Forum: Wirtschaft
Schleichwerbung bei "Wetten, dass.. ?": Die dubiosen Deals der Gottschalk-Brüder
dapd

Über Jahre hinweg bejubelte Thomas Gottschalk bei "Wetten dass" Autos und andere Gewinnspielpreise. Offenbar kein Zufall: Nach SPIEGEL-Informationen kassierte die Firma von Gottschalk-Bruder Christoph bei den Deals Millionensummen. Medienexperten kritisieren die Schleichwerbung.

Seite 17 von 23
neulos 13.01.2013, 08:06
160. Gez?

Ach so ist das!
Warum bezahlen wir diesem Saftladen eigentlich noch Gebühren?
Bei den Privaten ist das für mich zu erwarten, aber Ö-R sollte sich malk überlegen, wo die Kohle herkommt. Oder eben auf ein Werbe-finanziertes Modell umstellen.
Da kriege ich doch gleich einen Krampf in der Hand, wenn ich die Überweisung für die GEZ... ähh Beitragsservice machen soll...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wakaba 13.01.2013, 08:18
161. optional

Der Junge ist/war talentlos - die Show für Gäste eine Tortur. Die samstägliche Werbepause ums Productplacement aufgebaut. Filme, Bücher, Musik, Autos, Gelatine und TG...

Haribo? Glutinleim, Zucker, Farbstoff.
Auch Gelatine genannt, wird aus Tierkadavern und Knochen in grossen Trögen ausgekocht.

Da passt doch der Audi perfekt ins Gruselkabinett der Grottschalks.

Ich hab wohl in meinem Leben 30 Min. lang unfreiwillig Gottschalk über mich ergehen lassen müssen. Das war zuviel...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hyperboraeer 13.01.2013, 08:33
162. Als wenn dieser Sachverhalt neu wäre!

Denkende Menschen haben das doch schon immer unterstellt und angenommen, nur war´s ihnen egal oder sie hatten keine konkreten Beweise dafür, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.
Nicht nur ich hätte mir gern die Einblendung "Dauerwerbesendung" gewünscht, denn die Promotion neuer CDs oder Filme war nichts anderes, offenbar aber eben auch die einzige Möglichkeit, ein paar ach so schillernde internat. Stars auf´s Sofa zu bekommen, die kurz nach dem Auftritt natürlich gleich wieder los mussten, weil der Privatjet ja nach vorgegebenem Flugplan pünktlich abfliegt.
Wir werden halt alle ziemlich vera***t, das ist ja nichts neues.
Gleichfalls unerträglich finde ich diese unselige Präsentationswerbung ("Der Tatort wird Ihnen präsentiert von xxx") nach 20 Uhr! Das ist doch wohl ein genauso offenkundiger Verstoß gg. die gesetzlichen Regelungen der Werbung auf den öffentlich rechtlichen Sendern.
Na gut, die GEZ reicht halt nicht hin und her, kann sie auch nicht, weil sie ja garantiert ist und man sich daher jeden Monat neue Dinge ausdenkt, um sie dennoch zu verbraten (zig Spartensender, zig Angestellte mit hübschen Honoraren, das ganze grenzt schon sehr an einen Selbstbedienungsladen, bei aller Wertschätzung für die öffentlich Rechtlichen, die ich in D trotz allem nicht missen möchte. Nur vermisse ich ein Kostenbewusstsein bei diesen Anstalten und eine Selbstbeschränkung.
Dass diese nicht funktioniert, sieht man an jeder Behörde. Damit man im nächsten Jahr nicht mit weniger Budget zurechtkommen muss, wird das Geld in diesem Jahr noch schnell verbraten, wo käme man sonst auch hin.
Allen solch großen Organisationen ist leider eines gemeinsam: Sie beschäftigen sich im wesentlichen mit sich selbst und sie sind im wesentlichen auch nur für sich selbst da und sorgen dafür, dass alle noch ein warmes Plätzchen unter der Glucke öffentlicher Einnahmen finden.
Das ist in der Politik so, in den Verwaltungen und sogar in der Wirtschaft: Man kennt sich, man schätzt sich, man braucht sich, man trifft sich hier und dort und man tut sich gegenseitig nicht weh, weil einem selbst nicht wehgetan werden soll. Ob das ganze Spiel nun HSH, Nonnenmacher & Kopper heißt oder Karstadt, Middelhoff und Esch, überall dieselben Verflechtungen, um kein anderes Wort zu benutzen.
Die Welt ist korrupt, warum sollte das in öffentlich rechtlichen Fernsehsendern anders sein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
les.fleur.du.mal 13.01.2013, 08:42
163.

Zitat von catcargerry
Im nicht öffentlichen Bereich sind es immer noch Einzelfälle.
Guter Witz.

Fleurs

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hajojunge 13.01.2013, 09:00
164. Was zahlen die Ö-R eigentlich dem ADAC für die fortgesetzte Schleichwerbung??

Dieser private Autoclub wird ständig in den Medien als Quasi-Verkehrsbehörde präsentiert. Der ADAC warnt zu Ferienbeginn vor Staus (wer hätte das gewußt?), vor Eisglätte, etc. Über seine Tests (zweifellos auch nützliche) wird auch immer wieder berichtet. Das geht nun schon seit vielen Jahren, aber es scheint niemanden zu stören. Genau wie die "Sponsorenwerbung" an Sonn- und Feiertagen und nach 20 Uhr. Auch die Nennung eines Sponsors hat immer das Ziel, die Firma und ihre Produkte ins Bewußtsein der Zuschauer zu rücken. Es wundert eigentlich, daß dagegen noch nicht geklagt worden ist, aber scheinbar sind sich alle Beteiligten einig, und die Medienbehören schlafen sanft und selig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
raju56 13.01.2013, 09:01
165.

Von den Gottschalk-Brothers war doch nichts anderes zu erwarten. Auf ehrliche Art sind die nicht zu ihrem Geld gekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
outsider-realist 13.01.2013, 09:07
166.

Zitat von sysop
Über Jahre hinweg bejubelte Thomas Gottschalk bei "Wetten dass" Autos und andere Gewinnspielpreise. Offenbar kein Zufall:
Danke Spiegel....die Autos standen also nicht zufällig da rum?
Hatte es mir schon gedacht aber nie zu fragen gewagt.

Also mal ehrlich.....außer die überzeugten Gottschalkhasser
bringt der Artikel doch nicht mehr zu Tage.
Ein Skandal sieht anders aus.
Und das Thomas Gottschalk die Autos bejubelt hat, habe ich
noch nie in dieser Sendung erlebt.
Viel Rauch und Tamtam um nichts. Viel Spaß beim Aufregen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Roßtäuscher 13.01.2013, 09:42
167. Im Übrigen misst das ZDF mit zweierlei Maß

Zitat von Roßtäuscher
Das ZDF ist schon eine eigene merkwürdige Sendeanstalt und dann auch noch öffentlich-rechtlich. Die haben wohl einen Hammer, die Nummer mit der Schleichwerbung der Gottschalks einfach so zu dulden. Sich jetzt hinzustellen und behaupten, es wäre gar nicht anstößig ist wohl der dickste Hammer. Zur Strafe müsste man die Staats-Rundfunk-Gebühren drastisch kürzen. Mit dem ZDF sieht man besser den hinterhältigen Betrug nicht - müssten sie werben.
Erinnern wir uns an die Andrea Kriewel, die irgend so einen Sonntags- oder Fernsehgarten moderiert. Sie wurde, weil sie Werbung für die Weight-Watcher machte, fristlos aus der Sendung herausgenommen, entlassen. Aber, aus was für Gründen auch immer, moderiert sie wieder. Hat man erkannt, beim Gottschalk die Werbung zu dulden, warum dann nicht auch bei Kriewel, mit Interessenkonflikt kann man sich nicht herausreden, was soll Käse wo er nicht hingehört. Natürlich will der Sender Werbung kassieren, dabei ist es den Öffentlich-Rechtlichen untersagt, weil sie die Zwangs-Rundfunk-Gebühren kassieren und das nicht zu knapp. Es gibt noch andere Fälle, nehmen wir den Kerner, der von SAT1 zum ZDF kam und seine drollige Werbung für die Putenwurst von Gutfried nicht mehr werben durfte. Flugs war er wieder zurück bei SAT1. Am Mainzer Lerchenberg ist wohl manches aus den Fugen geraten. Der Sendeschrott könnte auch mal richtig aufgewechselt werden. Halligalli-Sendungen wie bei MDR, Mross, Silbereisen, Messingeisen, Hinterseer & Co. sind dort Dauergast im Carmen Nebel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uksubs 13.01.2013, 09:44
168. unklarstellung

also hier muss doch mal einiges klargestellt werden:
wenn es im öffentlich-rechtlichen etwas zu gewinnen gibt, dann kann man ja wohl schlecht etwas wegpixeln, etwa ein auto. es gab und gibt jedoch offensichtlich immer mal wieder den versuch, unter dem begriff product- placement, dinge sozusagen heimlich unterzubringen. wenn etwa in einem öff-re produzierten tatort an einem solchen eine werbung von einem beruhigungsmittel gezeigt wird, irgendwo an einer mauer im hintergrund, dann stecken die macher des tatort dahinter.
das ist sehr schwer festzustellen. daher sollte meiner meinung nach ein kleiner teil erlaubt sein und dieser nutzen sollte dann dem gebührenzahler zugute kommen, und nicht irgendwelchen schauspielern oder produzenten, die eh genug verdienen. und es sollte eh fast verboten sein, dass prominente werben. es ist doch ekelhaft, wenn etwa j.b. kerner irgendeine show hat und in der werbeunterbrechung noch sein konterfei in einer wurstwerbung erscheint. daher das fazit: wenn handelnde personen profit schlagen aus solchen sachen, dann sollen sie das zumindest zu, sagen wir mal, 65% besteuern. dann haben insgesamt wieder alle etws davon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 13.01.2013, 09:57
169. Das laeuft nicht nur...

...bei Gottschalk so. Da braucht man sich nur mal das Morgenmagazin, das Mittagsmagazin von ARD und ZDF anzuschauen...Buecher werden vorgestellt und promotet, Filme werden vorgestellt und man wird gedraengt ins Kino zu gehen...ganz kostenfrei fuer die Filmfirma? oder druecken die auch an die Redakteure oder Moderatoren ab?
Ein krasses Beispiel war fuer mich mal der Kerkeling Film, Samba in Mettmann.....der Schrott ist im Kino natuerlich total geflopt...war glaub ich nach einer spaetestens zwei Wochen aus den Kinos wieder draussen...aber in Oeffentlich Rechtlichen sogenannten Narichtenmagazinen gab sich Kerkeling selbst die Klinke in die Hand....vier bis fuenf Promotion Sendungen in einer Woche in den unterschiedlichsten Formaten bei ARD und ZDF....das der Film trotz der vielen Promotion nicht gesehen wurde, fand ich doch recht erstaunlich...trotzdem...Schleichwerbung fuer solche Sachen sind eigentlich gar keine Schleichwerbung...nein das wird ganz offen zelebriert...nur wer da hinter den Kulissen verdient...das ist die Frage...im Falle Gottschalks wissen wirs ja jetzt..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 17 von 23