Forum: Wirtschaft
Schweizer Ärger über Franken-Freigabe: "Was ist nur in die Zentralbank gefahren?"
DPA

Die Schweizer haben völlig überraschend ihre Kurskontrolle für den Franken aufgegeben. Unternehmer sprechen von einem schwarzen Tag für die Wirtschaft, die Sozialdemokraten sind entsetzt - aber es gibt auch Lob für die Aufgabe des "Quasi-Euro".

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jokermanex 15.01.2015, 21:22
40. Die einzig halbwegs logische Ursache

Zitat von kraus.roland
.....Am Ende könnte der gar nicht abwegige und gewiss wünschenswerte Beitritt der Schweiz zur EU und zum Euro kommen.......
Sehe ich genau so!

Wenn dem nicht so sein wird, so werden auch unsere Nachbarn, die Eidgenossen, eines Tages feststellen: "Werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." (Weissagung der Cree)
und merken, dass diese Entscheidung ist im Zustand völliger "Stoned"-heit gefallen ist

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an-i 15.01.2015, 21:22
41.

...nach der Meldung der NZZ, hat die SNB in den € kein Vertrauen mehr, nun das war es dann mit dem €...
ist auch klar, wenn GoldmanSachs da mitmischt, dann muss es für die EU schiefgehen. Bin gespannt wann die Rating Agenturen eingeschaltet werden.

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_gimli_ 15.01.2015, 21:23
42.

Zitat von THINK
Der Schweizer Zentralbank, die mit diesem Schritt zur Marktwirtschaft zurückgekehrt ist, bringe ich mehr Vertrauen entgegen, als der planwirtschaftlichen, chaotischen und illegalen EZB. Die Schweizer Industrie wird den zu erwarteten Umsatz-/Gewinneinbruch problemlos überstehen. Wenn Franken und Euro Rennpferde wären und ich wetten würde, dann würde ich alles auf den Franken setzen.
Völlig richtig, verstehen viele hier aber nicht. Die Schweiz hat genau den richtigen Schritt getan.

Das Gute für Deutschland: In spätestens 10 Jahren kann der Verweis auf die Schweiz ein gutes Argument sein, warum Deutschland keineswegs am Austritt aus dem Euro kaputtgehen würde, sondern das Gegenteil die Wahrheit ist.

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Liberalitärer 15.01.2015, 21:25
43. Investiv

Zitat von cirkular
Jetzt können die Schweizer aus dem Ausland alles viel günstiger importieren. Da macht eine Produktion in der Schweiz nur noch wenig Sinn. Insofern ist geradezu ein Konjunkturprogramm für die Euro-Staaten.
Ja auch, aber die Schweizer werden den Aufwertungsgewinn sicher auch investiv nutzen und z.B. EU Unternehmen übernehmen, hoffentlich nicht so viele Immos in Berlin und Barcelona kaufen, aber man kann es eben auch nutzen, die eigene Produktion durch Investitionen weiter zu verbessern. Alll dies wird auch geschehen. Ein wenig an der Lohnkostenschraube wird man nach unten auch drehen wollen, aber damit kommt man in der Schweiz kaum durch. Jedenfalls wird man die nun realisierten Exportüberschüsse nicht so dumm verdaddeln, wie ein anderes Land in Europa stets meisterlich schaft, man sagt ja auch stupid German money und nicht Swiss money.
Es wird nicht so schlecht kommen und der Eurozone muss es nicht mal schaden, die exportiert doch auch gern mal mehr, schließlich macht Arbeit vor allem Spaß und die Schweizer werden nun shoppen.

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coxeroni 15.01.2015, 21:28
44.

Die Schweizer beweisen wieder mal Weitblick. Während unser Polit-Pfeifen vor sich hindösen, ziehen sie die Reißleine. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff ...

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breguet 15.01.2015, 21:31
45. Danke Herr Jordan!

Alle Eingriffe in den Markt sind Gift, denn irgendwann muss man diese Entscheidungen zurück nehmen. Bin schon gespannt wie wir in der EU zu einem normalen Zinssatz zurückfinden. Es wäre höchste Zeit, aber das Gegenteil geschieht, der markt bekommt mehr und immer härtere Drogen wie der Dealer Draghi bereits verkündet hat. So wird der Ausstieg immer schwerer und die Finanzjunkies können sich einen Markt der nach den Gesetzen Angebot und Nachfrage funktioniert nicht mehr vorstellen. Der Euro wird in nicht allzu langer Zeit wie eine Seifenblase platzen. Man kann Hern Jordan für seine Weitsicht nur gratulieren. Dass sich ein Herr Hayek der mit Wachstumsraten von zehn und mehr Prozent kalkuliert darüber aufregt kann ich gut verstehen, aber sind Wachstumsraten in der Höhe normal? Sie sind es nicht, sie sind auf Sand gebaut, von größenwahnsinnigen Turbokapitalisten und Zockern an den Märkten.

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spon-facebook-10000216344 15.01.2015, 21:35
46. die kleine Schweiz

macht das, was ich mir von Deutschland wünsche. Lieber ein schreckliches Ende als ein endloser Schrecken. Nur im ersten Fall bleibt der Bevölkerung noch was übrig vom Ersparten. Da es so schlampig weiter geht, werden unsere Ersparnisse entwertet und unser Vorsorge, zu der wir seit den 70ern gemahnt wurden wird konfisziert werden. Jetzt erst recht, Flucht in die Sachwerte, Aktien aus auftrebenden Ländern usw. Das einzig gute ist , das die fetten Pensionen unserer Bonzokraten in dann wertlosen € ausgezahlt werden. Mutti kann ja, falls sie damit nicht hinkommt in McPomm Kartoffeln ziehen.

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:41
47.

Zitat von schlabbedibapp
Im übrigen ist die Schweiz ein cleveres Land, das trotz Aufwertung seine Exporte zwar reduziert sieht, aber dafür ist der Gewinn auch höher. Und da in einer globalisierten Welt ein Großteil der Produktkomponenten im Weichwährungsraum Euro und anderswo billig eingekauft werden kann, sind für die Schweizer noch Preissenkungen möglich. Diese Panikmache kennen wir von den Europhorikern zu Genüge. Deutschland war vor dem Euro trotz etlicher Aufwertungen immer Exportweltmeister 2 nach den USA, in den Achtzigern sogar ein paar Jahr auf Platz 1. Aber jetzt wird von allen die DM-Zeit schlechtgeredet, obwohl der Euro seit Jahren im Sinkflug ist. Der jetzige Schritt der SNB sollte im Euroraum die Alarmglocken schrillen lassen. Der Präsident der SNB Thomas Jordan ist ein kluger Kopf, der von Anfang an das Scheitern des Euro vorausgesagt hat. Und jetzt lässt ein 8-Millionen-Volk den 337-Millionen-Euroraum mal kräftig erzittern. Ein deutlicheres Dokument der Schwäche des Euro kann es nicht geben. Die Eurodämmerung ist angebrochen! Draghi wird noch ein paar letzte, für die wenigen soliden Staaten lebensgefährliche Hazardspielchen machen und dann ist endgültig Schluss!
hm, die Kosten für die xporte werden um 15% höher...gleichzeitig steigen Ihrer Ansicht nach die Gewinne....das sollten Sie mal erklären...

Soweit ich es heute verfolgt habe, ist alls was erzittert hat in der Schweiz zu finden...im Euroraum hat kaum jemand davon Notiz genommen. Warum auch, der Franken ist eien nette kleine Regionalwährung, mehr nicht

Dem Euro geht es gut, ich wüßte nicht warum sich das ändern sollte. Anstelle der Schweiz würde ich ir um den Franken mehr Sorgen machen

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:43
48.

Zitat von silbertanne
Die Entscheidung war hart aber notwendig. Die Bindung an den Euro war zu stark. Wenn es den Euro in den kommenden Tagen noch vollends verbläst, wird der Schweizer Franken weiter bestehen. Mal schauen, wie sich der Franken dann zur neuen Deutschen Mark verhält. Dann haben wir zwei starke Währungen. 2015 wird sehr sehr interessant werden. Die Ereignisse werden sich demnächst überschlagen!
ich denke nicht, am ende des Jahres werdn wir immer noch einen guten und stabilen euro haben und die Schweiz ihre Währung...allerdings wird dieser den Schweizern erhebliche Probleme bereiten....viele Unternehmen werden leiden!

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lukio 15.01.2015, 21:43
49. 8 Jahre lang und endlich ist es vorbei!

Über 400 Milliarden Euro hat die SNB aufkaufen müssen um den Kurs des Euro 8 Jahre künstlich zu erhöhen und gebracht hat es kaum etwas. Es wurde endlich Zeit diese Farce zu beenden. Goodbye EUR!

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