Forum: Wirtschaft
Schleppende Energiewende: Altmaier zweifelt an Prognosen der Regierung
DPA

Bei der Energiewende hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung ehrgeizige Ziele gesetzt - doch die Umsetzung lahmt. Nun stellt ausgerechnet Bundesumweltminister Peter Altmaier die Vorgaben zum Stromverbrauch in Frage.

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einbelgier 15.07.2012, 12:16
40.

Zitat von sysop
Bei der Energiewende hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung ehrgeizige Ziele gesetzt - doch die Umsetzung lahmt. Nun stellt ausgerechnet Bundesumweltminister Peter Altmaier die Vorgaben zum Stromverbrauch in Frage.
Tja, wie sagte schon Mark Twain:"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen".
Dass die "Prognosen" bezüglich Energiewende eigentlich nicht von dieser Welt sind und waren, war und ist allen Fachleuten (das sind die, die so etwas wie E-Technik gelernt haben und auch in der Energiewirtschaft arbeiten) schon immer klar. Jetzt frisst sich die Realität auch durch die Ökoträume einer technikfernen politischen Klasse. Das Gejammere wir gross sein, wie immer wenn Träume platzen....

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chico 76 15.07.2012, 12:17
41. Die

eiseitige Ausrichtung der Stromproduktion auf EE bringt nur die, seit langem, vorhergesehenen Probleme.
Enorme Kostensteigerung, Unzuverlässigkeit bei der Erzeugung etc.
Selbst im grünen Guardian kann man die Gründe nachlesen.

The unpalatable truth is that the anti-nuclear lobby has misled us all | George Monbiot | Comment is free | The Guardian

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Schwede2 15.07.2012, 12:20
42. Erbärmlich !

Zitat von sysop
Bei der Energiewende hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung ehrgeizige Ziele gesetzt - doch die Umsetzung lahmt. Nun stellt ausgerechnet Bundesumweltminister Peter Altmaier die Vorgaben zum Stromverbrauch in Frage.
Dieses Land ist klar auf dem Weg in eine Diktatur. Es merkt nur (noch) keiner. Grundrechte werden mit Füssen getreten, Minister vom Verfassungsgericht verwarnt, die Regierung muss eine geschönte Version nach der anderen widerrufen. Oder hätte ich besser sagen sollen, der Realität anpassen? Als ob die das nicht alle genau vorher gewusst hätten. Wenn nicht, haben wir die Falschen gewählt.

Aber am meisten erschrecken mich die demoskopischen Zahlen im staatlichen ZDF (Politbarometer). Hier stimmen doch tatsächlich 36% für die CDU. Die Menschen wollen definitiv auf den Arm genommen werden. Hatten wir das in diesem Land nicht schon mal? Geschichte wiederholt sich.

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xees-s 15.07.2012, 12:23
43. E-Auto Infrastruktur fördern!

Die wollen doch die Innenstädte sperren für den Autoverkehr. Sollen die doch nur noch Elektroautos reinlassen, diese kostenfrei parken lassen und an jedem Parkplatz eine Steckdose anbringen lassen. Das hätte einen enormen Effekt für alle sichtbar. die letzten Skeptiker würde mitbekommen wie leise die Innenstadt werden würde und abgasfrei, die Städte wären auch wieder belebter usw. Weiter solle man alle Garagenbetreiber private wie öffentlich zugängliche verpflichten Ladestationen einzurichten genauso wie auf Firmenparkplätzen auch kleiner Firmen. Diese Ladestationen können ja nicht nur von den Stromlieferanten eingerichtet sein, es darf ja auch "Shell" oder "Aral" draufstehen, solange der Strom "Grün" erzeugt ist.

Erst wenn man mit Elektroauto überall hinkommt weil man wiederaufladen kann wird sich das Auto als solches durchsetzen und auch die Preise sinken. Und es muss (darf) auch Geld damit verdient werden, sonst macht keiner mit beim Aufbau.

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kumi-ori 15.07.2012, 12:27
44.

Wenn ich zwischen 17 und 24 Uhr mit offenen Augen durch unsere Vierpersonen-Wohnung gehe, dann finde ich permanent ungenutzt laufende Elektrogeräte (Computer, Lampen, ... ) mit einer geschätzten Leistung von 100 - 200 W. Und das, obwohl wir uns generell zum Stromsparen bekennen. Wenn ich das hochrechne, sagen wir 50 W / Person bei 80 Mio Deutschen, komme ich auf 4 GW (4 AKW) völlig sinnlos verschwendeter Energie.

Was ich gern von den anderen Diskutierenden wissen möchte, wie sieht es bei Ihnen aus? Sind wir besondere Verschwender? Was beobachten Sie bei sich selbst? Sehen Sie Potential, Energie ohne Verlust an Komfort und ohne Investitionen und Umrüstungen einzusparen, indem Sie einfach den "Aus"-Schalter öfter betätigen?

Dankbar für den Blick in ihr wohnzimmer.

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wurzelbär 15.07.2012, 12:27
45. Altmaier zweifelt an Prognosen der Regierung

Als Bürger zweifelt man an der Regierung, Politik !
Dieses offensichtliche Fehlverhalten wegen den Interessenvertretungen bringt wieder einmal nur das Volk in bedrängnis, während alle anderen sich daran nur finanziell bereichern !

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wenieder 15.07.2012, 12:27
46. Schleppende Energiewende

Zitat von sysop
Bei der Energiewende hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung ehrgeizige Ziele gesetzt - doch die Umsetzung lahmt. Nun stellt ausgerechnet Bundesumweltminister Peter Altmaier die Vorgaben zum Stromverbrauch in Frage.
Bund legt Positionspapier für den badischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar vor

Verfehlte Investitionspolitik führt zu explodierenden Strompreisen


Der Bund für Umwelt und Naturschutz untersuchte in der hiesigen Region mögliche Standorte für Windkraftanlagen. Danach plant die Landesregierung, den Anteil der Windenergie in den nächsten 10 Jahren um 10%, mithin auf 1000 Windräder auszubauen.
Das sind ehrgeizige Ziele, aber sieht so die erfolgreiche Energiewende auf durchdachten Konzepten aus? Übertriebene Investitionen in regionale Windparks führen nicht unbedingt zu einer bezahlbaren Stromversorgung, nicht zuletzt wegen der fehlenden Grundlastfähigkeit und der nur 20%igen Stromausbeute gegenüber der Küste. Das Positionspapier verweist darauf, dass es durch den Ausbau der Windenergie in der Region zu keinem Bedarf am weiteren Ausbau der Stromnetze kommt. Mit anderen Worten, ist man erst mal autark, muss man sich nicht so sehr an der Nord/Süd- Stromautobahn beteiligen. Dabei handelt es sich hier um ein Megaprojekt (mit 20 Milliarden Euro veranschlagt), in das auch die erneuerbaren Energien einfließen. Um diese Übertragungswege rechtzeitig bis zum Atomausstieg auszubauen, bedarf es außergewöhnlicher Anstrengungen, auch der Landesregierung, Partner für die Finanzierung zu finden. Den größten Teil des regenerativen Stroms liefern nun mal die Windparks an Nord- und Ostsee und im Osten Deutschlands. Hinzu kommen noch ca. 25 Milliarden Euro für die Verbesserung der regionalen Verteilernetze und eine weitere Summe, um die Speichermöglichkeiten auszubauen. Versorgungssicherheit und bezahlbare Strompreise wird es in Zukunft nur geben, wenn sich alle Bundesländer an einen übergeordneten Masterplan halten. Unsere Landesregierung sollte sich dabei auf den Anteil konzentrieren, der dem Land aus geographischer und wirtschaftlicher Sicht optimale Versorgungssicherheit bringt, nicht zuletzt durch die zügige Fertigstellung der Nord/Süd-Stromautobahn. Nur so lassen sich gewaltige Ressourcen erschließen, in südeuropäischen Ländern mit rentablem Sonnenstrom, im Norden mit effizienten Windparks, sowie speziell in Norwegen mit vielen naturgegebenen Pumpspeicheranlagen. Über politische Abkommen könnte man in diesen Ländern investieren und von dort als Kompensation den rentabel erzeugten Strom zurückerhalten.

Werner Niedernolte
Weinheim

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Samuel Tischler 15.07.2012, 12:31
47.

Zitat von xees-s
Die wollen doch die Innenstädte sperren für den Autoverkehr. Sollen die doch nur noch Elektroautos reinlassen, diese kostenfrei parken lassen und an jedem Parkplatz eine Steckdose anbringen lassen. Das hätte einen enormen Effekt für alle sichtbar. die letzten Skeptiker würde mitbekommen wie leise die Innenstadt werden würde und abgasfrei, die Städte wären auch wieder belebter usw. Weiter solle man alle Garagenbetreiber private wie öffentlich zugängliche verpflichten Ladestationen einzurichten genauso wie auf Firmenparkplätzen auch kleiner Firmen. Diese Ladestationen können ja nicht nur von den Stromlieferanten eingerichtet sein, es darf ja auch "Shell" oder "Aral" draufstehen, solange der Strom "Grün" erzeugt ist. Erst wenn man mit Elektroauto überall hinkommt weil man wiederaufladen kann wird sich das Auto als solches durchsetzen und auch die Preise sinken. Und es muss (darf) auch Geld damit verdient werden, sonst macht keiner mit beim Aufbau.
Endlich mal ein Beitrag, der sich wohltuend von dem mißlaunigen Gezeter hier im Forum abhebt.

E-Autos werden natürlich erst dann interessant, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Unsere Städte können ungemein profitieren, wenn die Wende zum E-Auto geschafft ist: Immobilienwerte werden rasant steigen, eine Belebung der Einkaufzonen ist zu erwarten.

Unsere Städte erleben derzeit einen wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang, der nicht nur durch Discounter, sondern auch durch den Autoverkehr verursacht ist.

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Jörgi1980 15.07.2012, 12:32
48.

Zitat von chico 76
eiseitige Ausrichtung der Stromproduktion auf EE bringt nur die, seit langem, vorhergesehenen Probleme. Enorme Kostensteigerung, Unzuverlässigkeit bei der Erzeugung etc. Selbst im grünen Guardian kann man die Gründe nachlesen.
Der Ausbau der Stromnetzinfrastruktur kostet Geld, ohne Frage. Aber sobald diese vorhanden ist, bekommt man den Strom quasi geschenkt. Es entfällt die Gewinnung von Rohstoffen, die Aufarbeitung von Rohstoffen für den Endverbrauch, die teure Erschließung neuer Rohstoffvorkommen, die Kosten für den Transport der Rohstoffe, die Kosten für die sachgerechte Lagerung von Rohstoffen, die ineffiziente Nutzung von Rohstoffen, die Kosten für den Bau von Kraftwerken, die Kosten für die Instandhaltung von Kraftwerken, die Kosten für die Schädigung der Umwelt durch die Kraftwerke und des Rohstoffverbrauchs, die Kosten für die Entsorgung der verbrauchten Rohstoffe, die Monopolstellung der Energieriesen, die damit die Preise treiben ... Sicher habe ich da noch einiges vergessen.

Warum glauben eigentlich alle, dass Ökostrom teurer sei als herkömmlicher Strom? Das ganze Gegenteil ist der Fall, aber genau davor haben die Stromriesen Angst. Es entfallen die permanenten Kosten, die ein rohstoffgestütztes Energiesystem mit sich bringen. Mit dem radikalen Senken der Stromkosten können die Energieanbieter ihre Steigerung der Stromkosten nicht mehr plausibel rechtfertigen.

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syssifus 15.07.2012, 12:43
49.

Zitat von Jörgi1980
Warum glauben eigentlich alle, dass Ökostrom teurer sei als herkömmlicher Strom? Das ganze Gegenteil ist der Fall, aber genau davor haben die Stromriesen Angst. Es entfallen die permanenten Kosten, die ein rohstoffgestütztes Energiesystem mit sich bringen. Mit dem radikalen Senken der Stromkosten können die Energieanbieter ihre Steigerung der Stromkosten nicht mehr plausibel rechtfertigen.
Ökostrom soll billiger als der herkömlich produzierte sein ? Glaube allein reicht nicht,nur ein demenstsprechender Preis,würde mich überzeugen.

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