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Schuldenkrise: IWF glaubt nicht mehr an Griechenlands Reformfähigkeit

Kurz vor der nächsten Troika-Mission bekommt Griechenland schlechte Nachrichten aus Washington. Nach SPIEGEL-Informationen verliert der Internationale Währungsfonds den Glauben an die Sanierungsfähigkeit des*Landes. Athen braucht aber dringend weitere Milliardenhilfen.

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gojko 08.01.2012, 14:02
150. Reparationen

Zitat von uwetattoo
Die noch ausstehenden Reparationen. Diese wären mit der Wiedervereinigung fällig gewesen. Was würde Deutschland machen, wenn alle Länder, die bisher noch nicht diese Zahlungen erhalten haben jetzt darauf bestehen???
Kein Problem, würde ich sagen.
Die momentanen Forderungen der Bundesbank innerhalb des Target2-Systems der EZB gegenüber den PIIGS belaufen sich auf knapp 500 Mrd. EURO. Das sollte reichen, meine ich.

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kado1 08.01.2012, 14:08
151. ArnoNym sehr gut, ist zu 100% meine Meinung fixiert

Nicht nur GR, alle sind Reformunfähig.
Leider gibt es zu viele Pisaleute, die das nicht durchschauen, die EU, der Euro ist der grösste Betrug am Steuerzahler, eine Umverteilung von Arm zu Reich und das noch mit Schulden, die sich in dieser Grössenordnung bitter rächen werden.
Die Vielvölkerstaaten SU, Jugoslawien,.. sind zusammengebrochen, führten sogar untereinander Kriege. Nur mit einer Diktatur bestanden sie so lange.
Und jetzt hat man eine EU-Diktatur des Geldes, eine Scheindemokratie, Direktwahlen und nicht über Listenplätze und Volksentscheide, fast so, wie in der Schweiz würde den Volkswillen zeigen. Dann würden Lobbypolitiker verschwinden.
Man nimmt immer mehr nur Nehmerländer auf, immer weniger können einzahlen,
selbst I, F,… hat grösste Probleme. Die werden eher kürzen, UK hat es erkannt,
die traten nur mit dem grossen Brittenrabatt bei und können nicht mehr einzahlen.
Die zum Sparen gezwungen werden, müssen weniger von uns kaufen.
Wie wäre es denn mit gerechten Löhnen die Inlandsnachfrage zu steigern?
Solidarisch klappt mit Nimmersatten nie und nimmer, die Rettungsgelder sind in 1. Linie zur Rettung der Banken, das Geld kommt nie beim GR-Volk an.
Eher kommt es zum Bürgerkrieg, als das dieses Planwirtschaftssystem EU
gelingt, im Soz. flossen noch die Gewinne in die Staatskasse zurück. Es fehlte aber der Leistungsanreiz und Mill. Nichtstuer mussten durchgefüttert werden.
Sollen doch alle ihren angeblichen grossen Nutzen auf einen Tisch legen, nur mit diesem könnte dann solidarisch anderen Staaten geholfen werden
Jetzt sollen wir viele Staaten retten, selber gibt es grösste Probleme mit dem Länderfinanzausgleich bei uns, erkennen denn nur so wenige, wieviel Armut es bereits gibt. Das Experiment ist gescheitert, wer es nicht glaubt kann nachlesen,
2,5 Bill. hat uns der Eurowahnsinn bereits gekostet.
Der verheimlichte Super-Gau DEBATTE: Der verheimlichte Super-GAU - DEBATTE - FOCUS Online - Nachrichten
Es lohnt sich Prof. Dr. H. W. Sinn zur Situation in der EU - YouTube Prof. Sinn, es kommt nur mehr zur Transferunion oder dem Zusammenbruch.
Hauptursache ist durch den Euro die Zinsangleichung gewesen, die Droge des billigen Geldes führte zu Verschwendungen und zur jetzigen Krise, mit Eurobonds wird der Fehler wiederholt, es geht zwar ein paar Jahre gut, desto schlimmer wird es aber. Und es ist nicht nur eine Schuldenkise, auch der Euro leidet noch deutlich spürbarer als jetzt bereits bei einer Staatspleite.
Indirekte Eurobonds haben wir schon ca. 3 Jahre mit dem regelwidrigen Aufkauf von faulen Staatsanleihen. Wir haften in 1. Linie auch für die EZB, für die gewaltigen Targetüberhänge müssten wir viel von GR,… kaufen, nur was?
Der Euro plündert Deutschland
http://www.eurospethmann.de/pdf/p94_Presseclub.pdf
In der Marktwirtschaft ist dieser Subventionswahnsinn bereits ein Widerspruch.

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ArnoNym 08.01.2012, 14:09
152.

Zitat von msmt
Ihre Formulierung legt nahe, das der normale griechische Bürger, wenn auch unwissend, von den Bereicherungen mit profiert hat. Natürlich hat er das. Aber, wie hätte es denn Ihrer Ansicht nach anders aussehen sollen. Schliesslich haben einfache Bürger wenige bis keine Möglichkeiten solche Strukturen zu erkennen und erfolgreich dagegen anzugehen.
Doch, der griechische Bürger hätte so wie heutzutage auf die Straße gehen können. Nur haben die das damals nicht gemacht; man hat sich lieber dei Party bezahlen lassen.

Zitat von msmt
Wenn Sie keine Nazikeule wollen, dann überlegen Sie sich bitte Ihre Wortwahl. Nicht alle Begriffe sind wertneutral.
Kommt drauf an, wer was wo reininterpretiert. Ich bevorzuge Klartext und hasse Schönrederei, auch wenn's vielleicht nicht in Ihr plüschiges Weltbild paßt. Die Griechen haben's selbst verbockt, und diese Tatsache kann man nicht rational wegdiskutieren.

Zitat von msmt
Ich glaube, Europa kann und sollte ein Konzept entwickeln, wie es in Bedrängnis geratenen Ländern helfen kann. Das diese Länder sich auch selbst helfen müssen, ist doch selbstverständlich. Aber mit Vorwürfen und Beschuldigungen, mit Verunglimpfung und Herabwürdigung sollte dieses nicht passieren. Etwas Achtung vor der Würde des Anderen kann manchmal sehr hilfreich sein.
Wovon träumen sie nachts? Griechenland bekam über Jahrzehnte EU-Subventionen im mehrstelligen Miliardenbereich. Und was haben die Griechen bis heute daraus gemacht? Eben: Nichts außer Party gefeiert bzw. an schweizer Banken umgeleitet!

Objektiv gesehen ist in Greichenland nichts mehr zu retten, was mittlerweile glücklicherweise auch der IWF erkannt hat. Also bitte Geldhahn zudrehen!

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holger.stork 08.01.2012, 14:29
153. Die Schuldenkrise erfordert eine Besteuerung griechischer Privatvermögen

Zitat von sysop
Kurz vor der nächsten Troika-Mission bekommt Griechenland schlechte Nachrichten aus Washington. Nach SPIEGEL-Informationen verliert der Internationale Währungsfonds den Glauben an die Sanierungsfähigkeit des*Landes. Athen braucht aber dringend weitere Milliardenhilfen.
Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre haben ganz eindeutig gezeigt, dass die griechische Regierung ihr Schuldenproblem nicht weiter durch steigende Steuern auf Einnahmen und Reduzierung der Staatsausgaben lösen kann. Der Versuch dies zu tun hat zu einem wirtschaftlichem Einbruch geführt, der die Sparanstrengungen wieder zunichte gemacht, und außerdem zu unerträglichen sozialen Verwerfungen geführt hat. Wie aus vielen Artikeln im Spiegel hervorgegangen ist, ist das griechische Schuldenproblem im Wesentlichen dadurch verursacht worden, dass sich eine Elite über Jahrzehnte auf Kosten der Allgemeinheit bereichert hat - insbesondere durch Steuerhinterziehung, Vetternwirtschaft und Korruption. Allein das Auslandsvermögen dieser Elite wird auf über 200 Mrd Euro geschätzt - ist also in derselben Größenordnung wie die griechische Gesamtverschuldung. Um den Griechen wirklich zu helfen ihr Schuldenproblem nachhaltig zu lösen, müsste man deren Regierung zur Auflage für weitere Hilfen machen, auf dieses Vermögen zurückzugreifen - Zwang von außen ist dazu leider nötig, da der griechische Staat selber sich aus eigener Kraft kaum gegen seine eigene Elite durchetzen könnte. Außerdem müsste die EU Steueroasen unter Druck setzen - wie wir 2009 gesehen haben ist so etwas durchaus möglich - damit diese mit den griechischen Steuerbehörden zusammen arbeiten.

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stauchert 08.01.2012, 14:31
154.

Zitat von uwetattoo
Leider wird seitens der deutschen Politik ein Thema tabuisiert, oder totgeschwiegen. Die noch ausstehenden Reparationen. hema[/url] Diese wären mit der Wiedervereinigung fällig gewesen. Was würde Deutschland machen, wenn alle Länder, die bisher noch nicht diese Zahlungen erhalten haben jetzt darauf bestehen???
Reparation ist lediglich ein anderes Wort für Kriegsbeute, bei denen sich die Sieger soviel wie möglich von den Verlierern zurückholen.

Selbst wenn irgendwelche Staaten auf die absurde Idee kommen sollten, jetzt noch einen Nachschlag haben zu wollen: Wen kratzt das?
Im Zusammenhang mit Griechenland ist das besonders lächerlich, da das Land seit Jahrzehnten von den EU-Nettozahlern (ua auch Deutschland) subventioniert wird. Der griechische Staat ist seit seiner Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich defizitär und auf Zuwendungen aus dem Rest Europas angewiesen.

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net-zwerg123 08.01.2012, 14:57
155. Hauptsache mir gehts gut

Zitat von ArnoNym
Objektiv gesehen ist in Greichenland nichts mehr zu retten, was mittlerweile glücklicherweise auch der IWF erkannt hat. Also bitte Geldhahn zudrehen!
Kaum zu glauben, was man hier so liest.
Sie sollten sich mal informieren, wie es gerade in Griechenland zugeht:
[ULR]http://www.heise.de/tp/artikel/36/36190/1.html[/URL]

Kurzform:
"4,3 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang mehr zu regelmäßigen Mahlzeiten"

"Es häufen sich Klagen von Patienten oder nach deren Ableben von deren Verwandten, dass lebenswichtige Medikamente aufgrund der Kosten verweigert werden"

"Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria breiten sich nach jahrzehntelanger Abwesenheit erneut aus"

Das sind menschliche Schicksale! Da geht es ums Überleben! Das sollten Sie sich mal überlegen, bevor Sie mal so locker schreiben "Also bitte Geldhahn zudrehen!"

Ein entrüsteter Gutmensch

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rafkuß 08.01.2012, 15:13
156. Wiederum: Systematisch

Zitat von ArnoNym
So ist es! In der Zeit zwischen damals und heute haben wir den Griechen eine dicke Party finanziert, aber nun ist es Zeit, die Dauerparty zu beenden. Dauerhaft kann man schlicht und ergreifend keine ganze Volkswirtschaft alimentieren. Hoffentlich läßt sich die Troika nicht nochmal verarschen und dreht den Geldhahn endgültig zu. Wir retten dann unsere Banken (was wir schon heute über den Umweg über Griechenland mit entsprechenden Verlusten tun), und fertig! Immer weiter Geld in ein Faß ohne Boden zu schütten, macht einfach keinen Sinn.
Wobei Ihnen hoffentlich klar ist, dass das Faß ohne Boden das System an sich darstellt.
Griechenland ist nur die Spitze des auftauchenden Eisberges (9/10 noch unter Wasser...)
Und beim Nächsten...Übernächsten...Überübernächsten...rette n wir dann immmer und immerwieder unsere Banken.
Unsere Banken?
Ja bin ich denn verrückt!
Meine Banken sind es jedenfalls nicht!

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ArnoNym 08.01.2012, 15:18
157. Hier könnte Ihre Werbung stehen

Zitat von net-zwerg123
Kaum zu glauben, was man hier so liest. Sie sollten sich mal informieren, wie es gerade in Griechenland zugeht: [ULR]http://www.heise.de/tp/artikel/36/36190/1.html[/URL] Kurzform: "4,3 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang mehr zu regelmäßigen Mahlzeiten"
Und wie hoch ist dieser Prozentsatz in Deutschland? Ohne Hartz4 wäre der mindestens so hoch wie in Griechenland. So what?

Zitat von net-zwerg123
"Es häufen sich Klagen von Patienten oder nach deren Ableben von deren Verwandten, dass lebenswichtige Medikamente aufgrund der Kosten verweigert werden"
Glauben Sie etwa im Ernst, daß es bei uns eine solche Kostenabwägung nicht gibt?

Zitat von net-zwerg123
"Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria breiten sich nach jahrzehntelanger Abwesenheit erneut aus"
Da übertreibt wohl wieder jemand kräftig!

Zitat von net-zwerg123
Das sind menschliche Schicksale! Da geht es ums Überleben! Das sollten Sie sich mal überlegen, bevor Sie mal so locker schreiben "Also bitte Geldhahn zudrehen!" Ein entrüsteter Gutmensch
Dann fliegen Sie mal schleunigst nach Afrika, Lateinamerika o.ä., um die Leute dort zu retten. Auch in den USA gibt es regen Bedarf. Oder liegen Ihnen nur die Griechen am Herzen?

Fakt ist und bleibt: Die EU und speziell Deutschland kann nicht die ganze Welt retten. Und wozu es gut sein soll, beispielsweise Lokführer mit 5000 € pro Monat zu subventionieren, während hiesige Lokführer nicht selten mit deutlich unter 2000 € nach Hause gehen, wissen wohl auch nur Sie!

Löschen Sie eigentlich zu Hause kleinere Feuer mit Benzin? Nein? Warum sollten wir das im Falle Griechenlands tun? In den letzten gut 20 Jahren haben die doch leider nur gezeigt, daß sie mit Geld nichts Vernünftiges sondern nur Unsinn anstellen können.

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stauchert 08.01.2012, 15:22
158.

Zitat von net-zwerg123
Kaum zu glauben, was man hier so liest. Sie sollten sich mal informieren, wie es gerade in Griechenland zugeht: [ULR]http://www.heise.de/tp/artikel/36/36190/1.html[/URL] [...] Das sind menschliche Schicksale! Da geht es ums Überleben! Das sollten Sie sich mal überlegen, bevor Sie mal so locker schreiben "Also bitte Geldhahn zudrehen!" Ein entrüsteter Gutmensch
Allerdings ist das alles auf strukturelle Probleme im Land selbst zurückzuführen (korrupter/ineffizienter Staat, Steuerhinterziehung, ...).
Strukturelle Probleme lassen sich allerdings nicht mit Geld lösen, sondern nur durch die Bereitschaft die richtigen Reformen durchzuführen. Diese Bereitschaft ist offenbar in der griech. Politik nicht vorhanden.

Im Grunde könnte man auch sagen, daß die Probleme durch jahrzehntelange Subventionen verschleppt und verschlimmert wurden.

Einen ähnlichen Effekt kennt man auch aus der Entwicklungshilfe, bei der die Menschen auf diese Weise quasi zur Nichtselbstständigkeit erzogen wurden.

IMHO tut man den Griechen langfristig keinen Gefallen, wenn immer mehr Geld nachgeschossen wird ohne daß sich im Land selbst etwas ändert.

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Mononatriumglutamat 08.01.2012, 15:23
159.

Zitat von msmt
Wir sind aufgefordert, dem neoliberalem Wirtschaftsstreben eine Grenze zu setzen, (...)
Die neoliberale Wirtschaftsordnung hat die Bundesrepublik Deutschland zu einem der freiesten, reichsten und sozialsten Länder der Welt gemacht. Wer sollte uns dazu auffordern, diesem beispiellosen Erfolg eine Grenze zu setzen? Warum sollte das irgendjemand tun? Und warum sollten "wir" -- wer auch immer das nun sein mag -- auf so einen Irrsinn hören?

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