Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Was die Griechen wirklich wollen
AFP

Schuldenschnitt? Neue Rettungskredite? Ende der Sparpolitik? In den kommenden Wochen entscheidet sich, wie es mit Griechenland weitergeht. Ein Überblick, was die Regierung in Athen erreichen will - und was die Geldgeber davon halten.

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Wilmalein 04.03.2015, 10:21
1. soso

jetzt wird Griechenland wieder ausgebuddelt. Gibt es denn in Deutschland nicht genug Probleme über die "Der Spiegel" schreiben könnte?

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MarkusH. 04.03.2015, 10:22
2.

wie kann man JETZT schon über ein weiteres Hilfspaket nachdenken? Vor allem da ja bisher nicht wirklich was passiert ist, dass GR auf die Beine kommt?

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helmut.alt 04.03.2015, 10:24
3.

Für einen Außenseiter drängt sich der Verdacht auf, dass die griechische Regierung noch versucht ein Maximum an Gelder von den Kreditgebern abzugreifen bevor es sich vom Währungsverbund verabschiedet.

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Fletsch 04.03.2015, 10:30
4. Deuda Subordinada

Nachdem chilenische Banken Ende der 80er Jahre finanzielle Probleme bekamen, wurden deren Verbindlichkeiten auch so umgewandelt, dass sie diese nur noch bedienen mussten, wenn sie Gewinne erzielten. Diese Schulden waren also de-dacto subordinated. Nach ungefaehr 10 Jahren wurde erkannt, dass sie nie zurueckgezahjlt werden konnten und sie wurden zum grossen Teil erlassen.
Das sollte man mit Griechenland gleich tun. Waehrungsunion bedeutet auch Transferunion; das ist ein kleiner Preis zu zahlen fuer die Europaeische Union.

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matzi01 04.03.2015, 10:30
5. so ein langer Artikel um nichts

Was 'die Griechen' wirklich wollen ist doch klar: Im Euro bleiben, Vollbeschaeftigung und gute Einkommen für jeden, ausserdem möglichst wenige Steuern zahlen und das ganze finanziert von der EU .
(Wünsche ich mir übrigens für Deutschland auch )

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Wassup 04.03.2015, 10:31
6. Was brachten die

Panta Rhei!

Alles wiedholt sich:

Die Kredite der Vergangenheit sollten durch keynesianische Investitionsprogramme in Griechenland die Wirtschaft ankurbeln.

Doch all die Kredite haben nichts bewirkt
- ausser einer Überschuldung.
Das Wachstum ist ausgeblieben.

Es nützt nichts, sich über (soziale) Kälte zu beschweren, ständig neues Brennholz nachzuschiessen (Kredite), aber das Gebäude nicht abzudämmen (Korruktion & Misswirtschaft).

Die Effizienz des Staatsapparates muss gesteigert werden, sonst verpufft jedes Investitionsprogramm,
sorgt nur für neue Verbindlichkeiten!

Was wird unternommen, damit neue Kredite auch wirklich investiert werden - und nicht etwa im korrupten Staatsapparat versickern?

Wäre es vielleicht besser, an den griechischen Staat keine Kredite mehr zu vergeben, aber europäischen Unternehmen billige Kredite einzuräumen, die dort investieren?
Dann haften Unternehmer!

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freespeech1 04.03.2015, 10:33
7.

Man sollte mal Klartext reden. Das Geld, das jetzt nach Griechenland fließt, sind keine Kredite, sondern Transferzahlungen, weil Griechenland diese Kredite mit Sicherheit nicht über den freien Kapitalmarkt refinanzieren kann, von Rückzahlung ganz zu schweigen.

Den besten Kommentar hat heute Clemens Fuest im Handelsblatt geschrieben:
"Statt Griechenland weiter Vorschriften zu machen und dem schon verlorenen Geld weiteres nachzuwerfen, sollten die Gläubigerstaaten künftig das Gegenteil tun: möglichst keine Vorschriften machen und möglichst wenig neues Geld bereitstellen - am besten gar keins". Treffender kann man es nicht sagen.

Die gegenwärtige Krisenpolitik ist nicht nur entwürdigend für Griechenland, sondern nimmt dem Euro jede Zustimmung, macht die führenden Politiker der Eurostaaten zu Schießbudenfiguren

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w.diverso 04.03.2015, 10:37
8.

Ich habe mir gerade die Militärausgaben von Griechenland im Vergleich zu Österreich angesehen. Da könnten die Griechen sehr viel einsparen. Auch wenn man berücksichtigt, dass Griechenland in der Nato ist und um 2 Mio. mehr Einwohner hat, waren die Militärausgaben sehr hoch. Im Jahre 2013 zweieinhalb mal so hoch und im Jahr 2009 fast fünfmal so hoch wie in Österreich. Aber natürlich hätten da die deutschen und die französischen Waffenproduzenten keine Freude. Auf jeden Fall, sind die Ausgaben für die Bevölkerung bei weitem nicht der Grund für die hohe Verschuldung Griechenlands. Es ist auch zu hoffen, dass die griechische Finanz es endlich schafft, von den wohlhabenden Griechen die ausstehenden Steuern einzutreiben. Und der Schuldenschnitt wird kommen, auch wenn er dann vielleicht anders heißt.

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subzero81 04.03.2015, 10:37
9. Unverständniss!

Zitat SPON: "Eine Frage lassen Schäuble und die anderen Geldgeber unbeantwortet: Wie soll Griechenland jemals so viel Geld zurückzahlen, ohne sich dafür immer neue Milliarden bei den Europartnern zu leihen?"

Wenn ich derlei Kommentare lese und in den Nachrichten höre (auch von unseren eigenen Politikern über unseren eigenen, ebenfalls verschuldeten, Haushalt), bekomme ich immer eine kalte Wut!

Ja, wie nur sollte man sowas wohl bewerkstelligen können? Gehen sie mal zu den einfachen Leuten und fragen sie die mal, wie die das denn machen.
Jeder der einen Kredit will muss Sicherheiten bringen, den Kredit _zurück zahlen_ und bekommt alles genommen, wenn er das nichtmehr kann. Daher gibt es eine Finanzplanung über die Rückführung. Und nur dann -wenn es _machbar_ aussieht- gibt es Kredit und der Kreditnehmer kann dann entscheiden ober er annimmt. Das ganze ist oftmals mit massiven Einschnitten in der Lebensführung und dem hohen Ziel des Kreditnehmers verbunden seine Schulden zurück zu zahlen.
Wie wäre es daher mit: nicht mehr ausgeben als einnehmen und von den Einnahmen ein Polster zur Rückzahlung zu machen. Dazu muss man dann halt seine Standards an die vorhandenen Mittel angleichen. Und genau das ist das Problem. Die Griechen möchten sich einfach -provokant ausgedrückt- nichtmehr zurück in die Steinzeit begeben sondern schreien lieber nach Schuldenerlass... und unsere Presse stösst auch noch in das Horn (s.o.)!
Deutschland hat erst in diesem Jahrtausend die Schulden des Krieges vor knapp 100 Jahren (1. Weltkrieg) zurück bezahlt. Und wir haben noch nen Krieg abzubezahlen. Das müssen auch andere leisten können...

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