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Schlechte Ernte: Kartoffelpreise steigen um mehr als die Hälfte
DPA

Wegen der Dürre ist die Kartoffelernte in diesem Jahr deutlich schlechter ausgefallen. Das bekommen Verbraucher im Supermarkt zu spüren: Kartoffeln werden teurer - und haben häufiger kleine Makel.

july1969 19.11.2018, 10:25
1.

Wäre ok, wenn man nach den üblichen Regeln der Märkte geht. Weniger Angebot, gleiche oder steigende Nachfrage = höherer Preis. Meine Frage dazu wäre nur: Sind die hunderten Millionen die die Bauern aus öffentlichen Kassen für ihre Ernteausfälle erhalten haben eingepreist oder gehen die, zusätzlich zu den Preisanpassungen, On Top in die Kassen der Bauern?

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isar56 19.11.2018, 11:14
2.

Zitat von july1969
Wäre ok, wenn man nach den üblichen Regeln der Märkte geht. Weniger Angebot, gleiche oder steigende Nachfrage = höherer Preis. Meine Frage dazu wäre nur: Sind die hunderten Millionen die die Bauern aus öffentlichen Kassen für ihre Ernteausfälle erhalten haben eingepreist oder gehen die, zusätzlich zu den Preisanpassungen, On Top in die Kassen der Bauern?
Das ist eine gute und berechtigte Frage. Außerdem erzählte mir ein Bio-Landwirt, dass er selten so eine gute Ernte einfuhr, wie in diesem Sommer/Herbst. Der baut allerdings nicht über zig Quadratkilometer ausschließlich Mais oder Kartoffeln an.

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Andreas1979 19.11.2018, 11:15
3. an July1969

Ist es besser, die Zuschüsse aus Brüssel für Landwirte zu streichen? Ich denke nicht.
Was würde passieren wenn doch?
Als erstes würden die meisten Biobauern die Segel streichen, dann der der konventionelle Landwirt und übrig blieben die gewollte industrielle Landwirtschaft mit ganz viel Pestiziden, die auf Gentechnisch veränderten Planten gespritzt werden um eine enorme Effizienz aus den Flächen zu holen.
Das nächste wäre, dass wir landwirtschaftliche Flächen aus anderen Ländern noch stärker beanspruchen als jetzt schon, da nicht mehr nur Soja, Mais, Kakao und Kaffee importiert wird sondern Weizen, Kartoffeln usw. denn auf den heutigen Lebensstandard will auch keiner verzichten.
Das bedeutet, Südamerikaner haben noch weniger Flächen für die eigene Bevölkerung zur Verfügung.

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Fricklerzzz 19.11.2018, 11:27
4. Ich kaufe Kartoffeln nur beim Bauern oder Grosshändler

Ich dachte auch der Preis würde steigen, aber im Grosshandel macht sich das nicht so bemerkbar.
Ich habe mir 30 KG Dicke Kartoffeln (Durchmesser ~ 8-12 cm ) für ~60 Cent/KG gekauft. im Supermarkt sind die Kartoffeln schlecht und teuer, da kaufe ich schon lange nicht mehr.

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xc20 19.11.2018, 11:37
5. Dürrehilfe

Zitat von july1969
Wäre ok, wenn man nach den üblichen Regeln der Märkte geht. Weniger Angebot, gleiche oder steigende Nachfrage = höherer Preis. Meine Frage dazu wäre nur: Sind die hunderten Millionen die die Bauern aus öffentlichen Kassen für ihre Ernteausfälle erhalten haben eingepreist oder gehen die, zusätzlich zu den Preisanpassungen, On Top in die Kassen der Bauern?
Vielleicht sollten sie sich zu diesem Thema nochmal genauer informieren. Denn von den zugesagten Hilfen sind bis heute nahezu keine ausgezahlt worden und werden es in Zukunft auch nicht (ohnehin frühestens ab März '19).
Die bürokratischen und finanziellen Hürden sind so hoch angelegt, dass jeder vernünftige Landwirt lieber auf einen zusätzlichen Überbrückungskredit zurückgreifen wird, als auf solche Hilfen zu setzten. So gelten zB. nicht die Finanzen des Betriebes als ausschlaggebend, sondern (auch bei Gesellschaften) das Privatvermögen fließt ebenfalls mit ein. Wer den Betrieb also nicht ohnehin schon vor der Dürre an die Wand gefahren hat, der wird auch jetzt keine Hilfen bekommen. Zudem sind besonders für Milchviehhalter die Verluste durch die Dürre kaum nachweisbar, da nur die wenigsten über entsprechende Wiegeeinrichtungen für ihre Gras-/Maisernten auf ihren Betrieben verfügen und somit alle zu veranschlagenden Werte von den Behörden und Ministerien geschätzt werden würden.

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xc20 19.11.2018, 11:42
6. Bewässerung

Zitat von isar56
Das ist eine gute und berechtigte Frage. Außerdem erzählte mir ein Bio-Landwirt, dass er selten so eine gute Ernte einfuhr, wie in diesem Sommer/Herbst. Der baut allerdings nicht über zig Quadratkilometer ausschließlich Mais oder Kartoffeln an.
Wer in diesem Jahr die ausreichende Möglichkeit zur Bewässerung hatte, konnte auch entsprechend ernten. Ähnlich sieht es für kleine Gebiete aus, in denen zumindest mal ein klein wenig Regen gefallen ist.
Bei uns in SH sieht es übrigens genau andersherum aus. Die Biobetriebe, besonders mit Tierhaltung, sind diejenigen die die größten Schäden und Probleme zu verzeichnen haben. So ist es in einigen Gebieten bereits erlaubt, dass Biobetriebe konventionell erzeugte Futtermittel zukaufen dürfen, da einfach nicht genügend Biofutter zur Verfügung steht. Es gab in diesem Zusammenhang auch einen größeren Shitstorm gegen ARLA, die es ihren Biomilchlieferanten untersagt haben, auf diese Möglichkeit zurückzugreifen.

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rainerspielberg 19.11.2018, 18:19
7. Super Geschäft

Sie vergessen zu erwähnen, dass die normale Ernte ca 10‘Tonnen beträgt. Da durch den Rückgang um 2‘Tonnen, d.h. 20% die Preise um 50% gestiegen sind, haben die Landwirte erhebliche Mehreinnahmen erzielt. Warum haben wir dann noch über 300 Mio an Zuschüssen an die Landwirte gezahlt? Wäre gut gewesen das zu erwähnen.

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