Forum: Wirtschaft
Schüren Konjunkturprogramme die Inflation?

Im Kampf gegen die Rezession geben Regierungen und Notenbanken Billionenbeträge aus. Steigt durch die Konjunkturprogramme die Inflationsgefahr? Diskutieren Sie mit!

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Kleinlok 12.04.2009, 12:49
1.

Zitat von sysop
Im Kampf gegen die Rezession geben Regierungen und Notenbanken Billionenbeträge aus. Steigt durch die Konjunkturprogramme die Inflationsgefahr? Diskutieren Sie mit!


Nein.

Viele haben weniger als früher und die Nachfrage schleppt. Höhere Preise wären das Aus für die Globalwirtschaft.

Langfristig kommen wir zwar nicht darum: Die überschüssigen Billionen bzw. Trillionen auf diesem Planeten können in die Tonne.

Nur das müssen die wenigen kapieren, den dieser Überfluss gehört. Die Gelder aller zu entwerten( ide noch so etwas wie Geld kennen) wäre das klare Aus für allle.

Gruss kleinlok

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chirin 12.04.2009, 12:57
2. Schüren Konjunkturprogramme die Inflation?

Zitat von sysop
Im Kampf gegen die Rezession geben Regierungen und Notenbanken Billionenbeträge aus. Steigt durch die Konjunkturprogramme die Inflationsgefahr? Diskutieren Sie mit!

Ja, natürlich,abgesehen davon, daß ganze Branchen durch die angeblichen Konjunkturprogramme in Deutschland kaputt gemacht werden, gehen die Deutschen ins EU-Umland um Autos zu kaufen.
Auch ein Teil der Banken sollte pleite gehen, denn es ist völlig unverständlich, dass diese Banker, die sich sonst als allwissend hinstellten, so dumm waren oder sich selbst bedient haben und diese Krise mit verursachten. Weshalb soll ich mit meinen Steuergroschen diese Versager unterstützen?
Wo kommen überhaupt die Billionenbeträge her? Haben wir neue Druckmaschinen? Wenn wir soviel Billionen plötzlich haben, war dann dieses "sparen bis zum quietschen" gelogen oder sind wir in Wirklichkeit p l e i t e ?
Im kommendem Jahr wird dann die Autobranche stagnieren und andere (die Zulieferer) mit ihnen. Die Entlassungswelle ist nur verschoben aber nicht aufgehoben und dann weiß man auch nicht, ob die derzeit gekauften Autos überhaupt von den Käufern bezahlt werden können? Aber man kann ja - wie bei den amerikanischen Null-Immobilien - die nicht bezahlten Autos wieder schönrechnen und als "Gewinn" ausweisen.

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kleenermann 12.04.2009, 13:16
3. Inflation ist unausweichlich

Ich denke, mittel- oder langfristig ist eine starke Inflation unausweichlich, da die überbordenden Staatsschulden so hoch sind das sie nur "weginflationiert" werden können.

Diese Schulden auf herkömmlichen Weg zu begleichen halte ich für unmöglich.

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Adran 12.04.2009, 13:19
4.

Steinbrück nutzt das Argument, dass Inflation entstehn kann, nur um damit zu verhindern, dass man neue Konjunkturprogramme verlangt, und schafft es auf die Art höchstens, dass wir eine ausgedehnte Deflation bekommen können.

Wenn er will..

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elwu 12.04.2009, 13:20
5. Gibt es

eine Vorher/Nachher-Vergleichsliste, welche von Politikern, Managern und Wirtschafts- oder sonstigen 'Weisen' aufgestellte Spekulationen, Studien, Meinungen etc. über künftige Entwicklungen an den Realitäten misst? Meinen Eindruck, dass sich die 'Experten' in der großen Mehrzahl der Fälle mit ihren Prognosen sehr irrt, kann ich zwar nicht mit Fakten untermauern. Aber er ist sehr stark.

Und mein Eindruck sagt, dass die allermeisten, von wem auch immer erstellten Prognosen über Arbeitslosenzahlen, Steuereinnahmen, Wirtschaftswachstum, Inflationsraten uswusf. sich im nachhinein als weitab von den tatsächlichen Entwicklungen erwiesen.

Ich nehme an, dass diese Irrungen daran liegen, dass die Prognosen sämtlich auf statistischen Fortschreibungen vergangener Daten beruhen. Und daher enorm empfindlich sind gegenüber größeren Ereignissen an den Enden der gauss'schen Glockenkurve. NNTaleb und der Schwarze Schwan lassen grüßen.

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Panslawist 12.04.2009, 13:20
6.

Zitat von sysop
Im Kampf gegen die Rezession geben Regierungen und Notenbanken Billionenbeträge aus. Steigt durch die Konjunkturprogramme die Inflationsgefahr? Diskutieren Sie mit!

Selbstverständlich wirkt das Geld inflationär. Durch welchen Transmissionsmechanismus es genau laufen wird, kann man noch nicht sagen. Wenn Bofinger über Lohnzurückhaltung spricht, dann wird die Inflation den Arbeitnehmer umso stärker treffen, denn es gibt ja nicht nur die "typische" Nachfragedruckinflation.
Allerdings wäre eine höhere Inflation auch ein Zeichen für den Erfolg der Massnahmen und wenn Steinbrück sie als Gefahr bzw. ungewollt darstellt, dann lebt er wohl in der Illusion, dass niemand für die Fehlinvestitionen, die zur Krise geführt haben, zahlen müsste.

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jj2 12.04.2009, 13:30
7. Holt Eurer Geld von der Bank, schnell!

Ein Rückgang der Inflation wird uns derzeit mal wieder vorgegaukelt, in Wahrheit beträgt die derzeitige (gefühlte) Inflation ca. 10%. Oder kauft sich jeder jeden Monat einen neuen Fernseher oder Computer? Bis zur BuWa werden uns die Politiker noch viel mehr Märchen erzählen, glaubt keinem! Die Billionen oder Trillionen, die jetzt in einzelne Branchen fliessen, zahlen natürlich wir, die Sparer, durch die Hyperinflation, einziger Nutzniesser: Der Staat entledigt sich umgekehrt seiner exorbitaten Schulden. Es könnte auch Krieg geben, zumindest sind die letzten Weltkriege so ausgebrochen.

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kdshp 12.04.2009, 13:39
8.

Schüren Konjunkturprogramme die Inflation? Ja, die Gefahr besteht, sagt Finanzminister Steinbrück. Nein, widerspricht der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Er warnt sogar vor einer ausgeprägten Deflation - also dauerhaftem Preisverfall.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,618685,00.html

Hallo,

eine deflation wird nicht kommen das kommt immer dann wenn die inflation runter geht also das mit dem warnen vor einer deflation. Selbst jetzt steigen ja noch preise zb. benzin, strom usw.

Ich denke bevor eine deflation kommen KÖNNTE wird eher gar nix mehr abgebaut/hergestellt/verkauft. Früher haben unternehmen auch jahre mit minus überbrücken können weil der inhaber geld zugebuttert hat aber das ist heute nicht mehr so. Heute machen die firmen ruck zuck zu wenn nix mehr verkauft wird.

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Adran 12.04.2009, 13:42
9.

Zitat von Panslawist
Selbstverständlich wirkt das Geld inflationär. Durch welchen Transmissionsmechanismus es genau laufen wird, kann man noch nicht sagen. Wenn Bofinger über Lohnzurückhaltung spricht, dann wird die Inflation den Arbeitnehmer umso stärker treffen, denn es gibt ja nicht nur die "typische" Nachfragedruckinflation. Allerdings wäre eine höhere Inflation auch ein Zeichen für den Erfolg der Massnahmen und wenn Steinbrück sie als Gefahr bzw. ungewollt darstellt, dann lebt er wohl in der Illusion, dass niemand für die Fehlinvestitionen, die zur Krise geführt haben, zahlen müsste.
"Flucht in Sichere Häfen", dass die Inflation auf Angebotsseite treiben könnte, ist derzeit nicht zu erkennen.
Zwar stehn sie schon gewehr bei Fuss
Inflationsgespenst in Lauerstellung
Aber noch sind ehr die Deflationsängste im Vordergrund..

Rein Rational sollte uns also ehr die Deflation sorgen, denn die Inflation..

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