Forum: Wirtschaft
Schuldenkrise: Spanischer Premier fordert rasche Einführung von Euro-Bonds
REUTERS

"Wir müssen jetzt darüber diskutieren": Der spanische Ministerpräsident Rajoy hat sich für eine gemeinschaftliche Haftung der Euro-Länder ausgesprochen - und eine Einführung von Euro-Bonds bis 2015. Die derzeit hohen Zinsen seien nicht lange durchzuhalten.

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westpfälzer 02.09.2012, 19:59
130. Hallo

Zitat von Kurt Köster:
Eine Spaltung in Nord und Süd (wie bei Aldi) kommt nicht in Frage. Das will auch die Jugend nicht. Solidarität muß praktisch und moralisch gelebt werden, wenn sie mehr sein soll als eine bloße Parole.
:::::::::::::::::::::::.
Zitat von westpfälzer
-------------- Art von Solidarität pflegen eigentlich Sie "praktisch und moralisch", so als Sozialdemokrat meine ich! Bitte aufzeigen, "pastorale Sprüche" kann jeder kloppen!!
----------------
Herr Köster, ich warte!!!!

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quotenmann 02.09.2012, 20:10
131. Das sind ganz knallharte Maßnahmen,

Zitat von Herr Hold
Lassen Sie uns doch erstmal über einen "qmsm" reden. Und falls dieser Rettungsschirm nicht reichen sollte, reden wir über QM-Bonds. Aber nur wenn Sie versprechen zu sparen.Spätestens ab 2020 oder so.
die Sie da vorschlagen. Ich schicke Ihnen morgen meinen Finanzminister (Ehefrau), die wird mit Ihnen über einen Aufschub meines Sparprogramms bis mindestens 2040 reden.

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sichersurfen 02.09.2012, 20:18
132.

Zitat von Maya2003
"Aber mit Frau Merkel haben wir ja eine herausragende Sachwalterin unserer Interessen." Schön daß Sie das ganze Problem auch ironisch beleuchten können :)
Wie Sie, habe ich jetzt auch freundlich gelächelt.

Was jetzt von Rajoy vorgeschlagen wird - vermutlich abgestimmt mit seinen und unseren Freunden in Frankreich und Italien - wäre doch vor einigen Jahren undenkbar gewesen. Ich betrachte dies - weil ich ja auch das große Ziel, das Vereinte Europa, vor Augen habe - als großen Erfolg für Frau Merkel. Es ist doch ganz erstaunlich, Frau Merkel führt Europa. Da hätte Sie doch auch von Ihnen eine klitzekleine Anerkennung verdient.

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quotenmann 02.09.2012, 20:18
133. Die Ratingagenturen haben doch bereits

Zitat von schnitti23
Es wäre aus meiner Sicht tatsächlich nicht schlecht, wenn die Schuldenstaaten eine gemeinsame Haftung einführten. Sie würden dadurch das Zinsniveau untereinander nivellieren, kann nicht schaden. Gut wirtschaftende Länder allerdings sollten außen vor bleiben, denn wenn sie auch mithafteten, gäbe es einen Dammbruch und kein Schuldenstaat brauchte sich mehr anstrengen. Zinsen sind der Indikator für Risiko, es liegt allein an den Schuldenstaaten, dieses Risiko zu minimieren.
erklärt, dass Eurobonds maximal Ramschniveau habnen werden. Ich kann überhaupt nicht begreifen, wieso diese Sau immer und immer wieder durch das Dorf getrieben wird. Das einzige Ergebnis von Eurobonds wird eine Verteilung der Schulden auf alle sein und anschließend knallt es, weil keiner mehr die Zinsen bezahlen kann. Im Interesse unserer Kinder sollten wir da nicht mitmachen.

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aljoschu 02.09.2012, 21:15
134. Schweigen im deutschen Walde ...

Dieser Monat September wird denkwürdige und nachhaltige Entscheidungen über das Schicksal Deutschlands und Europas zeitigen und es ist verwunderlich, dass es weit und breit keine Demonstrationen, Bürgerversammlungen, Kommuniques und Resolutionen gibt. Es herrscht Schweigen im deutschen Walde ...

In diesem September werden uns unsere Politiker fast aller Couleur - von Grün und Rot über Gelb und Schwarz - allen voran Frau Merkel, als Jeanne d'Arc der Banken-Lobby, uns arbeitende und steuerzahlende Alle-vier-Jahre-Wähler an den erpresserischen Club Mediterrain (Hollande, Monti, Draghi, Rajoy, Samaras) verkaufen. - Entgegen aller bisherigen Beteuerungen und Schwüre, die Interessen unseres Landes und unserer Bürger zu verteidigen.

Dabei scheuen die verantwortlichen Politiker nicht zurück, verbriefte Rechte und Pflichten - soweit es diese wenigstens gibt in diesem Euro-Verbund - nachhaltig und unwiderruflich zu brechen.

Viele unserer besten Ökonomen haben eindringlich vor diesem Schritt gewarnt. Zu zögerlich zu zaudernd leider - deshalb hat man sie ganz einfach verunglimpft und der Lächerlichkeit preisgegeben. Man hat zugelassen, dass unsere stärksten Vertreter der Zunft, Jens Weidmann und Jürgen Stark, von den gewieften und perfiden Vertretern des Club Med in ihrem Ruf und ihrer Verantwortung beschädigt werden. Ja man hat es sogar unterstützt, dass die beiden einzigen letzten Vertreter, die standhaft für Vernunft, Solidität - und überhaupt für die Geltung von Regelungen - eintreten, in eine pathologische Ecke gedrängt werden. Das ist schändlich und feige.

Und man hat dies getan und tut dies wohlwissend, dass die Mehrzahl der Bürger gegen diesen Pakt mit dem zügellosen Club Med eingestellt ist. Die Kommentare auf den diversen Internet-Plattformen und Foren sprechen da eine eindeutige Sprache.

Eines ist sicher: das zukünftige Europa, das auf diesem fragwürdigen Fundament erstellt werden soll, ist eine schillernde Fata Morgana, der jegliches Vertrauen und jeglicher emotionaler Unterbau fehlt. Denn ein Europa als Selbstbedienungsladen, in dem lediglich die Interessen der Banken und Spekulanten geschützt werden auf Kosten der Steuerzahler, wird nicht lebensfähig sein. Ein Europa, in dem die Leistungen und das bisschen Vermögen, das sich die Bürger in Deutschland über viele Jahre hinweg erarbeitet haben, an zügellose Geschäftemacher verpfändet werden, wird ein Europa der Zwietracht und des Haders werden. Das ist nicht das Europa, das wir uns in unseren Visionen vorgestellt haben.

Wenn wir dieses Europa zulassen, dann lassen wir zu, dass die Vision Europa kaputt geht. Weil wir Deutsche dabei über den Tisch gezogen werden, jetzt, morgen und übermorgen.

Wenn wir nicht den Arsch in die Hose kriegen, unsere vitalen deutschen Interessen in Europa zu vertreten, dann werden wir mit unserer Fassade aus Gutmenschelei und politischer Hyper-Correctivity (wohlgemerkt: bei klamheimlich eingefädeltem Rechtsbruch) unsere Zukunft und die unserer Kinder verspielen. Und eines ist sicher: wir werden damit weder den Griechen, noch den Italienern oder den Spaniern oder ihren Kindern einen Gefallen tun.

Was unsere Politiker vorhaben, das ist ganz einfach Verrat an Deutschland und Europa.

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graphicdog 02.09.2012, 23:30
135. Schulden abtragen?

Zitat von giovanniconte
Warum ist es unmöglich, in den Köpfen einiger Politiker zumindestens, sich den Inhalt und die Vorgaben bestehender Verträge, die mit Recht bestehen und so getroffen wurden, zu vergegenwärtigen und mal wieder in die Realpolitik zurück zukehren. Warum jedoch in aller Welt, geht Deutschland nicht im Schulden abtragen voran? Dann könnten uns über kurz, eher wohl nicht, ...oder lang die Bonds egal sein...?!!!
Das mit dem "Schulden abtragen" können Sie getrost vergessen.
Um Ihnen mal die Größenordnung vor Augen zu führen:
Um die 2 Billionen, die Deutschand Schulden hat, in 20 Jahren auf Null zu bringen, müsste der Bundeshaushalt jedes Jahr einen Überschuss von 100 Milliarden aufweisen.

100 Milliarden, Jahr für Jahr, 20 Jahre lang.
Obwohl die Steuereinnahmen im Moment sprudeln, schafft unser toller Herr Schäuble nicht mal einen ausgeglichenen Haushalt...von Überschüssen ganz zu schweigen. Von Überschüssen in Höhe von 100 Milliarden sollte man nicht einmal trãumen, schon gar nicht jedes Jahr.
Die, die an den Hebeln sitzen, haben auch gar ein Interesse an einem schuldenfreien Deutschland, denn dann würden ihre leistungslosen Schuldzinsen ja nicht mehr sprudeln.

Apropos Zinsen. Die Zinsen für Deutschlands Schulden sind in o.gen. Rechnung noch gar nicht mit drin. Um die auch zu bedienen bräuchten wir dann

100 Milliarden Überschuss für 30 Jahre...Jahr für Jahr

Wenn Herr Schäuble also von "Konsolidierung des Haushalts, um Schulden abzubauen" spricht, dann lügt er Sie an, um ihnen irgendeine Zumutung schmackhaft zu machen. Höhere Steuern z.B. Oder das Kürzen staatlicher Leistungen.

Das der Bundeshaushalt ohne einen großen Knall nie mehr eine Schwarze Null ausweisen wird, weiß der Herr Schäuble nämlich sehr gut.

Dumm ist er nämlich nicht, der Herr Schäuble...gefährlich schon, aber nicht dumm.

graphicdog

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graphicdog 03.09.2012, 01:19
136. Das mit den Zinsen...

Zitat von peterxyz
das Gejammer von den angeblich so hohen Zinsen. 1. Die Zinsen waren in der Vergangenheit - vor EURO-Einführung - für Länder wie Spanien, Griechenland etc. viel höher. Seit der EURO eingeführt wurde, haben diese Länder sehr niedrige.....
Sehen Sie, die Wirtschaftsleistung Italiens reichte vielleicht in den 70er Jahren aus, 10 % von einem Schuldenstand X aufzubringen.

Heute reicht die Wirtschaftskraft eben für 7 % nicht mehr aus. Vielleicht, weil der Schuldenstand mittlerweile viel höher ist. Oder die Einbahmen geringer. Das ist völlig nebensächlich.

Ihnen als Privatperson würde 0,1 % Zinsen das Genick brechen, wenn die Schulden 10 Millionen betragen würden, mit 12 % Dispozinsen kommen sie aber wahrscheinlich gut klar.

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Maya2003 03.09.2012, 07:56
137.

Zitat von sichersurfen
Wie Sie, habe ich jetzt auch freundlich gelächelt. Was jetzt von Rajoy vorgeschlagen wird - vermutlich abgestimmt mit seinen und unseren Freunden in Frankreich und Italien - wäre doch vor einigen Jahren undenkbar gewesen. Ich betrachte dies - weil ich ja auch das große Ziel, das Vereinte Europa, vor Augen habe - als großen Erfolg für Frau Merkel. Es ist doch ganz erstaunlich, Frau Merkel führt Europa. Da hätte Sie doch auch von Ihnen eine klitzekleine Anerkennung verdient.
Die Frau ist so genial, da haben Normalos wie ich einfach Probleme ihren geschickten Finten und Wendungen zu folgen.
Am Ende versteht sie wohl selbst nicht mehr was ihre Position ist; bekanntlich ist die Dame sehr biegsam - besonders wenn sie ihre Kanzlerschaft bedroht sieht.

Also zahlen WIR, laut jauchzend Europa und den Euro preisend, der Freundschaft unserer Partner sicher; voran zu neuen Ufern.

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Maya2003 03.09.2012, 08:01
138.

Zitat von quotenmann
erklärt, dass Eurobonds maximal Ramschniveau habnen werden. Ich kann überhaupt nicht begreifen, wieso diese Sau immer und immer wieder durch das Dorf getrieben wird. Das einzige Ergebnis von Eurobonds wird eine Verteilung der Schulden auf alle sein und anschließend knallt es, weil keiner mehr die Zinsen bezahlen kann. Im Interesse unserer Kinder sollten wir da nicht mitmachen.
Wer braucht noch Eurobonds wenn die EZB unbegrenzt Geld drucken kann, die wertlosen Anleihen der Südländer als "Sicherheiten" akzeptiert und das Zinsniveau dieser Staaten "regelt" ?
Merkel hat fertig - Draghi regiert; und Weidmann tobt wie Rumpelstilzchen, belächelt und ignoriert.

DIESMAL haben die Südstaaten gewonnen. Eurobonds oder den ESM braucht kein Mensch mehr; Monti, Rajoy, Samaras, Draghi und ihr neuer Freund Hollande haben unsere FDJlerin ausmanövriert - ganz solidarisch und in tiefer Freundschaft.
Die Zeit des Sparens ist vorbei - nur die Deutschen merken es wieder als letzte.

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Worldwatch 03.09.2012, 09:29
139. Das "EUro" Spiel waere sofort aus wenn ...

Zitat von sysop
"Wir müssen jetzt darüber diskutieren": De
... man den heimatlichen Souveraen dazu im Wege des Plebiszit -endlich und erstmals- demokratisch und freiheitlich einbinden wollte.

Das ganze Schmierentheater "EU&ro" laeuft doch sowieso nur noch deshalb, weil demokratisch-freiheitliche Wege komplett abgeschafft wurden.

Wo liegen denn noch deutliche System-Unterschiede zwischen der "EU&ro"-Zone und diktatorischen Regimesystemen in anderen Teilen der Welt?

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