Forum: Wirtschaft
Schlechte Zahlen: Karstadt will mit Ver.di über neuen Tarifvertrag reden
picture alliance / dpa

Karstadt knickt ein: Im Mai hatte der angeschlagene Warenhauskonzern den Tarifvertrag für seine Beschäftigten gekündigt, um Geld zu sparen. Doch jetzt ist das Unternehmen nach SPIEGEL-Informationen zu neuen Verhandlungen mit der Gewerkschft Ver.di bereit.

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csmart48 26.08.2013, 07:32
20.

@Otmars1. Bei den meisten Händlern fliegt man sofort raus wenn das böse Wort Verdi oder Betriebsrat nur erwähnt. Ich habe ein Jahr bei der "Ich bin doch nicht blöd " Fraktion gearbeitet. Der Marktleiter meinte das dort kein Betriebsrat benötigt wird und ein Versuch der Gründung die Kündigung nach sich ziehen wird. Desweiteren verweise ich auf den ARD Markencheck. Dort wurde das Unternehmen gut beleuchtet und ausserdem wurde gut hervorgehoben wie ahnungslos der deutsche Kunde in Sachen Arbeitsbedingungen im Einzelhandel ist. Zur Verdi sag ich nur nochmal: In Hannover schloss das Grosskino Cinemaxx. 60 Mitarbeiter arbeitslos ohne Sozialplan da der zuständige Sachbearbeiter der Verdi im Urlaub war. Statement der Verdi: Kein Kommentar.

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tre.2013 26.08.2013, 08:34
21. Heißer Sommer

Nach dem langen Winter und dem verregneten Frühling kam auch noch der heiße Sommer. Ganz schlimm kommt es für Karstadt, wenn danach noch der Herbst folgen würde. Das Problem ist Karstadt und nicht das Wetter! Ein Sortiment, das nicht mehr mit Online-Shops mithalten kann, ein Vorstand, der keine klare Idee für die Kette hat, Verkäuferinnen die nur selten auf die Kunden zu gehen, hohe Mieten und riesige Flächen mit Waren, die nur wenige Kunden interessieren. Wer mal in eine durchschnittliche Karstadtfiliale während der Woche war, weiß, dass die nächste große Insolvenz bevorsteht.

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naklar? 26.08.2013, 09:08
22. Kaufhof und Karstadt betreffend ...

... ich glaube nicht, daß der Ansturm auf Primark aus Liebe erfolgt. Die meißten dort würden bestimmt lieber Ihre Produkte bei Kaufhof und Karstadt einkaufen. Aber leider fehlt vielen (besonders den Jüngeren und immer mehr Rentnern) das nötige Kleingeld dafür. Kaufhof würde profitieren, wenn Karstadt gänzlich von der Bühne verschwindet. Einer der beiden wird wohl wohl auch vom Markt verschwinden. Eingeklemmt zwischen ständigen steigenden Spekulations-Mieten; ständig steigenden Forderungen des Staates (Preistreiber_Nr1) sieht es verdammt eng für einige Branchen aus.

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hmmm...mmmm 26.08.2013, 09:10
23. Private Equity besser als Karstadt an der Boerse?

Private Equity hat den Vorteil, dass der Investitionshorizont bei ca. 7 Jahren liegt, d.h. die Sanierung also sorgfaeltiger geplant und langfristiger gemacht werden kann, als bei boerslich notierten Unternehmen, bei welchen quartalsweise berichtet wird und der Aktienkurs sich (fast) direkt auf die Kosten der Kreditlinien auswirkt. Das Kapital in Private Equity Funds kommt zu mehr als 60 Prozent aus Rentenfonds und Universitaetsstiftungsfonds. Auf der operativen Seite werden haeufig nur sehr versierte Leute eingesetzt, darum geht es bei der Ausfuehrung auch mitunter schnell. Zu den Zahlen: 6,9% Umsatz unter Vorjahr?! Das ist doch ein Drama in jeder Firma! und 8,4% unter Plan heisst ca 1,6% geplantes Wachstum! Das ist doch nur inflationsbereinigt stabil! Zu Verdi im Einzelnen: Arbeitnehmerinteressen gehoeren geschuetzt, Anspruchsdenken nicht!

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spon-facebook-10000194281 26.08.2013, 12:51
24. Karstadt

Eine Umsatzplanabweichung von über 200 Millionen Euro kann -bei planmässigen Kosten- auch für ein gesundes Unternehmen tödlich sein. Dazu kommt, dass ohne Zweifel, durch die hohen Herabsetzungen auf modische Ware auch die Spanne weit unter Plan liegt. Ob tarifliche Bezahlung oder nicht ist sekundär, es entscheidet doch nur ob das Ende sechs Monate früher oder später erfolgt. Das einzige was das Unternehmen noch retten kann ist eine hohe Finanzspritze durch Herrn Berggruen, daran glaube ich aber nicht.

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mundi 26.08.2013, 13:56
25. Nicht schon wieder Ver.di

War es nicht Ver.di? Diese Gewerkschaft hat zum Boykott der Schleckerfilialen aufgerufen und nachdem Schlecker pleite war, den Staat um Hilfe für die Verkäuferin gebeten.
Ver.di hatte schon einmal eine „Glanzleistung“ vollbracht.

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