Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: IWF droht mit Blockade von Hilfsgeldern für Athen
DPA

Neue Sorgen um Griechenlands Haushalt: Die Vorgaben des laufenden Rettungsprogramms sind offenbar nicht zu erfüllen. Jetzt droht der IWF laut einem Zeitungsbericht, Hilfszahlungen zu blockieren, wenn die EU-Staaten Athen nicht notfalls einen Teil der Schulden streichen.

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AxelSchudak 05.05.2015, 08:03
1. Primärsaldo und Schuldenschnitt?

Wie soll ein Schuldenschnitt gegen ein Primärsaldo helfen?

Dabei werden die Zinsen doch sowieso rausgerechnet, und soweit ich weiss zahlt Griechenland vor 2020 eh keine nennenswerte Summe an die EU-Gläubiger (danach vermutlich auch nicht, aber das ist hier irrelevant).

Ein Schuldenerlass durch die EU würde also konkret die Situation kein Deut verbessern.

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Herr Hold 05.05.2015, 08:04
2. Game over

Und in dem Moment, in dem Griechenland einen offiziellen Schuldenschnitt erhält (was es muss), darf D (jedenfalls lt. geltendem Recht) keine Kredite mehr an G vergeben. Die EZB ebenfalls nicht. Bleiben nur noch private Investoren. Ich bin gespannt.

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Lankoron 05.05.2015, 08:05
3. Warum durchschlägt

Deutschland nicht den gordischen Knoten?
Es ist absolut unrealistisch, dass Griechenland seine Schulden jemals in voller Höhe bedienen wird. Warum also gewähren wir Griechenland nicht die gewünschte Reparation/Kriegskreditrückzahlung, indem wir Staatsverschuldungen in der entsprechenden Höhe bei deutschen Banken vernichten? Damit wäre allen Seiten gutgetan, und abschreiben müssen wir die Schulden sowieso....

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skeptiker97 05.05.2015, 08:08
4. Folge der eigenen Gier

Griechenland ist das Opfer der eigenen Gier geworden (verantwortungslose Kreditaufnahme, flächendeckende Steuerhinterziehung, keine Wirtschaftsentwicklung, nur Verbrauch). Nun müssen sie, und hoffentlich nicht die anderen, das auch ausbaden. Auch Griechenlands Politiker sind volljährig und damit für sich selbst sowie ihren Wählern verantwortlich.

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fahrgast07 05.05.2015, 08:08
5. Der Schuldenschnitt kommt.

Sind wir ehrlich: Das Geld ist nun mal weg. Ob Schuldenschnitt oder Staatsbankrott, wir werden auf 200 Mrd verzichten müssen.

Dass Schulden-Abstottern eine Volkswirtschaft ruiniert, die Lektion sollten wir aus der Weimarer Republik gelernt haben.

Griechenland braucht ein Wachstumsprogramm, den Aufbau von Wirtschaft und Industrie. Nur dann wird es gesunden können.

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galbraith-leser 05.05.2015, 08:12
6. Wirtschaft vs. Politik

Nach rein wirtschaftlichen Kriterien hätte Griechenland nie Teil der Eurozone werden dürfen und nach eben diesen Kriterien ist es auch schon lange nicht mehr kreditwürdig. Aber wir werden ja von Politikern regiert, da spielen solche Kriterien keine Rolle.

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EuroLoser 05.05.2015, 08:15
7. Typisch IWF

"Der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigt bei den Verhandlungen nach den Worten von Griechenlands Arbeitsminister Panos Skourletis am wenigsten Entgegenkommen".....Das ist doch typisch für den IWF, er hat schon viele Staaten in den Ruin getrieben. Skrupellos fordert er sein Geld zurück und skrupellos läßt er andere zahlen, nur damit seine Kredite zurückgezahlt werden.

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Drina 05.05.2015, 08:16
8. Geht doch...

.. Varoufakis lag richtig, allerdings: mit oder ohne Schuldenschnitt, der Staat Griechenland packt die Krise angesichts einer desolaten Wirtschaft, seiner Importabhängigkeit und bekannten Strukturdefizieten in Staat und Gesellschaft bis zum Nimmerleinstag nicht. Mit dieser Erkenntnis muß halt Euro-Michel als einer der Zahlmeister leben.
Die Ursachen der Misere liegen lange zurueck und sind nicht mehr behebbar.

Insofern: ein Hoch auf Euro und EU-Brüssel, gesunde Politik für Land und Volk schaut anders aus.
Laßt Schamanen weiter ihren Veitstanz um fiktive Maibäume tanzen , träumt weiter krankhafte Bilder.

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matzi01 05.05.2015, 08:18
9. Der IWF tut das einzig richtige:

zeigt der Griechischen Regierung das sie gar nicht in der Position ist für weitreichende Verhandlungen! Ein Land dessen Mindestlöhne und Renten, Schuldenfinanziert , doppelt so hoch ist wie in mehreren aermeren EU Laendern, kann doch nicht verlangen das eben diese die Staatlichen Wohltaten dort weiter finanzieren!

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