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Schuldenkrise: Zwei Großpleiten gefährden spanische Banken
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Spaniens krisengeschüttelten Banken drohen neue Belastungen. Zwei große Investmentfirmen des Landes mussten laut Presseberichten Insolvenz anmelden - angeblich weil sie einen Milliarden-Kredit nicht zurückzahlen konnten.

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graphicdog 03.10.2012, 15:18
10. Soso

Zitat von sysop
Spaniens krisengeschüttelten Banken drohen neue Belastungen. Zwei große Investmentfirmen des Landes mussten laut Presseberichten Insolvenz anmelden - angeblich weil sie einen Milliarden-Kredit nicht zurückzahlen konnten. [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schuldenkrise-i
Zwei Großpleiten gefährden Spaniens Banken?
Ich dachte Banken währen "systemrelevant". Jetzt sind plötzlich schon "zwei Investoren" systemrelevant?

Müssen die 99% demnächst vielleicht einzelne Personen "retten"?

Dann endlich hätte dieses kanke System seinen wahren Sinn gezeigt.

graphicdog

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de-fakto 03.10.2012, 15:20
11. Wir leben in einer Deppenkratie....

Zitat von peterwmeisel
Es wird nach fünf Jahren höchste Zeit die Banken Pleite gehen zu lassen! Banken wie Geld haben eine Funktion, die Metamorphose von der Warenform zur Geldform und zurück zu gewährleisten. Mehr nicht. Dafür hatten wir Bank-Beamte! Zocker haben kein Recht mein Geld zu verspielen. Die Menschen sind zu retten nicht die Casinos!


....und das bedingt, das es erst zum Kollaps kommen muß bevor sich ansatzweise was ändert.
Leider gibt es bei uns nur noch eine Partei mit passenden Paradigmen.

Den Rest müßten Sie erst mal eliminieren.Sonst wird das nichts.

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graphicdog 03.10.2012, 15:26
12. Wenn dem so wäre

Zitat von Zorpheus
Ich würde die Schuld nicht bei denen suchen, die das Geld verleihen, sondern bei den Schuldnern. Es sind die Politiker, die die Schulden aufgenommen haben, um mit Geschenken an die Wähler zu punkten. Es sind die Wähler, denen die langfristigen Folgen dieses Handelns nicht bewusst sind (bzw. waren). Ja, ohne ihre Kreditgeber hätten sich die Staaten nicht so stark verschulden können. Aber die Zinsen werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Das heißt, dass sie deutlich höher gewesen wären, und diese hohen Zinsen hätten die Staaten am Auftürmen solch großer Schuldenberge gehindert. Aber ob die Zinszahlungen dann letztlich niedriger wären ist doch mehr als fraglich. Und es sind auch nicht nur die Banken, sondern vor allem auch Lebensversicherungen, die Staatsanleihen kaufen.
Wenn das stimmen würde, wieso geht es dann 99% immer schlechter, während 0,1% immer reicher werden?

Hätten sich die Staaten verschuldet, um Geschenke zu verteilen, wurden diese Geschenke ziemlich ungleich verteilt, finden Sie nicht?

graphicdog

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kritikus_49 03.10.2012, 15:44
13. Und wen gefährden die Großpleiten der Banken?

Den Euro. Wenn der Euro stirbt, stirbt Europa!!!
Nein: Wenn der Euro bleibt, stirbt Europa. Also endlich raus aus dem Euro. Niemand will Deutschland als "wohlwollenden Hegemon" haben ...
Wenn Banken mit geöffneter Geldschleuse Fehlinvestitionen finanzieren, entsteht Armut und zwar für alle. Die Griechen sind doch nicht schlechter als die Deutschen. Sie haben auf Pump, der über die Banken und ihre Politiker als problemlos verkauft wurde, bei den produzierenden eingekauft. Wie bei jeder Pleite ist am Ende eben der Lieferant, der Dumme und jede Firmenpleite hat soziale Folgen. Eine Staatspleite folglich hat schwere soziale Folgen für die Bürger des Staatsgebietes. Aber die kommen nicht wie ein Unwetter von heute auf morgen. Es sind die Sünden der Vergangenheit, die einen halt irgendwann immer einholen. An sich ist das ja nichts Unbekanntes, aber man kann damit halt keine Wahlen gewinnen. Daran liegt es.

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neuronenzenker 03.10.2012, 15:47
14. einfache Losung

Banken einfach sterben lassen, Bürger retten. So ist es im Moment in Island... da erholt sich die wirtschaft nämlich, Euro ist am Ende

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Torfkopp 03.10.2012, 16:18
15. Ja eben.....

Zitat von graphicdog
Wenn das stimmen würde, wieso geht es dann 99% immer schlechter, während 0,1% immer reicher werden?[...] graphicdog
Es ist doch völlig bizarr !!
Man stelle sich einmal folgendes vor :

Es kommt eine Person und (was wohl nie passieren wird) schenkt einem 10 Millionen - einfach so.
Bei 2% Verzinsung p.a. sind das 200.000,- Zuwachs im ersten Jahr.

Angenommen, man hätte ein erträgliches Auskommen OHNE die 10 Millionen - es wächst und wächst und wächst dank Zins und Zinseszins.

Was wird dafür geleistet ?
NICHTS, absolut NICHTS....

Da es sich jedoch um Auszahlungsansprüche handelt und nirgendwo auf der Welt eine "Zinsgewinndruckerei" existiert, müssen für diese Form des Müßiggangs irgendwo Menschen arbeiten...

Und das finden manche in Ordnung.......

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glücklicher südtiroler 03.10.2012, 16:52
16. Spaniens desaströse Lage...

Zitat von sysop
Spaniens krisengeschüttelten Banken drohen neue Belastungen. Zwei große Investmentfirmen des Landes mussten laut Presseberichten Insolvenz anmelden - angeblich weil sie einen Milliarden-Kredit nicht zurückzahlen konnten. [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schuldenkrise-i
Spaniens Lage ist dermaßen desaströs daß noch innerhalb Oktober mit einem Antrag an die EZB sie möge spanische Bonos auf dem Sekundärmarkt aufkaufen; zu rechnen ist. Gerüchte sagen es könnte noch dieses Wochenende sein; das wird heftigst dementiert...
Die Gründe für das Gesuch sind sowohl politische als auch wirtschaftliche. Spaniens Arbeitslosigkeit hat ein Rekordhoch erreicht und liegt stabil über 25%, viele Familien haben überhaupt kein Einkommen; Spaniens Refinanzierungskosten bleiben zu hoch und meist jenseits 6% für 10jährige Bonos; unter diesen Bedingungen ist es unmöglich daß Spanien seinen Refinanzierungsbedarf für 2013(207 Mia. €) selbst stemmen kann; zudem sind mehrere Regionen sind praktisch zahlungsunfähig, darunter Katalonien. Politisch preist der Markt nun auch die politische Instabilität Spaniens ein; besonders den aufkeimenden Separatismus. Niemand investiert in ein Land wenn es nicht sicherstellen kann ob es in einigen Jahren noch ein Land ist. Bei einer Abspaltung gehen beide früheren Teile wohl default; was für Europa sehr teuer wird und 'nebenbei' eine politische Fraktur in der Union selbst und einen juridischen 'vulnus' schafft. Beides kann die EU nicht brauchen weil die Umgebung bereits seit Monaten anzweifelt ob der € zusammenbleibt. Da will der Markt Fakten sehen. Das muß Spanien selbst lösen; und Europa muß in dieser Frage klar Stellung beziehen. Eine gute Aufstellung der Lage...
http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-spanien-der-rettungsschirm-und-die-bremse/70098976.html

Es geht aber um weit mehr; Spanien wird das 'Schlachtfeld' sein wie sich die zukünftige EU entwickeln wird. Dazu ein guter Artikel:
"Berlin vs. Rome: A Tale of Two Visions"
http://online.wsj.com/article/SB10000872396390444138104578028262021782472.html
"As far as Rome is concerned, Italy—like Spain—has agreed to all the conditionality necessary to allow the ECB to fulfill its obligations as a central bank. It believes Berlin has a moral obligation not to stand in its way. Spain is now the battleground for two competing visions of how the euro zone should operate. What happens next in the euro crisis depends largely on whether Berlin or Rome blinks first."
Es lohnt sich den ganzen Artikel zu lesen. Das ist die eigentliche Frage. Die USA befinden sich derzeit im Wahlkampf; dannach werden sie wieder kräftig mitmischen; immer ihre politischen, wirtschaftlichen und besonders die geostrategischen (Nato)Interessen im Auge...

Schian Gruaß...

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eks2040 03.10.2012, 17:00
17. Spanien Krise

Die Spanische Regierung waegt noch ab ob sie die Hilfe in Anspruch nehmen will, waehrend die Geberlaender schon im Obligo sind... das ist verrueckt. Beispiel: Kranke ohne Versicherungsschutz und auch ohne -kosten sollten nicht auf dem Wege zum Krankenhaus die Moeglichkeit haben per Anruf/Abruf die Versicherung zu verpflichten fuer alle Kosten aufzukommen, ueber Selbstbeitrag wird spaeter vehandelt.... Leider sind alle normalen Gepflogenheiten laengst ueber Bord gegangen. Die Haftung haben wir, die Buerger. Karl

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chakaa 03.10.2012, 17:16
18. Trennung von Geschäftsbanken und Zockerbuden

Die betrügerischen Zockereien der ehrenwerten Herren Sachs und Morgan (u.a.m.) waren maßgeblich Schuld am Crash von 1929.

Nach dem Crash hatte Roosevelt endlich die Trennung von Geschäftsbanken und Zockerbuden (AKA "Investmentbanken") durchgesetzt. Leider zu spät.
Und inzwischen haben die Bankster das natürlich wieder rückgängig gemacht.

Dadurch sind die Banken "too big to fail". Weil die halbwegs seriösen Geschäftsbanken mit fallen, wenn sich die Zockerbuden verspekuliert haben.

Daher muss auf die Agenda als Nummer 1:
Trennung von Geschäftsbanken und Zockerbuden

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Tatsächlich 03.10.2012, 17:17
19. Easy

Die ganzen Diskussionen sind überflüssig: Zwingt sie alle, mindestens 30, wenn nicht 50% Eigenkapital vorzuhalten, dann besinnen sie sich auf ihre Kernaufgabe der Kreditvergabe und machen nur dezente Trades mit Risikokapital. Mit eigenem Geld sind selbst diese Buden vorsichtig wie die meisten Privatpersonen auch. Sollte da was schieflaufen, kommen Aktionäre/Gremien und feuern alle Verantwortlichen ohne Ausnahme, so einfach wäre die Welt zu kontrollieren. Aber nein, nur Gierschlunde und Psychos überall in dieser Branche...

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