Forum: Wirtschaft
Schwarze Liste: EU-Staaten streiten über Steueroasen
Getty Images

Die EU will endlich eine eigene schwarze Liste von Steueroasen erstellen. Doch insbesondere die Briten blockieren das Vorhaben - sie sorgen offenbar schon für die Zeit nach dem Brexit vor.

Seite 1 von 7
tomrobert 07.11.2016, 20:49
1. Gewinnverlagerung unterbinden!

Wo Geschäfte Profite bzw Wertschöpfung erzielt wird werden Steuern bezahlt. Strikt und ohne Ausweichmöglichkeit.
Trickserei mit den Kosten u d Gebühren und Lizensen unterbinden! Sowas kann ja nur durch offen gehaltene Schlupflöcher geschehen!
Dazu gibt es vom Steuerzahler noch Subventionen. So plündert man das Gemeinwesen aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
roughneckgermany 07.11.2016, 20:54
2.

Dass die Briten das blockieren ist kein Wunder. Britische Unternehmen sparen Steuern, in dem sie zb auf den BVI ihren Firmensitz haben. Die britische Regierung sagt, dass man diese Oasen nicht austrocknen kann, weil sonst Unternehmen pleitegehen. Genau diese Unternehmen, die dem britischen Staatsbürger Geld durch Steuervermeidung stehlen. Wer ernennt die Regierung auf den BVI? Genau, die Queen stellt diese ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wernerthurner 07.11.2016, 21:07
3. Steueroasen austrocknen

mit der Mikrosteuer ! Ein revolutionäres Steuerkonzept
Die Schweizer machen es vielleicht bald vor.

http://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Mikrosteuer-Bald-Volksinitiative-fur-revolutionare-Steuer
" Eine automatisch erhobene Mikrosteuer auf allen elektronischen Transaktionen soll Schritt für Schritt die meisten Steuern ersetzen"

"Weil der jährliche Zahlungsverkehr in der Schweiz heute über 100'000 Milliarden Franken oder 160-mal das Bruttoinlandprodukt erreiche, ergäben sich Einnahmen von über 200 Milliarden Franken. Diese Summe übersteige alle bisherigen Steuereinnahmen in der ganzen Schweiz, inklusive Mehrwertsteuer sowie alle Sozialabgaben. Nicht mehr Arbeit und Löhne sollen besteuert werden, sondern die ins Kraut schiessenden Geldtransaktionen."

Falls auch der Interbankenhandel von der Stuer betroffen ist, dann könnte man auch auf die sog.Tobin Steuer bzw. Finanztransaktionssteuer verzichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pecos 07.11.2016, 21:08
4. Die Globalisierung und der Kapitalismus ....

.... funktionieren nur, weil es diese Ausnahmen gibt: die Steueroasen. Dort kann man die Schweinereien machen, die man zuhause guten Gewissens nicht durchführen kann. Insofern ist die Ankündigung, gegen die Oasen vorgehen zu wollen, ein Witz: es ist wieder einmal weisse Salbe für diejenigen unter uns, die beunruhigt sind über die anschwellenden Gewinne der Finanzmärkte und die weitere Verarmung der Mittelschichten (von den Armen spricht schon keiner mehr): niemanden in der EU ist daran wirklich interessiert, weil es ohne Oasen nicht geht. Man bräuchte eine wahrhaft soziale Demokratie, die sich weder den Finanzmärkten ausliefert wie die EU, noch die faschistische Populistenschalmei bläst wie die Trumps und Petrys.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
and_over 07.11.2016, 21:22
5. ich verstehe das Problem nicht

Gewinne da besteuern, wo sie erwirtschaftet werden, fertig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joomee 07.11.2016, 21:24
6. Das wollen alle...

Zitat von tomrobert
Wo Geschäfte Profite bzw Wertschöpfung erzielt wird werden Steuern bezahlt. Strikt und ohne Ausweichmöglichkeit. Trickserei mit den Kosten u d Gebühren und Lizensen unterbinden! Sowas kann ja nur durch offen gehaltene Schlupflöcher geschehen! Dazu gibt es vom Steuerzahler noch Subventionen. So plündert man das Gemeinwesen aus.
Hört sich gut an und ich weiss ja was Sie meinen.

Aber es ist leider etwas komplizierter. Nehmen wir an Sie produziren in Deutschland Bio-Honig. Und Ihr größter Abnehmer sitzt in den Niederlanden, der wiederum diesen vorwiegend nach China exportiert.

Wer zahlt nun wo wieviel Steuern?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claude 07.11.2016, 21:41
7. Mindestanforderungen an ein faires Steuersystem

Zuerst müssen sich die Länder einig werden WAS überhaupt besteuert wird, d.H. es braucht eine gemeinsame Bemessungsgrundlage, andernfalls werden bestimmte Bilanzpositionen immer genau in jene Länder verschoben, wo genau diese nicht versteuert werden brauchen.
Zweitens braucht es Mindeststeuersätze für die jeweiligen Arten von Steuern, Mindeststeuersätze die weit jenseitz von Steuerdumping a la 0,01% Steuern liegen.
Darüber hinaus kann dann auch ruhig Steuerwettbewerb stattfinden, der dann auch fair balanciert mit anderen Standortvorteilen stattfinden könnte.
Drittens müssen Sanktionen, Ächtung für jene Länder her, die sich an Obiges nicht halten.
So einfach, aber jeder Staat kocht lieber das Süppchen seiner eigenen Interessen, will sich nicht reinreden lassen, in Steuerfragen. Das gilt nicht nur für die kleinen Steueroasen, sondern auch für die grossen Länder. Wären die sich mal einig ihre hauseigenen Oasen aufzugeben, Delaware & Co, dann gäbs auch keine Kleinstaaten-Oasen mehr.
Wenn diese Zwei Punkte nicht kommen, wird es auf Ewig Steueroasen geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
comeback0815 07.11.2016, 21:42
8.

Ja, der demokratische Prozess ist schon eine schwierige Sache. Da kann man aber auch gar nichts beschließen, wenn nur einer blockiert.

Mancher munkelt: Gut, dass es die Briten gibt und das die auch noch so blöd waren, für den Brexit zu stimmen. Man stelle sich vor, die EU müsste einen anderen Grund finden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansriedl 07.11.2016, 21:43
9. Die EU will

schon wieder mal, sich um die Steuerflüchtlinge kümmern, Ob Juncker das auch will?.
Es wäre doch so einfach. Jeder Euro der in einen Land an Gewinn anfällt, muss auch in diesen Land
versteuert werden. Das braucht Kontrolle wie auch harte Strafen, wie ein Gefängnis Aufenthalt für
unbelehrbare. Aber das Will die EU wieder nicht. Sie wird Steuerflüchtlinge weiter mit Glace Handschuhen
anfassen. So wird alles beim alten bleiben. In ein paar Jahren werden wir lesen, die EU WILL wieder mal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7