Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Jetzt kann nur noch die Euro-Zentralbank helfen

Italien bekommt eine neue Regierung, ist die Euro-Zone nun gerettet? Mitnichten: In den Krisenländern steigen die Zinsen für öffentliche Schulden weiter, die Wirtschaft schrumpft.*Helfen kann nur noch die Europäische Zentralbank - indem sie im großen Stil Staatsanleihen kauft.

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testthewest 15.11.2011, 13:34
60. Titel

Zitat von Duisburg2005
Ich wäre also max. dafür, das die 15 % der "Absahner" Ihre Gewinne an die 85 % der Mitglieder unseres Staates geben und den Rest an Europa.
na, wenn die 15% auch noch den Gewinn gegen verlust tauschen müssen, dann haben wir ja alle Verluste gemacht.
Dann gibts ja gar keine Grund mehr diesen EURO-Mist weiterzumachen. (Bisher erfreuen sich immerhin 15%!)

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rhs 15.11.2011, 13:37
61. Nur eine Frage an den werten Autor...

Zitat von sysop
Italien bekommt eine neue Regierung, ist die Euro-Zone nun gerettet? Mitnichten: In den Krisenländern steigen die Zinsen für öffentliche Schulden weiter, die Wirtschaft schrumpft.*Helfen kann nur noch die Europäische Zentralbank - indem sie im großen Stil Staatsanleihen kauft.
[Zitat]
"Dazu muss sie bereit sein, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, um dieses Zinsniveau durchzusetzen."
[/Zitat]

Mit welchem Geld kauft die EZB denn unbegrenzt Staatsanleihen? Die "Anteilseigner" an der EZB liegen ja fest.

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Stekow 15.11.2011, 13:42
62. ...

Zitat von
Was aber passiert, wenn es der EZB gelingt, die Lage zu stabilisieren und der Aufschwung wieder einsetzt? Droht dann die Hyperinflation? Sicher nicht. Denn dann bleibt immer noch Zeit, die Anleihen wieder zu verkaufen und die Geldmenge zurückzufahren. Und die Märkte werden dann die Anleihen der Krisenstaaten auch gerne zurückkaufen.
Diese Aussage des Spiegel-Artikels ist falsch.

Die Geldmänge kann nur auf zwei Arten reduziert werden:
1. Durch Tilgung der Schulden
2. Durch Streichung der Schulden

Wenn die EZB ihre Staatsanleihen weiterverkauft bleibt die Geldmänge unverändert.
Somit irrt der Author der Spiegel-Artikels in dieser Hinsicht.

Möchte mir jemand wiedersprechen?

Gruß

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bauagent 15.11.2011, 13:43
63. Die Mär von der Rettung

Zitat von kuddel37
Da sollen also wertloses Papier gekauft werden und der deutsche Steuerzahler zahlt anteilig mit. Aus so einer Lügen und Betrugsgemeinschaft muss Deutschland schnellstens raus. Schnellstens raus aus dem Euro und der EU-Diktatur.
Zitat aus dem Artikel:

"Die Krise, die Europa und der Weltwirtschaft bei einem Zerbrechen des Euro-Raums droht, dürfte leicht die Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2008 in den Schatten stellen. Wenn Deutschlands wichtige Exportmärkte im Rest Europas wegbrechen, dürfte auch der hiesige Arbeitsmarkt nicht so glimpflich davon kommen wie nach der Pleite der Lehman-Bank 2009."

.......und die Alternative soll der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB sein, die hierdurch eine massive Inflation auslöst, zulasten der Sparer, Rentenvorsoge etc.

Der Verfasser des Artikels hat genauso wenig Ahnung von dem was folgt, wie die meisten in´s Kanleramt bestellten Chefredakteure, die dort die Informationsbefehle abholen, um sie uns in diesen Systemmedien zu verkaufen.

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Herr Hold 15.11.2011, 13:43
64. Vollkommen ernst

Zitat von inqui
auf welche Ideen die Eurodiktatoren kommen.... zum weglachen
Sie lachen... ich habe auch schon Beiträge von Foristen gelesen, die die Rating-Agenturen für die Schuldenkrise verantwortlich gemacht haben! Also seien Sie vorsichtig, wenn Sie einen Überfall, Missstände o.ä. beobachten und anzeigen. Könnte sein, dass Sie schuld sind!

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Marcus_XXL 15.11.2011, 13:44
65. Problemlos? Aha!

"Denn mit einem robusten Wachstum können die Regierungen von Italien, Spanien, Frankreich und Irland ihre Schulden recht problemlos bedienen."

Sie meinen wohl eher, "ihre Zinsen bedienen."!
Schulden wurden bisher noch von keinem(!) Euroland jemals zurückgezahlt und schon lange nicht "problemlos"!

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czarpeter 15.11.2011, 13:45
66. VWL leicht gemacht

Zitat von Beo21
..dieser Artikel. Italien hatte die letzten 10 Jahre kaum Wachstum, Portugal ebenfalls. Warum? Weil die dortigen Industrien nicht mit den Global Players (Kraft, Henkel, Siemens, Volkswagen, etc) nicht konkurieren koennen. Die Probleme sind STRUKTUREL, genauso wie die korruption, Vetternwirtschaft, Bürokratie. Diese Länder können nur durch eine Wechsel der Polit-elite durch die dortigen Bürger jemals wieder wachsen. Das Geld drucken nicht die Lösung ist, zeigt die USA und England (5% Inflation, 0% Wachstum, 0.5% Zinssatz).
Ja Sie sind schon ein Kenner der Wirtschaft-seit wann aber ist Kraft ein deutsches Unternehmen, haben Sie heute die Aktienmehrheit bei dem 1903 in Chicago (USA) gegruendeten Unternehmen gekauft und wollen den Firmensitz nach Deutschland verlagern? Ihnen ist auch nicht bekannt, dass manche nord-italienaenische Region in Italien schneller waechst als unser herrliches BW? Und was sollen Ihre schwache Datenbasis, deren Ursprung ich garnicht kennen moechte, sagen? Etwa das Ihre Kapazitaet auf dem Gebiet der Makrooekonomie sehr eingeschraenkt ist?

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HighFrequency 15.11.2011, 13:48
67. .

Zitat von t.o`malley
Man schüttelt den Kopf wenn man liest, was heutzutage an deutschen Universitäten so "erdacht" wird. Dieser Professor (wie konnte er das bloß werden?) nimmt es als selbstverständlich und an, daß die Deutschen jetzt aber voller Freude unbegrenzt und ungehemmt Schrottanleihen aus dem Süden aufzukaufen haben. Lieber Herr hinter meterdicken Universitätsmauern, wir haben keine Lust darauf, unser sauer verdientes Geld in meditarrane Schwarze Löcher verschwinden zu sehen! Die über die Maßen verschuldeten Länder erhalten derzeit die Quittung des Marktes für ihre vollumfängliche Unfähigkeit, mit ihren Einkommen auszukommen. Wenn wir denen jetzt unser gutes Geld nachwerfen dann ist das etwa so, als würde man dem in der Schule trotzdem das Abitur bestehen lassen, nur damit man sich den Schnitt nicht verhunzt. Zu unser aller Glück lassen sich die Menschen im Lande jedoch nicht mehr von diesen chronischen Euro-Fanatikern einlullen. Deutschland hat im Laufe der Jahrzenhte bereits unzählige Milliarden via Transferzahlungen in den Süden gepumpt, ohne daß dieser damit auch nur im Ansatz etwas brauchbares auf die Beine hätte stellen können. Nein, hier und jetzt muß Schluß sein! Das System steht vor seinem zyklischen Reset, wir müssen uns vorbereiten, brauchen unser Geld für uns selbst. Die erkenne ich immer wieder, wenn ich z.B. die "Kommentare" in der englischen Presse lese oder die Bilder der Fähnchen-Schwenker aus Athen sehe. Schluß mit diesem bizarren Zirkus! Wir haben genug Geld zum Fenster hinausgeworfen!
Auch ich bin entsetzt über diesen inhaltlich dürftigen Artikel und über die Chuzpe des Autors, die Verlängerung der Krise als ihre Lösung vorzuschlagen.

Aber Herr Dullien ist wohl der Auffassung, aus diesem kranken Wirtschafts- und Gesellschaftssystem mit guten Worten und gutem Willen doch noch den "Guten Kapitalismus" machen zu können - so der Titel eines Buches, an dem er als Mitautor beteiligt ist.

In Wahrheit haben wir es eher mit dem letzten Aufgebot des Kapitalismus zu tun.

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E.Cartman 15.11.2011, 13:57
68. ...

Zitat von Maya2003
Richtig - warum sollte Italien dann "Reformen einleiten" ? De facto hält es den Rest der Eurozone als Geisel. Geniales "System".
Das klingt bei Ihnen so weinerlich. Der Rest könnte ja auch mit den Verlusten leben. Wenn Verluste durch Abschreibung oder Inflation natürlich inakzeptabel sind, sollte man entweder nachdenken bevor man Geld verleiht oder man muss mit den Folgen leben.

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mimas101 15.11.2011, 13:58
69. Es ist ein Debattenbeitrag

i.S.v. Brainstorming, ansonsten kann man den nicht wirklich für ernst nehmen.

Diese Trichet-Dragi-BadBank ist ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet und sonst nichts. Ankäufe von Staatsanleihen der PIIGS & Co sind schlichtweg verboten und das ist auch gut so.
Schon jetzt, das vergißt der Debattenbeitragler, ist diese Lügenbank defacto bankrott weil sie, wegen der bisherigen Aufkäufe von faulen Staatsanleihen, völlig verschuldet ist.
Frisches Geld bedeutet also entweder die Staaten schießen zu (Steuerzahler) oder es wird virtuelles gedruckt (Geldmengenausweitung ohne Deckung durch adäquate Güter, Dienstleistungen pp, sprich Inflation).
Dann macht der Debattenbeitragler ein paar recht utopische weitere Annahmen und setzt voraus:
1. Ewiges Wirtschaftswachstum,
2. Ein EWG-Markt der auch dt. Produkte kauft und selbst den realen Preis an die dt. Hersteller bezahlt.
Weder das eine noch das andere ist realistisch.

Da diese Lügenwährung ohne die entsprechenden politischen Voraussetzungen geschaffen wurde (Zitat Waigel) ist es zur Schadensminimierung das beste sie so schnell als möglich wieder abzuschaffen und hier bei uns durch die DM zu ersetzen.

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