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Schuldenkrise: Ahnungslos in die Euro-Dämmerung
DPA

Die meisten Bürger ahnen es noch nicht, doch das Endspiel um den Euro hat begonnen: Entweder Europas Regierungen schaffen noch schnell eine politische Union oder die Währungsgemeinschaft zerbricht. Egal, für welchen Weg sie sich entscheiden - für eine billige Lösung ist es wahrscheinlich längst zu spät.

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JohnBlank 06.06.2012, 19:12
280. Spiegel Thenor: Ihr Bürger sollt zahlen für die Bänker

Zitat von sysop
Die meisten Bürger ahnen es noch nicht, doch das Endspiel um den Euro hat begonnen: Entweder Europas Regierungen schaffen noch schnell eine politische Union oder die Währungsgemeinschaft zerbricht. Egal, für welchen Weg sie sich entscheiden - für eine billige Lösung ist es wahrscheinlich längst zu spät.
Klar, das Ende ist gekommen, also schnell ihr Deutschen Bürger, zahlt gefälligst für alle. Am A... . Wir denn knallhart reguliert, auf dem Finanzmarkt wenn wir wieder die Bänker retten oder läuft das wieder wie 2008 ab? Genau, wie 2008, wieso soll ich dann wieder retten solange Politikelite und Bänker uns weiter verarschen?

Und der Spiegel verbreitet jetzt Panik. Wir Bürger haben gemerkt, was los ist. Banklizenz soll kommen, damit die Bänker wieder die Sieger sind. Ne, so läuft das nicht mehr.

Vom Euro haben am meisten die deutschen Politiker und die Wirtschaftselite profitiert. Seit 10 Jahren steigen die Reallöhne nicht mehr, mein ihr beim Spiege, wir lassen uns das weiter bieten? Ich glaube ihr habt, wie wir Bürger, noch gar nichts verstanden.

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bernd_senftig 06.06.2012, 19:12
281. Panik - welche Panik?

Der Euro bricht zusammen - na und? Ich kapier nicht woher die Panik kommt. In Deutschland wird gar nichts passieren, denn hier stehen die Fabriken und arbeitet das Humankapital. In England, Spanien und Italien könnten einige Anpassungen nötig werden.
Was uns erwartet ist eine Währungsreform, haben wir nicht erst 2 davon in den letzten 20 Jahren erlebt? Schlimmstenfalls werden einige Spitzen der Sparguthaben gestundet.
Hören wir doch bitte endlich auf die Schauermärchen der Bettler und Betrüger zu glauben, die keine reale Wirtschaftleistung erbringen sondern nur von der Finanzwelt leben, und uns davon überzeugen wollen, dass wir ihnen weiterhin den Lebensunterhalt schuldig sind.

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mandy1949 06.06.2012, 19:16
282. Was ist denn das für eine Idee?

Zitat von Brennstoff
Immerhin meinte unser Finanzminister noch kürzlich, Spanien ist auf einem guten Weg! ;o) Die Situation kippt doch schon lange. Als Weidmann öffentlich in den Nachrichten erklärte, es gebe keine Notfallwährung für Deutschland, da rutschte mir das erste Mal das Herz in die Hose. Wenn man hierzulande auf der politischen und der monetaren Ebene derartig blauäugig agiert, gehören die alle hochkannt rausgeschmissen. Das wäre nicht mehr grob Fahrlässig, das wäre schon vorsätzlich, bis zur totalen Verantwortungslosigkeit. Aber sehen wir uns die Eurozone an. In Deutschland denkt man wie immer europäisch bis hin zu romantischer Verklärung. Das dass nichts werden kann, lag für jeden auf der Hand, der wirtschaftet, dazu muss man kein ausgewiesener Ökonom sein. Die stärkste wirtschaftliche Führungsmacht des Euro kann sich keine romantischen Flausen leisten. Teuer wird es sowieso werden, die Frage ist doch lediglich, kriegen wir den Crash noch kontrolliert hin oder nicht. Vielleicht schaffen es die USA oder die EU noch, Deutschland zu einem Austritt aus dem Euro zu bewegen, dass könnte den Euro insgesamt retten und Deutschland auch. Von allein passiert in der Deutschen Politik dahingehend nichts, wage ich zu prophezeien. Alle anderen Maßnahmen die angedacht sind, kommen zu spät, fürchte ich. Sie hoffen auf eine 2. dicke Berta? Ich vermute, Sie hoffen zu recht! Ergebnis, 3 Wochen gewonnen, dann geht es von vorne los. Dann betrachten wir die Südperipherie. Denkt dort jemand europäisch? Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten! Würden Sie europäisch denken, wenn ihre Nation gerade absäuft und Sie nicht wissen, welchen Brandherd Sie zuerst löschen sollen? Dann schauen wir uns die EU an. Dort wird hektisch agiert. Jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Natürlich, die haben alle Angst um ihre Jobs und Pensionen, hätte ich auch! Die wissen alle, wie unbeliebt sie sich in ganz Europa gemacht haben, korrupte Schnorrer höre ich allenthalben, wenn ich die Meinungen einmal auf diesen Nenner zusammenstreichen darf. Und zwar korrupte Schnorrer, größtenteils ohne demokratische Legitimation, aber als Fachleute für Form und Größe von Gurken bekannt. Fortsetzung folgt!
Ihre Aussage:
Vielleicht schaffen es die USA oder die EU noch, Deutschland zu einem Austritt aus dem Euro zu bewegen, dass könnte den Euro insgesamt retten und Deutschland auch.


Bitte erklären Sie mir doch eimal den Vorteil, vor allem den wirtschaftlichen!

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prophet46 06.06.2012, 19:16
283. Spekulantenbande

Zitat von sysop
Die meisten Bürger ahnen es noch nicht, doch das Endspiel um den Euro hat begonnen: Entweder Europas Regierungen schaffen noch schnell eine politische Union oder die Währungsgemeinschaft zerbricht. Egal, für welchen Weg sie sich entscheiden - für eine billige Lösung ist es wahrscheinlich längst zu spät.
Münchau ist m.E. nicht der richtige Zeitzeuge, er steht als FT-Kommentator zu nahe bei der angloamerikanischen Finanzmafia, die den Euro nur zu gerne fallen sehen würden. Er zitiert in seinem Artikel ja Hedge-Fonds-Manager die massiv gegen den Euro wetten. Ihr Kalkül muss, darf nicht aufgehen. Den Spekulanten darf man nicht das Feld überlassen, man muss sie mit allen staatlich zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen.

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doc 123 06.06.2012, 19:18
284. Absolute Zustimmung!

Zitat von Zereus
Im Gegensatz zur Wunderwährung Euro haben wir die Mark nie retten müssen. Ein Entwicklungsland war Deutschland vor Euroeinführung auch keines, Exportiert wurde fleißig und Dinge wie Hartz 4 kamen komischerweise erst nach Einführung des Euro. So schlecht kann die Mark dann also irgendwie auch nicht gewesen sein. Die Leier vom bösen Nationalisten, der sich eigene Währungen für souveräne Länder wünscht, kann - so ganz nebenbei bemerkt - ich nicht mehr hören. Das geht mir langsam aber sicher ziemlich auf die Nerven, ums höflich auszudrücken.
Die D-Mark war bis zu ihrer Abschaffung einer der erfolgreichsten Währungen weltweit, als Leitwährung dem Dollar praktisch schon ebenbürdig. Deutschland war ein erfolgreiches Land mit sozialer Ausgewogenheit und Exportweltmeister. Dass es unter diesen Umständen genügend Interessen und Interessenten weltweit gab, gegen diese erfolgreiche Währung vorzugehen dürfte doch wohl mittlerweile selbst dem aller-größten Ignoranten klar geworden sein. Dafür braucht man nicht einmal "Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht zu lesen, trotzdem äußerst lesenwert!

Da eine politische Union innerhalb Europas NIEMALS in der Kürze der Zeit zu verwirklichen ist, wenn man zudem die Erfahrungen der USA mit mehreren Bürgerkriegen bis zu deren Verwirklichung bzw. die neurlichen der zerfallenen Sowjetunion und Jugoslawien berücksichtigt, bleibt kurz- bis mittelfristig NUR der Rückkehr zu den nationalen Währungen, um noch schlimmere Folgen zu verhindern, sofern man die deutsche Geschichte von vor 70 bis 80 Jahren NOCH nicht vergessen bzw. verdrängt haben sollte!

Die Abschaffung der D-Mark und der Versuch der Etablierung des Euros war ein geschichtlicher FEHLER, der jetzt korrigiert werden MUSS!

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warum_nur 06.06.2012, 19:20
285. Alles nur Weicheier, diese EU Politiker

Meine Güte,

sollte man womöglich solche Experten hier ran ziehen?

Windows Update kompromittiert | heise Security

Alltäglich werden hier die härtsten Nüsse gelöst, worauf wir uns mit Updates in Sicherheit dann wiegen können.

Aber zu einer Schuldenkrise bekommt man hier leider ein Gefühl, man hat es hier mit kleinen Kindern zu tun, die dazu nicht mehr weiter wissen, weil ihr Latein einfach am Ende ist, wobei es nur um Geld geht.

Bitte meine Herren, bedienen Sie sich zu einer anderen Schicht von Experten, vielleicht haben diese für sie in Kürze eine Lösung, ein EU-Update wo man nur darüber Schmunzeln kann.
Aber diese Herren machen wenigstens ihre Hausaufgaben dafür perfekt und effizienz richtig.

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duddelhuddel 06.06.2012, 19:20
286. Unreale Flucht in Sachwerte

Zitat von Quagmyre
Für den normalen Arbeitnehmer und Sparer ist es in jedem Fall zu spät. Das Geld wird schneller entwertet, als es dem Normalsterblichen gelingen wird, dieses jetzt noch sinnvoll und in größerem Maßstab in Sachwerten anzulegen. Leute mit mehr Einblick in die Sachlage haben ihre Schäfchen längst ins Trockene gebracht. Das eigentliche Verbrechen ist, dass Politik und Medien uns bis zum bitteren Untergang glauben machen woll(t)en, dass mit Europa und dem Euro schon alles gut gehen wird.
vor 65 Jahren sind die Sachwerthalter mit ihren Sachwerten im Rucksack auf Land gewandert und haben versucht ihre Sachwerte in Hungerstillendes zu tauschen. Was haben wir auf unserer Tenne nicht alles gefunden - Gut und Teuer und zum Teil nur zwei Kartoffeln wert.

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Roger11 06.06.2012, 19:23
287. Euro-Bonds ändern nichts

Zur Wahrheit bzgl. Euro-Bonds/unumkehrbare Zwangsvergemeinschaftung von Schulden gehört auch, dass sie keineswegs dazu führen werden, schwächere EU-Volkswirtschaften auf Augenhöhe zu hieven. Es sind nicht nur die dann von einigen Kandidaten als nicht mehr für zwingend erachtete Haushalts- und Reformdisziplin. Es ist schlichtweg Quatsch, sich von Euro-Bonds mehr Wettbewerbsfähigkeit angezählter EU-Mitglieder zu erwarten.
Der Ruf nach Euro-Bonds ist in meinen Augen ein Erpressungsversuch, geführt mit der angeblichen Solidarkeule. Und in diesem Zusammenhang wird total vergessen, dass D seit je her grösster Einzahler in Brüssel ist. Darin spiegelte sich doch gesunder Weise der Solidargedanke wider.

Aber nein. Mehr, und immer mehr, und noch mehr.....bis alle zusammen abgesoffen sind. Gute Idee?!?

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Wertkonservativliberaler 06.06.2012, 19:24
288. Nie demokratisch legitimert.

Das Projekt "Abschaffung der DM" war in Deutschland nie demokratisch legitimiert. Eine Volksabstimmung hierüber sieht das Grundgesetz nicht vor. Aber auch die etablierten Parteien nahmen hierzu keinen gegensätzlichen Standpunkt ein, so dass der Wahlbürger nicht abstimmen konnte (damals sagte sogar noch der Bundespräsident Herzog, dass die Euro-Einführung kein Wahlkampfthema sein dürfe - ich erinnere mich sehr gut...)..

Die Euro-Einführung in Deutschland ist Projekt und Scheitern der "Eliten"; das Volk hat das Scheitern schon immer geahnt und die hohlen Parolen "Der Euro ist so stabil wie die DM" nie geglaubt. Ein eklatantes Versagen der Eliten, die auch noch Griechenland, unabhängig aller Warnungen, in die Euro-Zone aufnahmen. Werden diese "Eliten" zur Rechenschaft dafür gezogen, die deutsche Volkswirtschaft entgegen ihrem Amtseid - Schaden vom deutschen Volk abzuwenden - in die EURO-Schuldknechtschaft überführt zu haben?

Es gibt ein Europa ohne Euro - schließlich gibt es genug EU-Staaten, die sich der Eurozone nicht anschlossen! Großbritannien, Schweden etc.

Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende - und eine Enteignung deutschen Volksvermögens!

Dies ist der Wille des deutschen Volkes - freilich nicht der EU-"Eliten". Diese können froh sein, dass das das deutsche Volk seine Volksvermögensenteignung der letzten Jahre (noch) klaglos hinnimmt. Widerstand wird zur Pflicht!

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gerd.lt 06.06.2012, 19:24
289. optional

Wenn der Euro zerbricht, was sich anscheinend viele wünschen um die DM zurück zu bekommen, kann alles nur noch schwieriger und teurer werden. Aber um ihn zu retten muss eine andere Politik her. Grundvoraussetzung ist die rigorose Beschränkung der Macht der Geldwirtschaft, dass ist das A und O, sonst werden in diesem Sektor immer neue Wege gefunden um gegen die Staaten zu wetten. Bisher lässt die Politik ihre Staaten durch die Spekulanten kaputt machen, ein Trauerspiel und eine Dokumentation der eigenen Macht- und Hilflosigkeit. Nach einer solchen Regelung muss es 100 Prozent Europa in Politik, Wirtschaft und Finanzen geben einschließlich der Euro-Bonds. Man kann nur hoffen das es noch nicht zu spät ist, was zu allererst an der verfehlten Politik von Merkel & Co liegt, die den Ereignissen immer hinterher hinkt.

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