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Schraubenhändler zu Trump: "Würth kehrt in die USA zurück, wenn er geht"
DPA

Klare Kante gegen die Politik Donald Trumps: Der Unternehmer Reinhold Würth will nicht mehr in den USA investieren, solange der aktuelle Präsident an der Macht ist. Grund sei die instabile Lage.

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ollifast 03.06.2018, 11:28
1. Danke!

Danke, Danke für die klaren Worte. Zur Info: Der "Schraubenhändler" ist inzwischen ein riesiger Konzern u.a. für Elektronikteile, passive Komponenten, Modulen, aber inzwischen auch bestimmte aktive Teile und Leiterkarten. Ich habe absoluten Respekt vor dem Lebenswerk von Reinhold Würth.

Und diese US Politik des ständigen Bruchs von Zusagen, Verträgen, Recht und Gesetz, grad wenn und wie es gefällt, wie sie ein Herr Trump vormacht, aber auch so mancher Ami-Konzernmanager praktiziert, geht allen Beteiligten inzwischen gewaltig auf den Senkel. So geht es nicht, und es ist gut, dass das jetzt mal Konsequenzen hat, aber anders, als Herr Trump sich das gedacht hat.

In einer Branche, in der Baugruppen aus hunderten unterschiedlicher Teile von unterschiedlichen Lieferanten bestehen, ist Zuverlässigkeit der Lieferanten oberstes Gebot. Da kann einer nicht in einem Land investieren, in dem ein Präsident mal eben von heute auf morgen sämtliche Geschäftsgrundlagen umstoßen kann, weil dann hat er gegenüber seinen eigenen Kunden ein Problem.

Wir alle hier aus der Elektronikbranche haben fertig.

Mit seriösen US Firmen arbeiten wir wirklich gerne zusammen und kaufen auch gerne gute US Halbleiter und tun damit etwas gegen den Exportüberschuss. Aber nicht mit wilden Trumpeltieren.

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iasi 03.06.2018, 11:44
2. Seit Jahrzehnten fordern die USA und andere Handelspartner, dass wir

unsere zu hohen Exportüberschüsse abbauen. Passiert ist nichts - im Gegenteil: Deutschland baut auf den Konsum im Ausland und auf Wachstum durch weiter steigende Exporte. Trump schreitet nun eben zur Tat und belässt es nicht mehr nur bei Worten. Das kann uns natürlich nicht schmecken - im Unrecht ist Trump deshalb aber nicht. Von allen Seiten bekommen wir zu hören, dass hohe Exportüberschüsse destabiliserend wirken. Dies hält uns aber nicht davon ab, vom schwachen, exortfördernden Euro (Dank den €-Krisenländern) zu profitieren, die Binnennachfrage durch Reallohnverluste zu strangulieren und durch die Sparpolitik (eh notwendige) Investitionen zu vermeiden. Würth sollte sich mal fragen, wie hoch der Exportanteil an seinem Umsatz ist. Der Exportanteil der USA am BIP beträgt gerade mal 7%. Beim Welthandel haben die USA doch mit einem Handelsdefizit von fast 1 Billion $ pro Jahr nur die Rolle des Einkäufers - alle Welt verkauft in den USA. Trump geht dieses gefährliche Ungleichgewicht an - sonst kommt die nächste Finanzkrise früher als wir denken.

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gelbesvomei 03.06.2018, 12:01
3. Das erinnert mich an den BW-igschen Tunnelbauer ...

Seinerzeit hatte in der damals tobenden Diskussion um Stuttgard 21 ein Tunnelbau-Unternehmer (und somit Spitzenprofiteur der Baumaßnahme) öffentlich in einer Talkshow angekündigt, sofort in die Schweiz auszuwandern (und somit seine Steuermittel dem deutschen Fiskus vorzuenthalten), wenn die Tieferlegung abgeblasen würde.
Nun ja - DER hat bekommen, was er wollte ;o)
Ob Herr Würth Herrn Trump beeindruckt? Ich denke: Kaum! Ob das Einfrieren des US-Engagements klug ist? Auch daran habe ich Zweifel. Vielleicht sollte Herr Würth über zusätzliche Produktionskapazitäten IN den USA nachdenken. Die würden von Trump UND von dessen Nachfolgern sicher gern gesehen. Aber vielleicht spekuliert der Herr auch eigentlich eher mit den Wettbewerbsvorteilen, die ein schwacher Euro mit sich bringt. Und wer würde bei den gegenwärtigen und abzusehenden Euro-Turbulenzen noch einen Heller auf eine starken Euro setzen?

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akase93 03.06.2018, 12:14
4. Bravo...

Herr Würth! ich wünschte mir mehr solche klaren Statements von unserer Wirtschaft und nicht solche schleimigen Unterwerfungsgesten wie z. B. von Siemens.

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peter78 03.06.2018, 12:19
5. Der Kapitalismus braucht STABILE Rahmenbedingungen

... und kein hektisches herumzappeln (so wie Trump und auch Merkel).
Wie soll denn jemand langfristige Investitionen vornehmen, wenn sich die Rahmenbedingungen täglich ändern?

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claus7447 03.06.2018, 12:22
6.

Da hat einer Eier in der Hose!

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C.Rainers 03.06.2018, 12:25
7. Die Amis sind alles so Laberköppe

Wir saßen da um ein Konferenztelefon und so ein amerikanischer Sänger hat uns etwas erzählt. Nur um ein paar Spritzen in die USA zu verkaufen. Dazu kamen noch abstruse Anforderungen der FDA, wo alle Eventualitäten abgebildet werden sollten. Wahnsinn. Aber alle Zulieferteile aus den Staaten waren Bruch, die wir dauern nacharbeiten konnten. Die können einfach keine Qualität liefern. Handwerklich gesehen, ist der Trump nur die letzte Konsequenz . Schrott zu Schrott. Hätten die Amis einen Präsidenten gebaut, wäre Trump dabei rausgekommen. EInfach für die Tonne!
Der Würth weiß wovon ich rede!

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Marut 03.06.2018, 12:33
8. Daran sollten sich andere Unternehmen ein Beispiel nehmen....

....aber hier herrscht ja nur die Angst, das sich kurzfristige Profite ändern könnten; was das mittel- und längerfristig für die Weltwirtschaft bedeutet, wenn einer alle nach seiner Pfeife tanzen lassen will, darüber macht sich keiner so richtig Gedanken, oder traut sich wenigstens nicht, darüber laut zu reden. Viel zu wichtig ist jedem die nächste Jahresbilanz der eigenen Firma - mit der Zukunft können sich andere rumschlagen.
Und unsere Kanzlerin, die genauso funktioniert, tritt immer noch zurückhaltend auf, als wenn man damit bei Trump irgend etwas bewirken könnte.
Da ist die klare Kante von Herrn Wirth wirklich erfreulich.

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mcadamde 03.06.2018, 12:35
9. Treffen sich zwei...

Ist das der gleiche Milliardär-Würth, der wegen Steuerhinterziehungen vorbestraft ist?
Und ist Mr. Trump nicht der andere Milliardär, der die Rolle „mächtigster Mann der Welt“ gerade (ver)spielt?
Von wegen „Geld stinkt nicht“: es macht möglicherweise mächtig, aber nicht unbedingt sympathisch.

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