Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Euro-Retter wollten Bundesbank-Reserven anzapfen

Die Euro-Krise ist um eine Absurdität reicher. Auf dem G-20-Gipfel kursierte ein Vorschlag, mit dem Deutschlands Haftung für den Rettungsfonds EFSF um mehrere Milliarden Euro erhöht werden sollte - am Bundestag vorbei und gegen den Willen der Bundesbank. Inzwischen scheint die Idee vom Tisch.

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localpatriot 06.11.2011, 20:47
280. Rechts und....

Zitat von ronomi47
. Begreift Ihr denn nicht, dass Sparer, Pensionsfonds und so weiter knietieft in Länderanleihen stecken. Soweit sind wir uns vermutlich einig. Aber neu im Spiel ist, dass das Vertrauen weg ist. Das Wegschauen über Jahre, die Ignoranz, das dramatische Ansteigen der Staatsschulden nicht wahrnehmen zu wollen. Gesetzt den Fall, dieser Super-Rettungsschirm käme zu stande (glücklicherweise fehlen die tumben Bürgen dazu... - BRIC sei Dank!) Wer kauft dann die Papiere? und zu welchem Zinssatz? Bei der nachfolgenden Inflation verliert der Anleger totsicher Geld! Es ist Zeit, umzudenken. Die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass der Sozialstaat à la EU überzogen wurde. Die Linke muss nach neuen Inhalten suchen. Andererseits kann dann das Finanzwesen stark redimensioniert werden. Beginnt ja schon. Wie ich schon mehrmals sagte: Die Schuldenmacher waren die Junkies, Die Drogendealer die Investmentbanken und den Anbau vom Mohn haben das FED und die diversen Bundes- und Nationalbanken zu verantworten.
Im Zweifel immer Rechts oben, wo sich das Geld ansammelt und wo sich die Neo-Liberalen tummeln. Da wurde die heutige Misere erfunden, entwickelt und ausgenuetzt. Aber beim Festschmaus gibt es immer ein paar Brotkrumen die vom Tisch fallen - und die fanden ihren Weg auf die Teller der gerade entsehenden neuen Unterklasse, der Arbeitenden Armen - The working poor, wie man in den USA sagt.

Ihre Zusammenfassung ist genial - alle Hochachtung - die Finanzwelt und die Drogenwelt haben einiges gemeinsam, aber sie schieben die Verantwortung in die falschen Schuhe.

Die Entwicklung welche hier gerade laeuft ist Weltweit. Sie begann mit dem Fall der Mauer und seither sehen wir Weltweit ein Finanzielle Gegenreformation. Das Rueckrollen der sozialen Gewinnne welche seit Gruendung der Arbeiterparteien in der zweitern Haelfte des 19. Jahrhunderts stattfand.

Deutschland ist dabei priviligiert. Die Bismarckschen Sozialreformen sind tief genug verankert um einem Kahlschlag zur Zeit immer noch zu widerstehen.

Die finanzielle Oberflaechlichkeit der Demokratischen Politik, das Denken von Wahl zu Wahl und der Drang zur Popularitaet welcher alle Parteien gleichmaessig betrifft, erlaubte die kritiklose Zerruettung der Geldsysteme, einschliesslich des Euro.

Was wie ein schoener Badestrand aussah war in Wirklichkeit FLUGSAND und alle stecken drin. Das Rausbuddeln wird muehsam und kostet viel Anstrengung und gibt in der Zwischenzeit anderen Wirtschaften die bessere Gelegenheit zur Selbstentwicklung denn nichts ist guenstiger als ein Konkurrent in Schwierigkeiten.

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rabenkrähe 06.11.2011, 21:23
281. jaja

Zitat von e.schw
So war es bisher und so würde es weiter gehen, wenn nicht eine politische Neuorientierung dem Lauf eine entscheidende Wende geben würde. Seit in großen Tageszeitungen die Systemfrage nicht mehr tabu ist, darf man meines Erachtens mit einer gewissen Berechtigung in nicht ferner Zukunft einen heute kaum für möglich gehaltenen politischen Wechsel erwarten.
.......

Der allerdings nicht aus irgendeinem Willen herrühren dürfte, leider, sondern die zwangsläufige Folge einer dramatischen Entwicklung wäre.
Die Attacke auf die Bundesbank-Reserve deutet doch nur an, wie verfahren die Situation mittlerweile ist. Und von dem selbstverschuldeten Schuldendrama sind mittlerweile nicht nur die sattsam bekannten Kandedaten erfaßt, auch Frankreich steckt dick in dem Sumpf.
Was da dann eines Tages noch zu retten sein soll, ist eine unbeantwortbare Frage.
Bitter, denn die Schräglage entstand ja nicht aus irgendeiner Not, sondern aus hohlen Versprechungen und übertriebenen Liberalisierungen (des Finanzmarktes).
rabenkrähe

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Aufwindkraftwerk 07.11.2011, 01:52
282. Wenn die Goldreserven schon erwähnt werden,

kann es sein, dass man durchaus ernsthafte Pläne damit hat, auch wenn die Regierung erstmal so tut, als sei der Plan absurd.
Durch solche Meldungen will man die Sache erst mal ins Gespräch bringen und vorfühlen, ob wir (das Volk) die Kröte schlucken werden.
Man bringt es uns eben scheibchenweise bei.
Bei vielen anderen Plänen hieß es auch zuerst: "Wir sollen? Wie könnten wir! Wir doch nicht! Nie und nimmer!" - Aber dann geschah es doch.

Das mag etwas verschwörungstheoretisch klingen, aber heutzutage muss man sich die Hintergründe eben zusammenreimen, so gut es geht.

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ofelas 07.11.2011, 07:53
283. Unsere Freunde

Zitat von thomasp1965
für Merkel ist, daß sie als jemand dem das deutsche Wohlergehen reichlich schnurz ist, erst von jemandem (BuBa) der ihr nicht hörig ist auf ihre Verantwortung hingewiesen werden muß... Peinlich, peinlicher, unsere Bundesregierung
Ich frage mich wieso Merkel sich so verhaelt. Wird sie unter Druck gestellt, weiss der Sarkozy etwas ueber Angie das sie nicht veroeffentlicht haben moechte.

Wikileaks hatte doch eine US Depeche veroeffentlich in der behauptet wurde Frankreich fuehrt mit Abstand die meiste Spionage bei uns durch...

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wurzelei 07.11.2011, 08:44
284. Schuldenkrise:Euro-Retter

Daß unser Gold weitestgehend im Ausland lagert, hatte ich ja bereits anfangs der Debatte berichtet. Dazu noch Folgendes, was beweist, daß wir nicht souverän sind und manche Bocksprünge erklärt, ich zitiere aus dem Buch von Generalmajor a.D. Gerd-Helmut Komossa, ehemaliger Amtschef des MAD(Militärischer Abschirmdienst der Bundeswehr)"Die deutsche Karte-Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste" Ares Verlag,S. 21, 2007:der geheime Staatsvertrag vom 21.5.1949 wurde vom Bundesnachrichtendienst unter "Strengste Vertraulichkeit" eingestuft.In ihm wurden die grundlegenden Vorbehalte der Sieger für die Souveränität der Bundesrepublik bis zum Jahr 2099 festgeschrieben, was heute wohl kaum jemanden bewußt sein dürfte. Danach wurde einmal "der Medienvorbehalt der alliierten Mächte über deutsche Zeitungs- und Rundfunkmedien" bis zum Jahr 2099 fixiert.Darüber hinaus blieben die G o l d r e s e r v e n der Bundesrepublik durch die Allierten g e p f ä n d e t. Owohl auch Egon Bahr diese "Kanzlerakte" in der "Zeit" und auch in der "Junge Freiheit", dies erst im Oktober, glaube ich, bestätigt hat, wird sie als Verschwörungstheorie abgetan. Sie gilt genau so wie die Feindstaatenklausel der UN. Wenn sie nicht relevant seien sollten, warum sind sie dann nicht abgeschafft.? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.!

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Herzbubi 07.11.2011, 09:10
285. nicht Hamburg

EZB und Bundesbank haben nicht ihren Sitz in Hamburg auch wenn es Spon so gerne hätte. Wer versteht die falsche Ortsangabe Hamburg?

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localpatriot 07.11.2011, 09:31
286. Deutsche Geschichte - den Deutschen unbekannt.

Zitat von wurzelei
Daß unser Gold weitestgehend im Ausland lagert, hatte ich ja bereits anfangs der Debatte berichtet. Dazu noch Folgendes, was beweist, daß wir nicht souverän sind und manche Bocksprünge erklärt, ich zitiere aus dem Buch von Generalmajor a.D. Gerd-Helmut Komossa, ehemaliger Amtschef ......
Ich muss ihren Beitrag unterstuetzen obwohl ich nicht in der Lage bin die Details zu unterstuetzen.
Ein ausgezeichnetes Buch welches die Einfuehrung der D Mark beschreibt und die daraus folgende Spaltung Deutschlands ist noch ueber Amazon erhaeltlich. Es sind die Aufzeichnungen Prof Manuel Gottliebs, der fuer die US Behoerden der Militaerregierung arbeitete.

Autor: Manuel Gottlieb
Titel: The German Peace Settlement & the Berlin Crisis
Distributor: Transaction Books, a Division of Transaction Inc. Rutgers University New Brunswick NJ 08903
Herausgabedatum 1960

Wer interantional Zeitungen vergleicht, merkt dass D nach einem anderen Trommelschlag marschiert als die anderen.

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sfb 07.11.2011, 09:45
287. Das Spiel

Das Spiel um das Fiat-Geld neigt sich dem Ende zu. Danach ist Gold das Einzige, was zählt. Die Spieler - zumindest die klugen - wissen dies und positionieren sich entsprechend.
Selbst Notenbanken keiner Entwicklungsländer kaufen plötzlich Gold.
Dir Größe der deutschen Reserven weckt natürlich Begehrlichkeiten. Da aber die Alliierten darüber verfügen, sind wir auf deren Wohlwollen angewiesen.

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sfb 07.11.2011, 10:02
288. Geldhahn

Zitat von wurzelei
...Darüber hinaus blieben die G o l d r e s e r v e n der Bundesrepublik durch die Allierten g e p f ä n d e t. Owohl auch Egon Bahr diese "Kanzlerakte" in der "Zeit" und auch in der "Junge Freiheit", dies erst im Oktober, glaube ich, bestätigt hat, wird sie als Verschwörungstheorie abgetan.
Ob Verschwörungstheorie oder nicht: Aus Sicht der Alliierten macht dies durchaus Sinn. Man müsste bei neuen Problemen nicht wieder eigene Truppen opfern, sondern könnte einfach den Geldhahn zudrehen.
Das "Dritte Reich" konnte ja von einem bestimmten Zeitpunkt an auch nur noch durch Gold an Rohstoffe kommen. In neu eroberten Ländern sind hinter den Panzerspitzen der Wehrmacht immer gleich die Tresorwagen auf die jeweilige Notenbank zugerollt.

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John Maynard Keynes 07.11.2011, 10:07
289. Protest gg das Geldsystem

Zitat von xiusxius
Was auf dieser Seite steht ruft zur Anarchie auf und versucht mit halbwahrheiten und falschen ......
Da bin ich bei ihnen.
Da wäre eine viel Wirkungsvollere Waffe gegen das System:
der passive Widerstand: Verweigerung dem Geldsparsystem. Raus aus allen Anleihen, Lebensversicherungen, Tagesgeldern, Zertifikaten, Sparbüchern; und rein in Sachwerte oder in andere Währungen . Das geht ggf. schnell und ist sehr wirkungsvoll und ist zugleich individuell sinnvoll - und ist zwar subversiv aber noch völlig legal.
Wenn viele Millionen Europäer da mitmachen, dann würden die Bänker und korrupten Politiker panisch reagieren, bis sie schließlich nicht anders mehr können als auf die Stimme des Bürgers zu hören.
In Italien gibt es einen Bankrun. Ca. 40 Mrd.€ montalich Kapitalflucht aus Italien (laut H.W. Sinn).
Wenn die Italiener so weiter machen, dann werden sie diese Banken endlich zum Kollaps bringen!
In Griechenland sieht das Desaster ähnlich aus (ca. 280 Mrd. in Schweiz)

Die Griechen und Italiener verstehen mittlerweile, wie man die Oberschicht und das System bekämpft

Die Amis scheinen auch langsam zu verstehen

Keine Bank ist mittlerweile too big to fail
500 Banken seit 2007 pleitegegangen!
Und immer mehr Menschen in den USA realisieren das Kollabieren dieses Privatbankensystems und verweigern denen das Vertrauen
http://www.politicususa.com/en/bank-transfer-day-650000
http://en.wikipedia.org/wiki/Credit_union#United_States

Nur in Europa scheint sich nichts zu ändern.
Alle Banken sind too big to fail
Die Menschen vertrauen weiterhin Privatbanken.
Lagern ihr Geld bei den Zockern.
Dabei ist der effektivere Weg den Banken zu schaden

Jetzt wo die Privatbanken beschlossen
die Einlagensicherung von 30%, auf 8,7% zu senken, sollten wir es wie die Amis machen.Alle Konten bei Privatbanken auflösen und rein bei Sparkassen oder umschichten Edelmetalle oder in Fremdwährungen

Die Volks- und Raiffeisenbanken, sowie die Kreissparkassen jedoch sichern ihren Kunden die Einlagen nach wie vor 100% ! Was hindert uns daran, Geld von Privatbanken auf diese sichereren Banken zu verlagern!

Eins noch zum Thema Krisenstaaten der Eurozone.
Es wundert mich, dass fast ausschließlich über die faulen Griechen berichtet wird.
Die Iren hatten 2010 pro Kopf fast doppelt so viel Rettungshilfe bekommen wie die Griechen 2010!
Zweitens alle Medien berichten kaum etwas über das dritte Land Portugal.
Das Land das eindeutig nicht über seine Verhältnisse gelebt hat!
Viele Städte in Portugal sehen aus wie in der alten DDR!
Trotzdem wird auch dort wieder nur beim Mittelstand gespart und die Erholung der Wirtschaft ist dort eindeutig nicht in Sicht, für 2012 sogar wieder nach unten revidiert worden!
Sobald es in Portugal zu Ausschreitungen oder Krawallen wie in Griechenland kommt, werden unseren gleichgeschalteten Medien irgendeine neuen Schwachsinn ausdenken wie beispielsweise die faulen Portugiesen oder sonstwas

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