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Schuldenkrise als Generationenkonflikt: Traue keinem Europäer über 30!
DPA

Bürger gegen Banken, Nord gegen Süd, Oben gegen Unten? Einer der größten Konflikte in den Euro-Krisenstaaten wird meist totgeschwiegen: Die Alten leben auf Kosten der Jungen. Höchste Zeit, dass die Jugend gegen ihre Eltern auf die Barrikaden geht.

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tubaner 08.08.2012, 14:10
170.

Zitat von miruwa
Ein Vorgeschmack? Das ist schon lange bittere Realität. Ein Blick auf die Etats des Bundes reicht da aus.
Genau genommen seit 4 Jahrzehnten schon. Den letzten ausgeglichenen Bundeshaushalt gab es 1969 (wenn man von der schwarzen Null 2007 einmal absieht).
Das will nur keiner hören, dass wir dasselbe systembedingte Problem haben wie die sogenannte Krisenstaaten. Das Vertrauen in den „soliden“ deutschen Haushalt ist zwar noch so hoch, dass wir die Zinsen für unseren Schuldenberg mit neuen Krediten zahlen dürfen, aber dieses Schneeballsystem wird auch bei uns in einigen Jahren zusammenbrechen.

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blowup 08.08.2012, 14:10
171. stimmt

Zitat von fagus
Es geht um unsere Elterngeneration. Die haben sind jetzt zwischen 55 und 65. Davon ausgegangen, daß jemand mit 16 in die Lehre geht und mit 18 anfängt zu arbeiten, hat diese Generation in den späten 60ern und frühen 70ern angefangen, einem Beruf nachzugehen. Was gab es dann da für schreckliche Mühen und Opfer?
Stimmt. Ich war dabei. Es waren geradezu paradiesische Zustände, verglichen mit heute. Es gab gute Jobaussichten für alle, studieren mit Bafög und ohne Studiengebühren kein Problem. Führerschein und Autofahren konnte man sich noch leisten. Die Krankenversicherung war gut und umfassen, Zuzahlen gab es nicht und im Fall von Arbeitslosigkeit war man recht gut versorgt. Gerade unbezahlbar, war aber das Lebensgefühl, dass einen mit vielen Generationen vorher vereinte: Unsere Kinder werden es noch besser haben. Es geht aufwärts.

Wie traurig und öde ist da im Vergleich das Dasein heute. Nichts geht mehr aufwärts, alles wird schlechter. Heute kann mit Gewissheit sagen: meine Kinder werden es mal schlechter haben. Für Eltern ein unhaltbarer Zustand. Den DINKS ist das natürlich schnuppe.

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ekel-alfred 08.08.2012, 14:12
172. Entspannt

Zitat von entspannt
Und an die Adresse der jungen Fraktion: Ich würde mir lieber sehr gut überlegen, ob ich mit Dreck auf die Eltern für die verfehlte Politik vergangener Tage werfe. Morgen werdet womöglich IHR für die Politik von HEUTE verantwortlich gemacht...und dafür erwarte ich nun auch keine Jubelarien.
Sehr "entspannt" und richtig geschrieben! Dem kann man nichts hinzufügen...

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west120 08.08.2012, 14:12
173. Man kann es auch übertreiben

liebe SPON, die Babyboomer zwischen 50 und 60 leben in keinster Weise auf Kosten der Jüngern (das sind alles UNSERE Kinder), denn die überwiegende Mehrheit arbeitet noch hart und tag täglich.
Ausserdem könnte man mal getrost bedenken das diese Jungen min. 20 Jahre auf unsere Kosten gelebt haben die ausbilidung etc. war ja auch nicht gegen Lau zu bekommen.
Und all diejenigen der ach so Jungen fleissigen die KEINE ARBEIT haben, leben immer noch auf Kosten der Babyboomer.
Selbst die ALTEN die bereits ihre RENTE bekommen haben dafür BEITRÄGE geleistet und steht ihnen nach Ihrer lebensarbeitszeit ganz einfach zu.
Das der Eindruck entsteht wir lassen uns von den Jungen durchfüttern, dafür ist doch die Politk verantwortlich, die mal meinte man könne die Renten aus "laufenden einnahmen" ganz locker bezahlen. Diese Politiker haben den Babyboomer die RENTE GESTOHLEN so einfach ist das. Wir bekommen erheblich weniger als wir einbezahlt haben weil die Politiker von Kapitaldeckung auf Beitragsdeckung umgestellt haben.
Dieser Artikel ist eine einzige Unverschämtheit.

Aber scheinbar ist so gewollt. Junge gegen ALTE aufwiegeln damit die Fehler der Politik nur nicht nach oben kommen.
Ich bin Babyboomer, habe 3 Kinder großgezogen, deren Unterhalt und Ausbildung bezahlt, gehe täglich arbeiten und lebe mitnichten von den angeblichen so fleißigen JUNGEN.

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Bedie 08.08.2012, 14:12
174. Jung vers. Alt

Zu diesem Bericht möchte ich nur so viel sagen: "Auch Sie, Herr Böcking, werden älter". Aber stimmt, Sie haben ja sicher privat vorgesorgt. Kann man nur hoffen, dass
die Rechnung dann, wenn es so weit ist, noch
auf geht.

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fagus 08.08.2012, 14:12
175.

Zitat von deSelby
...aller aktuellen Debatten ist nicht Jung gegen Alt, nicht Arm gegen Reich, nicht Nord gegen Süd, nicht Banker gegen andere Lohnempfänger und, und, und... Das Grundproblem ist ein unverselles "mit dem Finger auf andere zeigen". Letztlich besteht offenbar ein unendlich großer Bedarf daran, daß hoffentlich alles so weitergeht wie bisher. Das wird es aber nicht, denn unsere Welt hat sich - zum Glück - geändert, also werden wir uns auch ändern müssen. Da das aber keiner will und ein "bloß nicht bewegen, ich will nicht daß sich irgendetwas ändert" zum universellen Credo aller Konfliktparteien - seien es Rentner, seines es Junge, seien es Steuerzahler, seinen es Politiker, seien es Nordeuropäer, seien es Südeuropäer geworden ist, soch en alle nach einem Schuldigen und fangen an auf Andere zu zeigen: Auf das der Andere etwas ändere, damit ich ja so weitermachen kann wie bisher... leider ist auch der Artikel keine Ausnahme dieser Regel.
Das Grundproblem ist das Schuldgeldsystem. Aber das zu hinterfragen, hinterfragt das gesamte Wirtschaftssystem, und das wird immernoch als quasi Naturgesetz angesehen. Also bleibt nur, die schwelende Aggression, die sich eigentlich gegen dieses Geldsystem und seine Folgen richten sollten, durch sinnlose Schuldzuweisungen abzulenken. Also hetzt man Jung gegen Alt, Arm gegen Mittelschicht, ganz Arm gegen Arm, Schufter gegen Arbeitslose usw. Und die Profiteurer sitzen oben drüber und lachen sich eins.

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lanre 08.08.2012, 14:12
176.

Zitat von sysop
Bürger gegen Banken, Nord gegen Süd, Oben gegen Unten? Einer der größten Konflikte in den Euro-Krisenstaaten wird meist totgeschwiegen: Die Alten leben auf Kosten der Jungen. Höchste Zeit, dass die Jugend gegen ihre Eltern auf die Barrikaden geht.
Tja so ist das. Die Rente war damals auf 7 Jahre konzipiert, die Durchschnittsdauer die jemand Rente bekommt liegt derzeit bei 14 Jahre, dass dies in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird ist unausweichlich. 20 Jahre Rente bekommen wollen funktioniert bei der derzeitigen Umlagefinanzierung nunmal nicht. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist unausweichlich. Oder ein deutlicher Einschnitt in den staatlichen Rentenzahlungen.

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bmehrens 08.08.2012, 14:12
177. Falsch!!

Zitat von fagus
Falsch... erstens waren es um die 16 Millionen, nicht 20, zweitens waren nicht wenige davon Kinder, die meines Wissens auch im goldenen Westen nicht in die Rentenkasse einzahlen, und drittens haben diese Leute ihr Leben lang eingezahlt (eigentlich sogar mehr, weil hier fast alle Frauen gearbeitet haben) - nur eben in dem Land, in dem sie lebten. Aber wahrscheinlich hätte man als DDR - Bürger so hellsichtig sein und seine Rentenversicherung im Westen einzahlen sollen. Wie dumm aber auch von unseren Eltern und Großeltern.
..ist die Aussage "fast alle Frauen haben (in der DDR) gearbeitet".
Erklärung: Sie hatten einen ArbeitsPLATZ , aber keine Arbeit (mangels Masse).

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Torfkopp 08.08.2012, 14:13
178. Sehen Sie,

Zitat von rainer_daeschler
Was Sie das beschreiben, ist ganz normales Unternehmertum. Die angestellten Ärzte werden ja nicht mit Waffengewalt in dieses Arbeitsverhältnis gezwungen. [..]Das "Unternehmen Gemeinschaftspraxis" ist immerhin so erfolgreich, dass Hilfspersonal, zwei Ärzte (als Hochschulabsolventen auch tariflich bezahlt nicht billig) und der Praxisinhaber davon leben können.
Ärzte haben aber einen Eid geleistet, der ihnen zwar keinen Altruismus aufzwingt, sie moralisch aber a priori jenseits unternehmerischer Gewinnmaximierung ansiedelt.
Ebensowenig, wie sie sagen dass niemand diese Ärzte in Gemeinschaftspraxen "zwingt" - EBENSOWENIG zwingt überhaupt irgendeiner einen anderen Arzt zu werden !
Wer diesen Umstand verdreht, macht sich schuldig, möglicherweise auch schwunghaft mit Organen zu handeln, die Krankenkassen zu bescheißen und vieles mehr.

Er wäre besser an die Börse oder zu einer Bank gegangen, als besagten Eid zu leisten - lange BEVOR er eine "Gemeinschaftspraxis" verunternehmert......

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olymp666 08.08.2012, 14:13
179. Koan Titel

Zitat von myself65
Das werd ich meinen Eltern die von 1.100,- EUR zu zweit leben müssen mal stecken. .
Klären Sie uns doch bitte auch mal auf,
was Ihre Eltern die letzten 45 Jahre so getrieben haben.

Wer als Ehepaar nur € 1100,00 Rente bekommt,
hat sicherlich nicht Vollzeit gearbeitet.

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