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Schwache Wirtschaft: Früherer EZB-Vize fordert neue Schulden von Deutschland
Thomas Lohnes / Getty Images

Wie lange hält Deutschland die schwarze Null? Angesichts von Minuszinsen und drohender Rezession erklärt der frühere Notenbank-Vize Vítor Constâncio die harte Haltung der Bundesregierung für wirtschaftlich unsinnig.

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eunegin 24.08.2019, 11:52
10. Er liegt 100% richtig

Leider wollen die Entscheidungsträger gewählt werden und der wirtschafts- und finanzpolitische Kenntnisstand in Deutschland ist eben sehr sehr gering ausgeprägt. Ein Staatshaushalt ist etwas anderes als der eigene Privathaushalt.

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willibaldus 24.08.2019, 11:53
11.

Wir sind bei den Schulden in den Maastricht Kriterien von 60%. Wir können tatsächlich von schwarzer Null auf rote Null umschalten. Damit meine ich, den Haushalt zu vergrössern, aber immer noch weniger als das Wirtschaftswachtum ausgeben. In der nächsten Rezession/Krise werden wir die NettoSchulden eh wieder erhöhen müssen, aber jetzt ist dafür noch nicht die Zeit.

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stefan.martens.75 24.08.2019, 11:53
12. Als nächstes kommt

Die Forderung die Lohnkosten zu senken um den Aufschwung nicht zu gefährden.
Das die schwarze Null in Zeiten der globalen Mega Verschuldung (USA/China/Resteuropa) eine wirklich fragwürdige Politik ist, sehe ich genauso.
Das wir ein Binnennachfrageproblem haben, ist wohl auch unbestritten.
Aber diese Forderung ist trotzdem ziemlich durchsichtig.

Investieren gerne! In Bidung/Justiz/Polizei und von mir aus sogar ins Militär.

Aber wirtschaftsprogramme stehen da ganz weit hinten auf meiner Agenda.
Wobei natürlich letztendlich alles Wirtschaftsprogramme sind wo Geld ausgegeben wird.

Wären sie damit zufrieden?
3000 neue Richterstellen!
4000 neue Lehrer?
1000 neue Staatsanwälte insbesondere für Wirtschaftsrecht?
20 Milliarden in Schulsannierungen?

Würde das der Forderung entsprechen?
Dann bin ich dafür!

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Sonnestrandundmeer 24.08.2019, 11:54
13. Versündigung an den Kindern und Kindeskindern!

Da die Staatschulden Deutschlands bereits 2,063 Billionen Euro betragen (!, Stand 31.12.2018) kann absolut keine Rede davon sein, dass Deutschland nicht genug Schulden habe. Jeder Euro, den wir heute zusätzlich ausgeben, muss von unseren Kindern und Kindeskindern zurückgezahlt werden. Es ist unethisch, ihnen immer mehr Lasten auf die Schulten zu packen. Es ist auch nicht die Aufgabe des Staats, direkt in die Wirtschaft hineinzupfuschen - was dabei herauskommt konnte jeder politisch Interssierte 1990 in der DDR besichtigen - sondern gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Teilnehmer des Wirtschaftskreislaufes selbst investieren. Wenn sie dies, wie aktuell, in einem von der Notenbank als zu gering angesehen Ausmaß tun, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie nicht so positive Erwartungen an die Zukunft haben. Daher sollte die Politik wieder bessere Rahmenbedingungen schaffen. Anders als die sofort wieder verpuffenden Staatsausgaben würde dies auch nachhaltig wirken.

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GutenTagZusammen 24.08.2019, 11:54
14. Schulden ist eine Umverteilung von unten nach oben!

Es wird immer verschwiegen, wer die Zinsen für Schulden zahlt. Die Steuerzahler, also die, die tatsächlich Steuern zahlen. Reiche drücken sich ja darum. Deswegen dienen Schulden nur dazu, weiter von unten nach oben umzuverteilen. Während Reiche nahezu risikolose Geldanlagen beim Staat erhalten, zahlt die breite Masse noch die Zinsen dafür. Das ist eine Umverteilung von unten nach oben. Von den Ökonomen wird das immer Verschweigen. Auch Linke müsste strikt gegen Schulden sein.

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matbhmx 24.08.2019, 11:55
15. Man kann es nicht oft genug ...

... schreiben: Die EZB betreibt mit ihren Minuszinsen und Anleihekäufen das, was die japanische Zentralbank seit 30 Jahren betreibt - und womit diese hoffnungslos gescheitert ist. Im Grunde versucht sich die EZB an uralten Rezepten, weil ihre Verantwortlichen schlicht keine neuen, wirksamen Rezepte kennen. Es wäre ja schön, wenn der Schlauberger von der EZB Mal ganz konkret aufzeichnen würde, welche Investitionen der Staat erhöhen sollte. Im Baugewerbe fehlt es an Kapazitäten, denn dort wird offensichtlich genügend privat investiert. Ich habe bisher keine einzigen anderen Vorschlag gehört, wo der Staat konkret investieren könnte. Richtig ist, dass ein Staat, der Staatsanleihen zu Negativzinsen ausgibt, das Minuszinsgeschäft betreibt. Das wäre ein Ansatz, dass die Bundesrepublik Anleihen künftig zu deutlich positiven Zinsen, nicht unter 2 %, ausgibt.

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krapfen70 24.08.2019, 11:55
16. Das Finanz-System ist am Ende

Wie sollen diese gigantischen Schulden(europa- und weltweit) jemals zurückgezahlt werden ?
Das ist definitiv unmöglich.
Der Euro war von Beginn an eine Mißgeburt.
Zudem wurden nach und nach Stabilitätskriterien verwässert und Verträge (Maastricht) gebrochen.
Die kalte Enteignung, die seit Jahren durch Minizinsen stattfindet und jetzt durch Negativ-Zinsen jetzt noch massiv verstärkt wird, trifft deutsche Sparer am härtesten.
Dieses gescheiterte Experiment muss endlich beendet werden.

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gesell7890 24.08.2019, 11:55
17. Der Herr

scheint ja recht meinungsfreudig. Denn natürlich sind die Deutschen an den Strafzinsen schuld und nicht Dragi. Dabei ist's einfach. Steinbrück und Merkel haben die Sicherheit der Einlagen garantiert. Wenn einem Banken und Staat auf diese Art Geld stehlen: schöne Sammelklagen wie gegen VW.

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ossimann 24.08.2019, 11:57
18. Schwachsinn ....

Ich dachte immer Marktwirtschaft funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage . Japan als Vorreiter kommt mit dieser Strategie schon seit ewiger Zeit nicht mehr aus der Flaute . Warum soll man Sparer enteignen , Geld entwerten und Schulden anhäufen um zwangsweise etwas am Leben zu halten was nicht mehr recht funktioniert , weil die Nachfrage nachlässt . Mit Schulden ohne Ende werden Generationen belastet , nur Anteilseigner , Immobilienspekulanten & Co. reiben sich die Hände . Wie Mrs.DAX Dirk Müller schon mal sagte "Die Schulden des Einen sind die Gewinne des Anderen" .Das ist der einzige Sinn dieser Politik , Aufrechterhaltung der Reichstumsmehrung auf Kosten der Massen und mit staatlicher Hilfe als Erfüllungsgehilfe , der mit Schulden bis über die Ohren am Schuldentropf hängt . Mit solch einer Politik hätte man auch die DDR am Leben halten können , hat man als "marktunfähig" abgewickelt und was für marktwirtschaftlichen Gesetze gelten heute ? Der Kapitalismus ist längst ein Junkie der sich selbst ins Koma fixt, um nicht zugeben zu müssen das man langsam am Ende des Lateins ist .

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willi.thom 24.08.2019, 11:59
19.

Constancio ist Portugiese, gehört also zu Südeuropa, wo Ökonomen und Politiker eine andere Haltung zu Schulden haben als die meisten Volkswirte der Nordeuropäer. Im übrigen sollte sich jedes EU-Land erst mal um die eigene Gesundung der Volkswirtschaft kümmern und nicht immer mit dem Zeigefinger auf Deutschland zeigen.

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