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Schwächelnde Nachfrage: Deutsche Brauer verkaufen weniger Bier
DPA

Die Deutschen trinken weniger und auch der Export geht zurück. Brauereien haben im vergangenen Jahr so wenig Bier verkauft wie noch nie seit 1990.

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palef 01.02.2018, 11:03
1. ...sind in diesen Zahlen auch die Kraft-Brauer..

...drin? Es gibt nämlich zunehmend Leute, die die Einheitsplörre einfach nicht mehr haben wollen. Und auch nicht diese geschmacksmaximierten Bier-Ersatz-Getränke...

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constractor 01.02.2018, 11:04
2.

DIese Entwicklung ist in meinen Augen positiv zu bewertenen, zeigt sie doch das Alkohol eine immer kleinere Rolle in der Gesellschaft spielt. Jede geschlossene Brauerei ist ein Gewinn für die Gemeinschaft.

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manicmecanic 01.02.2018, 11:06
3. Kombination

von Gründen die dazu führt.Die Jugend geht nicht wie früher in Bars etc.Sie ist auch zahlenmäßig kleiner,dazu kommt daß auch die alten Kunden nicht mehr bzw selten in Kneipen gehen um da mal ihr Bier zu trinken.Die haben sogar heutzutage oft nichtmal mehr Bier zuhause stehen,was früher normal war.

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Klaugschieter 01.02.2018, 11:15
4. Panikmache

Ach müssen wir jetzt alle Angst haben, dass Deutschlands Brauereien pleite gehen? Aus dem Ergebnis eines einzigen Jahres, das dazu noch einen extrem kalten und nassen Sommer hatte, ist einfach unseriös.
Hätte die Sonne wochenlang von oben gebrezelt, dann wären die Deutschen auch durstiger gewesen.
Hinzu kommt aber noch, dass Bier in den vergangenen Jahren immer teurer wurde. Dann wird auf dem Oktoberfest eben keine ganze Maß mehr bestellt, sondern eine halbe.
Auch die modische Erscheinung, dass Reinheitsgebot auszuhebeln und immer mehr bunte Biere auf den Markt zu bringen, dürfte dazu beitragen. Weil die Leute dann genauso gut zu alkoholischem Softdrinks greifen wie zum Buntbier.
Was ist nun die Konsequenz ? muss die neue Groko gar einen Brauerei-Rettungsschirm spannen? Na irgendwas wird sich die Lobby schon einfallen lassen.

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max-mustermann 01.02.2018, 11:15
5.

Na dann kann es ja nicht mehr lange dauern bis von den Brauereien erste Forderungen nach staatlichen Hilfen kommen. Das ist ja inzwischen bei fast allen großen Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Markt ist out Subventionen sind in.

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L_ESER 01.02.2018, 11:28
6.

Zitat von Klaugschieter
....... Dann wird auf dem Oktoberfest eben keine ganze Maß mehr bestellt, sondern eine halbe. ....
Eine Maß ist eine Maß und eigentlich ein Liter Bier.
Auf dem Oktoberfest kann man keine "Halbe" bestellen, nur die Maß.
Die Halbe kommt dann allerdings - wegen schlecht eingeschenkt - trotzdem.
Ich glaube allerdings nicht, dass der Konsum auf Festen wie dem Oktoberfest zum Rückgang beiträgt, sondern dass es ein allgemeiner Trend ist. Das Wetter in 2017 mag auch eine Rolle gespielt haben. Aber die Leute kaufen und trinken weniger Bier, weils enorm teuer geworden ist. 15,- € und mehr für einen Kasten Bier ist schon ein Wort. Und das Öttinger-Billigbier mag halt auch nicht jeder.

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Spr. 01.02.2018, 11:30
7. Gute Nachricht!

Ein abnehmender Alkoholkonsum wie im Artikel beschreiben kann nur gut für die Menschen sein!

Noch ist es allerdings so, dass Produzenten und Dealer der harten Droge Alkohol als ehrbare Geschäftsleute angesehen werden. Die Drogenabteilungen in nahezu jedem Lebensmittelgeschäft sind größer als die Obst- und Gemüseabteilungen. An jedem Kiosk und an jeder Tankstelle kann jeder Alkohol kaufen. Oft wird dabei auf den Jugendschutz kein großer Wert gelegt. Auf Partys gilt immer noch derjenige automatisch als Spaßbremse, der keinen Alkohol trinkt. Bei Familienfeiern wird nicht selten selbst (Klein-)Kindern von den eigenen Eltern Alkohol zugeführt.

Da muss sich in den Köpfen der Gesellschaft noch sehr viel ändern, bis der Alkohol als das angesehen wird, was er ist: ein Zellgift, dass eine harte Droge und entsprechend gefährlich ist. Nicht nur für die Drogenkonsumenten, sondern durch die meist aggressiv machende und enthemmende Wirkung auch für Unbeteiligte.

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bakero 01.02.2018, 11:40
8.

Zitat von Klaugschieter
Ach müssen wir jetzt alle Angst haben, dass Deutschlands Brauereien pleite gehen? Aus dem Ergebnis eines einzigen Jahres, das dazu noch einen extrem kalten und nassen Sommer hatte, ist einfach unseriös. Hätte die Sonne wochenlang von oben gebrezelt, dann wären die Deutschen auch durstiger gewesen. Hinzu kommt aber noch, dass Bier in den vergangenen Jahren immer teurer wurde. Dann wird auf dem Oktoberfest eben keine ganze Maß mehr bestellt, sondern eine halbe. Auch die modische Erscheinung, dass Reinheitsgebot auszuhebeln und immer mehr bunte Biere auf den Markt zu bringen, dürfte dazu beitragen. Weil die Leute dann genauso gut zu alkoholischem Softdrinks greifen wie zum Buntbier. Was ist nun die Konsequenz ? muss die neue Groko gar einen Brauerei-Rettungsschirm spannen? Na irgendwas wird sich die Lobby schon einfallen lassen.
„Weil die Leute dann genauso gut zu alkoholischem Softdrinks greifen“

Bier hat Alkohol, Softdrinks nicht. Von daher sind Craftbiere wohl eher nicht schuld.

Alkohol ist einfach zunehmend out. Und wenn man sich die Auswirkungen von zuviel davon anschaut, ist das eine absolut positive Entwicklung.

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bakero 01.02.2018, 11:43
9.

Zitat von L_ESER
Eine Maß ist eine Maß und eigentlich ein Liter Bier. Auf dem Oktoberfest kann man keine "Halbe" bestellen, nur die Maß. Die Halbe kommt dann allerdings - wegen schlecht eingeschenkt - trotzdem. Ich glaube allerdings nicht, dass der Konsum auf Festen wie dem Oktoberfest zum Rückgang beiträgt, sondern dass es ein allgemeiner Trend ist. Das Wetter in 2017 mag auch eine Rolle gespielt haben. Aber die Leute kaufen und trinken weniger Bier, weils enorm teuer geworden ist. 15,- € und mehr für einen Kasten Bier ist schon ein Wort. Und das Öttinger-Billigbier mag halt auch nicht jeder.
Alkohol teuer?

Ganz sicher nicht in Deutschland. Einfach mal international die Preise vergleichen, auch verglichen mit dem Einkommen.

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