Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Es ist die Politik, Dummkopf!

Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.

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muellerthomas 23.11.2011, 13:26
10. .

Zitat von Holledauer
Und wenn darüber lamentiert wird, dass es ja z.B. in Spanien nicht die Überschuldung der öffentlichen Haushalte sei, sondern die provate Überschuldung, dann hat doch die spanische Politik geschlafen. Wie wäre es gewesen, wenn Spanien rechtzeitig die Reißleine gezogen hätte und z.B. über die Notenbank die Zinsen erhöht hätte?
Wie hätte das innerhalb des Eurosystem funktionieren sollen? Und wie hätte wohl das ohnehin mickrige Wachstum in Deutschland ohne die Exportüberschüsse in den Rest Europas ausgesehen?

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warp0 23.11.2011, 13:26
11. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von Ruppich
Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?
Nein, das ist ihm nicht klar.
Und auch, dass alle Länder die regeln einer guten Haushaltspolitik gebrochen haben - auch Spanien, Österreich etc. pp.

Aber was soll's - das Leben in Europa ist lebenswert: Kein Krieg, kein Hunger, ziemliche große persönliche Freiheit.
Wenn in letzter Konsequenz die Staatsschulden von den Staatsbürgern übernommen werden - immer noch ein ausgezeichneter Deal.

Schade wäre es nur, wenn die Finanzmärkte, die parasitär mit Geld jonglieren, dabei ungestraft/ohne Reglementierung davonkämen und man in 20 Jahren wieder vor dem selben Problem steht.

Aber selbst dann: Kein Problem. Peanuts.

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E.Cartman 23.11.2011, 13:27
12. ...

Zitat von Ruppich
"Die Spanier haben sich stets brav an den Stabilitätspakt gehalten, mehr noch als die Deutschen. Sie haben jahrein, jahraus Haushaltsüberschüsse erzielt und wurden von allen dafür gelobt. Und jetzt steht das Land kurz vor dem Bankrott." Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?
Nein, es macht durchaus Sinn. Der Stabilitätspakt hat eben die Leistungsbilanzen und damit die private Verschuldung ignoriert, und daher hat die Einhaltung des Stabilitätspaktes bei Ausbruch der Krise nichts darüber ausgesagt, welche Staaten Probleme bekommen würden. Sonst würden gerade tatsächlich Deutschland und Frankreich von Irland und Spanien gerettet.

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H. Hipper 23.11.2011, 13:27
13. Nö

Zitat von Ruppich
"Die Spanier haben sich stets brav an den Stabilitätspakt gehalten, mehr noch als die Deutschen. Sie haben jahrein, jahraus Haushaltsüberschüsse erzielt und wurden von allen dafür gelobt. Und jetzt steht das Land kurz vor dem Bankrott." Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?
Nein, das bedeutet vielmehr, dass Sie einige wesentliche Vorgänge in der Ökonomie und die Mechanismen dieser Krise nicht verstehen.

Herr Münchau hingegen trifft mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf.

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wika 23.11.2011, 13:29
14. Lieber Herr Münchau …

… sind sie sicher den Punkt erwischt zu haben? Ich jedenfalls hege da so meine Zweifel und würde noch in eine ganz andere Richtung blicken, die aber vielen Redaktionen dieser Welt verwehrt bleibt, weil sonst gleich wieder der Chef mit dem Rotstift um die Ecke käme, mit dem Verweis: „Wenn Du sowas schreibst, dann bekommen wir keine Anzeigen mehr rein“. Für diesen Artikel hingegen dürften Werbebudgets der Banken reichlich sprudeln … es ist genügend Nebel drin.

Extra für sie hier schon mal die vorgezogene Weihnachtsgeschichte von „Jesus seinem Euro-Cent und dem Ackermann sein Renditeziel“ … Link (man kann diese Weihnachtsgeschichte gar nicht of genug lesen, sprüht nur so vor Goldigkeit), eignet sich sogar für Kinder und es ist auch ein wenig Mathematik enthalten.

Zurück zum Kern. Solange wir uns ein kaputtes Geldsystem gönnen, welches auf der einen Seite exponentielles Wachstum auf den Konten ermöglicht … wir aber auf der anderen Seite sehr wohl wissen, dass dies in der Realwirtschaft nicht gegenfinanzierbar ist (die Leistungskraft aller Menschen zum Erarbeiten der Zinsen auf das erfundene Geld ist eben nicht exponentiell zu steigern), solange wird auch ihr feiner Aufsatz hier eine Nebelbombe bleiben. Aller BWL- und VWL Voodoo Zauber kann darüber nicht hinwegtäuschen und auch das bisschen Inflation entschärft das kaputte Geldsystem nicht.

Und wenn sie jetzt konsequent … wie bei einer Bilanz üblich … nicht nur die Aktiva-Seite betrachten sondern genauso angestrengt auch die Passiva analysieren, der also genauso viel Aufmerksamkeit schenken würden, dann hätten sie es schon halbwegs erfasst. Reden sie doch bitte auch mal offen über die „Guthabenkrise“ … die betrifft zwar bloß 1 Prozent der Menschen und weil die ihre Artikel nicht lesen, müssen sie die doch nicht vergessen.

Also, jetzt machen sie doch bitte noch einmal einen schönen Aufsatz zur Lösung der Guthabenkrise. Ich bin mir sicher, das würde auch die SPON Leser sehr erfreuen, wenngleich sie gar nicht betroffen sind, sehr wohl aber die Kehrseite der Medaille inzwischen kennen. Und dann sinnieren wir noch fix über ein neues Geldsystem, welches diesen einen klitzekleinen Fehler nicht mehr aufweist. Na, wie wärs? Da hätte dann die Menschheit dann echte Chance auf Gesundung des Systems, statt immer nur im Nebel stehen gelassen zu werden.

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Chinasky 23.11.2011, 13:29
15. verstehe ich nicht

Zitat von Ruppich
"Die Spanier haben sich stets brav an den Stabilitätspakt gehalten, mehr noch als die Deutschen. Sie haben jahrein, jahraus Haushaltsüberschüsse erzielt und wurden von allen dafür gelobt. Und jetzt steht das Land kurz vor dem Bankrott." Das dieser WIderspruch den gesamten Beitrag ad absurdum führt ist Ihnen klar oder?
Ich kann nicht erkennen, wo der Widerspruch liegt. Können Sie ihn noch etwas deutlicher aufzeigen? Mir scheint hier nur die Formulierung es Verfassers etwas unpräzise. Hätten die Spanier IMMER nur Haushaltsüberschüsse erzielt, dann gäbe es keine spanischen Schulden und Sie hätten Recht: Einem schuldenfreien Staat kann es ja schnurzegal sein, wie hoch die Zinsen für seine Anleihen sind. So, wie ich den Verfasser verstanden habe, hat Spanien zwar Schulden - diese Schulden stammen dann aber wohl aus der Zeit von VOR dem Inkrafttreten des Stabilitätspakts.
Allerdings bin ich nicht informiert, ob Spanien in den letzten Jahren tatsächlich immer Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet hat. Falls dem so ist, erscheint mir die Argumentation des Artikels stringent: Dann kann die mißliche Lage Spaniens nicht darauf zurückzuführen sein, daß das Land fiskalpolitisch schlecht wirtschaftete (so, wie Griechenland), und dann können (noch) größere Sparbemühungen auch kein Ausweg aus dem Teufelskreislauf sein.
Vielleicht aber habe ich nicht verstanden, wo Sie den Widerspruch feststellten. Daher meine Bitte um Erläuterung! :-)

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Bhigr 23.11.2011, 13:31
16. Selten habe ich so einen Schund gelesen!

Zitat von sysop
Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.
"Wer Ursache und Wirkung einer Krise missversteht, wird sie nicht lösen. Das ist das eigentliche Problem mit unseren kombinierten Fiskal- und Inflationslügen. "

Aha, also die Haushaltsverschuldung der Mitgliedsstaaten hat nichts mit ihrer drohenden Zahlungsunfähigkeit zu tun? Wie sollte ein unverschuldeter Staat eigentlich zahlungsunfähig sein? Das geht gar nicht!

Inflationslüge? Die Vermehrung der Geldmenge verringert nicht den Wert des Geldes? Vielleicht sollte sich der Herr einmal mit den Gesetzen von Angebot und Nachfrage beschäftigen. Wenn das Angebot stärker als die Nachfrage steigt, dann sinkt der Wert des Gutes, hier des Geldes.

Haben wir überhaupt eine Euro-Krise? Bislang ist der Euro erstaunlich stabil. Sowohl im Außenwert als auch im Innenwert sieht es nocht recht gut aus. 1 € = 1,35-1,40$; Inflationsrate ca. 3%.

LG

Bhigr

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http://eurobondzen.de 23.11.2011, 13:31
17. Welche Regel bitte?

"Der Grund, warum wir heute in diesem existentiellen Schlamassel stecken, hat nichts, aber auch gar nichts mit den Verfehlungen eines kleinen Landes in der fernen südöstlichen Ecke der Währungsunion zu tun. Die Krise betrifft mittlerweile Länder, von denen sich die meisten an die Regeln hielten. "
Welche Regel meint der Journalist?

Die Maastricht-Defizit-Kriterien?

Oder die Regel:
Man kann auf Dauer nicht mehr Geld aus geben als man einnimmt!
Diese Regel wurde von fast allen westlichen Demokratien verletzt! Auch die Länder, die der Journalist jetzt gerne entschuldigen möchte!

Der Journalist möge sich das Buch von Oswald Metzger besorgen: "Einspruch! Wider dem organisiertem Staatsbankrott!" Er hat die Schuldenkrise kommen sehen. Doch er wurde von vielen Journalisten einfach nur als >>neoliberal<< beschimpft!

Der Journalist möge auch mal über den Tellerand blicken: In der aktuelle Ausgabe der Paris match ist ein Interview mit dem französischen Botschafter Gourdault-Montagne in Berlin. Er kritisiert die Konsum auf Pump Politik der Franzosen und bewundert den Mut zu Reformen in der Schröder Ära. Deshalb stünde Deutschland heute besser da als andere Länder.

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Fricklerzzz 23.11.2011, 13:32
18. Was soll uns das denn jetzt sagen

Zitat von sysop
Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.
Narrativer hätten sie den Artikel nicht verfassen können.

Nach Ihrem Ansatz, bleibt nur die Inflation als Endergebnis, eine Lösung bieten Sie nicht an.

Nach dem Motto: Ihr macht alles falsch ! Ich weiß aber auch nicht wie's besser geht.

Ohne Alternative hat man kaum ein Recht auf Kritik.


Fricklerzzz

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RobertSchuman 23.11.2011, 13:33
19. Na endlich.

Es geht doch. Spanien hatte VOR der Krise unter 30% Staatsverschuldung und 2% Haushaltsüberschuss. Die Staatsverschuldung in Europa ist in den Jahren vor der Krise gesunken während die in Deutschland gestiegen ist. Das Problem ist also tatsächlich komplizierter als nur "die ham net g'spart" zu sagen.
Die Inflationslüge ist in Schland sowieso nicht totzukriegen. Ich hoffe auf ein Eingreifen der EZB. Wenn nötig mit Billionen. Es ist unsere letzte Hoffnung, da Eurobonds nun nicht mehr rechtzeitig kommen werden.

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