Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Was die Griechen wirklich wollen
AFP

Schuldenschnitt? Neue Rettungskredite? Ende der Sparpolitik? In den kommenden Wochen entscheidet sich, wie es mit Griechenland weitergeht. Ein Überblick, was die Regierung in Athen erreichen will - und was die Geldgeber davon halten.

Seite 4 von 16
chrimirk 04.03.2015, 11:09
30. Die Athener Sprüche sind mir sowas von egal!

Zitat von ekel-alfred
Zitat: Finanzminister Varoufakis hat einen Primärüberschuss zur "Frage der nationalen Würde" erklärt. "Wir wollen nie wieder zurück in die Primärdefizite", sagte......
Ändert bitte das Thema.
Berlin wird die Konsequenzen der eigenen Fehl-Entscheidungen i. S. GR. bei allen Wahlen in D. zu spüren bekommen.
Und als weiteres Feld für Geldvernichtung ist im Osten zu sehen. Die UA wird mehr als 250 Mrd. € kosten. Bin gespannt auf unseren Anteil!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erdfreund 04.03.2015, 11:10
31. Augen auf!

Wenn ich die zum Teil haarsträubenden Kommentare zu Griechenland lese, kann ich nur den Film "Macht ohne Kontrolle - die Troika" (https://www.youtube.com/watch?v=E6aNwBwEm6U) oder das Buch "Der stille Putsch" von Jürgen Roth empfehlen.
Die Krise in Griechenland wurde dort von einer kleinen völlig korrupten elitären Klasse herbeigeführt, an der Deutschland (vor allem die Rüstungs- und Finanzindustrie) über jahrzehntelang sehr gut verdient hat. Die Zeche zahlen jetzt die kleinen Leute - die Mittelschicht in Griechenland wurde schlicht platt gemacht (1/4 ohne jede Krankenversorgung), ähnlich wie in Portugal. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Nichts hat sich geändert.
Die "Kredite" dienten alleine den Banken und einer wohlhabenden Oberschicht. Wir erleben hier gerade das Ende der Demokratie und des Sozialstaates in Europa - und die Vernichtung des Europäischen Traums durch willfährige kalte Technokraten und wenige Raubtierkapitalisten, die das Wirtschaftssystem zu ihren Gunsten verbogen haben.
Um davon abzulenken werden Ressentiments geschürt, Sündenböcke gesucht (DIE Migranten, die so böse in unsere Sozialsysteme einwandern, DIE Griechen, die nicht sparen konnten - selber schuld, DIE Deutschen, die so kalt gegenüber dem südlichen Europäern gegenüber auftreten – alle gegen alle – lenkt schön von den wahren Missständen ab.
AUFWACHEN - liebe Leute, der Reichtum konzentriert sich gerade in einem nie da gewesenen Ausmaß, der Mittelstand verarmt - auch in Deutschland, die Arbeit wird prekarisiert, die Wirtschaft installiert ihre Vasallen in der Politik (Barroso, Draghi, Junker), die Gesetze vor allem für noch größeren Profit einer kleinen unfassbar gierigen Schicht machen.
Ist das die Welt, in der wir Leben wollen? In der unsere Kinder groß werden? Eine neues Feudalsystem einer kleinen Finanzelite? Einzigartige Errungenschaften einer langen und blutigen Geschichte – Demokratie, Humanismus, sozialer Frieden und soziale Marktwirtschaft – werden gerade durch eine nicht zu verstehende Ignoranz auch der gebildeten Klasse aufgegeben. In einigen Jahren wird es ein bitteres Erwachen geben – dann wohl zu spät ... dann ist auch TTIP durch, der Sargnagel der demokratischen Mitbestimmung ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grool 04.03.2015, 11:11
32. Griechenland

will im Sommer ein weiteres Milliarden Paket ... so einfach ist das ... und unsere PolitikerEliten werden es genehmigen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
charlybird 04.03.2015, 11:11
33. Das Austeritätsprogramm für GR ist gescheitert,

also muss was Neues her, denn ein totes Pferd kann man auch nicht reiten. Ich habe allerdings manchmal das Gefühl, dass GR als Sündenbock für das unglaubliche Finanzgebaren innerhalb der EU herhalten muss. Allein die Teilnahme Luxemburgs im EU Verbund mit dem so nützlichen Beitrag fantasiereicher Steuermodelle kostet allein D abenteuerliche Summen von entgangenen Steuergeldern. Unzählige Kommunen können hier in D ihre Infrastrukturen nicht mehr aufrechterhalten und Juncker-Country aalt sich bunt bräsig im Überfluss. Der des schlechten Gewissens geplagte Juncker ( anders kann ich es mir nicht vorstellen) hat wahrscheinlich deswegen auch so ein offenes Ohr für die Griechen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nataliamunich 04.03.2015, 11:12
34. die Lösung ist im noch die gleiche:

Griechenland und andere Staaten, welche zu schwach sind, um mit einer für Schwellenländer zu starken Währung zu überleben, müssen die Union eben verlassen. Es handelt sich schlicht um einen Rechtsbruch, wenn es zur Transferunion käme. Letztlich kann es nicht sein, dass relativ gesunde Staaten im Norden Europas für Inkompetenz, Arroganz und Korruption der Südstaaten aufkommen. Politiker, nicht nur Deutschlands sollten dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
axel_roland 04.03.2015, 11:13
35. blablabla

Für die Griechen entscheidet sich das Schicksel inzwischen schon seit Jahren "in der nächsten Woche". Ich würde an Stelle der Regierung die Rückforderung der Wiederaufbauhilfen nach dem Krieg seriös prüfen, bei Berechtigung diesen Teil der Schulden erlassen - schon um ein Signal zu setzen, dass Schulden eben zu zahlen sind - egal von wem, und dann auf die Begleichung sämtlicher Restschulden genauso bestehen. Wenn Griechenland sich aus dieser Verantwortung durch eine Währungsunion herausschleicht ok - dann ist deren Kreditrating aber für immer und ewig dahin und die Leidtragenden sind dann die griechischen Bürger. Andererseits waren die es, die eine linke Regierung gewählt und sich damit demokratischerweise selbst in diese unschöne Lage gebracht haben. Aber klar - so weitsichtiges Vorausschauen kann man sich vom Wahlvolk ja leider nicht wünschen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
68bella68 04.03.2015, 11:14
36. Schuldenschnitt oder Bürgerkrieg?

Was passiert, wenn Syriza auf Druck der Gläubiger scheitert? Dann wird die rechtsradikale "Goldene Morgenröte" zusammen mit Restbeständen der Konservativen ND regieren. Diese werden dann den griechischen Staat abwickeln. Die Linke wird sich radikalisieren müssen und es kommt - wie 46/49 - zum Bürgerkrieg. Greece wird ein failed State wie, Syrien, Libyen und die Ukraine. 2017 wird in Frankreich Madame Le Pen die Wahl gewinnen und aus den Euro aussteigen. Europa zerfällt dann. Im 22. Jahrhundert werden dann die Geschichtsbücher Herrn Schäuble für diese Entwicklung verantwortlich machen. Will er das wirklich? Noch ist Zeit zur Umkehr, aber nicht mehr lange...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dukatenjunge 04.03.2015, 11:14
37.

Zitat von Fletsch
Nachdem chilenische Banken Ende der 80er Jahre finanzielle Probleme bekamen, wurden deren Verbindlichkeiten auch so umgewandelt, dass sie diese nur noch bedienen mussten, wenn sie Gewinne erzielten. Diese Schulden waren also de-dacto subordinated. Nach ungefaehr 10 Jahren wurde erkannt, dass sie nie zurueckgezahjlt werden konnten und sie wurden zum grossen Teil erlassen. Das sollte man mit Griechenland gleich tun. Waehrungsunion bedeutet auch Transferunion; das ist ein kleiner Preis zu zahlen fuer die Europaeische Union.
Dann erklären Sie mal dem deutschen Steuerzahler, daß er aus Solidarität zu Europa auf 80 Mrd. Euro verzichten und demzufolge massive Steuererhöhungen und massiven Sozialabbau in Kauf nehmen soll.
Auch Solidarität hat seine Grenzen und die Griechen haben die Solidarität der Eurozone schon längst überreizt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lizard_of_oz 04.03.2015, 11:14
38.

"Waehrungsunion bedeutet auch Transferunion; das ist ein kleiner Preis zu zahlen fuer die Europaeische Union."
---

Bemerkenswerterweise führen nur jene solche Reden im Mund, die selber von der Arbeit der anderen zu leben gewohnt sind und eher eingehen würden, als zuzugeben, dass zwischen sozialstaatlicher Totalausbeuterei und dem Spezialistenmangel ein ursächlicher Zusammenhang besteht.

Das wird die Politik so lange leugnen, bis sie die letzten hellen Köpfe rasiert hat, di anderen sind dann zwar alle ganz (national) sozialistisch einer Meinung und hypersozial, aber damit verdient man kein Geld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansaeuropa 04.03.2015, 11:16
39. falscher Film!

Zitat von Wassup
Panta Rhei! Alles wiedholt sich: Die Kredite der Vergangenheit sollten durch keynesianische Investitionsprogramme in Griechenland die Wirtschaft ankurbeln. Doch all die........
hier werden wieder einige Nebelkerzen geworfen, obwohl jetzt schon kaum jemand durch die neoklassische/neoliberale Suppe schauen kann.
1. Es gab eben keine keynesianischen Investitionsprogramme.
2. das Geld ging an private europäische Unternehmen (nämlich Banken!)
3. deutsche Leistungsbilanzüberschüsse zwingen dem Ausland ständig neue Schulden auf. Eine Betrachtung eines Sektors (hier Staat) macht keinen Sinn
4. Das der Staat ineffizienter ist als Private lässt sich nicht beweisen. Häufig ist es sinnvoller, wenn der Staat Leistungen erbringt (Verteidigung, Justiz, natürliche Monopole)
5. Der Einbruch der griechischen Wirtschaft wurde durch die Kürzungspolitik der Troika (auf Wunsch Deutschlands) verursacht. Korruption gab es auch in Wachstumsphasen, was soll Misswirtschaft sein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 16