Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Spanien und EU sollen heimlich über Rettung verhandeln
DPA

Offiziell sträubt sich Spanien dagegen, Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm zu beantragen - hinter den Kulissen laufen laut "Financial Times" aber schon die Vorbereitungen für einen solchen Schritt. Spanien soll aber weitere Reformen zusagen, bevor es unter den Schirm flüchten darf.

Seite 3 von 3
Modest 21.09.2012, 16:53
20. Das bedenkliche Modell Europa

Adenauer, Schumacher und Erhardt wälzen sich im Grabe, wie heutzutage ihre Vision vermasselt wird.
1. Der Mensch ist im Gegensatz zur freiheitlichen Auffassung zuerst Gesellschaftswesen und dann Individuum; an erster Stelle steht das Kollektivwohl inkl. derer Intressen. Die Machtkonzentration agiert mit einer bürokratisierten Führungsgruppe.
2.Der übersteigerte Etatismus führt den Weg zu einer totalitären Herrschaft.
3.Faszit:
Die Vergangenheit Deutschlands haben uns die Konsequenzen deutlich spüren lassen, das ist gut so, dennoch, braucht jeder Mitgliedsstaat sein nationales Individuum und keine Brille wo die Sachlage der Realität verzerrt wird. Europa wird zum Modell der Enteignung.
Es müssen wohl kluge Leute gewesen sein, die Beethovens Neunte -Die Unvollendete: Freude schöner Götterfunken- zur Eurohymne ernannt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prince62 21.09.2012, 16:58
21. Demokratie kennt keine Geheimnisse!

Zitat von ein-berliner
Gehen die Mauscheleien immer noch weiter? Wird für die "Rettung" wieder ein Schlupfloch gefunden und dem nächsten Betrug Tür und Tor geöffnet? Die spanische Regierung hat doch hochnäsig dankend abgelehnt, also was soll das? Der Bande ZEB muß endlich genau auf die Finger gesehen werden, Transparenz ist gefragt - keine Geheimnisse mehr.
Richtig, in einer wirklichen Demokratie hat die Regierung, die ja immerhin die Interessen des Volkes zu vertreten hat keinerlei Geheimnisse vor diesem,

allerdings wurde die Demokratie spätestens still und heimlich 2007 abgeschafft und durch die marktkonforme Demokratie ersetzt, wobei hier das Wort Demokratie nur noch als Alibizweck eingesetzt wurde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hubertrudnick1 21.09.2012, 17:05
22. Spanien

Zitat von okokberlin
wo bleibt bei spiegel.de die meldung,das katalonien die unabhängigkeit von spanien anstrebt, nachdem die gespräche über die geldverteilung in spanien gescheitert sind? paßt das etwa nicht ins weltbild der euro und europa-zentralstaatfanatiker?
Gestern habe ich vom Deutschlandfunk einen Bericht über das Auseinanderbrechen des Landes Spanien gehört, ja was ist daran und warum wird es in allen anderen Medien nicht, oder nur sehr zaghaft angepackt?
Spanien ist pleite und die Geldsorgen haben sie auch nicht über Nacht bekommen, denn ihre Wirtschaft hält nicht das was die Menschen dort brauchen.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist erschreckend hoch und somit hat ein Großteil der Bürger keine Zukunft und das wirkt sich auch finanziell auf alle Bereiche der Gesellschaft aus.
Woran liegt es, warum werden in den Medien zu wenige Informationen gebracht, es ist alles nur sehr oberflächlich.
Mit der Einführung des €uros konnten all diese Länder wirklich nichts gescheites anfangen, außer dass wirtschaftlich starke Länder so sich ihre Absatzmärkte sichern konnten und dafür zahlen sie dann auch gerne in den Rettungsschirmen ein.
Denn wenn diese armen Ländern nicht mehr abnehmen weil man sich die Waren einfach nicht erlauben kann, dann würde es doch im Gegenzug auch alles Warenliferanten treffen.
Allerdings ergeht es so auch China als Warenproduzent für die ganze welt.
Diese Zusammenhänge möchte man aber auch nicht den Bürgern mitteilen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manjinsan 21.09.2012, 17:25
23.

Zitat von sysop
Offiziell sträubt sich Spanien dagegen, Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm zu beantragen - hinter den Kulissen laufen laut "Financial Times" aber schon die Vorbereitungen für einen solchen Schritt. Spanien soll aber weitere Reformen zusagen, bevor es unter den Schirm flüchten darf.
Irgenwie kommt mir das Spanisch vor !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ausmisten 21.09.2012, 17:42
24. janmarks 1961

und eine polizeidichte,die seinesgleichen weltweit sucht.deren hauptaufgabe besteht darin,den buergen permanent irgendwie strafzettel aufzudruecken.autoabschlepperei ca 160 euro wegen simplen falschparken.kuerzlich wollte mir ein guardia civil beamter einreden,ich waere verpflichtet,auf dem weg zum strand in shorts und t-shirt meine ausweispapiere mitzufuehren.kontolle einfach so ohne jeden anlass.behoerdenschnarcherei mit jahrelangen verwaltungsvorgaengen und arbeitsverweigerung,die franz kafka nicht besser erfinden haette koennen.gesundheitscenter in jeden bauernkaff. wir spielen arbeit und vom D-steuerzahler wird erwartet,das alles zu bezahlen.mit reformen ist es da nicht mehr getan,zumal sich die behoerdenmitarbeiter in spanien nur gegen erbitterten widerstand von den futtertroegen vertreiben lassen.die politiker,abgehoben und ohne jeden kontakt zur wirklichkeit,wursteln weiter,wie gehabt.rajoy s "reformen" sind lachhaft und gehen am grundproblem spaniens,dem ueberdimensionierten staatsapperat voellig vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Worldwatch 21.09.2012, 17:46
25. Nicht heimlich, sondern ganz offen ...

... wird sicher die abermalige Tatsache sein, dass sich die allemanischen Desinteressenvertreter auf "Verhandlungs-", resp. Rettungszusicherungsseiten der Bundesrepublik nach allen Regeln und bereitwillig ueber den Tisch werden ziehen lassen, weil es sodann, einem Mantra gleich, wieder heisst, "man ist in Esp. auf dem richtigen Wege".

Todsichere Wette. Wo geht's zum Buchmacher?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sounddiver 21.09.2012, 18:03
26. unausrottbar ...

Zitat von Modest
. Es müssen wohl kluge Leute gewesen sein, die Beethovens Neunte -Die Unvollendete: Freude schöner Götterfunken- zur Eurohymne ernannt haben.
Beethovens Neunte d-Moll op. 125 ist in Vollendung vollendet
wird jedoch hartnäckig verwechselt mit Schuberts Symphonie No. 8, D. 759 in h-moll (Unvollendete)

macht allerdings die Krisensituation auch nicht besser ...

sd

Beitrag melden Antworten / Zitieren
glücklicher südtiroler 21.09.2012, 19:22
27. Spanien und die Konditionen...

Zitat von okokberlin
wo bleibt bei spiegel.de die meldung,das katalonien die unabhängigkeit von spanien anstrebt, nachdem die gespräche über die geldverteilung in spanien gescheitert sind? paßt das etwa nicht ins weltbild der euro und europa-zentralstaatfanatiker?
Das ist nicht wirklich neu; die streben das seit Jahren an. Und nachdem nun die Verhandlungen über einen Fiskalpakt gescheitert sind(wäre rechtlich auch kaum möglich zumal es meines Wissens verfassungswidrig ist) will Katalonien halt die Unabhängigkeit auf einmal und halt nicht auf Raten; Ziel war es schon vorher. Der Hintergrund aber ist; Spaniens Lage ist desatrös. Angesichts der Lage kann die Madrider Regierung nicht noch mehr sparen; reformieren ist weit wichtiger. Die schlimme Lage gibt sowohl nationalistischen wie anderen bedenklichen politischen Bewegungen Auftrieb. Manche Medien und Politiker Deutschlands scheinen sich gerade darin zu gefallen daß mißliebigen Völkern immer neue Spardiktate auferlegt werden. Sollte die politische Lage in Spanien(Nationalismus einzelner Landesteile, Armee, soziale Massenproteste) massiv eskalieren, der Staat die Kontrolle verlieren und Spanien in den Abgrund treiben; wer zahlt dann die Zeche und wer löst dann die sozialen und politischen Probleme...?
Europa ist heute einiger denn je; angesichts der Vernetzung wird sich weder moralisch noch wirtschaftlich&politisch die EU leisten können dort wie beim Spanischen Bürgerkrieg wegzusehen. Anstatt billigen Bash und Wahlkampf soll man den Mut zu Entscheidungen aufbringen. Deshalb bin ich der EZB dankbar; sie ist handlungsfähig und hat es erst unlängst bewiesen. Kommen beim dem im Artikel beschriebenen 'Stresstest' bsw. an die 80 Mia. € raus; so ist klar daß von den 100 Mia. kaum etwas für den Staat übrigbleibt. Fazit; Spanien wird kaum über ein Rettungspaket und über eine Anfrage die EZB möge Bonos kaufen, herumkommen. Aber es geht mittlerweile um weit mehr als um Milliarden. Spanien riskiert zu zerfallen und daß das friedlich vorgehen könnte ist eine Illusion. Die die den Bürgerkrieg verloren haben sinnen noch heute auf Revanche...
Die kleiner werdenden Mittel und das ökonomische Desaster beflügeln jene zentrifugalen Kräfte, die alle Lösungen in Abspaltungen und Separatstaaten sehen; und seinen sie auch noch so klein. Denke die die zählen werden eine Balkanisierung Spaniens verhindern; derzeit versucht sich darin der König...
„Hirngespinsten hinterher zu jagen“
Spanien: Juan Carlos warnt Separatisten vor

Schian Gruaß...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomtom321 22.09.2012, 13:55
28. Soso

Zitat von FreeEurope
...das größenwahnsinniges Bauprojekt in der Nähe von Madrid. Für 17 Milliarden Euro soll mitten in der Wüste ein neues Glückspiel-Imperium entstehen, das ähnlich resourcenverschwenderisch (Energieverbrauch, Abgase,Wasser) wie das Original in Texas sein wird. Der Kasino-Milliardär Sheldon Adelson möchte auch Europa absahnen. Europa kann bei diesem Projekt nur Schaden nehmen: - entweder die Europäer verzocken dort ihr Geld, machen einen Spielkasino-Milliardär reich oder - es fährt keiner hin und wir haben eine Investitionsruine (vgl. Financial Times 14.9.'12 "EuroVegas is a gamble not worth taking" Die Spanier selbst werden von EuroVegas kaum profitieren - sie sollen zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden - und der Staat verzichtet auf Steuern (Steuerdumping). Allerdings trägt Spanien (Regierung und Banken) den gößeren Teil der Projektkosten und damit den größeren Teil des Risikos. Fragen an dieser Stelle: 1. Der dt. Steuerzahler haftet für die Euro-Spanienhilfe - und damit für Euro-Vegas. Sollte es nicht besser eine Volksabstimmung geben, wenn über die ESM-Bürgschaften Großprojekte mit finanziert werden (Wie bei Stuttgart S21)? 2. Führt die geplante Bankenunion nicht dazu das seriös wirtschaftende Banken (mit ihren Kunden!!!) für die Projekte der Zockerbanken haften müssen? 3. Sollte EuroVegas nicht besser über Aktien oder Anleihen finanziert werden, damit nur diejenigen haften müssen - die auch in ein solches Projekt investieren möchten? 4. Sollten ökologisch fragwürdige Projekte nicht besser gestoppt und in alternative Umwelttechnologien investiert werden? Wäre es nicht besser, die Menschen geben das Geld für Solaranlagen aus als es in Spiel-Kasinos zu verzocken?
Das Original liegt also in Texas? Was die werten Texaner wohl dazu sagen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 3