Forum: Wirtschaft
Schwarz-rote Reform: Rente mit 63 nützt Männern mehr als Frauen
DPA

Wer für seine Kinder im Job pausiert, ist klar im Nachteil: Von der geplanten Rente mit 63 profitiert laut offiziellen Zahlen jeder zweite Mann - aber nur jede siebte Frau. Die Regelung komme "vor allem dem Facharbeiteradel zugute", kritisieren die Grünen.

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elikey01 12.12.2013, 16:46
90. Warum soll ..

[Zitat von Kilmister_L.
mit dem "Facharbeiteradel" liegt er leider nicht. Auch wenn diese Bezeichnung einen gewissen assozialen und realitätsfremden Backround vermuten läßt. AN mit Betriebsrente könnten Abschläge meißt hinnehmen. Bei den AN die ab 2030 in Rente gehen wollen, sind wohl nicht mehr viele Angestellte eines richtigen Betriebes, sondern Leiharbeiter einer Knechtfirme. Und die bekommen keine Betriebsrenten - dafür müssen sie 12 Prozent länger arbeitet. Von daher würde ich (allein aus Gerechtigkeitsgründen) eine Anrechnung der Betriebsrente begrüßen bzw. eine Aufrechnung der mehrgeleisteten Jahre von Dienstleistern!

Zitat von ixfüru
Anspruch auf Betriebsrente Abschläge akzeptieren (müssen)? Der hat ggf. sein ganzes Arbeitsleben auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet, da sein Arbeitgeber den BR-Beitrag in sein Gehalt eingerechnet hat. Die BR bekommt man doch nicht geschenkt!
Die Politik wirbt doch seit Jahren eindringlich für das Dreisäulen-Modell der Altersvorsorge:
* Die gesetzliche Rente (als Grundversorgung)
* die Betriebsrente (dafür wird auch bei den Tarifpartnern/den Arbeitgebern geworben), und
* die private Säule, z.B. Sparpläne (Riester ist lediglich ein Erfolgsmodell für die Versicherungswirtschaft, für die Versicherten ein Flop), Immobilie zum mietfreien Wohnen im Alter etc.

Für die Betriebsrenten werden bereits 100 % KV-Beiträge abgezogen, abgesehen davon, dass sie meistens anteilig angerechnet wurden bei Brutto-Tariferhöhungen.
Auch die VBL - Zusatzversorgung des öD - wurde 2001 auf ein Betriebsrentensystem umgestellt, das auch alle langjährig (z.B. über 25 Jahre Zwangs-)Versicherte im Rentenfall teilweise erheblich benachteiligte im Vgl. zur Satzung des alten Systems, die Ruhestandsplanung kräftig durcheinander wirbelte.

Es ist also beileibe nicht so, als wären die Empfänger von Betriebsrenten auf der "Sonnenseite" der Altersvorsorgung, ohne dazu selbst etwas beigetragen zu haben.

Darüber hinaus noch weitere Abschläge bei den Empfängern vornehmen zu wollen, grenzt sehr an Enteignung.

Politiker, die sich mit den Wirtschaftsverbänden gemein machen, die vor den - zunächst nur als Absichtserklärung in den GroKoa-Vertrag aufgenommenen - Rentenpläne als zu teuer und damit schädlich warnen, sollten angesichts ihrer Luxus-Altersvorsorgung nicht so viel polemische Janusköpfigkeit offenbaren.

Denn Abgeordnete haben bereits nach zwei Legislaturperioden (acht !!! Jahren) Anspruch auf eine "Rente" die die wenigstens Männer dieser "Rente mit 63 nach 45 Jahren"-Generation erreichen, Frauen noch weniger.

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uncle scrooge 12.12.2013, 16:47
91.

Zitat von axco1
Da stimme ich Ihnen zu 100% zu! Die Gier der Beamten, die keinen Cent in die Pensionskasse zahlen, besser krankenversichert sind, unkündbar und was weiß ich noch alles für Vorteile haben, ist extrem dreist! Die sollen endlich mal in die gesetzliche Krankenkasse einbezahlen, in die gesetzliche Rentenkasse, in die gesetzliche Pflegeversicherung und und und....
Nun regen Sie sich mal nicht so auf, schadet auch der Gesundheit.
Bei etwas intensiverer Begutachtung des Artikels hätten Sie erkennen können, dass sich die ganze Aufregung gar nicht lohnt.
Der Deutsche Beamtenbund ist bekanntermaßen ein Dachverband von Gewerkschaften des öffentlichen Diensts und des privaten Dienstleistungssektors.
Und was machen Gewerkschaften so die lieben langen Tag? Richtig, sie erheben u. a. Forderungen für ihre Mitglieder.
So heißt es in dem Artikel (Zitat):
„Wir fordern die systemgerechte Übertragung von Verbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung“, sagte der Vorsitzende des Beamtenbundes, Klaus Dauderstädt, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Alles andere wäre schlicht ungerecht.“
Und weiter heißt es:
„Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, dass langjährig Versicherte, die 45 Beitragsjahre vorweisen können, mit dem vollendeten 63. Lebensjahr abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können. In den Koalitionsverhandlungen waren die Auswirkungen der Rentenpläne auf die Beamten kein Thema gewesen.“

Herr Dauderstädt wäre ein schlechter Gewerkschafter, wenn er sich nicht öffentlich für seine Klientel, in diesem Fall die Beamten, einsetzen würde. Allerdings entscheidet nicht er über den vorgezogenen Ruhestand der Beamten, sondern der Gesetzgeber. Und lt. Koalitionsverhandlungen ist Derartiges nicht vorgesehen.
Ich hoffe, Sie können nun wieder ruhig schlafen.

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acusticusneurinom 12.12.2013, 16:51
92.

Zitat von gazettenberg
Denn allein durchs Verstaatlichen kommt kein Cent bei den Opfern an.
Der Forist hat von einer Änderung der Besitzverhältnisse geschrieben, nicht von einer Verstaatlichung.

Zitat von
Wer glaubt, dass Aktionäre bloß Nektar saugen, hat die Grundlagen der Marktwirtschaft nicht verstanden.
Wer glaubt, daß ein solches Unternehmen noch vom Kapital der Aktionäre abhängig ist, der hat die Veränderungen in der Marktwirtschaft nicht verstanden und lebt noch in der Frühzeit des Kapitalismus, glaubt daran, daß ohne Kapitaleigner und deren Investitionen - "Money makes the world go round" - nichts mehr ginge. Dieser Irrglaube wird immer noch gerne verbreitet, damit sich bloß nichts ändert.

Zitat von
Es ging nicht um den Ausstieg, sondern im Beitrag des Foristen Klausbrause um eine Verstaatlichung oder Kollektivierung.
Es ging mit nicht um ein DDR-Modell:

Zitat von
Was dabei rauskäme, wissen wir alle.

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inver 12.12.2013, 17:15
93. Dumm & glücklich vs. schlau & unglücklich

Zitat von SpitzensteuersatzZahler
Klar will ich meinem Nachwuchs auch die Chance geben, etwas zu erreichen. Aber als jemand, der es von nichts sehr weit gebracht hat, kann ich sagen, dass es noch einige andere Wege außer den über Bildung gibt. Irgendwer muss ja auch die Ideen, die Kreativität und den Mut haben eine Firma zu gründen, die dann all diese fleißigen Bienchen von den Universitäten einstellt. Bildung ist ja kein Selbstzweck. Außerdem muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, dass ich dumme Mensche recht oft beneide. Wenn man nicht weiß, was los ist, lebt es sich vermutlich unbeschwerter...
Dummheit ist als ein fehlendes Potential zur Erkenntnis. Dass die
Erkenntnis nicht unbedingt glücklich macht, ist logisch. Erkenntnis oder auch Wissen führt zur Freiheit, und diese ist sehr erstrebenswert. Man kann natürlich dumm, unfrei und glücklich sein, aber klug, frei und
unglücklich zu sein, finde ich persönlich besser! Denn das Potential zur Freiheit kann verloren gehen, aber das Potential zum glücklich sein nie.

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elikey01 12.12.2013, 17:31
94. Sprachwächter

[Zitat von Europa!:
Könnte man das Wort "Indieweltsetzen von Kindern" vielleicht aus dem Forum streichen? Ich finde dieses Wort mindestens so beleidigend wie ... na ja, Sie können sich das schon denken.]

Zitat von gazettenberg
Müssen wir uns der Zensur selbsternannter Sprachwächter beugen? Ich denke, nicht.
Die Bezeichnung "Indieweltsetzen von Kindern" entspricht allgemeinem Spachgebrauch ohne jede Anrüchigkeit od. gar diskriminierendem Charakter.

Im selbigen Tenor von "Indiewelt" wird denn auch vieles gesetzt, nicht ausschließlich Kinder.

Warum man diese Begrifflichkeit als "beleidigend" empfinden kann, vermag nur jene/r zu beurteilen, der/die dies so wahrnimmt, womöglich aus ganz persönlichem "Erleben", wo eine bestimmte Absicht dahinter gelegen haben mag.

Letztlich finden eher andere "Klopper" Eingang ins Forum, selbst bereits in Kolumnen, die zur Debatte gestellt werden, ob zitierte Politiker od. Autoren-Meinungen.
Und mit den Inhalten soll man sich auch meinungsfreiheitlich, aber sachlich auseinandersetzen.

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klausbrause 12.12.2013, 17:56
95. Hat lange gedauert-

Zitat von gazettenberg
Dummerweise sind volkseigene Autohersteller nicht sonderlich konkurrenzfähig und innovativ. Das wissen auch die BMW-Mitarbeiter. Glaube nicht, dass die BMW-Kunden sich mit Trabbis zufrieden geben würden. Die Pleite wäre wohl vorprogrammiert.
die DDR-Keule. Mal ganz im Vertrauen-zwischen Stalin einerseits und dem grenzenlosen Raubtierkapitalismus andrerseits gibt es unzählige weitere (und wohl auch bessere) Formen des wirtschaftens und Zusammenlebens.

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klausbrause 12.12.2013, 17:58
96. Habe ich nirgendwo

Zitat von gazettenberg
Es ging nicht um den Ausstieg, sondern im Beitrag des Foristen Klausbrause um eine Verstaatlichung oder Kollektivierung. Was dabei rauskäme, wissen wir alle.
gefordert.

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magpie1 12.12.2013, 18:15
97. Ungerechtigkeit, bei wem

Ich stimme dem Beamtenbund -Chef Klaus Dauderstädt zu, die gesetzliche Rentenregel
muss auch auf die Beamten übertragen werden. 46 % Rente statt der großzügigen 72 %
vom Brutto. So man ein Beamter würde sich dann nur noch verwundert die Augen reiben.
Dazu sollte der Herr Dauderstädt mal was sagen.

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schnuffschnuff 12.12.2013, 18:23
98.

Zitat von gazettenberg
Dummerweise sind volkseigene Autohersteller nicht sonderlich konkurrenzfähig und innovativ. Das wissen auch die BMW-Mitarbeiter. Glaube nicht, dass die BMW-Kunden sich mit Trabbis zufrieden geben würden. Die Pleite wäre wohl vorprogrammiert.
Dass Ihnen als Alternative zur privatkapitalistischen Aneignung der Produktionsergebnisse Hunderttausender durch eine Einzelperson nur der Trabbi einfällt, kann man getrost als Beweis ansehen, dass Sie ein Enkel im Geistes des seligen Herr Löwenthal sind. Tut mir Leid für Sie.

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gazettenberg 12.12.2013, 19:18
99.

Zitat von klausbrause
gefordert.
Wenn es Ihnen nicht um Verstaatlichung geht, können Sie den BMW-Mitarbeitern ja vorschlagen, die Aktien des Unternehmens zu kaufen. Dann fließen ihnen alle Gewinne zu. Sie sind dann allerdings auch an den Verlusten beteiligt.

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