Forum: Wirtschaft
Schuldenberg: Investoren knöpfen Spanien Rekordzinsen ab

Es ist*ein*neues Warnsignal*der Anleger*an die Euro-Zone: Spanien muss Investoren*knapp sieben Prozent Zinsen für frische Kredite bieten. So viel verlangten die Anleger*zuletzt vor 14 Jahren. Auch*Frankreich spürt das Misstrauen der Kreditgeber.*

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National-Oekonom 17.11.2011, 13:54
1. Mit einer Trennung in EuroI und EuroII

könnte man den weichen Dickschiffen eine bequeme Monetarisierung ihrer Schulden bieten. Und da eine der beiden Währungen vom Gelddrucken freigehalten wird, dürfte diese aufwerten. Das wirkt dann der Inflation entgegen.

Aber so wie es jetzt geschieht, läuft das Ganze einem ungeordneten Crash entgegen. Um dies hinauszuzögern, wird die EZB daher bald mit QE: Quantitive Easing im großen Stil beginnen. QE wird Spanien und Italien vorübergehend helfen, so dass wir einem entspannten Weihnachten entgegensehen dürfen.

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Beo21 17.11.2011, 14:00
2. Banken, nicht Investoren...

Es sind lokale Banken und nicht Investoren, welche zu diesen Zinsen Anleihen kaufen. Keiner Zwingt Spanien an den Markt zu gehen... die können ja auch ein Überschuss erziehlen - durch Einsparungen - dann braucht das Land auch nicht so hohe Zinsen zahlen.

Eine ganz einfache politische/wirtschafliche Abwegung. Stattdessen verhält sich die EU und lokale Politiker wie Kleinkinder ..wollen alles haben, aber nichts leisten.

Heute wurde von der EU Berichtet, dass Gricheland 60mrd an Steuereinnahmen nicht eingesammelt hat - wen wunderts da, dass die Pleite sind???

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si_tacuisses 17.11.2011, 14:01
3. Ick glaub mit tritt ein Pferd:

Zitat von sysop
Es ist*ein*neues Warnsignal*der Anleger*an die Euro-Zone: Spanien muss Investoren*knapp sieben Prozent Zinsen für frische Kredite bieten. So viel verlangten die Anleger*zuletzt vor 14 Jahren. Auch*Frankreich spürt das Misstrauen der Kreditgeber.*
Experten der HSH Nordbank sprachen nach der Auktion der Spanier von "einem dramatischen Ergebnis".

Was kann dramatischer sein als diese Versager der HSH ??
Hochkriminell und vom Tuten und Blasen keinen Schimmer.

Die sollten besser die Klappe halten und dem Steuerzahler
nicht weiter auf der Tasche liegen.

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WILHHERDE 17.11.2011, 14:02
4. Höhere Zinsen: Ganz normal

Warum wundert man sich eigentlich darüber,
dass bestimmte Marktteilnehmer heute so hohe Zinsen zahlen müssen, wie kurz vor Eintritt in die Währungsunion?

Es besteht kein Grund zur Verwunderung.

Die Länder haben ihre Chance gehabt, 13 Jahre lang Niedrigzins. Da hätten sie ihre Schulden abbauen können.
Das haben sie nicht getan. Die Schulden sind eher gestiegen.
Die Anleger haben nun ein echtes Risiko, ihr Geld nicht (komplett) wieder zu sehen, das lässt man sich vernünftigerweise vergüten.

Also, Spanien und Italien etc. sollen froh sein, dass sie heute nicht mehr Zinsen zahlen müssen als vor Eintritt in die Währungsunion. Kein Grund zur Aufregung.
Berechtigt wäre allerdings die Frage, warum sie heute nicht die Zinsen zahlen können, die sich sich 1997 noch leisten konnten. Die Bundesbank meint, die Italiener könnten es, können sie auch, denn auch 1997 lag ihre Verschuldungsquote ähnlich wie heute bei 120 Prozent, damals konnten sie die Zinsen auch zahlen.
Wie es mit Spaniens Schulden aussieht, habe ich im Moment nicht im Kopf, möglicherweise ist die spanische Verschuldungsquote (Schulden bezogen auf das BIP) beträchlich gestiegen. Da sind dann die heutigen Schulden bei ähnlich hohen Zinsen wie 1997 dann beträchtlich unangenehmer.

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diwoccs 17.11.2011, 14:02
5. paradiesisch

Zitat von sysop
Es ist*ein*neues Warnsignal*der Anleger*an die Euro-Zone: Spanien muss Investoren*knapp sieben Prozent Zinsen für frische Kredite bieten. So viel verlangten die Anleger*zuletzt vor 14 Jahren. Auch*Frankreich spürt das Misstrauen der Kreditgeber.*
Wenn man - wie ich - Südamerika lebt, und sieht Eure Sorgen ,ob Spanien nun 5 oder 6% Zinsen zahlt, dann kommen uns die Tränen.
Venezuela hat die grössten Erdölreserven der Welt, die Verschuldungsrate ist im Vergleich mit USA oder Europa, einfach paradiesisch, aber unsere Bonds haben eine Rendite von 17% in US $.
Saludos aus Caracas

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idealist100 17.11.2011, 14:21
6. Hallo

Zitat von diwoccs
Wenn man - wie ich - Südamerika lebt, und sieht Eure Sorgen ,ob Spanien nun 5 oder 6% Zinsen zahlt, dann kommen uns die Tränen. Venezuela hat die grössten Erdölreserven der Welt, die Verschuldungsrate ist im Vergleich mit USA oder Europa, einfach paradiesisch, aber unsere Bonds haben eine Rendite von 17% in US $. Saludos aus Caracas
die Rendite ist nur so hoch weil alle damit rechnen das der ami dort die Demokratie einführen wird, wie? natürlich mit Militär.

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Ruhri1972 17.11.2011, 14:23
7. Warum die Aufregung ?

Wie andere Foristen bereits dargestellt haben. Die künstliche Aufregung über 7% Zinsen ist nicht nachzuvollziehen. Arbeitnehmer mit regelmässigen Einkünften zahlen in Deutschland im Schnitt 13,25% bei Dispo-Krediten.

Ich kann mich erinnern, da habe ich für meine Bundeseinleihe (DM-Mark) bei 10 Jahren Laufzeit einen Koupon von 10,25% bekommen.

Die Panik wird nur geschürt, um an die Gelder der Steuerzahler in ganz Europa bzw. zusätzliche Haftungen und Bürgschaften zu kommen. Ein durchsichtiges Schauspiel.

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Emigrant 2011 17.11.2011, 14:25
8. Spaniens Probleme kommen aus dem privaten Sektor

Spaniens Verschuldungsquote ist nicht besonders gestiegen und liegt im EU Vergleich (incl. D)niedrig. Das Problem ist, dass sich Privathaushalte extrem verschuldet haben, um Immobilien zu kaufen.Nun ist die Immobilienblase geplatzt, die Arbeitslosigkeit extrem gestiegen und die Steuereinnahmen weggebrochen.
Rückblickend hat man sich zu lange von soliden Finanzen blenden lassen und nicht gesehen, dass die Volkswirtschaft extrem einseitig von einer Immobilienblase abhängt. Spanien ist ein schönes Beispiel, dass die Maastrichtkriterien keinen soliden Schutz bilden.


Zitat von WILHHERDE
Warum wundert man sich eigentlich darüber, dass bestimmte Marktteilnehmer heute so hohe Zinsen zahlen müssen, wie kurz vor Eintritt in die Währungsunion? Es besteht kein Grund zur Verwunderung. Die Länder haben ihre Chance gehabt, 13 Jahre lang Niedrigzins. Da hätten sie ihre Schulden abbauen können. Das haben sie nicht getan. Die Schulden sind eher gestiegen. Die Anleger haben nun ein echtes Risiko, ihr Geld nicht (komplett) wieder zu sehen, das lässt man sich vernünftigerweise vergüten. Also, Spanien und Italien etc. sollen froh sein, dass sie heute nicht mehr Zinsen zahlen müssen als vor Eintritt in die Währungsunion. Kein Grund zur Aufregung. Berechtigt wäre allerdings die Frage, warum sie heute nicht die Zinsen zahlen können, die sich sich 1997 noch leisten konnten. Die Bundesbank meint, die Italiener könnten es, können sie auch, denn auch 1997 lag ihre Verschuldungsquote ähnlich wie heute bei 120 Prozent, damals konnten sie die Zinsen auch zahlen. Wie es mit Spaniens Schulden aussieht, habe ich im Moment nicht im Kopf, möglicherweise ist die spanische Verschuldungsquote (Schulden bezogen auf das BIP) beträchlich gestiegen. Da sind dann die heutigen Schulden bei ähnlich hohen Zinsen wie 1997 dann beträchtlich unangenehmer.

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Wolfgang J. 17.11.2011, 14:26
9. Diese Schlimmfinger!

Also alle Investoren dieser Welt hocken irgendwo zusammen und geben der armen spanischen Regierung kein Geld unter 6% Zinsen. Das ist schlimm!
Schlimmer wäre es aber, wenn sich auf der ganzen Welt niemand fände der der spanischen Regierung sein Geld unter 6% leiht! Niemand!!! Nicht mal ein paar Journalisten oder Kommentatoren des Spiegels oder ein paar von den geschätzten Politikern und Forenteilnehmern die diesen unglaublichen Vorgang so beklagen und Ratingagenturen am liebsten gestern verboten haben wollen. Mann stelle sich das nur vor: Alle würden meinen das der spanischen Regierung das Geld für höchstens 3% geliehen werden sollte und keiner MACHT das ... Was für ein Albtraum..

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