Forum: Wirtschaft
Schnell wachsender Fisch: US-Lebensmittelaufsicht lässt Gen-Lachs zu
REUTERS

Erstmals hat die Lebensmittelbehörde FDA ein genetisch verändertes Tier zum Verzehr freigegeben: In den Vereinigten Staaten darf künftig besonders schnell wachsender Lachs verkauft werden - ohne besondere Kenntlichmachung.

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Emil Peisker 20.11.2015, 12:04
100. Anfangen, Interessen nachhaltiger zu vertreten...

Zitat von mps58
amerikanische Regierungsstellen arbeiten generell besser als vergleichbare Organisationen bei uns, siehe VW Skandal.
Die US-Behörde EPA bekam die Daten der unzulässigen hohen Stickoxide vom einem deutschen Ingenieur.
Die EPA hat selbst nichts entdeckt.

Wenn es der EPA um Stickoxide und CO2 ginge, hätte sie bei den US-SUV's, die zu Lastwagen gestuft wurden, damit die exorbitanten CO2 und Stickoxidwerte dieser Dreckschleudern nicht zum Verbot dieser Motoren führt, ein heftiges Veto eingelegt.

TTIP zeigt eindeutig, dass dieses Abkommen die US-Wirtschaft gegenüber den Europäern stärken soll.

Da sind wirtschaftliche Abwehrmaßnahmen politisch opportun und auch von der Mehrheit der Bevölkerung gewollt.

Vielleicht sollten die Europäer langsam auch anfangen ihre Interessen nachhaltiger zu vertreten.

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ackergold 20.11.2015, 12:04
101.

Zitat von nachdenkenderleser
Zu Ihrem Lieblingsthema: aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine Kennzeichnungspflicht. Ich wundere mich nur, dass Hersteller "gentechnikfreier" Produkte ihre Kennzeichnungsoption nicht nutzen.
Diejenigen Hersteller, die es brauchen, nutzen es sehr wohl. Aber wieso sollte man ein gutes Produkt kennzeichnen mit Dingen, die NICHT drin sind?

Einfacher und fairer wäre doch, jedwede genetische Veränderung zu kennzeichnen. Dagegen spricht überhaupt gar nichts, denn wer es kaufen will, der kann es ja kaufen. Und wer nicht, der kauft es eben nicht. So ist der Markt. Das ist Freiheit.

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ruediger99 20.11.2015, 12:05
102.

Zitat von taglöhner
...Kann man ja als Unwissender mal vor's vemeintlich noch unwissendere Publikum schmeißen 1. Ein funktionierendes Virusgenom ist etwas völlig anderes als irgendein Stoffwechselgen. 2. Wie man hört, ist Generationenübertragung von Viren nur für Herpes (wahrscheinlich) gezeigt.
Es wurde schlicht die Behauptung aufgestellt, dass sich art fremde NIE auf kommende Generationen auswirken. Die wiederlegen sie ebenfalls mit ihrem 2. Punkt.

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mr.andersson 20.11.2015, 12:12
103.

Zitat von ruediger99
Gern kläre ich sie auf! Im Artikel konnte man lesen, dass ein artfremndes Gen in den Lachs eingebracht wurde. Bei menschlicher bzw. natürlicher Zucht/Auslese werden nur arteigene Allele der verschiedenen Gene rekombiniert. Unter Umständen werden bei Pflanzen die Anzahl der Chromosomen erhöht, wodurch ein verstärktes Wachstum resultiert. Dies kommt jedoch in der Natur auch vor. Ganz einfach.
Ich bin zugegebenermassen kein genetiker und habe da auch nur begrenzt Ahnung, aber in dem Lachs ist ein Gen aus dem Königslachs reingebastelt und eins aus dem Zoarces americanus (ebenso ein Fisch), um die Produktion von Wachstumshormonen zu beschleunigen.

Mal davon ab, dass die sich in der wahren Welt wohl nie begegnen würden oder nie kreuzen würden (und wohl vermutlich auch gar nicht könnten), sehe ich als Laie das jetzt postivier, als die ganzen externen Wachstumshormone, die doch in der Tierzucht sonst eingesetzt werden.

Ob sich das nun von den möglichkeiten der Kreuzung unterscheidet, kann ich mangels Fachwissen nicht beurteilen. Aber es wird doch Fachleute geben, die ein gesundheitsrisiko aus diesem Einbringung bewerten können, dass über "wer weiß, was da irgendwann mal schiefgeht" hinausgeht. Wenn mir einer sagt: Davon können sie mit dieser Wahrscheinlichkeit jenes bekommen, und die ist höher als bei anderen Methoden, überlege ich gerne, ob ich die Finger davon lasse.

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Takapuna 20.11.2015, 12:18
104. Verklagen

"dass der Verzehr des fraglichen Lachs' vermutlich unbedenklich sei,.." wenn denn dieses TTIP kommen sollte (hoffentlich nicht!) können wir dann auch die FDA verklagen, wenn deren Aussagen widerlegt werden können? Schließlich tragen sie dann die eigentlich Verantwortung, oder?
Ein paar Milliarden $ Risiko sollten ihnen dieses "vermutlich" doch wert sein, oder?

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cassandros 20.11.2015, 12:18
105.

Zitat von ackergold
Einfacher und fairer wäre doch, jedwede genetische Veränderung zu kennzeichnen. Dagegen spricht überhaupt gar nichts, ........
Und was sollen die klassischen Züchter, die mit Kreuzungen neue Genotypen erzeugen, angeben?

Jedwede Züchtung geht mit Genveränderungen einher.
Soll bei jedem Apfel ein 12-bändiges Handbuch mit der Auflistung von 27000 Genen liegen?

Einfacher wäre es, wenn sich jeder eine kurze Einführung in die Genetik zulegte und die elementaren Grundzüge biologischen Fundamentalwissens aneignete.

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cassandros 20.11.2015, 12:23
106.

Zitat von ruediger99
Es wurde schlicht die Behauptung aufgestellt, dass sich art fremde NIE auf kommende Generationen auswirken. Die wiederlegen sie ebenfalls mit ihrem 2. Punkt.
1) Nahrungsmittel sind keine infektiösen Erreger wie Viren!
Ein unstatthafter Vergleich.
2) Genetische Vorgänge, die - vom Menschen vorgenommen - unter "GEntechnik" fallen, gibt es auch in der Natur.
Schadwirkungen für indirekte Konsumenten GIBT ES NICHT!

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andros0813 20.11.2015, 12:28
107. katze aus dem sack

so langsam dämmerts auch dem dümmsten, was uns nach ttip und ceta erwartet...irgendwann gibts für uns nur noch ami-gen-instant-tüten-futter, aber german-dumm-dödel preist weiter die segnungen aus dem heiligen westen...schlimmer geht immer.

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Worldwatch 20.11.2015, 12:33
108. Epigenetik ...

... also lösen von DNA-Blockaden, ungleich Genmodifikation.

Nur, ein -zur Faulheit verurteilter- Lachs, aus einer der Lachszuchten in Europa, lebt nicht so, wie sein wilder Verwandter. Er ist dem wilden Verwandten gegenüber auch Gen verändert. Kohlenwasserstoffgruppen, die sich an das Erbgut anhängen, und dadurch die Ablesung der Gene verhindern, sind die Ursache.
Etwas, was den Lachs aber mit allen Lebewesen, insb. auch Zuchtspeiselebewesen, die sich nicht bewegen, verbindet. Im übrigen auch bei bewegungsarmen Menschen, Gen verändernd (vererbbar?), der Fall ist.

Die Frage aber, ob bewusste Genveränderungen von Nahrungsmitteln dann -i.d. Langzeit vor allem- zu gesundheitlichen Schäden durch Verzehre führen, zu Gen Manipulationen durch Nahrungsaufnahmen führen, scheint strittig. Die Umweltgefahren hingegen weniger strittig.
Wichtig ist wohl: Es muss auf dem Zeugs draufstehen, dass es labor-gentechnisch nicht modifiziert wurde.

Aber durch Aufnahme von Umweltgiften, denen sich niemand mehr entziehen kann, kommt dann noch ein ganz anderer Gen- und Gesundheitsaspekt hinzu.

Anders gefragt; wie kann ein Mensch sich -falls Nahrungs- wie Umweltbewusst leben wollend- überhaupt noch "gesund" (über-)leben, in einer kontaminierten Umwelt?

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Alaaf 20.11.2015, 12:34
109.

Zitat von ackergold
Einfacher und fairer wäre doch, jedwede genetische Veränderung zu kennzeichnen. Dagegen spricht überhaupt gar nichts...
Dagegen spricht sehr viel, denn es ist unmöglich. In jedem Organismus treten fortlaufen "genetische Veränderungen" auf. Wie um Gottes Willen wollen Sie die erfassen und dokumentieren. Und vor allem: Warum?

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