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Schlechte Betreuung: Kommunen lassen Langzeitarbeitslose im Stich
AP

Rund jeder zweite Langzeitarbeitslose kämpft mit Schulden, Drogenabhängigkeit oder psychischen Problemen. Die Hartz-Reform sollte diesen Menschen mit einer Komplettberatung helfen. Doch eine Untersuchung zeigt: Die Kommunen kommen ihrer Pflicht nur selten nach.

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Phoenix2006 22.01.2014, 20:28
150. Kommunen lassen Langzeitarbeitslose im Stich

Anmerkung: Nach dem Lesen von einigen Foristenbeiträgen stelle ich folgende Frage!!!

Woher nehmen Sie Ihr wissen das "Kunden/Klienten" ihrer Meinung nach nicht ueber berufliche Qualifikationen verfuegen und nicht motiviert sind wieder ins Berufsleben zu integrieren?
Literaturtipp: Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz und seine Bewältigung. Mit zahlreichen Fallbeispielen: Psychoterror am Arbeitsplatz und seine Bewältigung. Mit ... Betroffene, Führungskräfte und BeraterInnen

Antworten von einigen Personalchefs:

1:Sie sind zu alt !!!
2: Sie verfügen über mehrere berufliche Qualifikationen!!!
3: Sie sind fuer diese Stellenausschreibung überqulifiziert!!!

Meine Systemantwort: intensives Aikidotraining!!!!!

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wurzelbär 22.01.2014, 20:42
151. an # 29 mat_yes Sie machen es zu einfach

Zitat von mat_yes
...Sie machen es sich leider zu einfach. Haben Sie mal einen Kriegstraumatisierten Menschen sich gegenüber sitzen gehabt?? Zwingen Sie mal einen Politoxikomanen Menschen in eine 08/15 Maßnahme mit Normalos! Ich habe selber die Verantwortung für Eineurojobber als Mitarbeiter einer ARGE gehabt. Vergessen Sie es. Jeder Mensch ist ein Individuum und sollte als solches behandelt werden. Die die arbeiten können und willig sind werden auch unterstützt. Die, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage sind, solllten, und da hapert es gewaltig, überall intensivst unterstützt werden. Ich kenne gute aber auch ganz schlechte Beispiele! Versuchen Sie bitte Ihre Vorurteile und das Schubladendenken zu ändern. Danke!
Jeder Mensch ist ein Individuum und sollte als solches behandelt werden. - - - Eine sehr, sehr beachtenswerte Aussage!
Gelobt sei die staatliche, zwangsverordnete Sklaverei, der man selbst dienlich war: "Die die arbeiten können und willig sind werden auch unterstützt." - (Als vorrangig, betrogener, belogener (Rente) zwangsabgabenzahlendes Arbeitstier und Eigentum des Staates?)
Um mit ihrem finanziell wenigen, was man ihnen läßt, ihr Leben fristen zu dürfen? 85% gehen vom Einkommen eines "normalen Bürgers" als Zwangsabgaben an die finanzverschleudernde und sich finanzierende Politik / Staat weg ! Es gibt nichts was unversteuert ist, selbst Wasser und Brot muß man versteuern, um diese "Sprechblasenerzeuger" Zwangs zu finanzieren.
Sollten intensivst unterstützt werden? Wenn es schon in der Kita um Gleichschaltung, gehorchen, nicht selbstständig Denken, etc. dem zukünftigen Bürger (staatlich verordnete Dummheit und Einfältigkeit) geht, wie will man dann von Ihm später initiative erwarten?
Das Versagen in den meisten Bereichen im Staat Deutschland liegt weniger im Volk, bei den Menschen, in der Gesellschaft, sondern zu 95% allein an der Unfähigkeit, Verantwortungslosigkeit, finanzieller Selbstbereicherung, ohne Haftung für Entscheidungen übernehmen zu müssen, etc. etc. etc. also an der Politik, Staatsregierung und die Verantwortlichen dem Volk gegenüber. Die Probleme die wir heute schaffen, müssen Politiker von morgen lösen, denn wir leben dann von der Pension!
Versuchen Sie bitte nur erkennen von Tatsachen, Auswirkungen, hinterfragen warum, usw. und dem selbstständigen daraus entstehenden Denken etwas zu ändern, macht spaß.

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AnnaMaria 22.01.2014, 20:51
152. Shadet und Spoon

Es ist genaus wie ihr schreibt und noch viel schlimmer. Kranke werden schickaniert von Bearbeitern die nicht mal mit Computern umgehen können. Die Berufe die man gelernt hat interessieren nicht. Wenn man eine Fortbildung bekommt ist das eine Veraschung und dafür gibt der Staat Geld aus für eine kranke Behörde die Geld frisst mehr wahrscheinlich als die Arbeitslosen.
Ich kenne Leute denen eine Ausbildung verboten wurde..Familien mit Kindern wird das Essensgeld gespert weil sie angeblich zum Termin nicht erschien sind nur das so ein Chaos dort herrscht das Einladungen nicht mal verschickt wurden oder zu spät.
In meinem Jobcenter war einer auf 50 Sachbearbeiter kompetent die meisten waren immer krank und die Chefin hat mir Vorstellungsgespräche sabotiert es wäre zu weit und die Fahrkarte zu teuer. Ich war ja flexibel und Umzugsbereit war ja auch falsch.

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Inselbewohner 22.01.2014, 21:09
153. Sehr richtig!

Zitat von phyrgisch
fordern macht nur Sinn, wenn es genug Arbeitsplätze gibt! Weder die Jobcenter noch der Arbeitssuchende kann daran etwas ändern. Da wir abgesehen von einer kurzen Phase der (fast) Vollbeschäftigung ständig 3- 6 Millionen Arbeitslose haben, ist es nicht verwegen zu behaupten: Millionen von Arbeitslosen sind Folge und unabdingbarer Bestandteil unseres Wirtschaftssystem und Voraussetzung damit andere überversorgt und gutsituiert und im Überfluss leben. Deutlicher: der bürgerliche Mittelstand lebt auf Kosten von millionen Arbeitsloser. Letztere werden von der gesellschaftlichen Teilnahme ausgeschlossen und dürfen ihr Leben in bitterer Armut fristen. Anschließend macht man sie (oder das Jobcenter) für die Arbeitslosigkeit verantwortlich! "Ein reicher Mann ein armer Mann, schaun sich gegenseitig an. Da sagt der arme Mann ganz bleich: wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich!"

Ich glaube Volker Pispers hat es mal so beschrieben: Damit 30% Mittelstand gut leben können bedarf es 30% Arme. Übrigens ihr Schlußzitat, es beschreibt genau die Situation unserer Gesellschaft.
Gruß HP

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henrywotton 22.01.2014, 21:45
154. Dür wie dämlich halten Sie die Menschen?

Zitat von Beobachter123
Ich fände es hilfreich, wenn man sich die Sozialleistungen verdienen müsste. D.h. morgends bei der Gemeinde antreten und bis am Nachmittag gemeinnützige Arbeit verreichten. Wer krank ist, kann seine Zeit in einem Aufenthaltsraum verbringen und ein Tag in der Woche ist frei für Bewerbungen etz. Wer nicht erscheint bekommt auch nichts. Das würde dafür sorgen, die Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen einen geregelten Tagesablauf zu geben. Zudem wäre es gut für das Selbstvertrauen. (Ich werde gebraucht)
... und WO genau ist in ihrem putzigen Modell jetzt die Begründung dafür, dass die Menschen "gebraucht" würden? Man muss nicht besonders intelligent sein, um zu erkennen, dass man nicht "gebraucht" wird, wenn man irgendwo nicht hingebeten wird, sondern hin muss. Schon gar nicht, wenn jeder weiß, dass man hier keine Werte schafft, sondern nur Zeit ableisten muss, damit irgendwelche neoliberalen, empathieunfähigen, sozialneidischen Kleingeister ihre primitive Vorstellung von "Gerechtigkeit" befriedigt sehen. (Und ja, ich habe gelesen, dass Sie hier an "gemeinnützige Arbeit" denken, also Parks fegen u.s.w.: Aber Sie wissen schon, dass man irgendwo dafür auch mal Menschen sozialversicherungspflichtig angestellt und Existenzsichernd bezahlt hat? Diese Jobs hat die neue Armutsindustrie vernichtet!!)

Genauso sieht es mit den bereits existierenden Sinnlosmaßnahmen vom Amt aus: Niemand wird da glücklich oder denkt, er/sie würde "gebraucht". Es ist Zwang, der nur der Statistik dient.

Halten Sie die Menschen bitte nicht für bescheuerter, als Sie sind.

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Littwin 22.01.2014, 21:49
155. Soziale Dienste müssen von der Arbeitsverwaltung ernst genommen werden

Langzeitarbeitslose Jugendliche oder Erwachsene können gefördert werden. Seit Jahren arbeiten Träger der Jugendsozialarbeit oder der Sozialen Arbeit mit ihren Sozialarbeiter_innen daran, junge Menschen oder Erwachsene zu motivieren, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, ihre Schulden oder Suchtprobleme in den Griff zu bekommen. Diese Arbeit ist auch erfolgreich, nur nicht gleich und nur nicht auf Knopfdruck. Es gehört Geduld und Beratungskompetenz dazu, Langzeitarbeitslose zu den nötigen Anstrengungen zu bewegen. Aber um Erfolg zu haben muss anerkannt werden, dass diese jungen oder erwachensen Manschen eine erste,zweite oder dritte Chance erhalten müssen. Die Arbeitsverwaltung braucht soziale Dienste, weil sie selbst diese Dienste nicht leisten kann. Die Kommunen sind überfordert, solche Dienste allein zu finanzieren. Hier muss Bundespolitik reagieren. Ansonsten wird diese Gesellschaft mit einem dauerhaften Prozentsatz an Langzeitarbeitslosen leben müssen, der allerdings ein Sprengsatz sein kann. Ein Sprengsatz der Gewalt oder Kriminalität. Es ist deshalb einfacher, die Arbeitsverwaltung mit der Politik zu überzeugen, dass die Kompetenz sozialer Dienste genutzt und finanziert werden muss. Wenn nicht, ist wohl Hopfen und Malz verloren..

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ashrak2014 22.01.2014, 23:41
156. optional

Ich glaube die wo hier die HarzIV empfänger in ihrer Ehre beleidigen sollten mal ihren Job Verlieren und oder ihre Firma insolvent gehen und dann das System selbst am Eigenen Leib erleben, wäre dann interessant zu erfahren ob Sie dann ihre Meinung immer noch aufrechterhalten oder ob sie ihre Meinung schlagartig ändern.

Es ist immer Interessant zu hören wenn sich Leute über etwas unterhalten worin sie selbst keine Ahnung und Erfahrung gemacht haben. Solche Leute hätten früher einen schweren Stand gehabt und wären wahrscheinlich in der Kammer des Schreckens gelandet oder auf derm Scheiterhaufen verbrannt worden.

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herkurius 23.01.2014, 00:55
157. Guter Witz

Ach, die Jobcenter sind doch mit der früheren Arbeitsvermittlung absolut nicht mehr zu vergleichen.

Ich habe mich in der nächsten Stadt als "arbeitssuchend" für einen Termin angemeldet. (Hartz IV Leistungen habe ich nie bezogen, mich die letzten 20 Jahre als Schein- bzw. Kleinselbstständiger durchgeschlagen". Kam pünktlich und hochinteressiert an und wurde, als Schwerbehinderter, zur Einstimmung erstmal ca. fünfzehn Minuten vor dem Schreibtisch stehend warten gelassen, während die Sachbearbeiterin (wohlgemerkt für einen vorgemerkten Termin, ohne jeden Publikumsverkehr) an ihrem Bildschirm arbeitete. Da ich mich dann höflich verabschiedete, bekam ich eine Rückfrage incl. Bestellung in's Amt mit Rechtsfolgenbelehrung (nicht sehr eindrucksvoll, wenn man sich klarmacht, daß ich nie Leistungen bezogen oder Anspruch auf welche geltend gemacht habe) und anschließend tatsächlich ein Stellenangebot ... ein Vierteljahr alt und natürlich längst besetzt, ausserdem hatte ich längst vorher dort unabhängig von der Arbeitsbehörde nachgefragt. Erklärung: "Ja, wir können auch nichts dagegen machen, daß die Arbeitgeber das Stellenangebot nicht zurückziehen". Parallel dazu war ich mit einigen potentiellen Arbeitgebern direkt in Verbindung getreten, von denn ich aus der Datenbank der Arbeitsbehörde übrigens erfahren konnte, daß sie ihren Bedarf auch dort gemeldet und noch keinen Bewerber vermittelt bekommen hatten. (Ich hätte gepasst, mit ausgezeichneten Zeugnissen und langer Erfahrung, aber es haute aufgrund der Lage oder Branche dann doch nicht hin).
Ich glaube mit Sicherheit, sagen zu können, daß sich die Arbeitsbehörde im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten (selbst erlebt in den 70er und 80er Jahren nach dem Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsabschluss) absolut nicht um eine Arbeitsvermittlung etc. kümmert, sondern nur um die Verwaltung eventueller Transferleistungen und der Findung von Sanktionen.

Ich habe dann meine Arbeitskraft weiterhin als sog. "Gewerbetreibender" vermarktet und dann vorzeitige Rente als Schwerbehinderter beantragt.

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kerstin andrea 23.01.2014, 02:11
158. krank

Zitat von Beobachter123
...... Wer krank ist, kann seine Zeit in einem Aufenthaltsraum verbringen und ......)
Richtig so! Und bis 39,2 Grad Fieber muß gearbeitet werden. Zum Arzt gehen wird nur einmal jährlich erlaubt, und Medikamente bis höchsten 20 € / Jahr. Die faulen Säcke müssen eliminiert werden. Kommunale Massengräber sind auch sicher nicht so hochpreisig.

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kerstin andrea 23.01.2014, 02:38
159. freie Arbeitsplätze

Zitat von kdshp
So ist es! Es gibt millionen von freien arbeitsplätzen die nicht besetzt werden können. Wer arbeit will bekommt auch welche. Das wird sich aber jetzt mit der zuwanderung aus dem osten schnell ändern. Auch werden die üppigen löhne und gehälter in vielen bereichen sinken auch eben bei facharbeitern und akadmikern UND das ist auch gut so.
Das sehe ich auch so. In D gibt es sicher einige Leute, die sich wie König Ludwig Schlösser bauen wollen und dafür Millionen Arbeiter benötigen. Eine kleine Hütte und täglich ein Pfund Brot reichen doch als Lohn.

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