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Schwarzgeld: Warum Steuerfahnder die Wirtschaft schwächen
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Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.

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falx 05.12.2012, 17:13
90. makroökonomisch kriminell

Die makroökonomische Relevanz der Steuerflucht leuchtet mir schon ein.
Nur die Kommentierung und Logik in dem Beitrag ist für mich als Leistungserbringer und Steuerzahler untragbar.

Steuerflucht ist kriminell und eine Regierung, die das duldet ist unerträglich.
Erst senkt unsere Regierung mit Abgeltungssteuer den Steuersatz für Kapitaleinkünfte und dann lässt sie auch nicht vollständigen Steuerentzug zu.

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BettyB. 05.12.2012, 17:13
91. Haben wir April?

Wenn auf Konten liegendes Schwarzgeld besteuert wird und der Staat es dann ausgibt, wirkt dieses bremsend. Na toll,,, Aber es ist doch gar nicht der 1.4., oder?

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DiFie 05.12.2012, 17:13
92. Wie kurbelt Schwarzgeld in Luxemburg die Wirtschaft an?

Vielleicht verstehe ich es einfach nicht, aber die Behauptung das Schwarzgeld in anderen Ländern, dass offensichtlich vom Besitzer ja nicht gebraucht wird und deswegen ins Ausland geschafft wird, irgendwie die heimische Wirtschaft ankurbeln soll, ist für mich nicht nachvollziehbar.

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ergoprox 05.12.2012, 17:14
93.

Zitat von spon-facebook-10000237640
Tatsächlich scheinen hier alle Kommentatoren zu hyperventilieren, statt wirtschaftliche Zusammenhänge nüchtern zu überdenken. Herr Münchau hat schlicht recht, wenn er sagt, dass eine immer höhere Staatsquote an der Wirtschaftsleistung dämpfend wirkt. Das hat.....
Das ist auf D bezogen schlichtweg Unsinn. Die Staatsquote steigt mitnichten, ganz im Gegenteil. Bzgl. der Wachstumraten sollten Sie mal genauer schauen auf welcher Basis (BIP/Einwohner z.B.) diese realisiert wurden. Zum Punkt drei empfehle ich den Blick nach Skandinavien. Insofern ist Ihr Beitrag eher wenig erhellend, es ist nur klar geworden, aus welcher Makro-Denkrichtung heraus sie argumentieren.

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rurei 05.12.2012, 17:15
94. es ist auch nicht gleich, wohin Geld fließt, denn

Zitat von sysop
Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.
es ist auch nicht gleich, wohin Geld fließt, denn fließt viel Geld zu bestimmten Banken, ist die Ware Geld billig und kann billig gleich zu niedrigen Zinsen an die Wirtschaft weiter verliehen werden.

Fließt viel Geld aus Deutschland raus, ist das somit schlecht. Im Moment haben wir eh eine Niedrigzinspolitik, aber in naher Zukunft kann das für die Deutsche Wirtschaft sehr schädlich sein, auch prinzipiell, wenn die Gelder schrumpfen weil der Staat zulangt.

Geht das Geld in die Wirtschaft, schaft Jobs, können außerdem die Steuereinnahmen daraus etwaige Zinssteuern bei weitem übertreffen.

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Erich91 05.12.2012, 17:16
95. Also was lernen wir von Herrn Muenchau

Zitat von sysop
Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.
Verbrechen zahlt sich immer aus und ist auch gut für die Wirtschaft.
das ist dann ähnlich wie in Reggio Callabria.

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maxbee 05.12.2012, 17:16
96.

Zitat von wachrüttler
Scheinbar hat Herr Münchau auch Geld in der Schweiz gebunkert!!!!!!!!
So blöd ist der nicht - da gibt's doch längst sicherere Destinationen, auch innerhalb der EU!!!

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criticalck 05.12.2012, 17:17
97.

Zitat von SenYek
Grundsätzlich hat Herr Münchau recht: Höhere Steuereinnahmen wirken wie Steuererhöhungen ... und Steuererhöhungen sind nicht konjunkturfördernd (lernt man in VWL im ersten Semester), auch wenn der Staat das Geld gleich wieder ausgibt (was er meistens sehr gut schafft). Es werden aber einige Aspekte nicht .....
"Nicht im Investitionskreislauf"? Was denken Sie denn, was die Banken mit dem Geld tun? Warten bis die Inflation das Vermögen wegfrisst. Klar ist das Geld auf Schweizer Konten im Wirtschaftskreislauf. Es wird über Kredite etc. wieder in den Markt gepumpt. Schwarzgeld unterm Kopfkissen - das ist dem Wirtschaftskreislauf entzogen.

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Herman Winterthal 05.12.2012, 17:17
98. Ziel der Gemeinschaft?

Zitat von spon-facebook-10000237640
...Und der Wunsch der Wohlstandsmehrung auf gleichverteilter Basis hat bisher noch keine Nation verwirklichen können, oder kennt jemand ein gutes Beispiel, von dem Deutschland lernen sollte?
Das Beispiel gibt es:

Deutschland zu Zeiten der sozialen Marktwirtschaft. Das war die Zeit, in der noch nicht sämtliche moralischen und ethischen Werte der Gesellschaft um 180° verdreht worden waren und Kannibalkapitalismus von neoliberalen Profiteuren und Abzockern der Gemeinschaft als Naturgesetz, leistungsloses Einkommen als einzig erstrebenswert und Krieg als Frieden bezeichnet worden sind.

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karov 05.12.2012, 17:17
99. Die Verfolgung von Ladendiebstahl hemmt die Nachfrage!

Das ist keine Ironie. Dieser Vergleich trägt weiter als es zunächst scheinen mag.
Muss man tatsächlich erklären, dass eine grundlegende Ethik eine logisch zwingende Voraussetzung für wirtschaftliches Handeln ist?

Stellen wir uns einfach vor, dieses Nachfragehemmnis würde wegfallen. Hurra! Nach einiger Überwindung, würden wir alle "einkaufen" ohne die Ware zu zahlen. Was glauben Sie wie lange es noch Läden gäbe?
Aber das ist jedem klar! "Wer wirkt bei uns an der Meinungbildung mit?", dass ist hier die Frage. Kolumnist der FT? Ist das wirklich wahr?

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