehr die Züge. Alles andere ist reine Verschleierungstaktik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
radnabe 12.09.2018, 07:57
69. Alle ziehen an einem Strang

... denn wenn die DB Fernverkehr oder DB Güterverkehr eine Weiche gerade nicht brauchen, demontiert die DB Netz sie schnell, damit kein Mitbewerber sie nutzen kann. So steckt die Bahn heute alle Energie ins Blockieren der Konkurrenz, statt in richtig geile Bahnkonzepte.
Deshalb gehört dass Schienennetz abgetrennt in staatliche Hand, Ausbau und Preise können dann so gestaltet werden, dass so viele Bahnen wie möglich darauf fahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 10