Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Griechische Löhne sinken um fast ein Viertel

Tiefer und tiefer versinkt Griechenland in der Krise - vor allem die Bevölkerung leidet. Laut einer Studie sind die Löhne deutlich gesunken. Im Schnitt verdient ein Grieche rund 23 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Seite 2 von 4
janne2109 21.05.2012, 17:44
10. .............

Zitat von pansen
Haben die Preise auch Ähnliches mitgemacht? Wohl kaum, im Gegenteil. Na sowas, noch so ein (Un)Ding des Eurosystems... Und die griechische Situation dann mit Rumänien & Co. zu vergleichen ist dann der Vergleich Äpfel mit Birnen. Steinbrück hats gestern schon richtig gesagt. Eine unverantwortliche Politik...
Steinbrück hat sich bisher auch nicht mit Ruhm in dieser Situation bekleckert. Einen Ausweg hat er nicht, eine bessere Idee auch nicht, - meckern kann jeder. Ist wie beim Fussball, da sind die auf der Reservebank ( zu Hause auf der Couch) auch alle besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vorzeichen 21.05.2012, 17:45
11.

Zitat von pansen
Steinbrück hats gestern schon richtig gesagt. Eine unverantwortliche Politik...
Richtig. Eine Krise haben wir nämlich erst seit Merkozys Sparwahn.

Was bleibt, ist die Erkenntis, dass Kohl und Mitterand falsch lagen und dass Griechenland für das Experiment Euro zahlt. Warnungen, dass feste Wechselkurse zwischen völlig unterschiedlichen Volkswirtschaften absurd sind, hat es ja genug gegeben, aber nun ist es zu spät.

Steinbrück hatte sogar doppelt recht, weil er darauf hinweis, dass man zum Euro stehen könne, wie man wolle. Man müsse aber verstehen, dass die Währung Realität ist und die Frage beantworten, wie man nun aus dem Dilemma herauskommt.

Mein Beileid gilt den Griechen, aber man muss fairerweise dazu sagen, dass das Land an der Misere nicht unschuldig ist. Der Euro ist ein Kopfprodukt der großen Wirtschaftsnationen. Wer da mitspielen will, braucht eine gute Kondition.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasM. 21.05.2012, 17:55
12.

Zitat von BettyB.
Niedrige Löhne stärken die Wettbewerbsfähigkeit nur, wenn die Preise entsprechend sinken. Und wenn sie es täten, wären die nominalen Einkommensverluste auch kein so großes Problem. Man müßte z.B griechischen Wein trinken und nicht aus dem Ausland importierten... Aber wer hat den Unternehmern gesagt, sie sollten nicht nur Steuern zahlen, sondern auch die Preise anpassen... Anscheinend niemand...
Die Preise müssen nicht sinken. Die Griechischen Unternehmen können bei niedrigeren Löhnen billiger produzieren und dann zu gleich hochen oder aber niedrigeren Preisen ihre Produkte im Ausland verkaufen.
In beiden Fällen wird mehr Gewinn gemacht und damit werden auch mehr Arbeitsplätze in Griechenland erhalten werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lynx2 21.05.2012, 18:11
13. GR-Urlaub?

Zitat von Bourgeois2000
Griechenland erhöht so seine Wettbewerbsfähigkeit und kann vielleicht doch den Euro behalten. Wenn dadurch auch der Griechenlandurlaub billiger wird sollte man das schnell bekannt machen.
Z.Zt. fallen die Buchungen in Keller! Niemanden kratzt ein billiger Urlaub, wenn zu viele Risiken dabei sind (Streiks, schlechter Service, schlechte Versorgung etc.). Die neoliberalen Ideologie-Schablonen tun einfach nicht in der Praxis: Wenn das Angebot billiger wird kaufen die Leute, dann soll die Nachfrage steigen, dann die Beschäftigung. Das steht in den Ökonomie-Märchenbüchern, aber die Praxis sieht anders aus. Das glaubt auch die Physikerin, weil sie keine Ahnung hat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bayrischcreme 21.05.2012, 18:17
14.

Zitat von muellerthomas
Ja, waren sie und die deutschen zu niedrig. Bei ausgeglichenen Leistungsbilanzen sollten die Löhne im Produktivitätsfortschritt + Inflationsziel steigen. Eine Anpassung innerhalb eines Jahres bringt jedoch allerlei Verwerfungen mit sich, besser wäre eine langsame Anpassung über mehrere Jahre sowohl im Süden als auch hierzulande.
Ganz falscher Ansatz.

Wenn die Welt nur aus Deutschland und Griechenland bestehen würde, dann hätten Sie ja recht.

Die wichtigsten Wettbewerber Deutschlands sind aber nicht die Griechen sondern die Inder, Chinesen, Japaner, Koreaner ....
Wenn wir unsere Produktivität den Griechen angleichen (was Sie ja letztendlich fordern) hilft das den Griechen kaum, schadet uns und Europa aber massiv.
Dann würden die Griechen eben das, was sie bis jetzt bei uns kaufen zukünftig aus China importieren. (und wir ebenfalls)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drumdidum 21.05.2012, 18:18
15. Damit wir uns hier keine falschen Illusionen machen.

Zitat von sysop
Tiefer und tiefer versinkt Griechenland in der Krise - vor allem die Bevölkerung leidet. Laut einer Studie sind die Löhne deutlich gesunken. Im Schnitt verdient ein Grieche rund 23 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.
Die Löhne sinken nicht, weil die Griechen endlich eingesehen haben dass sie sparen müssen, sondern schlichtweg weil ihre Wirtschaft am Ende ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 21.05.2012, 18:19
16. Deutsche sind trotzdem besser dran

Zitat von JohnBlank
... und 10 Jahre sind sie im Vergleich zu Deutschen Löhnen massiv gestiegen. 10 Jahre stiegen die Reallöhne der normalen Menschen in D nicht, aber in Griechenland.
Auch wenn das richtig ist, betrug das monatliche Bruttoeinkommen eines Arbeitnehmers in Vollzeit in Deutschland 2008 kaufkraftbereinigt 3.106 Euro, dagegen in Griechenland nur 2.193 Euro - also fast ein Drittel weniger.
Trotzdem braucht es jetzt kein Mitleid für die Griechen, den ein Slowene bekommt nur 1.164 Euro und bezahlt aber über seine Steuer für die Rettung der Griechen kräftig mit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oldman60 21.05.2012, 18:26
17. alle die hier schreiben sollten sehen und nicht dummes zeug schreiben

wer von diesen schreiberlingen war denn in griechenland ,wer hat sich die not der bevölkerung angesehen,wer hat die schlangen an den abholstellen für lebendsmittel gesehen,wer hat die frühen festen arbeiter der unternehmen gesehen die heute mal stundenweise arbeiten dürfen zum hungerlohn, wer hat die mütter gesehen die ihre kinder in kinderheimen abgeben müssen weil sie kein geld mehr für die miete haben und sonntags hunderte kilometer fahren müssen um ihre kinder zu sehen,wer hat die alten menschen mit rollator und krücken gesehen die an lebendsmittel ausgabe stellen stehen an 500 stelle.
diese dummschreiber sollten sich schämen für diese generalverurteilung.an die bevölkerung ist nicht ein euro von dem geld gegangen das merkel nach griechenland geschickt hat ,nein es wurden banken und griechische großkotzer damit befriedigt ,das volk hungert und das weiß merkel und der rollstuhl.

ich fahre jede woche als deutscher fernfahrer nach griechenland.in der spedition die ich anliefer sind noch 2 mann personal .wenn mehrere lkw ankommen werden leute vom tor reingeholt .
es tut einem weh wenn man das elend der bevolkerung sieht und dann hier das dumme geschreibsel sieht.aber wartet ab merkel hat uns auch bald soweit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gman 21.05.2012, 18:28
18. Aber nicht die

Zitat von sysop
Tiefer und tiefer versinkt Griechenland in der Krise - vor allem die Bevölkerung leidet. Laut einer Studie sind die Löhne deutlich gesunken. Im Schnitt verdient ein Grieche rund 23 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.
Preise! Daher ist Griechenland in der EURO-FALLE.
Die Regierung wäre mutig, wenn sie gleichzeitig die Preise von bedeutenden Waren (Mieten, Grundnahrungsmittel und Energie etc.) für den Zeitraum X einfriert. Dann wird wenigtens die Massenverarmung gestoppt oder gebremst.

Griechenland blutet aus, wie unter dem Spardiktat in der Weimarer Republik.
Das Wahlergebnis am 17.06.12 wird dementsprechend ausfallen.
Tragisch, wie sich Geschichte wiederholt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lynx2 21.05.2012, 18:29
19. Womit soll GR denn..

Zitat von analysatorveritas
Die griechische Volkswirtschaft befindet sich in einer nachhaltigen und dauerhaften Abschwungphase. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Erschwerend kommt zurzeit noch eine massive Kapitalflucht aus Griechenland selbst hinzu. Die griechische Notenbank hat über den ELA-Mechanismus selbst über 100 Milliarden EUR geschaffen. Die griechischen Banken werden über Target 2 und LTRO gestützt. Die staatliche Verwaltungsorganisation ist viel zu überdimensioniert, die vorhandene Volkswirtschaft kaum leistungs- und wettbewerbsfähig innerhalb dieser Währungszone.
.. wettbewerbsfähig werden? Oliven? Wein? (der Retsina ist gewöhnungsbedürftig und war noch nie ein Exportschlager).
Maschinenbau in GR? Fehlanzeige. Textilindustrie? Schon längst nach Fernost verlagert. Reedereien? Vor Jahrzehnten schon ausgeflaggt.

GR hat nur 20% Exportquote. Wo sollen sie da welche Wettbewerbsfähigkeit ausspielen? Tourismus? Nur über billige Preise?
Funktioniert gar nicht. Mittlerweile hat schon der dümmsten Pauschaltourist kapiert, daß es für billig nur Billigservice gibt.

Alle reden von Wettbewerbsfähigkeit. Mir hat noch keiner dieser neoloberalen Schwätzer gesagt, welche Industrien man fördern oder aufbauen müßte, um international ein Alleinstellungsmal zu erzielen.

Schauen Sie sich kleine Länder wie Finnland oder Dänmark an. Sie haben eine halb so große Bevölkerung wie GR und ein um ein Vielfach höheres Lohnniveau. Sie haben leistungsfähige Industriebranchen und hocherträgliche Steueraufkommen. Das wird GR nie erreichen, schon gar nicht durch Lohnsenkungen und billigere Taxitarife in Athen und Piräeus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4