Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Die meisten Deutschen trauen dem Euro nicht
DPA

Die Schuldenkrise in Griechenland, Geldwäschevorwürfe gegen das strauchelnde Zypern: Die Euro-Krise schadet dem Kontinent nicht nur finanziell - sie zerstört auch das Ansehen der gemeinsamen Währung. In einer Umfrage sprechen ihr nur vier von zehn Deutschen volles Vertrauen aus.

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Watschn 22.01.2013, 20:35
10. Der €uro hinterlässt in "Europa" eine Blutspur.....

Zitat von Watschn
Dieser Aufmacher der Linkspartei hat einige deutsche Politiker scheinbar empört.. Es klingt nicht nur dramatisch...., es ist es auch. Tausende vezweifelte Südeuropäer; Spanier, Griechen, Italiener, Portugiesen welche nur noch den Ausweg des Suizides finden - infolge extremer Überschuldung... Viele haben ihr dazu noch ihr Haus und Heim verloren, Familien gingen in die Brüche, Suppenküchen und Essräume explodieren, Kinder können nicht mehr zu Hause verpflegt werden..., und werden zum Essen in die Schule geschickt..! Was zum Teufel muss noch passieren, dass man nicht den Fehler dieser gescheiterten Währungsunion erkennt, und einsieht;....nämlich das unmögliche, reguläre Funktionieren dieser politisch verordneter Zwangsvaluta in einem "Europa" mit dermassen unterschiedlich wettbewerbsfähigen Volkswirtschaften...... Dieser Zwangsjackeneuro ist für schwach-produktive südliche Lander ZU STARK..., und für gestählte, äusserst wettbewerbsfähige Länder zu SCHWACH... Es verlieren ALLE Volkswirtschaften an diesem nicht optimalem Währungsraum: -Stark wirtschaftliche Länder wie Deutschland, Niederlande, Österreich und Finnland bekommen nicht den Mehrwert bzw. die Kaufkraft, die ihnen zustünde (siehe Norwegen, Schweden, Schweiz, Dänemark, Polen, Tschechien); und sie sind gezwungen die schwachen Eurostaaten mit gewaltigen Transfers bzw. Rettungsaktionen (ESM, Bürgschaften) DAUERHAFT zu stützen. Ausserdem schaffen die unpassend zu niedrigen Zinsen der EZB (Einheitszins für unterschiedliche Volkswirtschaften) ein grosses Inflationspotential. -Schwach wirtschaftlichen Ländern wird durch den zu starken Euro die Wirtschaft und Industrie die Wettbewerbsfähigkeit genommen, denn der "Euronorden" mit seiner - zur Produktivität zu billiger Währung -, überfährt regelrecht den Süden wie eine Dampfwalze und macht alles Platt. Früher konnte man die Produktivitätslücke durch Abwertung mit der eigenen Währung ausgleichen, was im Euro nicht mehr möglich ist.. Die Preise sind zu hoch, der Abstand zum wettbewerbsfähigeren Norden vergrössert sich laufend, Konkurse schnellen in die Höhe, die Arbeitslosigkeit steigt rasant, die südl. Staaten können sich nur noch mit Rettungshilften, per ESM (d. h. mit Verschuldung) oder dauernden Transfer über Wasser halten. Der Einheitszinssatz der EZB ist für diese Länder zu hoch... Die Folge dieser Kontraktion mündet in eine Deflation... Kohl, Genscher, Waigel, Delors und andere Eurogläubige glaubten, mit dem Euro den Kontinent den ewigen Frieden geben zu können.... Wenn man an diesem aktuellen Eurozone in dieser Länderzusammensetzung so festhält, wird das genaue Gegenteil eintreten..., man kann nur hoffen das die Politiker die Gefahr erkennen,......bevor im Süden Europas Unruhen, Aufstände, Militärdiktaturen, Sezessionen und Bürgerkriege ausbrechen....!
(Titelkorrektur....)

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Steinwald 22.01.2013, 20:41
11.

Es werden sicher auch mit dem Euro sozialisierte Leute befragt worden sein, die könnten im Zweifel eher zugunsten der Währung sprechen, da sie die DM nicht mehr wirklich kennen. Aber egal. Ich bin eigentlich ein Fan des Euro, aber wirklich Vertrauen hab ich nicht in ihn.

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dale_gribble 22.01.2013, 21:02
12.

Zitat von Steinwald
Es werden sicher auch mit dem Euro sozialisierte Leute befragt worden sein, die könnten im Zweifel eher zugunsten der Währung sprechen, da sie die DM nicht mehr wirklich kennen.
Das ist sicher so. Trotzdem war mein Sohn (15 3/4) schon diverse male in "fernen" Laendern und findet es gut, im Urlaub anderes Geld in der Tasche zu haben.
In Spanien mit Euros zu bezahlen findet er eher langweilig.
Vor allem weil er in "nicht-Euro-Laendern" wesentlich mehr fuer sein Taschengeld bekommt...
Ich fand es vor ~30 Jahren ja auch toll fuer meine 50 Mark "Urlaubstaschengeld" tausende Lire und Peseten zu bekommen.
Fuer 50 Euro bekommt man jetzt in Spanien ein muedes Laecheln...

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derbergischelöwe 22.01.2013, 21:22
13. Kein Wunder

Wer ständig belogen wird, wird misstrauisch. Unabhängig wie die Bundesbank sollte die EZB sein, heute regiert dort Pinocchio und druckt wie von Sinnen Inflationsgeld. Keiner sollte für die Schulden anderer haften, heute haftet Deutschland für alles und jeden, bildet eine Transferunion mit reformunwilligen, korrupten und wirtschaftlich unterentwickelten Südländern. Seit 2008 dreht sich das Karussell aus Merkelschen Ankündigungen und Merkelschen Kehrtwenden immer schneller. hier wird Deutschlands Zuknft aufs Spiel gesetzt und das merken die Menschen.

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Tulek 23.01.2013, 05:20
14. ui.....

Schuldenkrise: Die meisten Deutschen trauen dem Euro nicht.

Und Regen ist nass,die Sonne scheint,der Himmel ist blau,........

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heinzi99 23.01.2013, 13:47
15. Wie soll man dem Euro trauen?

Eine Gelddruckpolitik (feiner ausgedrueckt, eine expansive Geldpolitik) veruntreut das Vertrauen redlich wirtschaftenden Mitbuerger zur Ermoeglichung von Konsum unberechtigter/unredlicher Mitbuerger. Es wird brutal umverteilt. Redlich wirtschaftende Mitbuerger zahlen ueber die einsetzende Inflation. Das fuehrt zur massiven Fehlallokation von kuenftigen Investitionen (man kauft eben ein Haus, ueberteuert ...), wobei vielleicht Infrastrukturaufbau, Ausbildung der Kinder, Investitionen in private Energieeffizienz weitaus besser waere. Doch da kein Vertrauen mehr besteht, geht es nur noch um das Hier und Jetzt, wobei Kollateralkosten in der Zukunft keine Rolle mehr spielen. Was Draghi und die EU (insbesondere die Verbrecherstaaten im Sueden) machen, ist eine unverhohlene direkte Kriegserklaerung. Wir Deutschen machen einfach mit. Wir lassen uns die Haut abziehen. Wem nutzt diese verdammte EU? Die harten Konfrontationen werden kommen. Ich kann England nur Erfolg wuenschen.

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kollerspeter 23.01.2013, 14:07
16.

Zitat von edo1
Der Euro ist für die Mehrheit der Deutschen schon heute alternativlos der sichere Ruin, sie werden wieder so bettelarm sein wie nach der Hyperinflation 1923/24.
Jajaja, und schon wieder wird das Inflationsgespenst wieder ans Tageslicht geholt.
Die Situation war 1923 wie auch 1948 eine völlig andere als heute. Zwei Kriege waren verloren, die Männer gefallen oder in Gefangenschaft, die Industrie zerstört oder demontiert. Industrieproduktion fand faktisch nicht statt. So kam es zwangsläufig zu einer Unterversorgung, also: Nachfrage größer als Angebot. Und eine solche Situation führt bekanntermaßen zu Preissprüngen. Das ist ungefähr der Stoff in der 8. Klasse im Fach Wirtschaftslehre. Nur von dieser Situation sind wir heute meilenweit entfernt. Wir leben heute in einer Situation gesättigter Märkte. Die heutigen Preissteigerungen sind von skrupellosen Geschäftemachern bewusst herbeigeführt. Beispielsweise durch Spekulation oder künstliche Verknappung.
Offensichtlich ist die Mehrheit der Deutschen nicht imstande, volkswirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Schade!
Denn das einschneidendste Erlebnis im 20. Jh. war die Weltwirtschaftskrise 1929. Diese hat Hitler den Weg an die Macht geebnet - herbeigeführt durch eine übertriebene Austeritätspolitik unter RK Brüning. Wäre schön, wenn jemand Frau Merkel und ihren Wählern diese Zusammenhänge erklären würde, statt immer nur das Inflationsgespenst von 1923 hervorzukramen.

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kollerspeter 23.01.2013, 14:11
17. Blödsinn!

Zitat von oldtimerfan
Das verkaufte Deutschland! Der Euro ist ein Teuro!! Beweise gibt es genug. Einen Tag nach der Umstellung kostete ein polizeiliches Führungszeugnis 15.- Euro statt 20.- DM das sind ca. 50% Preissteigerung, was der Staat vorgemacht hat. Warum sollten die Unternehmer nicht gleichziehen. Strom kostete 20 Pfennig kw/h heute 25 Cent ....
Inflation hätte es mit der DM gegeben, vermutlich sogar eher noch mehr. Man hat nur die alten Preise im Kopf und vergleicht diese mit der heutigen Situation. Diese Preise gäbe es auch mit der DM heute nicht mehr.

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SirTurbo 23.01.2013, 14:44
18. Titel sind aus

Zitat von sysop
Äpfel, Birnen, Obstsalat?
In anderen Ländern ... eigene Währung...
wtf? Was ist denn das für eine Aussage? Der € ist eben KEINE "eigene" Währung - jedenfalls nicht der Völker, bestenfalls des hiesigen Kapitals.

Das Ergebnis dahinter überrascht allerdings nicht besonders...

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Worldwatch 04.02.2013, 09:04
19.

Zitat von edo1
Der Euro ist für die Mehrheit der Deutschen schon heute alternativlos der sichere Ruin, sie werden wieder so bettelarm sein wie nach der Hyperinflation 1923/24.
Das genau ist die Konstruktionsidee. Und alle, insb. die damalige SPD in der "bundes"-politischen Regierungs-"Verantwortung", sowie auch heute alle Politiker u.Parteien des akt. B.tages, fanden und finden das hilfreich.

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