Forum: Wirtschaft
Schuldenland Bremen: Die Griechen von der Weser

Sie haben die gleiche horrende Pro-Kopf-Verschuldung - und das ist nicht die einzige Parallele zwischen Bremern und Griechen: Auch in dem norddeutschen Stadtstaat wird rigoros gespart. Trotzdem ist kein Ende der Krise in Sicht. Ein Besuch.

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Foul Breitner 23.07.2011, 15:58
90. Naja

Zitat von blitzableiter
Deutsche fressen auch mal was aus. Nicht so knickerig sein ;-)

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onecomment 23.07.2011, 16:04
91. ...

Zitat von weltbetrachter
Mut und Mumm ist gefragt - gibt es einen Politiker in diesem Land der beides hat? Dann mal los !!!
Erstmal frage ich mich wer der EINE sein soll. Desweitern wissen Sie wohl nicht wer eine solche Fusion überhaupt zu bestimmen hat. Desweiteren können Sie mir gerne erklären wie durch eine Fusion aus armen Regionen in Deutschland reiche werden sollen. Mit dieser Lösung können Sie üübrigens weltweit Karriere machen.

Da Sie selber auf einen Heilsbringer warten, erwarte ich auch keine Antwort.

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Foul Breitner 23.07.2011, 16:06
92. syke

Zitat von 123Bremer
Erstens: Seit in den 70ern das Steuerrecht in der Art reformiert wurde, dass Steuern nicht mehr am Arbeitsort sondern am Wohnort zu entrichten sind, ist Bremen stark benachteiligt, da sehr viele der gut und besser Verdienenden in die niedersächsischen Umlandgemeinden gezogen sind, wo es noch Platz für ein freistehenden Haus mit Garten gab und gibt. D.h. Steuergelder, die eigentlich in Bremen erwirtschaftet werden, fließen in niedersächsische Kassen. Ein Länderfinanzausgleich ist an dieser Stelle also absolut gerechtfertigt.
Der müßte dann allerdings aus Syke kommen und nicht aus Stuttgart.

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Foul Breitner 23.07.2011, 16:12
93. Hh

Zitat von 123Bremer
Zweitens: Der deutsche Wohlstand hängt am Tropf der Exportwirtschaft. Das BL Bremen/Bremerhaven ist momentan der wichtigste Exporthafen der Republik, bspw. besonders für die Automobilindustrie. Im Klartext: Unzählige Autoexporte laufen über Bremerhafen in die Welt und sichern damit auch unzählige Arbeitsplätze gerade in Süddeutschland, ohne dass Bremen viel davon hätte, denn Hafenarbeiter o.Ä. werden heute ja kaum noch benötigt. Eine finanzielle Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg ist daher doch moralisch nicht zu verwerfen.
Was ist hier das Argument ? Wenn Bremen der wichtigste xporthafen ist, ist das doch gut für das Land.

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Foul Breitner 23.07.2011, 16:16
94. Spiegel Leser wissen mehr !

Zitat von kästchen
Immerhin wird in Bremen noch einiges in Bildung investiert, nicht nur Erstbildung, sondern auch im zweiten Bildungsweg (eine wichtige Sache!!). Bildung jeglicher Art, und sei es nur VHS, bringt was.
siehe hier. http://www.faz.net/artikel/C30857/br...-30143370.html und hier http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...511763,00.html

ist es mit dem "gemeinsam lernen in einer Schule für alle" nicht so weit her bei den Strategen aus dem Viertel.

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Medienkritiker 23.07.2011, 16:18
95. ...

Die Misere der "Briechen" haben einzig und allein die Bankster zu verantworten...schickt Herrn Ackermann endlich ins Exil auf Zypern;)

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spiegelstrich 23.07.2011, 16:38
96. Bremen fusionieren!

Zitat von onecomment
Das würde ich auch mal gerne wissen. Was kann denn durch eine Fusion eingespart werden? Meinen Sie Stadt wird dann zB zentral aus Hannover ohne mehr an Personal verwaltet? Infrastruktur gibt es konstenfrei ebenfalls hinzu? Macht das ganze Volkswirtschaftlich einen Unterschied?
Sicherlich würden einige Politiker ihren Job verlieren. Diverse Gerichte fallen mir sofort ein. Diverse andere Beamtenjobs auch. Natürlich rechnet sich das. Nur Mut, das wird schon.

Zitat von onecomment
Und ich leben nicht im Exporthilfswerk für die Auto und Maschinenbauindustrie im Süden.
Gerne, bitteschön. Genau, Autos sind doof. Strom kommt aus der Steckdose und Geld aus dem Automaten. Ich denke BW+BY könnten sich den schönsten Hafen der Welt leisten, wenn der Länderfinanzausgleich nicht bestünde. Und dann? Wer braucht hier wen?

Zitat von onecomment
Glücklicherweise regiert in einigen Teilen der Gesellschaft das Geld noch nicht über alles.
Schöne Formulierung. Höre/Lese ich häufiger von Personen, die eiskalt und zielstrebig von dem Geld anderer Leute profitieren (wollen). Bei der derzeit bei Heidi-Idyll-Anhängern liegenden Deutungshoheit ist der Satz leicht gesagt. Ich würde ihn jedoch anders formulieren, um das Problem Griechenland wieder in den Fokus zu bringen: Unglücklicherweise geht es immer mehr Menschen am A**** vorbei, wo das Geld her kommt, das sie durchfüttert.

Mit der Vergemeinschaftung der Schulden lohnt es sich nicht mehr etwas zu leisten, sondern die ganze Anstrengung in Mittel und Wege hineinzustecken, über die man so viel wie möglich aus dem Topf herausbekommen kann.

Was macht Bremen, wenn BW und BY nicht mehr zahlen? Fachkräfte sind in BW und BY sehr gesucht. Und der Rest. Ach, da sind wir wieder beim Sozialstaat und der Frage, wo das Geld herkommt. Natürlich aus dem Automaten...

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onecomment 23.07.2011, 16:45
97. ...

Zitat von husker
Man spart sich zumindest den doppelten Beamtenapparat und macht aus unfähigen Landespolitikern wieder das, was sie sind - Kommunalpolitiker.
Das glauben auch nur Sie. Es werden weiterhin Beamte in der Bremer Verwaltung (Stadtverwaltung, Bauämter, Einwohnermeldeamt usw) sitzen. Polizisten und Lehrer werden auch nicht weniger.

Ausserdem hat eine Stadt ganz andere Verwaltungsstrukturen als ein Flächenland

Ansonsten lesen Sie sich das hier zum Thema Nordstaat durch. So eindeutig sind die Vorteile einer Zusammenlegung nicht.

http://www.hamburgische-buergerschaf...=166&cont=2367

Zitat von husker
Oder aber, jemand mit viel Zeit verklagt einfach die BRD wegen der Stimmendiskriminierung im Bundesrat.
Sie können es ja mal probieren. Sie könnten ja zumindest im Ansatz mal erklären warum diese Besonderheit in unserem föderalen System nicht zulässig sein soll.

Zitat von husker
Einige nordöstliche Bundesbürger sollten begreifen, dass Wohlstand erarbeitet und nicht erbettelt oder erlabert werden muss.
Sie meinen zB Bayern, die jahrelang Gelder für den Aufbau einer wirtschaft erhalten haben?

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ford 23.07.2011, 16:50
98. Richtigstellung

>> Erst nach vier Jahren Pause und mit einem neuen Konzept
>> wurden die Hallen des Space Park 2008 als
>> Einkaufszentrum "Waterfront" wiedereröffnet.

Das stimmt so nicht ganz. Es war immer geplant am
Space Park auch ein Einkaufszentrum zu platzieren.
Man hatte sicherlich auch etwas Pech mit dem Zeit-
Punkt der Eröffnung da der Handel gerade in seiner
tiefsten Depression war. Inzwischen hat sich das
Kino an gleicher Stelle durchaus etabliert und
das Einkaufszentrum mit seinem Primark lockt Kunden
aus dem bereits damals gewünschten Einzugsgebiet an.

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randhesse 23.07.2011, 16:52
99. Diddl in Heidelberg verloren

Zitat von Fermi
Man muss sich allerdings fragen, warum Bremen ein selbständiges Bundesland sein muss. Der Bremer Innensenator hat deutlich weniger Mitarbeiter als der Kölner Ordnungsamtsleiter, spricht aber bei der Innenministerkonferenz mit. Bremen und Bremerhaven müssten schleuningst dem umgebenden Niedersachsen zugeordnet werden. das würde wenige Stelle in der Verwaltung (bei den bösen Beamten!) sparen, aber sehr viel im politischen bereich des Senates.
Und genau da liegen Sie wohl eher falsch.

Mit Ausnahme der Landesvertretung in Berlin und beim Bundesrat besetzt der Bremer Senat wohl keinerlei andere Posten auf "Bürgermeisterebene" als jede vergleichbare Großstadt, und hat auch keinen anders gearteten "bürokratischen Wasserkopf" als eben diese.

Weshalb ein Lösungsansatz für die Finanzmisere auch für alle anderen Großstädte sehr ähnlich aussehen dürfte:

Einen Ausgleich für das Abwandern finanzstarker Einwohner und vieler neuer Betriebe in die "Speckgürtel" jenseits der Stadtgrenzen zu finden, und vor allem das immer weitere Austrocknen der "originären" kommunalen Einnahmequellen, wie v. a. der Gewerbesteuern, zu stoppen, oder gar wieder höhere Einnahmen zu ermöglichen.

Zur Zeit verlieren die Kommunen nach wie vor immer mehr von ihrer Finanzierungsbasis, bekommen mehr Lasten "aufgedrückt", und werden mit "Brotkrumen" aus Bundeseinnahmen wie der Mehrwertsteuer abgespeist.

Letztlich nichts weiter als ein "Verschiebebahnhof" für Bundes- und Länderschulden, die vom "eigentlichen Verursacher" ablenkt, und damit schlicht Unredlich ist.

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