Forum: Wirtschaft
Schmähpreis: Naturschützer küren die größten Skandalkonzerne

Mit diesem Preis wird kein Unternehmen gerne geehrt: Kurz vor dem Wirtschaftsgipfel in Davos prämieren Naturschutzorganisationen die größten Skandalfirmen mit dem "Public Eye Award". Auf der Nominiertenliste stehen namhafte Vertreter der Globalökonomie, darunter ein Pharmakonzern und ein Stahlgigant.

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alarico 25.01.2010, 22:09
20. Immer wieder diese verda..te Spiesser

na klar, die Todestrafe ist keine schoene Sache, aber zumindest hilft der Forschung.
So wie etwa der Holocaust. Keine schoene Sache, aber durch die Nazi-Experimente hat der Medizin geholfen.
So ist es , lieber Vetter , oder ?
Was kann man dazu sagen? Schade , dass es noch kein Gehirnstransplantation gibt. Das wuerde ich dir nur empfehlen. Es waere kein Problem, einen besseren zu finden.

Zitat von M. Vetter
An sich gut, aber warum z.B. an Roche in dem Artikel bzw. von Seiten der Veranstalter kritisiert wird, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Die Personen (ich gehe davon aus, dass sie Rechtskräftig verurteilt wurden), sind in ihrem Land, nach der dortigen Rechtslage zum Tode verurteilt worden. Warum sollen sie dann, wenn sie eh sterben, nicht noch 3,4,5 oder 6 anderen Menschen das Leben retten? Das ist in meinen Augen die einzige "gute" Seite der Todesstrafe. Und die Bemühungen von Roche, die Akzeptanz gegenüber fremden Organen (ich denke daran wird geforscht) zu erhöhen, hat nichts schlimmes. Daher, gut gemeint, aber (mal wieder) übers Ziel hinausgeschossen.

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alarico 25.01.2010, 22:56
21. warum sind sie so sicher ?

zum Glueck, es gibt nicht nur Spiesser und Angsthase auf dieser Welt.
Es gibt auch welche, die keine Angst vor Tod haben.
Lieber sterben , als Organe von indischen Kindern oder chinesischen Todverulteilte zu bekommen.
Lieber sterben , als solche Fortschritte zu begruessen.
Letzendlich sollen wir alle sterben , oder?
Aber einige werden als Maenner sterben.
Andere als Spiesser.

Zitat von Kampfbuckler
denn die mangelnde Akzeptanz von übertragenen Organen im Patientenkörper entscheidet immer noch über Leben und Tod.Mit dem jetzigen Stand der Transplantationsmedizin kann kein Arzt und kein lebensbedrohlich erkrankter Patient zufrieden sein. Ich bin sicher, dass ein nierenkranker Greenpeacer jeden Fortschritt in Richtung sichere Organverpflanzung sehr begrüßt.

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scibu 26.01.2010, 01:28
22. Ignoranz ist Trumpf

Zitat von M. Vetter
An sich gut, aber warum z.B. an Roche in dem Artikel bzw. von Seiten der Veranstalter kritisiert wird, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Die Personen (ich gehe davon aus, dass sie Rechtskräftig verurteilt wurden), sind in ihrem Land, nach der dortigen Rechtslage zum Tode verurteilt worden.
Wow, in letzter Zeit mal Zeitung gelesen? Z.B. Aktuell Thema China und Zensur?!

Es geht doch gar nicht darum, ob man die Organe von Toten verwendet. Es geht eben darum, dass China willkürlich Regime-Gegner verurteilt und eben keine rechtsstaatlichen, geschweige denn demokratischen Maßstäbe gelten. Hier geht es um drastische Menschenrechtsverletzungen.

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Imbecile 26.01.2010, 01:58
23. Der Kunde hat eine moralische Wahl !!

Zu allererst: Lob an den Spiegel, dass Sie über den Public Eye Award berichten!! Diese Aufmerksamkeit hat die Gruppe mehr als verdient!

Wenn ich jedoch die Kommentare zum Artikel durchlese, werde ich richtig wütend. Diese "Ich kann doch eh nix ändern-Attitüde" ist grausam!!! Ich glaube fest daran, dass der Kunde eine moralische Wahl hat und damit auch große Konzerne beeinflussen kann: http://spreesee.com/2010/01/21/der-k...ralische-wahl/

Und Journalisten sollten dazu ermutigen! Daumen hoch für den Spiegel! Aber für diverse andere Journalisten, die wie im obigen Artikel zitiert unglaublich blöde Sachen von sich geben, könnte auch mal ruhig ein Schmähpreis eingeführt werden.

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variofox 26.01.2010, 02:17
24. Transplantationen, Roche und China: Mal wieder Sensationsmache

Ich gehöre nun selbst zu denen, die nur aufgrund einer Transplantation und der Verfügbarkeit von entsprechenden Medikamenden noch leben. Vielleicht denkt man da ein bißchen anders.

Klar ist für mich, daß die Sache hier völlig falsch dargestellt wird. Die Transplantationen finden ja nicht aus Spaß und zu wissenschaftlichen Zwecken statt, sondern sie retten den Empfängern das Leben. Auch in China. Ob es ethisch vertretbar ist, Menschen mit Organen von Hingerichteten das Leben zu retten kann diskutiert werden. Aus meiner Sicht ist schon die Todesstrafe an sich zu verurteilen.

Warum allerdings Roche nun die Daten, die bei den ohnehin stattfindenden Transplantationen erhoben werden nicht verwenden soll, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Und der Satz "Der Konzern verwende bei medizinischen Studien in China 'höchst wahrscheinlich' die Organe von Gefangenen" suggeriert ja etwas völlig falsches.

Und da muß ich sagen, daß ich derart miesen Journalismus und das gezeilte Unterstellen falscher Tatsachen auch verwerflich finde.

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variofox 26.01.2010, 02:23
25. Organentnahme von Hingerichteten fragwürdig

Zitat von andlu
Schon einmal dran gedacht, dass in einem durch und durch korrupten Land wie China Richter auf Gehaltslisten landen könnten, damit sie statt einer Freiheitsstrafe hin und wieder die Todesstrafe vorziehen? Je nachdem, wie hoch die Nachfrage ist. Wenn unsere Gesellschaft so weit gehen würde, diese ekelhafte Geschichte schulterzuckend zu akzeptieren, sehe ich Hopfen und Malz verloren.
Ich gebe Ihnen völlig Recht, daß diskutiert werden muß ob es ethisch vertretbar ist, Gefangenen oder Hingerichteten Organe zu entnehmen, um damit anderen das Leben zu erleichtern oder zu retten.

Nur: Was hat Roche damit zu tun? Ich finde, das ist der völlig falsche Aufhänger für diese wichtige Diskussion.

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variofox 26.01.2010, 02:34
26. So ein Schwachsinn, alarico

Zitat von alarico
zum Glueck, es gibt nicht nur Spiesser und Angsthase auf dieser Welt. Es gibt auch welche, die keine Angst vor Tod haben. Lieber sterben , als Organe von indischen Kindern oder chinesischen Todverulteilte zu bekommen. Lieber sterben , als solche Fortschritte zu begruessen. Letzendlich sollen wir alle sterben , oder? Aber einige werden als Maenner sterben. Andere als Spiesser.
Also ganz ehrlich: Sie haben keine Ahnung von Organtransplantationen, oder?

In der westlichen Welt steht überhaupt nicht zur Debatte, Organe von indischen Kindern oder chinesischen Todverulteilten zu transplantieren. Es mag da Fälle gegeben haben, aber hier in Deutschland sterben täglich Menschen, die auf Organe warten - und da wird eben nicht irgendetwas importiert.

Ihr Beitrag geht auf erschrechende Weise an der Realität vorbei.

In anderen Ländern (wie in China) mag manches anders sein, aber auch da werden keinen Kindern Organe entnommen. Ich finde es auch sehr bedenklich, wie Sie nach dem Motto "Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen" über andere Länder herziehen.

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serenità 26.01.2010, 10:19
27. Ok...

Zitat von M. Vetter
Und woher diese legalen Organspenden kommen, die Roche begleitet um die Akzeptanz von Fremdorganen zu verbessern, ist in meinen Augen egal!
Wie bitte? Roche kann froh sein, solch ideologisch völlig verblendeten Typen wie Sie zu seinen Angestellten zu zählen, sonst hätten sie ja gar niemanden, der noch für sie arbeiten würde.

Zitat von
P.S. Und ich wünsche ihnen, dass sie, sollten sie je eine Organspende brauchen, diese entsprechend gut vertragen oder entsprechend entwickelte Medikamente ihnen Helfen. P.P.S. Haben sie einen Organspendeausweis um diese Mangellage abzustellen? Nein?
Doch. Aber sollte ich in die Lage kommen, dass Organe aus irgendwelchen dubiosen Quellen kämen wie die hier angesprochene, würde ich sie genauso ablehnen wie Echthaar von Gefangenen. Ethisch so unfragwürdig wie möglich zu leben, auch wenn's unbequem wird, ist eines der höchsten Ziele, die man sich setzen kann.

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Frank Miskar 29.01.2010, 12:01
28. Sie würden Ihr Kind eher sterben lassen?

Zitat von serenità
Wie bitte? Roche kann froh sein,...
Bei über 80.000 Mitarbeitenden weltweit scheint dieses "Problem" für Hoffmann-La Roche eher marginal zu sein.
Zitat von serenità
Aber sollte ich in die Lage kommen, dass Organe aus irgendwelchen dubiosen Quellen kämen wie die hier angesprochene, würde ich sie genauso ablehnen wie Echthaar von Gefangenen. Ethisch so unfragwürdig wie möglich zu leben, auch wenn's unbequem wird, ist eines der höchsten Ziele, die man sich setzen kann.
Es ist vielleicht doch ein kleiner Unterschied ob man kahlköpfig durchs Leben geht, oder ob man sein Kind, das gerade durch eine Nierentransplantation von der Dialysemaschine unabhängig geworden ist (und vom Gedanken, dass es nicht älter als dreissig werden könnte), von den Medikamenten fernhält, die eine Abstossung des neu eingepflanzten Organs verhindern könnten.

Oder sehen Sie den Unterschied zwischen "unbequem" und tot nicht so eng, wenn es um Ihre Kids geht?

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