Forum: Wirtschaft
Schuldenpolitik: Italiens neue Sündenböcke
Tony Gentile / REUTERS

Die italienische Regierung steuert einen harten Konfrontationskurs gegen die EU. Aber zwei im Team, der Ministerpräsident und der Finanzminister, widersetzen sich. Ihre künftige Rolle ist damit klar.

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spon1899 11.06.2019, 21:52
1.

Wenigstens noch zwei vernünftige Leute mit Rückgrat in Italien. Glücklicherweise Ministerpräsident und Finanzminister. Die Braunen Lügen sowieso nur und deren Blödsinn ist es nicht zu finanzieren. Wenn Populisten auf Realitäten treffen.....

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RalfHenrichs 11.06.2019, 22:15
2. Italien sollte sich von den neoliberalen Ideologen trennen

Der Weg, den Italien gehen will, ist ja ökonomisch sinnvoll: in Phasen von Niedrigzinsen und hoher Arbeitslosigkeit ist Stärkung der Investitionen und Entlastung, um die Binnennachfrage anzukurbeln. Die Schuldenregelung der EU hatte noch nie irgendeine ökonomische Grundlage.

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hausfeen 11.06.2019, 22:18
3. Mindestlohn ist eine gute Sache, aber muss aus Umverteilung ...

... finanziert werden. In ihrer Not könnte die Lega zu etwas gezwungen werden, was sie bestimmt nicht mag, aber dennoch richtig ist: eine Vermögenssteuer. Solange halt, bis der Staat saniert ist. Ja, ich weiß, die Schlange windet sich. Aber wenn es keinen anderen Ausweg gibt?

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gluonball 11.06.2019, 22:24
4. Fairness

Tut mir leid aber so oft wie Deutschland die Grenze gerissen hat sollte es auch den anderen erlaubt sein. So einfach ist das.
Alles andere wäre verlogen und unfair. Da braucht man echt kein Fass aufmachen.

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haarer.15 11.06.2019, 22:39
5. Brüchige Konstellation

Salvini und di Maio geraten eben jetzt auch an ihre politischen Grenzen. Der aggressive Ton und die andauernden Querschläge gegen Europa, das zahlt sich nicht aus. Dafür ist auch der Hebel zu kurz. Italien ist mit seiner Haushaltspolitik verloren und gescheitert, die Wähler werden von Salvini und Co. permanent mit zig Illusionen hinters Licht geführt. Den Ernst der Lage begreifen sie leider nicht. Diese Regierung hat wohl keine lange Lebenszeit mehr. Sie wird in Kürze zerbrechen. Tut mir leid für die beiden Besonnenen, die den Schuss gehört haben und ihren Verstand noch einsetzen.

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Shismar 11.06.2019, 23:08
6. Klar doch

dann soll Italien eben auch sparen. So wie die deutsche Regierung als sie die 3% gerissen haben. Wollen sie aber nicht.- Fair ist was anderes.

Es gibt auch keine globalen oder italienische Wirtschaftskatastrophen, die einen Verstoß gegen die Verschuldungsgrenze zulassen würden. Geld verteilen wollen das man nicht hat zählt dafür nicht.

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pepe83 11.06.2019, 23:20
7. An die Regeln halten

Ein wenig scheinheilig ist das schon. Deutschland und Frankreich haben die Regeln mit als Erste gebrochen. Andere EU-Staaten haben sie auch schon gebrochen. Und die deutsche Regierung macht seit drei Legislaturperioden nichts anderes, als immer neue Umverteilungsprogramme aufzulegen, anstatt Schulden abzubauen. Die Kritik an Italien ist inhaltlich berechtigt. Mich wundert einfach, warum diese Kritik nicht auch an Anderen geübt wurde und wird.

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geotie1 11.06.2019, 23:43
8.

Zitat von gluonball
Tut mir leid aber so oft wie Deutschland die Grenze gerissen hat sollte es auch den anderen erlaubt sein. So einfach ist das. Alles andere wäre verlogen und unfair. Da braucht man echt kein Fass aufmachen.
Und Sie meinen, danach wird es besser? Sie meinen, die Italiener stehen da wo Deutschland heute steht? Sie meinen, weil die Bankeinemeine Millionen Euro gibt, dass die dann auch jeder andere eine Millionen Euro geben muss? Tut mir leid, aber so läuft das nicht!

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SPONgeBoy 12.06.2019, 00:32
9. @gluonball

Es ist also in ihrer Sichtweise „Fairness“, den anderen EU-Mitgliedern ebenfalls zu erlauben, die Richtlinien zu reißen, weil Deutschland sie auch vor vielen Jahren nicht eingehalten hat? Diesen bizarren Vergleich können sie nicht wirklich ernst meinen, oder gehen Sie auch bei Rot über die Straße, nur weil ihr Vorgänger dies tut? Der Bruch von Regeln legitimiert nicht den eigenen Regelbruch.

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