Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Es ist die Politik, Dummkopf!

Nur*die Politik kann Europa vor der Katastrophe retten. Doch die lässt ihre letzte*Chance verstreichen.*Das Hauptproblem:*Die Regierungen der Euro-Zone*sitzen*alten deutschen Lügen auf.

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ruediger32 26.11.2011, 01:02
290. Es geht mitnichten um Aktionäre, sondern um ein Geschäftsmodell

Zitat von HansCh
3 Zitate: Kommentare eines Herren in Forum, der offenbar Hochschullehrer ist (oder dies vorgibt): Zitat 1. … Warum haben Sie eigentlich noch nicht den Nobelpreis bekommen oder sind wenigstens Prof. der Oekonomie. Haetten Sie allerdings so einen Unfug in einer Seminararbeit bei mir geschrieben, …. Zitat 2. Wie schoen, dass Sie den Spaniern wenigstens vorwerfen nicht Mittel ergriffen zu haben, die ihnen garnicht zur Verfuegung standen. Zinsen erhoehen? Was ist das denn fuer eine Lachnummer, denken Sie mal darueber nach. … Zitat 3. Der gute Mann ist Redaktuer der Financial Times Deutschland, und studierter Mathematiker und Betriebswirt. Er weiss also im Zweifel ueber mehr Sachen Bescheid als Sie und andere Geistesgroessen hier. … Soweit die Diskussionskultur einiger Foristen. Unser aller Respekt vor jenen Ökonomieprofessoren, die NACH (!) der Lehmann Pleite und deren Folgen sofort „alles wussten“ und sich „als Retter“ meldeten, aber die leider „VOR Lehmann“ offenbar Ihre Büroschlaf gehalten hatten, die überfordert waren wie auch in jeden anderen Falle, der nicht in das simple Keynes-, Krugman- oder „sonstwer-Nobelpreisträger-Schema“ passten (weil kein 0-8-15-Fall), kann durch solche überhebliche Statements wie oben (1., 2., 3.) noch weiter Ansehensverlust leiden. Letztlich haben doch einfache Bürger, die, jahrelang von diesen Experten verlacht, simple Prinzipien wie solides Haushalten, keine Verschuldung usw. propagierten, zumindest in diesen Punkten Recht behalten.
Aktionäre sind keine große Wählergruppe, vor der sich sozialdemokratische Politiker (CDU, CSU, SPD, PDS, Grüne, Piraten) fürchten müssen. Die haben vielmehr die Deppen im Auge, die Versicherungen aller Art abgeschlossen haben: Kapitallebensversicherungen, Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung mit "Prämienrückgewähr", Riesterrente, Rüruprente usw. Der Staat fördert diesen ganzen Sch... und er macht den Versicherungsunternehmen die Auflage, für diese "sicheren" Produkte nur "sicher" zu investieren, d. h. Aktien pfui. Die KLV muss vorrangig mit Staatsanleihen finanziert werden. So verschafft sich der Staat billig Geld. Der Staat ist aber nicht bereit, angemessene Zinsene für seine Staatsanleihen zu zahlen. Doch anstatt das Geschäft aufzugeben, wir einfach der gesetzliche Gerantiezins für KLVs heruntergeschraubt.

Wenn mal so ein Versicherungskonzern aufgrund einer Staatspleite Insolvenz anmelden müssten, dann würden Millionen geprellter Kunden vorm Kanzleramt stehen.

Das ist es, wovor sich Politiker fürchten. Das schlimme ist, dass die Politiker heute leichtfertig wegen "sozialer Gerechtigkeit" das Vertrauen in den Staat zerstören. Der Staat fördert Riesterrenten, Rüruprenten, KLVs, Bausparen und der Bürger denkt: "Wenn der Staat das fördert, muss es was gutes sein." - Denkste! Die vier genannten Produkte sind unsinnige Abzockerprodukte, bei denen der Bürger in der Regel Verlust macht. Das merken die Kunden erst nach Jahrzehnten, aber die Politik genkt ja nicht in Dekaden, sondern in Wahlperioden und in noch kürzeren Zeitabschnitten.

Wir hatten auch mal Politiker, die in Kategorien von tausend Jahren schwafelten, diese konnten aber auch nicht auf den Sozialschmonzes verzichten, um kurzfristig Zustimmung zu erhalten. Kann man alles bei Götz Aly nachlesen. Ich will's nur gesagt haben.

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papayu 26.11.2011, 06:43
291. Prepaid ?

Zitat von Ossi Ostborn2.0
Das ist Blödsinn. Geld entstand irgendwann und entsteht weiterhin (z.B. bei der Förderung von Rohstoffen) oder wollen Sie uns ernsthaft weissmachen, dass es schon im Römischen Reich eine Zentralbank gab und seit dem 100te Billionen von Dollar um die Welt wusseln? Geld entsteht tatsächlich aus dem Nichts und kann wieder zu Nichts werden. Geld ist nicht Energie, Geld ist ein Produkt menschlicher Phantasie und kein Naturgesetz. Ja z.B. meines ist aus dem Jahr 1910. Gebaut aus Eigenkapital des Bauherren. Trifft sicher nicht auf alle zu aber es ist auch Fakt, dass nicht 100% der Immobilien kreditfinanziert sind oder mit Hypotheken belastet. Also erklären Sie mir noch mal, wieso ist mein Haus (Ersparnis) die Schuld von irgendwem Anderen. Können Sie nicht, vielleicht sollten Sie Ihren BWL-Prof nochmal fragen. In meinem Unternehmen ist das so. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiss liebe(r) Hipper. Jupp, meines ist cash auf den Tisch bezahlt. ich habe 0 Ratenkredite oder Leasingverträge, selbst mein Handy ist Prepaid.... Also nochmal lieber Halb-BWLer, vergessen Sie mal Ihr Schwarz/Weiss-Denken....
Und wann wird es geliefert?? Und Sie sollten sich mal die "INCOTERMS" zu Gemuete fuehren.

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josha_de 26.11.2011, 08:35
292. Es bleibt dabei: Schuldenmachen ist Dummheit pur

Zitat von AuchNurEinNick
Diese Idee, dass man einfach aufhört Schulden zu machen, die ist ja ganz schön, sie ist allerdings nicht von dieser Welt und hat nichts mit der Realität unseres Systems zu tun.
Einen aktuellen Beleg, wie hanebüchen diese Behauptung ist, zeigt z.B. Schweden: Dort wird die Staatsschuld seit Jahren konsequwnt zurückgeführt. Und was ist das Ergebnis? Das Land trotz erfolgreich dem Krisenstrudel – und wird stabiler.
Moral: Wer Schulden macht, begibt sich in Abhängigkeit und wird zum Spielball seiner Gläubiger. Wer keine Gläubiger hat, bleibt unangreifbar.
Die Krise muss deshalb so bewältigt werden, dass als oberstes Gebot die mittelfristige Schuldenfreiheit aller Euro-Staaten festgezurrt wird – und alle Maßnahmen zur Beruhigung der Märkte so gestaltet werden, dass dieses Ziel schnell und nachhaltig erreicht wird.

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5mark 26.11.2011, 13:15
293. Auch nur ein Irrtum

Zitat von AuchNurEinNick
Irgendeiner immer neue Schulden machen oder wie werden bei Ihnen die Zinsen bezahlt und die Vermögen generiert? Natürlich muss der Staat keine Schulden machen aber wenn der Staat es nicht macht, dann muss es der Bürger machen. Der Bürger macht es allerdings nicht, bleibt also nur ...
Irgendeiner muss nur Schulden machen damit das Geschäftsmodell des Geldverleihs funktioniert.

Ansonsten zeigen auch ihre Ansichten nur den heutigen Zeitgeist, nämlich das Vermögen durch Zinsen generiert werden und nicht durch den Einsatz von Arbeit. Das Konzept durch Arbeit Vermögenswerte zu schaffen scheint irgendwie aus der Mode gekommen zu sein.

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AuchNurEinNick 27.11.2011, 00:49
294. aaa

Zitat von 5mark
Ansonsten zeigen auch ihre Ansichten nur den heutigen Zeitgeist, nämlich das Vermögen durch Zinsen generiert werden und nicht durch den Einsatz von Arbeit. Das Konzept durch Arbeit Vermögenswerte zu schaffen scheint irgendwie aus der Mode gekommen zu sein.
Nein, das ist jetzt nicht meine Ansicht. Es ist ist nur so, dass es in unserem System halt nicht anders geht. Es geht nur darum, dass man prinzipiell das bisherige System ablehnen muss (natürlich nicht die Demokratie und den Rechtsstaat!) wenn man sich gegen Staatsschulden ausspricht. Die meisten tun das halt nicht. Die meisten schimpfen über Staatsschulden aber alles andere ist dann "DDR" oder "Nord Korea". Wenn das auf Sie nicht zutrifft, dann denke ich sind wir einer Meinung. Ich bin kein Verfechter dieses heutigen Finanzsystems.

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feuerberg 27.11.2011, 06:56
295. Börse

Zitat von ruediger32
Aktionäre sind keine große Wählergruppe, vor der sich sozialdemokratische Politiker (CDU, CSU, SPD, PDS, Grüne, Piraten) fürchten müssen. Die haben vielmehr die Deppen im Auge, die Versicherungen aller Art abgeschlossen haben: ... Wir hatten auch mal Politiker, die in Kategorien von tausend Jahren schwafelten, diese konnten aber auch nicht auf den Sozialschmonzes verzichten, um kurzfristig Zustimmung zu erhalten. Kann man alles bei Götz Aly nachlesen. Ich will's nur gesagt haben.
Ja und, wenn alle Michel erfolgreiche Daytrader wären, wäre es Ihnen und dem Götz Aly auch wieder nicht recht.

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faistmeister 27.11.2011, 11:10
296. Leider wahr

Zitat von ruediger32
... Die KLV muss vorrangig mit Staatsanleihen finanziert werden. So verschafft sich der Staat billig Geld. Der Staat ist aber nicht bereit, angemessene Zinsene für seine Staatsanleihen zu zahlen. Doch anstatt das Geschäft aufzugeben, wir einfach der gesetzliche Gerantiezins für KLVs heruntergeschraubt. Wenn mal so ein Versicherungskonzern aufgrund einer Staatspleite Insolvenz anmelden müssten, dann würden Millionen geprellter Kunden vorm Kanzleramt stehen. Das ist es, wovor sich Politiker fürchten. ...
Ja, mit diesem Vehikel konnten bisher immer problemlos neue Schulden gemacht werden. Also auch klar, dass das so beabsichtigt war/ ist.

Angst muss aber keiner von unseren "Politgrößen" haben, denn der durchschnittliche Michel ist (wirtschaftlich) viel zu blöd, um das zu durchblicken. Dafür wird auch die Springer-Presse als Volksverdummungsorgan sorgen.
Fragt sich, was noch passieren muss, um die Leute aus ihrem Schlummer und ihrer Lethargie zu wecken. Ich hoffe, Occupy XYZ gelingt es.

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quark@mailinator.com 27.11.2011, 12:47
297. Falsch, falsch, falsch

Zitat von czarpeter
Warum haben Sie eigentlich noch nicht den Nobelpreis bekommen oder sind wenigstens Prof. der Oekonomie. Haetten Sie allerdings so einen Unfug in einer Seminararbeit bei mir geschrieben, haetten Sie ein "failed" von mir bekommen. Haben Sie nur einmal darueber nachgedacht was Sie da so schreiben? Alle Unternehmen dieser Welt finanzieren sich mit Krediten, aber Sie wissen es besser und meinen man kaeme auch ohne Kredite aus.
Als Unternehmer kann ich über Ihre Behauptung nur lachen ... Ohne Banken ist besser. Kredit bekommt man nur, wenn man ihn nicht braucht.

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quark@mailinator.com 27.11.2011, 12:53
298. Danke, ganz meine Meinung !

Zitat von HansCh
3 Zitate: Kommentare eines Herren in Forum, der offenbar Hochschullehrer ist (oder dies vorgibt): Zitat 1. … Warum haben Sie eigentlich noch nicht den Nobelpreis bekommen oder sind wenigstens Prof. der Oekonomie. Haetten Sie allerdings so einen Unfug in einer Seminararbeit bei mir geschrieben, …. Zitat 2. Wie schoen, dass Sie den Spaniern wenigstens vorwerfen nicht Mittel ergriffen zu haben, die ihnen garnicht zur Verfuegung standen. Zinsen erhoehen? Was ist das denn fuer eine Lachnummer, denken Sie mal darueber nach. … Zitat 3. Der gute Mann ist Redaktuer der Financial Times Deutschland, und studierter Mathematiker und Betriebswirt. Er weiss also im Zweifel ueber mehr Sachen Bescheid als Sie und andere Geistesgroessen hier. … Soweit die Diskussionskultur einiger Foristen. Unser aller Respekt vor jenen Ökonomieprofessoren, die NACH (!) der Lehmann Pleite und deren Folgen sofort „alles wussten“ und sich „als Retter“ meldeten, aber die leider „VOR Lehmann“ offenbar Ihre Büroschlaf gehalten hatten, die überfordert waren wie auch in jeden anderen Falle, der nicht in das simple Keynes-, Krugman- oder „sonstwer-Nobelpreisträger-Schema“ passten (weil kein 0-8-15-Fall), kann durch solche überhebliche Statements wie oben (1., 2., 3.) noch weiter Ansehensverlust leiden. Letztlich haben doch einfache Bürger, die, jahrelang von diesen Experten verlacht, simple Prinzipien wie solides Haushalten, keine Verschuldung usw. propagierten, zumindest in diesen Punkten Recht behalten.
Yup, unterschreib' ich glatt !

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Exilist 27.11.2011, 15:25
299. Geld und Schulden

Zitat von ruediger32
Was schreiben Sie für einen Quark? Die "Geldspeicher" gibt es nicht, weil niemand Geld hortet. Das Geld auf dem Sparbuch zu haben, auf dem Tagesgeldkonto oder als Aktien ist gerade kein(!) Horten mehr. Außerdem "entzieht" man der der "Realwirtschaft" kein Geld, weil man Dividenden erhält. Dividenden sind der gerechte Lohn dafür, dass man unternehmerisches Risiko trägt. Ohne Aktionäre gäbe es keine Eisenbahn, keine Versicherungen, keine Rückversicherungen, keine Fluggesellschaften... und wenn doch, dann wäre es irrsinnig teuer, sowas als Einzelunternehmer am Laufen zu halten.
Sie haben recht, den Geldspeicher gibt es so wie bei Dagobert tatsächlich nicht.

Falsch ist jedoch ihre Annahme, das der Erwerb von Aktienpaketen generell eine Investition in Unternehmen darstellt oder notwendigerweise irgendeiner Realinvestition gleich zusetzen ist.
Man investiert in ein Unternehmen, wenn man eine Neuemmission aufkauft - der Preis für eine neu-emmitierte Aktie ist eine Investition und das Geld landet auf dem Konto des Unternehmens.
Jeder Weiterverkauf dieser Aktie ist jedoch in erster Linie eine Spekulation und hat mit dem Kontostand des Unternehmens erstmal gar nichts zu tun.

Fakt ist, dass die Geldblase, v.a. die Dollarblase, auch z. B. die Aktienkurse hochgetrieben hat. Von diesen Spekulationsgewinnen sieht das Unternehmen keinen Cent.
Inwieweit dies zu überhöhten Dividendenauszahlung auf Kosten der Innovation und Reinvestition führt, ist von Fall zu Fall verschieden.

...

Zitat von ruediger32
Es hat eine Menge mit Kommunismus zu tun und mit Unvernunft. Die Superreichen haben kein "Geldvermögen". Was ist denn Geldvermögen? Bargeld? Anleihen? Renten? Eine Aktie gehört schon nicht mehr dazu, weil eine Aktie ein Unternehmensanteil ist, also kein Geld. Die meisten Reichen sind deshalb reich, weil sie mit Geld umgehen können, ein eigenes Unternehmen. Vermögende, so aber einer halben Million Euro, haben ihr Vermögen vorrangig in Aktien.
Hier haben sie erstmal Recht; in der Tat handelt es sich meist um investierte Vermögen und der Einzug würde zu einem allgemeinen Preisverfall führen.
Dies ist aber eine notwendige Konsequenz aus der ungehemmten Geldvermehrung - diese Geldüberschüsse müssen abgeschöpft werden, weil ...



Zitat von ruediger32
Auch wieder so ein Quatsch. Es gibt auch kein "Zinssystem". Natürlich gibt es Zinsen auf Tagesgeld beispielsweise, weil das Geld ein begehrtes gut ist und von anderen Leuten gerne genutzt wird. Schulden sind kein Problem. Überschuldung ist ein Problem.
wir eben doch ein Schuldenbasiertes Geldsystem haben.
GELD, werter Mitforist, entsteht NUR durch Schulden = Krediten. Falls ihnen dieses Wesen der Geldschöpfung entgangen sein sollte, sollten sie sich dringen informieren, bevor sie hier mit Plattitüden argumentieren.

Wer die Schulden los werden will, muss die Geldmenge reduzieren. Entweder also Umverteilung mal anders rum, oder weiter mit Vollgas gegen die Wand.

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