Forum: Wirtschaft
Scholz warnt vor Wirtschaftskrise: "Mit vielen, vielen Milliarden gegenhalten"
Michael Kappeler/dpa

Finanzminister Olaf Scholz hat in der Haushaltsdebatte vor einer Rezession gewarnt. Gegen die drohende Krise müsse man mit "aktiver Politik" ankämpfen - und mit sehr viel Geld.

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julia77 10.09.2019, 12:14
1. Investitionen

Es gibt so viele Möglichkeiten mit neutraler oder sogar positiver Rendite als Staat in D zu investieren, dass es eine Schande ist wie wenig dies gemacht wird.
Infrastrukturinvestitionen sind beispielsweise in den meisten Fällen positiv. Und hier ist Deutschland häufig kaputt gespart. Kein Privatinvestor würde so agieren.
IMO ein richtiger Schritt von Scholz.

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vothka 10.09.2019, 12:21
2.

Reden wir immernoch von der Pseudorezession die sich bahnbrechend mit -0.1% anbahnt?
"Eine schwächere Weltwirtschaft die den deutschen Export trifft" was besseres kann uns kaum passieren.
Oder gibts immernoch Leute die das Märchen glauben das "Exportweltmeister" was gutes ist?

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Freidenker10 10.09.2019, 12:39
3.

Warum drängen alle die Regierung zur Geldverschwendung? Überall wird Kritik am Haushalt ohne Schulden laut, frage mich aber warum? Wir haben Rekordsteuereinnahmen, wie wärs denn mal mit Steuersenkungen um den Binnenmarkt anzukurbeln? Lohnerhöhungen? Allen anderen Pleiteländern wird sparen empfohlen und wir sollen uns verschulden ohne zu sparen, schon schräg...!

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grbxx 10.09.2019, 12:40
4. Gelebter Kontrollwahn

Wieso fällt der SPD nichts kreativeres ein als mehr Schulden oder mehr Steuern?

Der Staat hat nur begrenzte Möglichkeiten dem entgegenzuwirken:

Mehr Straßen würden kaum mehr Wachstum bringen - oder nur kurzfristig - Reperaturen sind gut bringen aber auch relativ wenig

Bandbreiten Ausbau steigert nicht die Produktivität sondern sorgt nur dafür das man besser Netflix schauen kann

Ausbau Ladeinfrastruktur, macht schon die Industrie die sollen das bitte auch weiter tun

Ausbildung ja kann man immer verbessern aber mehr Geld führt nicht zu besseren Konzepten

Was am ehesten was bringen würde, ist Abflachung der Progressionskurve - was auch bedeutet die Bemessungsgrundlage des Spitzensteuersatzes zu erhöhen. Und nein mit 55000 EUR Jahreseinkommen ist man NICHT reich ...

Was auch helfen könnte wären Maßnahmen auf der europäischen Ebene wie eine Vertiefung des Kapitalmarktes was zu mehr Investitionen in Innovationen führen kann.

Ist leider alles sehr rational funktioniert aber ...

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kfvk-07 10.09.2019, 12:48
5. Klasse Idee

Nur woher nehmen und nicht stehlen? Vermutlich durch Steuern aus den Taschen der Bürger und Unternehmen und dann wird es in andere Taschen gesteckt oder durch neue Lenkungsabgaben zum Schutze der Umwelt, der ja inzwischen die merkwürdigsten Auswüchse zeigt.
Ich gebe mein Geld aber immer noch am liebsten selber aus für Dinge, die es mir wert sind.

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exil-berliner 10.09.2019, 12:53
6. Rezession? Dagegen halten wie Draghi!

Mit vielen Milliarden auf Pump, kommt die Krise muss der Staat selbstverständlich wieder eingreifen und veruchen zu regulieren. Sowie Draghi es mit den extremen Niedrigzinsen gemacht hat, nur dass die komplett überschuldeten Südeuropa Länder mit der Keule im Euro bleiben. Heute schreien alle wegen den horenden und wahnsinnigen Mietpreisen nach Deckelungen.. Die Mietpreise sind die Folge der Niedrigzinspolitik und für die welche es immer noch nicht gemerkt haben: die Probleme werden nur von A nach B geschoben, entweder der Euro zerbricht oder wir zahlen bald 70% unseres Einkommens. Wenn die Wirtschaftskrise mit Rezession kommt, subventioniert der Staat an allen Ecken, dafür werden die Steuern steigen. Alles reine "Problemverschiebungstaktik" anstatt die Märkte sich einmal frei konsolidieren zu lassen, auf verbrannter Erde wächst bekanntlich in kurzer Zeit wieder etwas. Aber die Welt wird momentan von den Aussitz Taktikern regiert.

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so-long 10.09.2019, 12:59
7. Der Boden wird vorbereitet

für die neue EZB-Präsidentin, für neue (verdeckte) Staatsfinanzierung durch Frankfurt, sogar Aktienkäufe sind möglich, für neue Ausgabenprogramme. Show must go on.

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geraldwinkeler 10.09.2019, 13:09
8. Schwarze Null hat abgewirtschaftet!

Olaf Scholz weiß schon, weshalb er keine Zahlen nennt. Die Investitionen des Bundes lagen im letzten Haushalt bei weniger als 40 Milliarden und damit bei rund 1,3 % des Bruttoinlandsproduktes. Zugleich liegen die öffentlichen Investitionsrückstände durch die Desinvestitionspolitik der letzten rund 20 Jahre bei einem hohen dreistelligen Milliardenbetrag. Nur ein Beispiel: allein um die Bahn vom Schmuddelkind zum Vorzeigeunternehmen zu machen, ist ein Betrag jenseits der 100 Milliarden nötig. Herr Scholz ist jedoch nicht einmal bereit, die Investitionen des Bundes von 40 auf 80 Milliarden zu erhöhen. Für den Normalbürger hören sich 10 Milliarden mehr eindrucksvoll an, gemessen an den ca. 3300 Milliarden jährlichem Bruttoinlandsprodukt ist es jedoch ein geringer Betrag. Auch für die von der Kanzlerin geforderte " disruptive Politik" in Sachen Klimaschutz reicht das längst nicht. Olaf Scholz und seine schwarze Null haben abgewirtschaftet. Ich hoffe, dass ihm die SPD-Basis das beim Mitgliedervotum über den Parteivorsitz deutlich machen wird und dass die SPD danach aus der GroKo aussteigt, denn trotz der genannten Worte der Kanzlerin ist ein echtes Umsteuern in Sachen Investitionen mit der CDU nicht zu machen.

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hans_habermoos 10.09.2019, 13:21
9. Bin gespannt

Die Gewinne der Unternehmen gehen zurück. Darauf muss selbstverständlich die Politik unmittelbar und mit höchster Priorität reagieren. Die Politik wird die Steuern für AN erhöhen, das Renteneintrittsalter weiter nach oben setzen, die Mehrwertsteuer erhöhen, die paritätische Finanzierung der Sozialkassen begrenzen und Steuern für Unternehmer senken. Außerdem werden Staatsanleihen für Vermögende ausgegeben und die Staatsverschuldung erhöht. Dann werden diese Unternehmen beauftragt die Infrastruktur wieder herzustellen. Selbstverständlich mit einer Renditenquote nicht unter 10%. Könnte man als weitere Umverteilung wie in den letzten 40 Jahren wahrnehmen.

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