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Schuldenverhandlungen mit der EU: Griechen erwarten von Tsipras maximale Härte
AFP

In Griechenlands Regierungspartei Syriza werden Stimmen laut, lieber aus dem Euro auszutreten als neue Sparauflagen der EU zu akzeptieren. Gleichzeitig fordern zwei Drittel der Bevölkerung von Premier Tsipras, nicht nachzugeben.

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aprior 27.05.2015, 18:48
350. Zeitsprung

In Griechenland kann man sehen was auf Deutschland in 15 - 25 Jahren auf uns zukommt. Wir haben auch ausufernde öffentliche Gehälter respektive Pensionslasten, Staatsdefizit sowie verdeckte und offene Fehleinvestitionen des Staates wie Hartz IV, der gesamte familienpolitische Förderunsinn wie Herdprämie etc... Laßt den Menschen mehr Geld und weniger Umverteilung, dann bräuchten die den gesamten staatlichen Quatsch nicht. Es gab immer schon 2 Arten von Mitmenschen: 1. die dienen wollten, die immer die Zeche gezahlt haben und werden. 2. die nicht dienen wollten oder konnten, die üben Macht aus mittels Bürokratie, die nie einen nennenswerten Beitrag zu einer Volksgemeinschaft beitragen, da sie nur Geld, Zeit und auch Nerven kosten. In Griechenland ist das bereits schon seit mehr als 3 Generationen so. In Deutschland sind wir auf dem Weg, wenn ich schon mitkriege, dass Schüler als Berufsziel Hartz IV angeben, dann läuft es schon lange in die falsche Richtung. Am Ende einer solchen Entwicklung steht immer eine Diktatur von links oder rechts. Siehe die vielen Beispiele in der Geschichte. Leute Ihr werdet von den Politikern immer an der Nase durch die Arena gezogen und zahlt am Ende für die Zeche.

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elikey01 27.05.2015, 19:27
351. Der Halbzeitwert von Versprechungen

Zitat von luny
Hallo Spiegelleserin57, es wäre tatsächlich Zeit, einmal das gemeine Volk zu fragen, ob es in der EU- bzw. der EUR-Zone bleiben will. Die selbsternannte politische "Elite" entschied quasi im Alleingang, weil ALLE davon profitieren und es NIEMANDEM schlechter gehen wird als vorher. An ihren Worten sollte der Souverän sie messen. Die ganzen Versprechungen haben sich in der Praxis als unhaltbar erwiesen. Deshalb erwarte ich jetzt ENTSCHEIDUNGEN, und zwar von besagter selbsternannten politischen "Elite", die die begangenen Fehler rückgängig machen. Dieses jahrelange Rumgewürge ist erbärmlich und nützt niemandem, außer den Status Quo zu erhalten, der der selbsternannten politischen "Elite" ihre Macht und ihre Pfründe sichert. LUNY
#308
Hallo, LUNY,

Die Griechen haben offensichtlich/womöglich auf besond. eindrucksvolle Weise bewiesen, dass sie an die (Wahlkampf-)Versprechungen, die u.a. z.B. 1998 KOHL, Waigel & Co. vollmundig wirklich "glaubten":

"Der €uro ist die (Wunder)währung, die dafür sorgt, dass es allen besser, niemandem schlechter geht, vor allem auch, weil kein Staat für die Schulden eines anderen haftet."

Also wollten die Griechen mit ihrer Lebensweise - mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Wahlgeschenke-Regierungen - wohl "nur" beweisen, wie RECHT KOHL, WAIGEl & Co. mit ihren Versprechungen hatten.
Und lebten mit dem €uro und den billigen Krediten neben dem EU-Mrd. aus Brüssel herrlich und in Freuden ein mediterranes Fakelaki.

Denn tatkräftig unterstützt hat das auch Brüssel mit den weitgehend ohne Auflagen und unkontrolliert nach FAKELAKI-GR fließenden Mrd. seit 1981.

Die Griechen vertrauten eben weniger ihrem Staat, dafür umso mehr den deutschen Politikern (?). Und möchten deshalb wohl auch weiter vom deutschen Vater Staat und seiner Mutti bemuttert werden.
Und können daher nicht verstehen, wieso gerade von ihnen "Sparen" und "Reformen" verlangt werden, weil es damit doch vielen schlechter geht - wie in DEU eben auch.

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jayjo77 27.05.2015, 19:39
352.

Zitat von aprior
In Griechenland kann man sehen was auf Deutschland in 15 - 25 Jahren auf uns zukommt. Wir haben auch ausufernde öffentliche Gehälter respektive Pensionslasten, Staatsdefizit sowie verdeckte und offene Fehleinvestitionen des Staates wie Hartz IV, der gesamte familienpolitische Förderunsinn wie Herdprämie etc... Laßt den Menschen mehr Geld und weniger Umverteilung, dann bräuchten die den gesamten staatlichen Quatsch nicht. Es gab immer schon 2 Arten von Mitmenschen: 1. die dienen wollten, die immer die Zeche gezahlt haben und werden. 2. die nicht dienen wollten oder konnten, die üben Macht aus mittels Bürokratie, die nie einen nennenswerten Beitrag zu einer Volksgemeinschaft beitragen, da sie nur Geld, Zeit und auch Nerven kosten. In Griechenland ist das bereits schon seit mehr als 3 Generationen so. In Deutschland sind wir auf dem Weg, wenn ich schon mitkriege, dass Schüler als Berufsziel Hartz IV angeben, dann läuft es schon lange in die falsche Richtung. Am Ende einer solchen Entwicklung steht immer eine Diktatur von links oder rechts. Siehe die vielen Beispiele in der Geschichte. Leute Ihr werdet von den Politikern immer an der Nase durch die Arena gezogen und zahlt am Ende für die Zeche.
Eigentlich kann ich mich Ihrem Beitrag nur anschließen, aber Hartz IV als "Fehlinvestition" zu bezeichnen, geht ja garnicht. Wenn genug Arbeit vorhanden ist, arbeiten die Menschen auch. Das Problem sind nicht die Menschen, sondern, dass es keine Arbeit für alle gibt. Der Anteil derer, die nicht arbeiten wollen – oder z.T. können, leiden oftmals an psychischen Störungen. Aber den Anteil derrer kann man vernachlässigen. Jedem Menschen steht das Nötigste zu – Dach über dem Kopf, Strom, Wasser, med. Verorgung – ohne wenn und aber. Und dieses HARTZ IV Bashing ist einfach nur nach unten treten!

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aprior 28.05.2015, 08:40
353. Fehlkonstruktion / Fehlinvestition

Jayjo77 es ist von meiner Seite kein Hartz IV-Bashing, sondern die Kritik an dem Politikerbetrieb, der es nicht schafft eigens gestellte Ziele zu verwirklichen und dabei so uneffizent zu sein wie es nicht mehr geht. Eigentlich sind die Hartz IV-Verwalter und der Behördenbetrieb eine Fehlinvestion, da hier bürokratisch gehandelt wird und zwar nicht zum Nutzen der Menschen. Auch die Hart IV Empfänger ob krank, arbeitsunfähig oder nicht haben gegenüber der Solidargemeinschaft nicht nur Ansprüche. Wenn unser ach so tolle Sozialstaat nicht so teuer wäre mit den Lohnnebenkosten und frühen Eingreifen der Steuer, hätten wir auch noch Arbeitsplätze für solche Leute. Welcher Unternehmer holt sich Kosten ins Haus ohne die Produktivität zu bekommen? In früheren Zeiten gab es nahezu in jedem Betrieb ein sogenanntes "Faktotum". Das ist lange her, aber die Integration von solche nicht immer produktiven Personen, leistet sich nahezu kaum noch ein Unternehmen.

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heiko1977 28.05.2015, 17:07
354.

Zitat von schwaebischehausfrau
Das Märchen, dass die böse Troika den letzten griechischen Regierungen verboten hätte, ihre Vermögenden zu besteuern, wird leider nicht wahrer dadurch, dass man es ständig wiederholt. Die jetztige IWF-Chefin (damals französische Finanzministerin) selbst hat den Griechen die "Lagarde-Liste" mit tausenden Schwarzgeld-Konten überreicht. Ergebnis bis jetzt: weniger als 50 Fäller überprüft. Und hindern böse "ausländische Mächte" die sog. neue "linke" Regierung daran, endlich ihre Reeder-Milliardäre zu besteuern, die lächerlich niedrigen Steuern für Kapitalerträge (ganz sicher keine "Armen-Steuer" zu erhöhen oder Steuern auf Immobilienvermögen einzuführen? Im Gegenteil: Die EZB hat erst vor ein paar Wochen wieder kritisiert, dass das von Syriza geplante Gesetz , das Menschen mit hohem Vermögen und Einkommen bis zu 50.000 (!!!) Euro vor Immobilien-Verlust schützt (und dafür sorgt, dass diese Leute ihre Kredite weiter nicht bedienen müssen ohne Angst vor Sanktionen haben zu müssen).
Die Lagard-Liste wird bearbeitet, aber auf Grund der Sparmassnahme für die auch der IWF verantwortlich ist, hat der grieichische Staat zu wenige Finanzbeamte für die Prüfung. Wissen Sie ich kann nicht zu erst jemandem sagen entlasse dein Personal und anschließend mich über den schlechten Service beschweren und das ich lange auf Bedienung warten muss.
Die Reeder sind weiterhin entlastet, was ich sehr bedauere, weil der KOalitionspartner der Syriza das so möchte. Ausserdem fahren die meisten Schiffe dieser Reeder nicht unter griechischer Flagge sondern sind z.B. in DomRep bzw. in Ländern gemeldet wo sie geringe Steuern zahlen gemeldet. Machen deutsche Reeder genauso.
Die Immobilien Situation ist auch nicht so einfach wie Sie es hier gerne darstellen. In Südeuropa ist das Konzept der Mietwohnung nicht gängig sondern sie erwerben dort eine Eigentumswohnung oder eine Immobilie. So gibt es in Griechenland kaum Mietwohnungen. (Sehr vereinfacht ausgedrückt)

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