Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Es ist die Politik, Dummkopf!

Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.

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Ruppich 23.11.2011, 13:14
1. Unsinniger Aufsatz

"Die Spanier haben sich stets brav an den Stabilitätspakt gehalten, mehr noch als die Deutschen. Sie haben jahrein, jahraus Haushaltsüberschüsse erzielt und wurden von allen dafür gelobt. Und jetzt steht das Land kurz vor dem Bankrott."

Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?

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ney 23.11.2011, 13:21
2. Welche ein Schwachsinn.

Das Haushaltsdefizit Spaniens beträgt in diesem Jahr 6,3%, insgesamt ist Spanien inzwischen mit 68,1% seines Bruttoinlandsproduktes verschuldet. In beiden Fällen sind die Barrieren gerissen.

Wie kann man dann behaupten, Spanien hätte die Barrieren bzw. Vorgaben immer eingehalten?

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Holledauer 23.11.2011, 13:21
3. Die ausgewählten Beispiele in dem Artikel können nicht überzeugen!

Ein Nachgeben in der Schuldenfrage würde für Deutschland bedeuten, für die Schulden anderer zu bezahlen. Es ist richtig, dass Deutschland im vergangenen Jahrzenht nicht immer ein Musterknabe war, aber im Vergleich zu den Staaten, die jetzt von den Märkten abgestraft werden, war die deutsche Haushaltspolitik supersolide.

Und wenn darüber lamentiert wird, dass es ja z.B. in Spanien nicht die Überschuldung der öffentlichen Haushalte sei, sondern die provate Überschuldung, dann hat doch die spanische Politik geschlafen. Wie wäre es gewesen, wenn Spanien rechtzeitig die Reißleine gezogen hätte und z.B. über die Notenbank die Zinsen erhöht hätte?

Resumee aus dem Artikel: Gewinne sollen privatisiert, die Schulden sozialisiert, und insbesondere von Deutschland bezahlt werden.

Eine andere Sache ist natürlich: Worüber sprechen denn die Damen und Herren in diesem Euro-Club? Übers Wetter oder wo in Brüssel ein neues gutes Restaurant eröffnet wurde?

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PZF85J 23.11.2011, 13:22
4. -

Zitat von sysop
Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.
Der Artikel liest sich, wie eine Ansammlung von Schlagzeilen aus der (Website der) Financial Times Deutschland = Revolverblatt für BWL-Studenten, vollkommen inhaltsleer. Mehr ist zu dem Unsinn eigentlich nicht zu sagen.

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M. Michaelis 23.11.2011, 13:22
5. ...

Das Problem ist das ganze ist kompliziert. Im Grund stimmt fast alles irgendwie was zu diesem Thema gesagt wird.

Dennoch ist eines der Grundprobleme eine staatliche Haushaltspolitik die auf Schulden setzt. Das gilt auch für jene Länder die gelegentlich mal Haushaltsüberschüsse geschafft haben.

Staatliche Aufgaben anhaltend über immer neue Kredite zu finanzieren kann ebensowenig ewig gutgehen wie das Schneeballsystem das den Staatsanleihen zugrunde liegt.

Solange Politik wesentlich darin besteht monetäre Wohltaten zu verteilen ist eine Finanzdesaster nicht abwendbar.

Defizitspending funktioniert nur einigermassen wenn man in guten Zeiten die Schulden wieder abbaut. Diese Hälfte aber wird überall konsequent ausgelassen.

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t.o`malley 23.11.2011, 13:24
6. Die Finanzen sind eine Welt der Mißverständnisse...

Zitat von sysop
Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.
...möchte man dem Autor des Artikels zurufen, während dieser sich einmal mehr um seinen journalistisch/fachlichen Kopf und Kragen schreibt.

Das Herumturnen in den Finanz-Spielerhöllen ist diesem Herrn offenkundig so tief in die Glieder gefahren, daß er gar nichts anderes mehr kennt.
Das Verhalten der Märkte als Maßstab für ein gesundes, zukunftsorientiertes Handeln der Staaten heranzuziehen, ist derart abstrakt, daß man kaum noch Worte dafür findet.

Werter Autor, die Märkte tun und fordern genau das, was ihre Umsätze und ihre Gewinne steigert! Nichts anderes!
Die Staaten sind denen völlig gleichgültig, solange sie nur die Kasse am Klingeln halten. Die Märkte würden auch notfalls empfehlen, sämtlichen deutschen Staatsbesitz an die EU zu verschenken, wenn dies nur die Märkte liquide halten würde.
So sehr ich für die Freiheit der Märkte bin, so wenig taugen diese als Vorbild bzw. Ratgeber zu Staatsfinanzen.
Sie kennen womöglich die Geschichte von dem Bock, den man zum Gärtner machte...

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muellerthomas 23.11.2011, 13:24
7. .

Zitat von Ruppich
"Die Spanier haben sich stets brav an den Stabilitätspakt gehalten, mehr noch als die Deutschen. Sie haben jahrein, jahraus Haushaltsüberschüsse erzielt und wurden von allen dafür gelobt. Und jetzt steht das Land kurz vor dem Bankrott." Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?
Münchau spricht klar von der Zeit bis zur Krise. Zwischen 1996 und 2007 sank die spanische Staatsschuldenquote von 67,4% auf 36,2%.

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Stompf 23.11.2011, 13:24
8. Wirres Zeuch !

Zitat:"Mit Sparen kommt man aus dieser Krise nicht raus." Der einzige wahre Satz in dieser Aneinanderreihung von zusammenhanglosen Ereignissen.

Aus meiner Sicht ist es schon ein Unterschied ob Spanien seinen Schuldenstand aus einer Immobilienblase bezieht oder Deutschland die Kosten der deutschen Vereinigung tragen muß. Da stehen nämlich handfestere Investitionen hinter als Aufbewahrungsbuchten für Urlauber.
Mich freut - Euro am Ende. Konnte so ja auch nie funktionieren. Ein paar Jahre graupeln, aber danach kommen wir wie Phönix aus der Asche.

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National-Oekonom 23.11.2011, 13:26
9. Es zählt die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Zitat von Ruppich
"Die Spanier haben sich stets brav an den Stabilitätspakt gehalten, mehr noch als die Deutschen. Sie haben jahrein, jahraus Haushaltsüberschüsse erzielt und wurden von allen dafür gelobt. Und jetzt steht das Land kurz vor dem Bankrott." Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?
In der VGR = Volkswirtschaftliche GesamtRechnung hat Spanien genauso massiv Realkapital importiert wie Griechenland und dafür ebensowenig wie Griechenland einen Gegenwert geschaffen. Nun könnte man sagen, die USA machen es doch genauso - aber die wirtschaftliche Basis der USA ist selbstverständlich (wesentlich) breiter als die Spaniens und Griechenlands - und die USA nutzen den Dollar als Weltleitwährung (schamlos) aus.

Ein Herr Münchau von der FTD wird diese Unterschiede nie begreifen.

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