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Schrumpfender Gewinn: Energieriese RWE streicht mehrere tausend Stellen
DPA

Der Sparkurs bei RWE wird noch härter als bisher bekannt. Der Energieriese streicht bis 2016 weitere 6750 Stellen. Den derzeitig gültigen Kündigungsschutz will der Konzern nicht verlängern. Wegen der Energiewende schrumpfen die Gewinne rapide.

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syracusa 14.11.2013, 09:36
20. Wette verloren

Zitat von sysop
Der Sparkurs bei RWE wird noch härter als bisher bekannt. Der Energieriese streicht bis 2016 weitere 6750 Stellen. Den derzeitig gültigen Kündigungsschutz will der Konzern nicht verlängern. Wegen der Energiewende schrumpfen die Gewinne rapide.
Es rächt sich nun, dass die großen Energieunternehmen sich nach dem rot-grünen Atomausstiegsbeschluss tatenlos zurück lehnten und dass sie auf eine Rücknahme dieses Atomausstiegs durch eine neue konservative Regierung wetteten. Diese Wette schien ja zuerst noch aufzugehen, aber dann hat Fukushima auch der konservativen Regierung die Augen geöffnet ...

Aufgrund ihrer Monopolstellung im eigenen Netz konnten die Energieriesen mit extrem niedriger Eigenkapitalquote agieren. Sie konnten über Jahrzehnte Eigenkapitalrenditen von bis über 40% (!) erzielen, weil der Fremdkapitaleinsatz extrem hoch war.

Die vorrangige Einspeisung von EE-Strom stellt nun aber einen Bruch der Monopolstellung der EVUs dar, denn der größte Teil des EE-Stroms stammt nicht von den EVUs selbst. Die mittlerweile über 25% EE-Anteil im Stromnetz drücken enorm auf die Strompreise, und das senkt die Renditen der EVUs.

Deren extrem hohe Fremdkapitaleinsatz - mit andern Worten: die extreme Schuldenquote - wirkt sich dbaei nun ganz genau so aus, wie die extrem hohe Staatsverschuldung in Griechenland. Der große Hebel des Fremdkapitals lässt die Eigenkapitalrendite extrem zusammenschmelzen.

Kurz: die Energieriesen, und allen voran RWE, haben sich selbst in die Scheiße geritten, in der sie nun stecken.

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oldtimerfan 14.11.2013, 09:43
21. Das geschieht denen Recht......

Zitat von sysop
Der Sparkurs bei RWE wird noch härter als bisher bekannt. Der Energieriese streicht bis 2016 weitere 6750 Stellen. Den derzeitig gültigen Kündigungsschutz will der Konzern nicht verlängern. Wegen der Energiewende schrumpfen die Gewinne rapide.
wer über Jahrzehnte das Monopol so unverschämt ausnutzt und das zu viel kassierte Geld durch sinnlosen Investitionen in USA verbrennt, hat nichts besseres verdient. Wenn jemand sein Kleinwasserkraftwerk wieder aktivieren wollte, haben die das gerne boykottiert. Die eigenen Wasserkraftwerke an der Ruhr wurden zum Teil für 1.- DM, dank Atomstrom, verschenkt. Heute jammern sie denen hinterer, da Wasserkraft die einzige ausgereifte, umweltfreundliche Energieerzeugung ist. Das nennt man modernes MANAGEMENT.

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Flari 14.11.2013, 09:48
22. Rechenkünstler ohne Ende..

Zitat von Machmal Hin
Die machen riesige Gewinne (ca. 200 EUR pro Kunde) RWE hat etwa 15% Marktanteil. DE hat rund 40 Mio private Haushalte. Das macht dann 5 Mio RWE Kunden. Bei 1,3 Mrd Reingewinn verdient RWE dann ca. 216 EUR im "Nettoergebnis" pro Haushalt. Eine Lizenz zum Gelddrucken und Abzocken würde ich das mal nennen
Nehmen wir mal an, 2014 würde RWE noch einen Umsatz von 50 Mrd machen (2012: 53,2 Mrd) und nach Steuern 1,4 Mrd Gewinn einfahren, ergäbe das einen Prozentwert von 2,8% auf den Umsatz.

Bei einem kWh-Preis von ~29ct sind schon über 14ct Abgaben, also Steuern, EEG-Umlage, etc. enthalten..
Aber sagen wir, es verbleiben 15ct.. Für Strom einschliesslich Netzgebühren..
Von den Netzgebühren bekommt RWE nur einen sehr kleinen Teil, das meiste der Übertragungsnetzbetreiber..
Aber sagen wir einfach, es bleibt für RWE noch dicke 10ct/kWh übrig.
Bei 3.500kWh/a wären das 350,-€.
2,8% davon wären 9,80€.

Welche Rechnung halten Sie für plausibler?

Zitat von ShieTar
Nur 115.000€ Gewinn pro Mitarbeiter, das kann die Geschäftsleitung natürlich nicht tolerieren. Beziehungsweise 400€ Gewinn pro Kunde. Interessant wäre hier mal, ob die RWE-Gewinnspanne nicht vielleicht einen größeren Anteil an den Strompreisen hat als die EEG-Zulage.
Wow, bei Ihnen sogar 400,-€ Gewinn pro Kunde..
Darf man fragen, wie Sie gerechnet haben?

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oldtimerfan 14.11.2013, 09:51
23. Die Zukunft hat begonnen.....

Zitat von sysop
Der Sparkurs bei RWE wird noch härter als bisher bekannt. Der Energieriese streicht bis 2016 weitere 6750 Stellen. Den derzeitig gültigen Kündigungsschutz will der Konzern nicht verlängern. Wegen der Energiewende schrumpfen die Gewinne rapide.
Städte und Gemeinden haben den Konzern hofiert und angebetet, fühlten sich gar abhängig. Die Zeit ist vorbei. Jede Stadt, Gemeinde und Gewerbe sollten zentrale kleine bis mittlere wärmegeführte Kraftwerke bauen. Die Abwärme nutzen oder verkaufen und den Strom als Abfallprodukt vermarkten. Dann wäre Strom wieder bezahlbar. Danach sollten die Netze von den Städten und Gemeinden wieder zurück gekauft werden.

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na,na,na 14.11.2013, 10:09
24. Finde das noch akzeptabel, dass

Zitat von Machmal Hin
RWE hat etwa 15% Marktanteil. DE hat rund 40 Mio private Haushalte. Das macht dann 5 Mio RWE Kunden. Bei 1,3 Mrd Reingewinn verdient RWE dann ca. 216 EUR im "Nettoergebnis" pro Haushalt. Eine Lizenz zum Gelddrucken und Abzocken würde ich das mal nennen
die Energieriesen daran verdienen, denn sie liefern Strom für 24 Stunden am Tag. Eine Sauerei ist die EEG hier hauptsächlich für die Photovoltaik, diese Besitzer solcher Anlagen halte ich für gierig. Nur eine Aufrechnung in meiner Nachbarschaft hat einer eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 27000 KW. Er bekommt also ca 13000 Euro pro Jahr Vergütung nach der EEG selbst braucht er nicht mal 1500kW. Jetzt meine Frage finden sie es gerecht, dass hier diese 13000 Euro pro Jahr für 20 Jahre bezahlt wird von Leuten die keine Möglichkeit haben sich eine solche Anlage aus Platzgründen bzw finanziellen Gründen zuzulegen. Finde jeder Bürger wird von der Politik mit solcher miserablen Gesetzgebung ganz enorm betrogen.

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hesekiel2517 14.11.2013, 10:13
25. Nun..

Zitat von oldtimerfan
Städte und Gemeinden haben den Konzern hofiert und angebetet, fühlten sich gar abhängig. Die Zeit ist vorbei. Jede Stadt, Gemeinde und Gewerbe sollten zentrale kleine bis mittlere wärmegeführte Kraftwerke bauen. Die Abwärme nutzen oder verkaufen und den Strom als Abfallprodukt vermarkten. Dann wäre Strom wieder bezahlbar. Danach sollten die Netze von den Städten und Gemeinden wieder zurück gekauft werden.
..ein Umdenken hat ja nun eingesetzt.Viele Gemeinden wollen durch Rückkauf der Netze etc.wieder unabhängig werden von den Monopolisten.Die dezentrale Energieverorgung ist das Modell der Zukunft.Etwas NEUES wird entstehen;und das ALTE bleibt auf der Strecke,aber so funktioniert die Welt nun mal!

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ottosmopskotzt 14.11.2013, 10:16
26. Soso!

Zitat von u.loose
hätten Sie denn vorzuschlagen? Ein paar subventionierte Windrädchen bauen? Fakt ist, bei diesen "Dinsosauriern" handelt es sich um Dickschiffe die nicht so einfach das Ruder rumreißen können, wenn der Politik in ihrer Weisheit mal eben eine 180 Grad Wende einfällt. Merkwürdigerweise wird das bei z.B. der Automobilindustrie berücksichtigt und die Politik unterlässt es Dinge zu beschließen, die diese Branche in Schieflage bringen könnte. Ganz unabhängig von rwe & Co. Die ausgerufene "Energiewende" hat bis jetzt nur Leichen hinterlassen und irrsinnige Werte verbrannt. So wie es aussieht wird dieser Weg wohl weiterhin beschritten.
Ok, über die sogenannten Windrädchen sind Sie noch nicht weiter! Energiewende bedeutet nicht nur Strom aus Wind. Da gibt es noch genügend Alternativen!

Im übrigen kenne ich mich mit Dickschiffen recht gut aus. Auch hier sind Kurskorrekturen um 180° ohne weiteres möglich. Und auch in angemessener Zeit. Wollen wir doch mal festhalten, daß RWE und auch EnBw das einfach nicht für erforderlich hielten und damit insgeheim gerechnet haben, daß das Thema Energiewende eine Eintagsfliege bleibt.

Klar, die Automobilindustrie ist Nutzniesser an der Sache. Seit wieveil Jahrzehnten wird das Automobil als größter Umweltsünder verurteilt? Seit dem 70ern mit dem Auftauchen der Grünen? Und die so allseits von RWE geliebten Braunkohlekraftwerke mit ihren ganzen Umweltsünden mit Umsiedelungen und dgl. nicht? Seltsam, oder?

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apst 14.11.2013, 10:18
27. Hm...

Zitat von syracusa
Es rächt sich nun, dass die großen Energieunternehmen sich nach dem rot-grünen Atomausstiegsbeschluss tatenlos zurück lehnten und dass sie auf eine Rücknahme dieses Atomausstiegs durch eine neue konservative Regierung wetteten. Diese Wette schien ja zuerst noch aufzugehen, aber dann hat Fukushima auch der konservativen Regierung die Augen geöffnet ... Aufgrund ihrer Monopolstellung im eigenen Netz konnten die Energieriesen mit extrem niedriger Eigenkapitalquote agieren. Sie konnten über Jahrzehnte Eigenkapitalrenditen von bis über 40% (!) erzielen, weil der Fremdkapitaleinsatz extrem hoch war. Die vorrangige Einspeisung von EE-Strom stellt nun aber einen Bruch der Monopolstellung der EVUs dar, denn der größte Teil des EE-Stroms stammt nicht von den EVUs selbst. Die mittlerweile über 25% EE-Anteil im Stromnetz drücken enorm auf die Strompreise, und das senkt die Renditen der EVUs. Deren extrem hohe Fremdkapitaleinsatz - mit andern Worten: die extreme Schuldenquote - wirkt sich dbaei nun ganz genau so aus, wie die extrem hohe Staatsverschuldung in Griechenland. Der große Hebel des Fremdkapitals lässt die Eigenkapitalrendite extrem zusammenschmelzen. Kurz: die Energieriesen, und allen voran RWE, haben sich selbst in die Scheiße geritten, in der sie nun stecken.
was wäre wenn...
was wäre wenn RWE vor zwnzig Jahren das Ruder rumgerissen hätte und nur noch in PV und Windenergie investiert hätte?

1. Physikalische Gesetzmäßigkeiten würden weiterhin bestand haben
2. Es gäbe heute die Förderung nicht mehr
3. RWE würde trotzdem noch miese machen, da es weiterhin eine parallele Versorgung aufrechterhalten muss, um der Versorgungsaufgabe nachkommen zu können
4.der Strompreis wäre doppelt so hoch

Was soll eigentlich der Schwachsinn mit der Eigenkapitalrendite von 40%. Da schmeißen Sie wahrscheinlich Sachen aus der Netzpreiskalkulation mit ihrer Phantasie durcheinander.

VErsuche Sie bitte nicht die falsche Kuh durchs Dorf zu treiben. Solange jeder hier in Deutschland den Luxus von unterbrechungsfreien Strom haben will, muss er dafür bezahlen. Wenn jeder dabei noch ein gutes Gewissen haben will, dann muss er eben noch mehr zahlen (ob er will oder nicht). Jetzt nur diejenigen dafür verurteilen, die die schlechte Nachricht überbringen, ist Kindergarten.

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apst 14.11.2013, 10:21
28. Physikalischer Schwachsinn!!

Zitat von hesekiel2517
..ein Umdenken hat ja nun eingesetzt.Viele Gemeinden wollen durch Rückkauf der Netze etc.wieder unabhängig werden von den Monopolisten.Die dezentrale Energieverorgung ist das Modell der Zukunft.Etwas NEUES wird entstehen;und das ALTE bleibt auf der Strecke,aber so funktioniert die Welt nun mal!
Zeigen Sie mir bitte ein Gebiet, in dem eine KOMPLETT dezentrale Versorgung funktioniert.
Wenn Sie so auf die Zukunft bauen, dann dürfte Ihnen die Atomkraft auch egal sein, für den Müll wird schon eine Lösung gefunden.

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ute.werner 14.11.2013, 10:24
29. 1 Milliarde weniger! Na und?

Die Normalität:einfach eine Negativmeldung, um dem Volk klar zu machen, weshalb demnächst weitere Preisanpassungen nach oben stattfinden müssten und weitere Stellen gestrichen werden! Die Wahrheit liegt im ständigen Wachstumsstreben der Aktionäre, die nicht begreifen, dass unbändiges stetiges Wachtum immer irgendwann KREBS hervorbringt.Außerdem, was hat man erwartet? Es ist doch kar, wenn die EU Energiesparlampen europaweit quasi per Gesetz durchdrückt, Abnahmegeräte immer schneller noch weniger Energie verbrauchen...usw. als Konsequenz die Nachfrage nach Elekroenergie fallen musste.
Aber keine Sorge: Das Elektromobil wirds richten...und RWE wenn klug handelt ein Flächendeckendes Stromtanknetz errichten...oder eben die Zeichen der Zeit nicht genug gedeutet zu haben.(Pech für handlungsträge Monopolisten)
Aber alles in allem: Jammern auf höchstem Niveau einen Milliardengewinn nach Steuern als negativ zu verkaufen, nur weil dieser nicht den pervers hoch gesteckten Erwartungen einiger Wirtschafts-Psychopathen widerspricht, ist schon eine Leistung für sich. Weltwirtschaftlich betrachtet...ist es eigentlich eine enorm positive Entwicklung.

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