Forum: Wirtschaft
Schlechte Kontrollen: Netzagentur hält Wasserpreise oft für zu hoch

Strom und Gas werden immer teurer. und auch auf dem Wassermarkt könnten die Preise niedriger sein: Nach Angaben der Bundesnetzagentur wird der Sektor in einigen Regionen nur sporadisch kontrolliert -*zum Nachteil der Verbraucher. Bundesweit einheitliche*Kontrollen sollen das Problem lösen.

Seite 1 von 2
atair 06.09.2011, 08:39
1. Die Ursache kann selbstverständlich NICHT darin zu suchen sein, dass ...

Zitat von sysop
Strom und Gas werden immer teurer. und auch auf dem Wassermarkt könnten die Preise niedriger sein: Nach Angaben der Bundesnetzagentur wird der Sektor in einigen Regionen nur sporadisch kontrolliert -*zum Nachteil der Verbraucher. Bundesweit einheitliche*Kontrollen sollen das Problem lösen.
Die Ursache kann selbstverständlich NICHT darin zu suchen sein, dass in Deutschland fast flächendeckend die Wasserwerke / Wasserversorger kommunale oder, über Zweckverbände, kommunal dirigierte Monopolisten sind....?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wolfes74 06.09.2011, 08:57
2. Und ...

was wird nach den Äüßerungen der Netztagentur passieren ?

Nichts.
Die Preise werden weiter steigen, Preisabsprachen werden weiterhin stattfinden, weiter wird sich dumm und dämlich verdient an der Trägheit des dt. Michels.

Demzufolge eine unwichtige Nachricht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
atwater 06.09.2011, 09:26
3. Netzagentur sucht sich selbst Arbeit?

Zitat von atair
Die Ursache kann selbstverständlich NICHT darin zu suchen sein, dass in Deutschland fast flächendeckend die Wasserwerke / Wasserversorger kommunale oder, über Zweckverbände, kommunal dirigierte Monopolisten sind....?!
Haha...

Und die Ursache kann ggf. auch nicht in einer völlig überhöhten Anspruchshaltung von uns selbt, den lieben Bürgern liegen,
- die mit doppelter Ringleitung jeder noch so geringen Wahrscheinlichkeit entgehen wollen, einmal alle 10 Jahre unter der Dusche im Trocknen zu stehen,
- die Wasserdruck auch im 7. Stock brauchen wie auf Straßenniveau und das zu der Zeit, wenn alle den Hahn aufdrehen,
- deren Wasser Tafelwasserqualität haben sollte und auch für kranke Babys ohne Abkochen geeignet sein soll, die aber weiter ihre nicht verbrauchten Medikamente in die Toilette spülen müssen,
- die sich den Luxus erlauben, zehn Brunnen gleichzeitig zu betreiben, damit bloß keine Delle in den Grundwasserspiegel kommt,
- die alle EU-Anforderungen immer noch überspitzt umsetzen, damit die eingebildete Vorreiterrolle bloß keinen Kratzer bekommt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
st.peterording 06.09.2011, 10:13
4. Wasserpreise zu hoch?

Zitat von sysop
Strom und Gas werden immer teurer. und auch auf dem Wassermarkt könnten die Preise niedriger sein: Nach Angaben der Bundesnetzagentur wird der Sektor in einigen Regionen nur sporadisch kontrolliert -*zum Nachteil der Verbraucher. Bundesweit einheitliche*Kontrollen sollen das Problem lösen.
Bei einem Wasserpreis von vielleicht 1,50 Euro pro 1.000 Liter, kann man wohl kaum von "zu hoch" sprechen. Dafür bekommt man ein hochwertiges Lebensmittel. Was kostet denn der Liter im Supermarkt?
Dann erhält man für z.B. 3 Euro pro 1.000 Liter noch die komplette Reinigung des Abwassers. Aus meiner Sicht stimmt hier das Preis-Leistungsverhältnis.
Die Versorgung mit dem Lebensmittel Nr.1 und dessen Reinigung Gewinninteressen von Konzernen u.ä. zu unterwerfen, also die Monopole von kommunalen Versorgern aufzubrechen, ist wohl das Allerletzte.

Nichtsdestotrotz sollten die Preise kartellrechtlich überwacht werden.

Der Wechsel der Rechtsform hat nichts mit Umgehung zu tun. Vielmehr hat der Wechsel zu einer öffentl.-rechtlichen Gebühr zur Folge, dass der Kunde eine stärkere Rechtsstellung erhält, da ggfs. gegen die Gebühr vor Verwaltungsgerichten geklagt werden kann. Es gilt dann nämlich automatisch das Gebührenrecht und danach ist eine Gewinnerzielung verboten. Lediglich müssen die Kosten gedeckt sein.
Bei privat-rechtlichen Entgelten ist dies nicht automatisch so, deshalb unterliegen diese Versorger der kartellrechtlichen Aufsicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boeseHelene 06.09.2011, 10:56
5. .......................

vor einem Jahr hätte ich noch zugestimmt, aber seit Einführung der gesplitteten Abwassergebühr ist es eher so, dass ich Geld zurück bekomme :) dieses Jahr war es ein netter dreistelliger Betrag, den mir meine Gemeinde zurück erstattet hat. Ansonsten finde ich es gut, wenn auch den Wasserwerken auf die Finger geschaut wird. Ich halte Wasser sparen im Wassre reichen Deutschland sowieso für den größten Quatsch der Welt, aber wir Deutschen meinen mal wieder im Alleingang die Welt retten zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
this. 06.09.2011, 11:21
6. Was für eine Überraschung

Monopolstellungen von öffentlichen Versorgen ohne Wettbewerb führen nicht zu besserer Preis-Leistung !? Wer hätte das Gedacht..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 06.09.2011, 11:25
7. ...

Vielleicht sollte man hier auch privatisieren, bei Telekommunikation und Strom hat's ja gewirkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blurps11 06.09.2011, 11:44
8. Jau...

Zitat von Crom
Vielleicht sollte man hier auch privatisieren, bei Telekommunikation und Strom hat's ja gewirkt.
...ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich einen Blick auf meine Stromrechnung werfe ;) Bei der Wasserversorgung würde der Besitz der Leitungen ebenfalls ein natürliches Monopol schaffen und echten Wettbewerb verhindern. In der Telekommunikation hat es nur funktioniert, weil die Zugangshürden für neu einsteigende Unternehmen in der beginnenden Mobilfunkära vergleichsweise gering waren und der Gesetzgeber ( mit einiger Verzögerung ) der Konkurrenz der Telekom auch unkomplizierten Zugang zum Festnetz ermöglichte. Das geht beim Wasser schon rein technisch gar nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boeseHelene 06.09.2011, 11:46
9. ---------------

Zitat von Crom
Vielleicht sollte man hier auch privatisieren, bei Telekommunikation und Strom hat's ja gewirkt.
von privatisieren halte ich auch nicht viel, aber davon den Versorgern gut auf die Finger zu schauen und notfalls auch preissenkend einzugreifen. Die gesplittete Abwassergebühr hat da ja schon einiges gebracht an Kostensenkung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2