Forum: Wirtschaft
Schweizer Ärger über Franken-Freigabe: "Was ist nur in die Zentralbank gefahren?"
DPA

Die Schweizer haben völlig überraschend ihre Kurskontrolle für den Franken aufgegeben. Unternehmer sprechen von einem schwarzen Tag für die Wirtschaft, die Sozialdemokraten sind entsetzt - aber es gibt auch Lob für die Aufgabe des "Quasi-Euro".

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Mach999 15.01.2015, 21:44
50.

Zitat von an-i
...nach der Meldung der NZZ, hat die SNB in den € kein Vertrauen mehr, nun das war es dann mit dem €... ist auch klar, wenn GoldmanSachs da mitmischt, dann muss es für die EU schiefgehen. Bin gespannt wann die Rating Agenturen eingeschaltet werden.
Rating-Agenturen und Spekulanten können gegen Währungen einzelner Länder schießen, weil man dazu noch relativ wenig Kapital braucht. So war es 1992 beim britischen Pfund. Gegen den Dollar und den Euro geht das nicht, weil dafür kein privates Kapital ausreicht.

Deswegen ist Europa ja auch so wichtig. Der Euro mag nicht richtig konstruiert sein, und vielleicht kam er zu früh. Aber nur in einer Europäischen Union sind wir überhaupt noch in der Lage, uns gegen internationale Investoren und Weltkonzerne zu behaupten. Deutschland allein ist dafür zu schwach.

Dazu muss man aber auch den Willen haben, die europäische Politik als mündiger Bürger zu begleiten, zu überwachen und aufzustehen, wenn eine Entwicklung in die falsche Richtung geht. Da reicht die deutsche Nabelschau und reines Jammern über die Politik in Europa nicht aus. Die wichtigsten Zukunftsentscheidungen werden dort getroffen - nicht in Berlin, nicht in Paris, nicht in London. Denn Deutschland, Frankreich, Großbritannien sind allein zu schwach.

Wer sich heute in seinem Nationalstaat einigelt, wird in Zukunft untergehen. So wie die deutschen Kleinstaaten unter- und dann im Nationalstaat aufgegangen sind. Mit denselben Diskussionen, die wir heute bezogen auf Europa führen.

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730andmore 15.01.2015, 21:44
51. Art und Weise

Es ist die Art und Weise, wie das kommuniziert wurde. Am 6. Januar noch die Aussage "wir werden mit allen Mitteln am Mindestkurs festhalten". Neun Tage später, der freie Fall, stellen sie sich vor, wie viele Unternehmen einen StopLoss gesetzt haben, der von den Banken massiv unter diesem festgesetzten Kurs ausgeführt wurde? Tja, die ganze Wahrheit, wer alles an diesem Tag Konkurs gegangen ist, werden wir wohl nie erfahren. Mindestens hat sich Jordan in den Geschichtsbüchern verewigt. Ob gut oder schlecht, wird wie immer die Zukunft zeigen...

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RalfWagner 15.01.2015, 21:45
52.

... Das ist schon einmal ein Indiz dafür, dass die Entscheidung wohl richtig ist. Aber ernstlich: Der Sinkflug des Außenwertes des Euro ist durch die EZB (und der Mehrheit der Mittelmeerländer dort) gewollt und wird sich mit dem nun wohl erlaubte Anleihenankauf fortsetzen. Damit müssten die Schweizer pausenlos Gelddrucken und Euro aufkaufen, für die man immer weniger bekommt. Das macht keinen Sinn mehr.
Der aufwertende Franken wird zwar die Exporte verteuern (aber wer kauft schon Schweizer Güter weil sie billig sind), aber alle Importe verbilligen. Aber das "Schlimmste" wird sein, dass ein Erfolg zeigen wird: eine Entkopplung vom Euro funktioniert - ein Austritt, auch für Deutschland, ebenso.

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:48
53.

Zitat von klaus47112
.. ist durch ihre EURO Stützung inzwischen der größte Gläubiger Deutschlands!!! Was hätten sie auch anderes kaufen sollen als deutsche Staatsanleihen! Mit der Ankündigung des EUGH die Politik Draghis und damit de facto die Schuldenunion, zu billigen wird auch D in Zukunft seiner Bonität beraubt! Da es weder aus Berlin noch aus Karlsruhe Signale dagegen gab haben die Schweizer sofort die Reißleine gezogen! Chapeau, eine unabhängige Notenbank macht Politik im Interesse ihres Landes!
nonsense, die Schweiz hat in keiner Weise den Euro gestützt, sondern schlicht ihre Wirtschaft gegen steigende Exportpreise geschützt.

Dies war ökonomisch abr nicht mehr durchzuhalten, von daher hat man die weisse Fahne gehisst.

Dies liegt keineswegs im Interesse des Landes, es gab aber eben keine gangbae Akternative mehr, die weniger Schaden angerichtet hätte.

Der Preis für die schweizer Wirtschaft wird hoch sein, eien Rezession ist sicher, keine Ökonomie kann derartige Preisschocks verkraften ohne erstmal indie Knie zu gehen.
Um die Bonität Deutschalnds machen Sie sich besser keien Sorgen, diese hängt nicht von einer kleinen Alpenregion ab

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:50
54.

Zitat von Big_Jim
Sie hat sich schon jetzt mit Euros vollgesogen wie ein Schwamm und wird bereits bei der aktuellen Menge Probleme haben sie halbwegs schonend los zu werden. Besonders weil die EZB ja auch "druckt" als würde es kein Morgen geben. Die aktuelle Deflation wird irgendwann in massive Inflation umschlagen und das wird erst richtig lustig an den Märkten.
auch das ist nonsense...die EZB hat keineswegs viel gedruckt, ganz im Gegenteil, man hat due Bilaung um ein drittel gesenkt und die Geldmenge M3 kaum steigen lassen

Auf die Inflation warten die zeugen jehovas und andere schon seit 15 Jahren.....die kommt bestimmt morgen!

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:51
55.

Zitat von hansi45
Die Gewerkschaften können nun tagelang jammern, aber das ist die Realität, Bravo SNB, bye bye Euro
dem Euro geht es sehr gut, der Franken ist hingegen ein Mühlstein für die schweizer Wirtschaft....worüber freuen Sie sich also?

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happy2010 15.01.2015, 21:53
56.

eines der Hauptprobleme der EU sind die den Hals nicht voll genug bekommenden Steueroasen, die bis zu einer Billion Steuereinnahmen in der EU vernichten

Und die Schweiz ist eine der schädlichsten Steueroasen für den Euroraum
letztendlich ist die schweizer fiskalpolitik mit verantwortlich für den schwachen Euro und den starken Franken

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:54
57.

Zitat von schwaebischehausfrau
ist der Euro, der immer schwächer wird und sich zu einer Weichwährung a la ital. Lira oder Drachme entwickelt. Unsere Politiker werden den Bürgern natürlich einreden, dass das richtig super ist, dass der Euro so schwach ist ("gut für die Wirtschaft", dumm nur,dass Deutschland auch zu Zeiten einer starken DM Export-Weltmeister war) und dass die Leute keine Zinsen mehr auf ihr Erspartes bekommen und ihre Lebensversicherungen/Altersvorsorge dadurch auch immer mehr schrumpft. Dumm nur, dass am Ende die Gleichung ganz einfach ist: SCHWACHE WÄHRUNGEN sind immer ein Ausdruck einer SCHWACHEN VOLKSWIRTSCHAFT. So ist das gerade in Japan und in Russland und so war es vor dem Euro mit Drachme, Lira und Peseta in Europa. Und spätestens beim nächsten Auslands-Urlaub wird auch der letzte naive Euro-Jünger aus Deutschland beim Bezahlen merken, dass doch nicht alles so super-toll ist mit einer Weichwährung namens Euro. Und erst recht, wenn der Ölpreis/Spritpreis wieder hoch ist aber der Euro immer noch schwach ist....
sicher ist der Euro eine knüppelharte Währung, es gibt auch nicht den geringsten Hinweise darauf, dass sich das ändern könnte.

Richtig ist aber, dass die europäische Wirtschaft gegenwärtig schwächer ist als die amerikanische, deshalb auch dei Kursveränderungen. Da kann der Euro aber nichts dafür!

Ich bekomme übrigens recht ordentliche Zinsen für meine Geld, wenn Sie das nicht schaffen, wird es eher an Ihnen liegen

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thorsten.brandt.et 15.01.2015, 21:57
58. was in die snb gefahren ist ?

die snb versteht die konsequenzen und vor allem (nach goldman sachs meinung) das ausmass der anleihenkäufe die draghi nächste woche durchdrücken will - und dagegen konnte sie nichts mehr machen - besser eine ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende ...

ach ja - shit - deutschland sitzt ja noch mit im boot und kann gegen draghi nichts tun ...

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vgruda 15.01.2015, 21:59
59. Das Ende des Schweizer Frankens

Beide Optionen werden jetzt durchgetestet. Ich denke, der Schweizer mag den Euro lieber als eine spekulationswährung. Da wird es keinen Stolz geben. Weg mit der alten Währung. Gleiche Wahl, wie es die deutsche Wirtschaft schon gemacht hat.

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