Forum: Wirtschaft
Schwache US-Wirtschaft: Amerikas europäische Krankheit

Der US-Wirtschaft geht es miserabel: Die Arbeitslosenzahlen explodieren, die Bürger erfasst die Angst vor dem sozialen Abstieg. Regierung und Notenbank beleben die Konjunktur nun künstlich. Ein riskanter Kurswechsel, meint der Ökonom Thomas Straubhaar. Er plädiert für den klassischen American Way.

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Freifrau von Hase 02.09.2010, 06:57
1. Titel am Morgen, Kummer und Sorgen

"Andernfalls geht das amerikanische Zeitalter in der Tat zu Ende."

Also das wäre nun alles andere als schade oder gar dramatisch sondern in der Tat höchst begrüßenswert.

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EdenIsLost 02.09.2010, 07:10
2. Juhu und so

Ich glaube, dass es egal ist welche weiße Magie die Amerikaner versuchen. Das Jahrhundert der alleinigen Vormachtstellung ist eben vorbei. Amerika muss sich anpassen. Das ist alles. Das wird schmerzhaft, genau wie für uns, aber wir müssen durch.

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Das Grauen 02.09.2010, 07:15
3. "Entfesselung von Marktkräften"

Wie einst Ronald Reagan? Ja, wie hat er denn das einst gemacht, der "big communicator"? Auf PUMP, wortwörtlich, indem der riesige Schulden gemacht und das Geld in die Wirtschaft gepumpt hat! Diese Miliarden auf Kredit haben die Wirtschaft in Schwung gemacht, und nichts anderes. Natürlich alles auf Kosten zukünftiger Generationen. Aber das ist der wahre "American Way" des 20ten und auch 21ten Jahrhunderts: Kaufe jetzt, zahle später. Daß Reagan ein Schuldenbaron war, ist durch Zahlen untermauert, und sollte JEDEM Ökonom, der sich mit den USA befaßt, bekannt sein! Sehen Sie sich z.B. diese Grafik an, die die Staatschulden im Verhältnis zum BSP beschreibt. Ronald W. Reagan's zwei Amtszeiten sind auf der rechten Seite:
http://i307.photobucket.com/albums/n...vatism-3-1.jpg

Also, wo ist der Unterschied zwischen Reagan's Konjunkturprogram und Obama's Stimulus? Kaum einer, nur daß Obama wenigstens ehrlich ist darüber, daß er die Konjunktur mit einem Geldregen für die Binnennachfrage wiederbeleben will! Reagan, dagegen hat so getan als ob sich seine Steurgeschenke von selbst finanzieren und er ein "fiscal conservative" wäre. Der olle Schauspieler.

Also, damit hat sich ja wohl der Gegenstand des Artikels von selbst erledigt! Obama benutzt die gleichen Mittel zur Wirtschaftsankurbelung wie Reagan, und wer könnte amerikanischer sein als Sankt Ronald, der Schutzheilige der Konservativen? Ganz schön peinlich für einen angeblichen Ökonomen, wie Sie hier danebenliegen. Herr Straubhaar!

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roland.vanhelven 02.09.2010, 07:17
4. schoenes bild

Zitat von sysop
Der US-Wirtschaft geht es miserabel: Die Arbeitslosenzahlen explodieren, die Bürger erfasst die Angst vor dem sozialen Abstieg. Regierung und Notenbank beleben die Konjunktur nun künstlich. Ein riskanter Kurswechsel, meint der Ökonom Thomas Straubhaar. Er plädiert für den klassischen American Way.
lustig zu sehen, wie die US buerger fuer ein system arbeiten wollen, das die wirtschaft und privatvermoegen vorsaetzlich mit system zerstoert, indem das kapital vom privaten in den banken sektor transferriert wird. klassisches szenario. thank you, Volcker, Bernanke, and Geithner !

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Sprachrohr 02.09.2010, 07:18
5. Reagans Wirtschaftspolitik

Es ist nur teilweise richtig, dass Reagans Wirtschaftspolitik einem auf den Einzelnen ausgerichteten Vorgehen folgte. In der neoliberalen Ideologie schon, es wurde dort von Möglichkeiten des Einzelnen gesprochen, de facto gab es eine massive staatliche Einmischung in die Wirtschaft über die gigantischen Rüstungsprogramme, die Reagan aufgelegt hat. Reagan ist überhaupt an die Macht gekommen, weil er diese Klientel bedient hat (Iran-Contra Affäre). Zwar gibt es auch gewisse zivile Folgen von Rüstungsprogrammen, etwa in der Luftfahrtindustrie, aber der Großteil des Geldes verpufft. Nur wenn es Obama schafft, diesen Militärisch-Industriellen Komplex (wie man ihn seit Eisenhower nennt) zu verkleinern, wird seine Politik eine Chance haben. Der Rückzug aus dem Irak ist in dieser Hinsicht ein guter Anfang, allein jedoch nicht ausreichend.

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alfredjosef 02.09.2010, 07:23
6. Ansichtssache

Scheint eine reine Ansichtssache zu sein - Argumente oder Beweise werden keine, aber auch gar keine gegeben.

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meinungsherrscher 02.09.2010, 07:34
7.

Zitat von sysop
Der US-Wirtschaft geht es miserabel: Die Arbeitslosenzahlen explodieren, die Bürger erfasst die Angst vor dem sozialen Abstieg. Regierung und Notenbank beleben die Konjunktur nun künstlich. Ein riskanter Kurswechsel, meint der Ökonom Thomas Straubhaar. Er plädiert für den klassischen American Way.
Der Aufstieg der Amerikaner geht einher mit der Eroberung des Westens und der Ausrottung der Indianer. Als das abgeschlossen war zog man weiter, um die Welt zu unterwerfen. Und diesen Weg verlangt Herr Staubhaar nun fortzusetzen.
Mir wird schlecht ...

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großwolke 02.09.2010, 07:35
8. Thema nicht verstanden?

Ich lese hier jetzt schon seit vielen Monden mit, ohne irgendwas zu sagen, aber in letzter Zeit wird eins immer deutlicher: die Schreiberlinge von SPON haben offenbar Spaß daran, jede Menge Unfug vorbei am Grundproblem zu schreiben.

Der amerikanische Arbeiter hat genau das gleiche Problem, dass in Deutschland das Lohnniveau drückt und die hiesigen Sozialsysteme zum Ächzen bringt: wir stehen alle mehr oder weniger direkt in Konkurrenz zum chinesischen (auf die Nationalität kommts dabei gar nicht mal so sehr an) Wanderarbeiter, und solange dieser nicht angekommen ist auf einem für uns akzeptablen Wohlstandslevel, geht das Kapital dahin, wo es die größte Rendite erwirtschaften kann, ungeachtet dessen, dass es sich so den Konsumentenast, auf dem es sitzt, immer weiter absägt.

Ob die Lösung nun in mehr Staat oder mehr Eigeninitiative, besteht, oder vielleicht gar in einer Rückkehr zum einem etwas abgewandelten Protektionismus, das lasse ich mal dahingestellt, für solche Vermutungen stecke ich nicht tief genug drin in der Materie. Aber ganz allgemein würde ich mir wünschen, hier weniger pseudogebildeten Unsinn lesen zu müssen von Leuten, die Zusammenhänge ignorieren, die jeder zweite Trottel auf der Straße kennt und versteht.

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Kurt G 02.09.2010, 07:58
9. Soso

Schon seit Jahrzehnten lebt die USA auf Kredit. Überdimensionierte Häuser der Reichen, 3 Autos beim Mittelstand, Essensmarken für die Armen, Ausverkauf der Industrie.

Dann hat GWB mit seinem religiösem Wahn 8 Jahre innenpolitisch und aussenpolitisch marodiert. Der unter Clinton ausgeglichene Haushalt explodierte ins Soll, allein das Kriegsverbrechen Irak kostete die USA 1000 Mrd Dollar.

Und jetzt soll Obama an allem Schuld sein ? Oder auch nur daran schuld sein, dass nicht sofort wieder reaganeske Goldene Zeiten anbricht ?
Leute, genau das ist die Argumentation der Tea Party.
Sollte Sarah Palin bei den nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnen, so wird die Erde explodieren. Und zwar nicht vor Freude.

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