Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Griechenland schockiert mit Riesendefizit

Schon wieder kommt eine Hiobsbotschaft aus Griechenland: Das Haushaltsdefizit der Regierung hat im vergangenen Jahr 10,5 Prozent der Wirtschaftsleistung erreicht. Die Neuverschuldung ist weit höher als erwartet - und dreieinhalb mal größer als es die EU erlaubt.

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Frank.W 26.04.2011, 15:58
60. ?

Wieso genau soll das irgend jemanden schockieren?

War das nicht zu erwarten?
Wenn man/frau nicht weltfremd ist?
Wie so manche/r Politiker/in!

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belohorizonte 26.04.2011, 15:58
61. Verlogenes Erstaunen

fuer Zuseher/Leser. So dumm wird die deutsche Oeffentlichkeit seit Jahren verkauft. Und dazu der passende "Rettungsschirm". Jeder halbwegs interessierte Mensch wusste um die unveraendert miserable defizitaere Wirtschaftslage Griechenlands. Aussenverschuldung, Binnenverschuldung privater Haushalte ist noch nicht auf dem Tablett ( kommt in der naechsten Krisen-Phase ), kaum vorhandene Produktivbereiche Industrie, Importabhaengigkeit, Exportschaeche, politische Gegebenheiten (EU-Subventionsbetrug, Mafia, Korruption, ineffektive Finanzbehoerden, Steuerflucht).
Fazit: Im Sueden nichts Neues. Aus der Politk ebenfalls nicht. Verlogene Ueberforderung.

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idealist100 26.04.2011, 15:59
62. Geben die

Zitat von Volker Tuermer
So linlkslastig wie die Medien hier sind, tippe ich da mal auf DKP, Linkspartei und Grüne.
Geben die von Ihnen genannten soviel für Werbung aus, sodass die Medien davon leben können. Die ard /zdf kommt schon lange mit den Zwangsgebühren in ihrem Beamtenstaat nicht mehr aus und müssen halt die Leute bedienen, welche Werbung zeichnen

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jjpreston 26.04.2011, 16:00
63. Der Geburtsfehler des Euro war Kohls Vision

Warum wohl war Helmut Kohl ein überzeugter Europäer? Nicht aus irgend welchen christlichen Prinzipien - er war sich völlig klar darüber, dass Deutschland von der gemeinsamen Währung am meisten profitieren würde. Zumindest kurzfristig. WIE kurzfristig, ahnte er allerdings wohl nicht.

Wie wird ein Land Exportweltmeister? Wie erwirtschaftet ein Land Außenhandelsüberschüsse?
Indem andere Länder mehr ein- als verkaufen. Ganz einfach. Wenn einer Außenhandelsüberschüsse erwirtschaftet, muss ein anderer ein Außenhandelsdefizit aufweisen. Wenn a + b = 1, dann muss b sinken, wenn a steigt, und umgekehrt. Warum ist das so schwer zu begreifen?

Und welche Länder haben wohl mit dafür gesorgt, dass Deutschland Exportweltmeister wurde und Außenhandelsüberschüsse generierte? Unter anderem eben jene, die jetzt Probleme haben. Wo ist da das Verwunderliche? Wir produzieren Autos, Waffensysteme, Schiffe, Technik, Unterhaltungselektronik und was weiß ich nicht alles. Und wer hat die gekauft? Unter anderem Griechenland, Portugal, Spanien, Irland. Und was produzieren die? Oliven, Wein, Sangria und Butter. Super, damit ist auch ein Staat zu machen... Okay, ich hab unterschlagen, dass Spanien und Griechenland noch touristische Ziele sind, aber alles kann Tourismus eben auch nicht ausgleichen. Schon gar nicht, wenn von den Überschüssen bei denen, die die Geldmengen wieder in den richtigen Umlauf bringen, u.a. durch Tourismus, gar nicht ankommen.

Im Übrigen beißt sich auch gerade beim Arbeitsmarkt die Katze in den Schwanz. Es wird immer weiter das Gefühl vermittelt, die Krise wäre vorbei. Vorbei ist sie noch lange nicht. Aber auf diesem Gefühl basieren im Moment unser Aufschwung und die sinkenden Arbeitslosenzahlen. Die allerdings sind Teil einer fortschreitenden wirtschaftlichen Verschiebung: Zu den Krisenländern sinkt das Vertrauen, darum werden sichere Häfen wie Deutschland angesteuert. Dumm nur: Das hilft beiden nicht weiter, denn die PIGS bleiben Krisenherde, während wir das Problem haben, die durchschleppen zu müssen.

Der Haken dabei ist am leichtesten mit einem Beispiel zu verstehen:
Man stelle sich vor, man habe einen veritablen Teil seiner Ersparnisse bei der A-Bank angelegt, die zu einem Konsortium mit der B-Bank, C-Bank, D-Bank und E-Bank gehört.
Plötzlich gerät die A-Bank in wirtschaftliche Schwierigkeiten und bittet die anderen Banken des Konsortiums um Hilfe. Die sagen Hilfe zu und sichern die Einlagen der Kunden der A-Bank. Aber die A-Bank bleibt in Schwierigkeiten und muss immer höhere Zinsen zahlen, um nicht noch mehr Kunden und Geldvolumen zu verlieren und eine Pleite abzuwenden. Und dann sagt das Konsortium, dessen Bilanz ebenfalls schlecht und dessen Bankengeschäft auf ebenso dünnen Eigenkapitalquoten aufgebaut ist: Nö, wir helfen nicht mehr. Und der Markt denkt: Die KÖNNEN nicht mehr helfen.

Wie in der Schule zwei Fragen:
1. Wie werden sich im oben genannten Szenario daraufhin die Zinshöhen und damit das zu erwirtschaftende Kapital zur Rückzahlung an die Anleger entwickeln?
2. Wie entwickelt sich das Anlegervertrauen in die B-, C-, D- und E-Bank hinsichtlich der Einlagensicherheit?

So, und nun ersetze man die A-Bank mit Griechenland und das Bankenkonsortium durch den Euro-Raum und bedenke, dass die oben "Anleger" genannten Institutionen in der realen Welt Investoren sind, an deren Verhalten europäische Arbeitsplätze hängen...

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OnkelHotte 26.04.2011, 16:00
64. Euroland ist abgebrannt

Schockierend ist eher, dass der Euro insgesamt gescheitert ist. Das muss man einfach mal so festhalten.

Mit dem Euro scheitert gleichzeitig eine absolut größenwahnsinnige Ideologie namens Europäische Union. An beinahe jeder Frage, die an die EU von außen herangetragen wird, scheitert diese kläglich. Da wird gekeilt, dass die Fetzen fliegen. Lybien ist nur das letzte einer Reihe vieler Beispiele.
Auch nach innen scheitert die EU am Fließband. Richtlinien aus Brüssel sind kontraproduktiv oder widersinnig, ich erinnere an die Glühbirnen.

Es wird aber ein Schrecken ohne Ende. Wie lange sich Größenwahn halten kann, sieht man an anderen Ideologien wir Kommunismus oder Despotie.

Ein auseinander brechen der EU würde neue Kräfte freisetzen. Nicht gegeneinander, sondern in gesunder Konkurrenz miteinander.

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et32 26.04.2011, 16:02
65. Und England?

Könnten Sie bitte nicht so dramatisiseren und wenn schon, dann auch einen ähnlichen Brandartikel über England, siehe:

http://www.telegraph.co.uk/finance/e...in-Europe.html

Danke.

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RioTokio 26.04.2011, 16:03
66. xxx

Warum können sich Banker eigentlich riesige Boni zahlen und warum kann die Deutsch Bank 25 Prozent Eigenkapitalrendite als Geschäftsziel ausrufen?
Weil Geldverdienen für Großbanken einfach und risikolos sein kann.
Beispiel Griechenland:
Geld leihen für 1% bei EZB und verleihen an Griechenland für 6-8%.
Risiko bisher: 0
Wenn es schief geht zahlt der Steuerzahler.

Gewinn bei jeder geliehenen Mrd. für 1% und Verleih für 6%: 50Mio €.
Gegenleistung: Anforderungsformular ausfüllen, Überweisungsformular ausfüllen.
Das dürfte ein Sachbearbeiter locker in einer Stunde geschafft haben.
Guter Stundensatz!

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diegutealtedmark 26.04.2011, 16:04
67. Mit jeder Regierung wird es höhere Steuern geben

Grüne in NRW und BaWü möchten zugunsten bildungsferner Schichten Geld umverteilen. Dazu wird die Grunderwerbssteuer um 1.5 Punkte erhöht (+42,8%). Ist in BaWü praktisch beschlossen - in NRW noch in Planung. In anderen Bundesländern bereits vollzogen
Die Steuerbelastung für Kapitalerträge wird auf 35% steigen.
Die Krankenkassenbeiträge (PKV, GKV) werden steigen.
Die Pflegekosten und die Pflegeversicherungsbeiträge werden steigen.

Auch Gebühren auf Gemeindeebene werden steigen wie sie das in den letzten Jahren getan haben.

Die Schulden von Landesbanken werden sozialisiert (Beispiel: WestLB). Durch den fehlenden Spielraum werden andere Gebühren/Steuern nicht gesenkt

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heinz.mann 26.04.2011, 16:06
68. Ich bin da nicht schokiert....

Griechenland war schon vor dem Euro total überschuldet, aber sie bekommen immer noch Geld geliehen.

Und wir stehen mit unserem Steuergeld gerade, wenn die ihre Schulden nicht zahlen können.

Also, sind sie doch fein raus, die Griechen.

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Tymachos 26.04.2011, 16:06
69. Die Banken; das Maß aller Dinge?

Der EZB-Chefvolkswirt ist also beunruhigt, dass das europäische Bankensystem gefährdet werden könne. Das scheint wohl die einzige Sorge zu sein, angesichts der großen Verschuldung der meisten EU-Länder. Interessiert sich eigentlich niemand mehr für die Menschen? Unseren Politikern liegt das Wohl der Banken anscheinend auch mehr am Herzen als das der Bevölkerung. Vielleicht kommt ja irgendwann einmal einer auf die Idee, dass eine Reorganisation unseres Bankensystems (am besten ein Konkursverfahren) die einzige sinvolle Lösung aus dieser Krise ist, wenn wir kein neues finsteres Zeitalter heraufbeschwören wollen, denn irgendwann lässt sich dieses System nicht mehr aufrecht erhalten. Der Zusammenbruch ist eine physikalische Notwendigkeit und wird früher oder später eintreffen.

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