Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: China bietet Europa und USA Finanzspritze an

Europa und Amerika leiden unter gigantischen Schulden - China gibt den Retter in der Not. Premier Wen*Jiabao bietet Europa und den USA neue Investitionen an - verlangt aber Gegenleistungen: Die EU soll das Boom-Land endlich als Marktwirtschaft anerkennen, die USA sollen Exporte erleichtern.

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veremont 14.09.2011, 10:12
160. Chussland

Guten Morgen Deutschland! Guten Morgen Europa. Ich denke es ist an der Zeit vermehrt Russisch, Arabisch und Chinesisch in den Schulen zu unterrichten. China schickt seine Studenten um den ganzen Erdball um Sprachen zu lernen und hier versteifen wir uns noch immer auf Englisch (absteigender Ast) und Französisch (als Hobby ok, weil der schön, aber braucht man nicht mehr). Unsere Arroganz gegenüber Russland und China bleib uns jetzt schön im Halse stecken und die USA Basher hier im Forum können sich jetzt ein anderes Ziel aussuchen - aber Vorsicht, die neuen Großmächte der Erde sind nicht so "lustig und cool" wie die USA. Willkommen in einer neuen Ordnung... ;)

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Stampfi-Gang 14.09.2011, 10:14
161. ...

Zitat von Chris110
Die Europäer halten sich stets für den Gipfel der menschlichen Zivilisation, waren aber schon immer zu dumm, ihren Kontinent auf die Reihe zu kriegen. Jahrhundertelang hat jeder jeden bekriegt, das ist noch gar nicht lange her. Die Asiaten waren nie so dumm. Die Chinesen haben Recht, Europa ist einfach unfähig, und braucht Asiens Hilfe. Sonst stürzen die Europäer und Amis die Welt mal wieder in einen Abgrund.
Ihre Ansicht betreffend Europa teile ich zumindest teilweise. Ihre Schlussfolgerung allerdings nicht. Japan ist nicht weniger verschuldet als die europäischen Staaten. Wobei ich mal annehmen, dass sie mit Asien einfach China meinen. Die Chinesen haben ihr Land aber auch nur unter Kontrolle weil sie sich einen Dreck um Menschenrechte und Demokratie. Stattdessen wird ein Turbokapitalismus durchgesetzt der zu Gunsten einer Elite Gewinne erarbeitete, die die zu Lasten des einfachen Volkes gehen. Ich denke kaum, dass sich Europa an so etwas orientieren sollte. Wobei hier läuft es ja auch schon fast so ab...

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hallalie 14.09.2011, 10:16
162. Genau so ist das aber ...

Zitat von 47/11
... die Niederlage mit der Todgeburt EU und EURO einzugestehen, verkaufen sie ihre Länder notfalls an den " Teufel " .Der " Kommunismus " als Retter des " Kapitalismus " , wer hätte das gedacht ?1
das haben wir doch schon immer gemacht, wenn es um "Wachstum" und "Wohlstand ging!

Hier ein Märchen zu dem Thema:

http://www.epubli.de/shop/autor/Frie...edenbauer/2624

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maohan 14.09.2011, 10:18
163. Schuldenkrise: China bietet Europa und USA Finanzspritze an Auf Thema antworten

Zitat von acitapple@ offenbar sind sie sehr beeindruckt vom chinesischen boom. glauben sie also auch, dass china die nächste weltmacht sein wird, daß wir uns in 40 jahren alle nach china orientieren

Was waere falsch daran: dann hatte sie endlic zeit ein kulturland kennenzulernen und nicht ein @hamurger land@ mit menschen ueber 100 kg.

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vostei 14.09.2011, 10:19
164. Jein - aber Moment

Zitat von pragmat
Ab jetzt heißt es: Deutsche/Europäer/Amerikaner kauft nur bei Chinesen! Das witzige an der ganzen Geschichte ist, dass sich die Käufer das selber eingebrockt haben. Während die USA und Europa kräftig Schulden gemacht und über ihre Verhältnisse gelebt haben, haben die Chinesen fleissig gearbeitet und das Geld zusammen gehalten.
Ja, die Chinesen arbeiten fleissig, aber das Geld haben sie jahrelang auf Kosten der eigenen Landbevölkerung - und das sind nicht wenige - zusammen gehalten. Stichwort künstlich niedrig gehaltene Lebensmittelpreise. Wenn man dann noch die minimalistischen Sozialsysteme hinzurechnet und gnadenlose Umweltverschnutzung, wird deren "Reichtum" transparenter. Beim Thema Umwelt ist dort ein Umschwung im Gange. Schlussendlich bekommen die Chinesen ihr Land aber nur weiterhin mit Gewalt in den Griff. Gewalt? Ist das dort nicht das gleiche Schriftzeichen, wie Politik?

Und btw. In Russland isset ähnlich, wenn nicht genauso.

Und gaaaaanz arg ^^ nebenbei bemerkt: Mutti musste sich vor nicht allzu langer Zeit auf einem der G-Gipfel damit umtun, dass wir hier als "Chinesen" Europas bezeichnet wurden. Das kommt nicht von ungefähr. Als Exportvize sind wir Mini-Chinesen... ^^ (Stichwort Kaufkraft)

Sind wir, ich rede jetzt von D so viel besser, als die Chinesen? Während hier im Forenthread über Menschenrechte und chin. Kaderkapitalismus gezetert wird, reiben sich nämlich die wahren Mächtigen die Hände: die Finanzwirtschaft.

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DesTeufelsAnwalt 14.09.2011, 10:19
165. ...

Die Chinesen wollen als Marktwirtschaft anerkannt werden?
Na dann können sie ja als erstes mit der Schaffung einer frei konvertierbaren Währung anfangen. Und als nächstes einen VHS-Kurs über geistiges Eigentum besuchen.

Die Chinesen schicken sich an, uns Geld geben zu wollen? Sollen sie es doch lassen, den Euro können wir noch selber drucken. Und wenn China eins nicht brauchen kann, dann die relative Aufwertung der eigenen Währung durch die Abwertung von Dollar und Euro.

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Bruder Theodor 14.09.2011, 10:20
166. Annäherungen

Zitat von pragmat
Der Kapitalismus ist nicht gescheitert.
Ich würde sagen, dass der Kapitalismus in der Realität einen undurchschaubaren Wildwuchs darstellt, der soziale Lebensräume in Einöden verwandelt. Scheitern kann der Kapitalismus nur an sich selbst, er bietet ja keine Gesellschaftsform an, und als solcher ist er durchaus im Begriffe zu scheitern.

Die Kommunisten bieten derzeit den Kapitalisten Geld an - so grotesk ist es geworden rund um den Kapitalismus.
China hat seit der Kolonialzeit und um die Zeit der Boxerkriege herum Schwierigkeiten und Ängste, sich der Welt wieder zu öffnen. China ist in seiner Entwicklung hier sehr vorsichtig. Ideologisch scheint China derzeit nicht zu sein. China versucht seinen Weg, eine Marktwirtschaft zu etablieren.
Gibt China Europa Geld, ist es ein Schritt in Richtung Eurasien.

Europa selbst braucht einen sozialistischen Faden, der sich durch die Marktwirtschaft zieht. Das Modell "Soziale Marktwirtschaft" kann man durchaus auch als am Scheitern betrachten. Dahingehend ist der Vorschlag gerade aus China nicht uninteressant.

Nimmt Europa Geld aus China an, muß Europa gleichwohl Forderungen an China stellen. Mit nur Nehmen und Danke sagen geht das nicht. Europa aber braucht in Wahrheit gar kein Geld aus China. Europa bekommt seine eigenen Probleme grad nicht hin, und von China Geld zu akzeptieren ist der Beginn einer außereuropäischen Mitsprache. Europa kompromittiert sich hierbei. Arrogant abbügeln sollte man den Vorschlag aus China nicht. Eine Annäherung stellt er allemale dar.

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straff&locker 14.09.2011, 10:21
167. so gesehen...

Zitat von PeteLustig
Moment mal: China sabotiert doch Importe: Japanische Motorradproduzenten leiden unter 100% Strafzöllen, Firmenivestitionen ausländischer Unternehmen werden zwangsweise mit einer 50%-Beteiligung (staatseigener) chinesischer Unternehmen verknüpft usw. Das ist aus nationalchinesischer Sicht sicherlich wirtschaftsstrategisch hervorragende Möglichkeiten, die eigene Industrie zu fördern und Technologien sich anzueignen, dennoch ist und bleibt es international betrachtet unfair und bietet einen ungeheuren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Industrienationen.
Tja. Alles schön und gut. Hält die Globalen Player und Kleinere aber nicht davon ab in China zu investieren und China zur quasi Werkbank des Westens zu machen. Voll unfair und so. Es wird ja niemand gezwungen in China unter diesen Vorrausetzungen zu investieren - aber unsere und andere Unternehmen sind halt geldgeil und denken ansich vllt. nur kurzfristig.

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HansiPMüller 14.09.2011, 10:22
168. Besser aus der Druckerei als aus China?

Zitat von Barath
Exakt. Aber ich mache mir keine großen Sorgen. Nur weil es mit dem Westen bergab geht, muß es mit China nicht bergauf gehen (geopolitisch gesehen).
Ich könnte mir vorstellen, China hat Angst, daß die USA und Europa in der Not zur Steigerung ihrer Liquidität noch mehr frisches Geld drucken. Das würde Chinas Dollar/EURO Devisenwerte abwerten.
So kommt das Geld wieder zurück aus China und sichert deren politischen Einfluss bevor es entwertet wird ...
Oder?

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spatenheimer 14.09.2011, 10:22
169. ähm

Zitat von Chris110
Jahrhundertelang hat jeder jeden bekriegt, das ist noch gar nicht lange her. Die Asiaten waren nie so dumm.
Klar. In Asien war immer nur Ruhe und Frieden. Alexander von Makedonien gab es ebensowenig wie die Mongolen.

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