Forum: Wirtschaft
Schwacher Jobmarkt: Arbeitsagentur-Chef prophezeit Schrumpflöhne

Die Regierung sagt einen Job-Boom voraus - doch Frank-Jürgen Weise dämpft die Erwartungen: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit erklärt im*Interview, dass*es keinen großen*Stellenzuwachs geben wird.*Tendenziell müssten sich die Deutschen sogar auf niedrigere Löhne einstellen.

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sarcasticus 20.01.2011, 20:34
310. Ja, ja..

Zitat von antikoerper
Bei der kapitalistischen Marktwirtschaft unter dem Mantel der parlamentarischen Demokratie handelt es sich nun mal um nichts weiter als die Fortführung des Feudalismus ... mit anderen, zunächst subtileren Mitteln. Ein wesentlicher Unterschied ist aber, dass zu Zeiten des Feudalismus sich ein hungernder, verarmter, wütender Mob aufmachen, die hohen Herrschaften aus ihren Palästen zerren und am nächsten Baum aufknüpfen konnte ... Dem ist heute vorgesorgt durch Rasterfahnndung, Vorratsdatenspeicherung, Telefon- und Internetbespitzelung, Polizei ( und bald auch Bundeswehr?) in gepanzerter Uniform, gepanzerte Fahrzeuge für unsere sog. Eliten
ist echt schwer ran zu kommen...

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Celestine 20.01.2011, 20:39
311. xy

Zitat von Crom
Nun überlegen Sie mal, wer eher konsumieren kann und damit für Einnahmen über die Umsatzsteuer sorgt. Die oberen 25% oder die unteren 25%? Na fällt der Groschen? Pfennigweise, ich weiß.
Wie bei der Familie Albrecht, so sind es die Massen, die das ganz große Geld einbringen. Die Lohnsteuern kommen iÜ gleich auf Platz 2 nach der Umsatzsteuer. Die Einkommenssteuern - das sind Peanuts!

Die oberen 10% verbringen längere Perioden im Jahr außerhalb Deutschlands, fliegen zum Shoppen nach Paris, Mailand, London oder New York. Hm, komisch, Sie kennen sich da gar nicht aus? ;-)

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mmaltensen 20.01.2011, 20:42
312. lol

ja genau, die Konsumenten wollen immer weniger bezahlen und deshalb müssen die Löhne sinken. Deshalb sind im letzten Jahrzehnt ja auch drastisch die Einkommen aus Unternehmergewinn und Vermögen gewachsen. Und Inflation gibts auch nicht. So ein Unternehmer senkt nur die Löhne, um den Konsumentenwünschen entgegenzukommen.
Komisch nur, daß Herr Weise gerne vom Arbeitsmarkt spricht. Und - war da nicht was? Bestimmen da nicht Angebot und Nachfrage die Preise, also auch die Löhne? Und sorgen die Unternehmen nicht selbst mit Entlassungen und natürlicher Fluktuation für Nachschub auf der Angebotsseite des Marktes für die Ware Arbeitskraft? Was natürlich noch potenziert wird, falls der Staat bei einem deutlichen Überangebot, das so zustande gekommen ist, seine Unterstützungsleistungen reduziert, mit allerlei "Anreizen" Sanktionsdrohungen etc.. dem Angebot Beine macht und die gesetzlichen Schranken deutlich reduziert (Befristungsverhältnisse etc.)? Ach ja der Konsument ... rofl

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zynik 20.01.2011, 20:45
313. dämme

Zitat von mentawai
Auszug aus einem Statement aus Tunesien: "Bei uns sind alle Dämme gebrochen" Wann beginnen in Deutschland die Dämme zu brechen, das hat dieses Land angesichts der AN-feindlichen (EU-relevanten) Negativdynamik bitter nötig. Für die Deutschen gibt's nur noch den Krieg der "Eliten", das Dreigestirn: AN-Rechteabbau (politisch korrect: Flexibilisierung) / Demokratieabbau / Bürgerüberwachung.
Die Dämme sind schon vor längerer Zeit gebrochen. Allerdings von der anderen Seite und mit voller Absicht.
Und jeder der auch nur mal fragt, vielleicht ein paar Sandsäcke zu stapeln wird gnandenlos mit der Kommunismus-Keule niedergeprügelt.

Ein schönes Beispiel gab es letzten Sonntag bei Will zu bestaunen, als ein ehrlich empörter Butterwegge mit glasklaren Fakten von der Moderatorin als "Linker" wortwörtlich ausgelacht wurde.

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weisserteufel 20.01.2011, 20:46
314. Bla Bla

Was wollt ihr denn eigentlich? Unsere sogenannte Elite schwört uns doch seit Jahren darauf ein, dass wir wohl mehr Jobs brauchen um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Das wir in Zukunft mit sinkenden Löhnen zu rechnen haben und dies real auch schon haben.

Ich lache darüber, denn meine Antwort darauf ist Qualifikation und Demographie.

In 5-10 Jahren werden sich Arbeitgeber nach gut ausgebildeten Arbeitnehmern die Hände lecken und da es auf dem Markt immer weniger davon geben wird, werden Sie entsprechend Löhne zahlen müssen. Ich weiß nicht, warum der Herr Arbeitsagentur-Chef das komplett anders sieht. Aber er wird schon seine Gründe dafür haben.

Ich weiß auch nicht, was das ganze Gejammer soll. Solange ich auf den Straßen keine sinnvollen Demonstrationen sehe, solange gehts uns doch allen gut!

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SIBO 20.01.2011, 20:47
315. Richtig,

Zitat von Magentasalex
Auf keinen Fall sollte man bei einer Wahl zu Hause bleiben. Ich schreibe stets über jeden Wahlzettel in großen Lettern: "Würden Wahlen unsere Lebensgrundlagen verbessern, hätten die Machthaber sie längst verboten". Nicht vergessen: Ungültige Stimmen werden gezählt.
aber ändern tut es nichts, deswegen würde ich mir überlegen, ob ich meine Stimme so sinnlos verballere.
Das wäre nur erfolgversprechend, wenn es mehr ungültige Stimmen als gültige Stimmen gäbe, und das kann ich mir in deutschen Landen nicht vorstellen.

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Berta 20.01.2011, 20:48
316. Jo

Zitat von Crom
Man kann auch nach Polen und Rumänien ziehen, wenn man das möchte.
aber glaub man nich das wir dir Geld hinterher schicken. ;-)

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SIBO 20.01.2011, 20:49
317. Jupp!

Zitat von Celestine
Wie bei der Familie Albrecht, so sind es die Massen, die das ganz große Geld einbringen. Die Lohnsteuern kommen iÜ gleich auf Platz 2 nach der Umsatzsteuer. Die Einkommenssteuern - das sind Peanuts! Die oberen 10% verbringen längere Perioden im Jahr außerhalb Deutschlands, fliegen zum Shoppen nach Paris, Mailand, London oder New York. Hm, komisch, Sie kennen sich da gar nicht aus? ;-)
Rofl - der ist ja sowas von wahr ;-)

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Kontrastprogramm 20.01.2011, 20:50
318. Bei den hohen Lebenshaltungskosten

Zitat von Waiguoren
Warum arbeitet dann nicht jeder in Dänemark? Jeder EU-Bürger darf in jedem EU-Land frei arbeiten.
entspricht der Verdienst sehr wahrscheinlich bei uns einem Brutto-Stunden-Lohn von 7,60!

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karlo 20.01.2011, 21:02
319. Echt....

Zitat von Crom
Man kann auch nach Polen und Rumänien ziehen, wenn man das möchte.
.... ein super Verschlag. Besonders für Mini-Jobber mit 400 € mtl. Obwohl, denen sollte man eher China empfehlen, da kämen sie vielleicht noch mit diesem "Einkommen" hin. Wirtschaftsflüchtlinge mal anders herum, gelle?

Im Ernst: sollten nicht alle vom sog. "Standortvorteil" profitieren? Über einen Umzug der Bundesregierung nach Peking könte man vielleicht doch auch nachdenken - oder welchen zwingenden Grund hat der Sitz im teuren Deutschland? Regierungsgeschäfte kann man im Zeitalter der Globalisierung und des Internets doch locker standort-unabhängig erledigen.... warum sind wir denn so dumm und machen nicht einfach, was alle Welt macht? Folge dem Geld=Kapital!

Wäre das nicht ein schöner Ansatz für eine neue Revolution "von unten"? Wir lösen den Standort Bundesrepublik einfach auf - und der Letzte macht dann eben das Licht aus. Pech gehabt, Trend verpennt.

Ironie off.

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