Forum: Wirtschaft
Schwarzgeld: Warum Steuerfahnder die Wirtschaft schwächen
Getty Images

Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.

Seite 7 von 49
Herman Winterthal 05.12.2012, 17:00
60. Münchau hat Recht!

Wir sollten nicht nur Wirtschaftsbetrug und Steuerhinterziehung, sondern auch gewöhnliche Raub- und Banküberfälle straffrei stellen.

Das wird die Konjunktur mächtig ankurbeln wenn das Geld in die Realwirtschaft fließt und massig Arbeitsplätze in der Opferbetreuung und bei Sicherheitsdiensten schaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlsiegfried 05.12.2012, 17:01
61. Nur nicht aufregen

Herr Münchhausen ist doch nur ein Journaille-Provokateur. Er meint nichts von dem, was er schreibt. Habt doch Mitleid mit ihm, er muss doch auch leben und Brüssel ist nicht gerade billig. Hat denn noch niemand kapiert dass dieser Mann kein Journalist sondern nur ein Märchenerzähler ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwencky 05.12.2012, 17:01
62. oh man ist der Artikel peinlich...

Der Artikel ist einfach nur peinlich. Der Autor verkennt, dass die Vermeidung von Steuerhinterziehung maßgeblich der Steuergerechtigkeit dient. Mag es auch sein, dass der Staat am Ende mehr einnehmen würde, wenn alle brav ihre Steuern bezahlen würden. Es ist jedoch einfach nur peinlich zu behaupten, dass dies einer Steuererhöhung gleichkäme. Problem ist ja, dass die Mehrheit ihre Steuern vollständig zahlt, wobei andere meinen sich aus der Steuergerechtigkeit verabschieden zu können. Für den ehrlichen Menschen ändert die härtere Steuerhinterziehungverfolgung also rein gar nichts. Er zahlt nicht einen Euro mehr, kann sich aber wenigstens damit beruhigen, dass der Nachbar ebenso bezahlen muss. Da nicht alle im gleichen Maße Steuern hinterziehen und nun aufgrund der härteren Verfolgung mehr zahlen müssen liegt auch keine Steuererhöhung vor....wer das Gegenteil behauptet hat ne skurile Art der Wahrnehmung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gast100100 05.12.2012, 17:01
63.

Zitat von sysop
Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.
Wenn Münchhausens These funktioniert, müsste Griechenland die Konjunkturlokomotive Europas sein

Beitrag melden Antworten / Zitieren
polarapfel 05.12.2012, 17:02
64. Belege?

"Der unabsichtlich koordinierte Kampf gegen illegale Steuerhinterziehung und legale Steuervermeidung hat mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die makroökonomisch relevant ist." Wo ist der Beleg dafür? Ich halte schon alleine diese These für Schwachsinn. Unabhängig von dieser unbewiesenen Behauptung bleibt festzustellen, dass Europa sich nicht in der momentanen Lage befinden würde, wenn die Staatsschulden der Mitgliedsstaaten nicht so hoch wären - und das wären sie nicht, wenn alle brav ihre Steuern bezahlen. Insofern könnte man auch eine zum Autor gegenteilige These aufstellen, dass nur durch das konsequente Eintreiben der Steuern die Eurokrise und das Spekulieren auf die Währungen verhindert werden kann, wenn Einnahmen und Ausgaben der Staaten wieder in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Dass Griechenland ein Fass ohne Boden ist und uns alle in den Abgrund reisst, liegt nun auch mal daran, dass die Griechen statistisch überdurchschnittlich Ihre Steuer betrügen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus meucht 05.12.2012, 17:02
65. Selten so ein Schwachsinn gelesen

Dann wollen wir hoffen dass es Griechenland weiterhin nicht gelingt, von ihren reichen Staatsbürger Steuern zu erheben.
Dieser Satz war Satire.

Ob Steuererhöhungen oder Steuersenkungen die Wirtschaft stärken oder schwächen hängt davon ab was der Staat mit den gewonnenen Einnahmen macht, bzw. welche Leistungen er aufgrund der geringeren Steuereinnahmen kürzt.
Man muss immer Einnahmen und Leistungen gleichzeitig sehen. Die Steuern behält Herr Schäuble nicht für sich.
Eines muss aber klar sein. Man kann nie Schulden abbauen ohne dass jemand Vermögen verliert.
Von den Staatlichen Leistungen profitieren i.a. überwiegend die mittlere und unter Schicht. Die Steuern werden überwiegend von den Reicheren gezahlt. Wenn wir Steuerhinterziehung nicht verfolgen, bedeudet es dass die Mittelschicht ihr Vermögen verlieren muss um die Schulden zu reduzieren.

Würden alle ihre Steuern zahlen, könnte man die Steuersätze erniedrigen. Davon würde die Mittelschicht profitieren

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r.muck 05.12.2012, 17:02
66. Erstaunlich

Seit Beginn verfolge ich die Erklärungen, Erläuterungen, Prognosen und Prophezeiungen des Herrn Münchau.

Nicht nur, dass er seine Meinung, feste Überzeugung, seine an die Wand geworfenen Menetekel mindestens so oft änderte, wie das merkel eigene eingezogene rote Linien nonchalant durchbrach, nein auch nicht eine seiner Prognosen und Prophezeiungen wurde bisher Realität.

Eigentlich gut so, nur heute hat er mit seiner Realsatire den Vogel abgeschossen. Hut ab Herr Münchau. Soviel Selbstbewusstsein, nach dieser immerwährenden schwarzen Serie, immer noch mit dem Brustton der Überzeugung zu denken das Richtige zu verkünden, hat auch nicht jeder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scharnhorst24 05.12.2012, 17:02
67. Ein sehr guter Kommentar

Steuerhinterziehung ist Ausdruck von Mißtrauen des Steuerbürgers
gegenüber der Effizienz des Staates. Wie Griechenland zeigt, werden
dort viel Steuern nicht bezahlt, wo die Staaten besonders ineffizient sind. Das trifft auch auf Deutschland zu. Einerseits werden gerade Rekordsummen Steuern eingenommen, andererseits führt das zu mehr Effizienverlusten (aufgeblasene Verwaltungen, zu teure Sozial-und Gesundheitssysteme, bürokratische Monster). Alles Motive das eigene Geld sinnvoller inden Wirtschaftskreislauf einzustellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Epaminaidos 05.12.2012, 17:03
68.

Zitat von sysop
Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.
Wo er Recht hat, hat der Recht. Ist das gleiche wie bei der GEZ: Durch die Umstellung zum Jahreswechsel steigen die Einnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks massiv an. Aber statt die Gebühr zu senken, werden gleichzeitig neue Spartenkanäle gestartet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ylex 05.12.2012, 17:03
69. Nicht egal

Zitat: „Volkswirtschaftlich ist es - bis zu einem bestimmten Punkt - weitgehend egal, ob man die Basis verändert oder die Sätze.“

Die Steuerbasis wird mit bestimmt von der Anwesenheit bedeutender Wirtschaftsteilnehmer, wie etwa Konzerne. Wenn Konzerne abwandern, wird die Steuerbasis schmaler, und dann ergibt sich daraus die scheinbare Notwendigkeit, sogar die Steuersätze zu senken, um die Volkswirtschaft als nationalen Standort lukrativ zu erhalten, anders formuliert: Die Steuerbasis bzw. das fiskale Umfeld ist primär, die Steuersätze richten sich danach mit aus, ein wichtiges Kriterium für Unternehmen, die ihre Standorte mit übersichtlichem Aufwand wechseln können – es ist also keineswegs egal, ob die Steuerbasis oder Steuersätze verändert werden. Gäbe es überall vergleichbare Steuersätze, dann würden nur noch die anderen Marktbedingungen über die Ansiedlung eines Unternehmens entscheiden: die Infrastruktur, die Nachfragestruktur, das Lohnniveau und ein befriedigendes Angebot von qualifizierten Mitarbeitern. Mit Steuervorteilen kann der Staat Unternehmen anlocken, er wird durch sie aber auch zu einem gewissen Maß erpressbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 49