Forum: Wirtschaft
Schweizer Ärger über Franken-Freigabe: "Was ist nur in die Zentralbank gefahren?"
DPA

Die Schweizer haben völlig überraschend ihre Kurskontrolle für den Franken aufgegeben. Unternehmer sprechen von einem schwarzen Tag für die Wirtschaft, die Sozialdemokraten sind entsetzt - aber es gibt auch Lob für die Aufgabe des "Quasi-Euro".

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marcaurel1957 15.01.2015, 21:59
60.

Zitat von genesys
Vor Bekanntgabe der Entscheidung hat die Schweizer Nationalbank hoffentlich viele EUR-Verkaufs-Optionen auf den FX-Märkten platziert. Wenn sie so schlau waren, dann haben sie ihre EUR-Devisen auf einen Schlag zu Höchstpreisen auf dem Markt platziert und könnten sie schon morgen auf Ramschniveau zurückkaufen... Die Differenz würden die dummen Zocker zahlen. Das wäre dann mal gerecht gewesen...
glauben sie wirklich, man könnte auch nur annährende solche Summen auf die Märkte bringen, ohnen das auch der dümmste Sparkassenbeamte sofor wüßte, was das heißt?

Natürlich hat man dies nicht gemacht...man hätte sich auch viel Ärger eingehandelt....merke, die SNB ist eine Pommesbude gegenüber der EZB....

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Altunternehmer 15.01.2015, 21:59
61. Wer schlau ist.....

...und hat das Geld kauft jetzt von seinen Euro fremdländische Währungen, kann man nur dabei gewinnen, traurig aber wahr.

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marcaurel1957 15.01.2015, 22:01
62.

Zitat von _gimli_
Völlig richtig, verstehen viele hier aber nicht. Die Schweiz hat genau den richtigen Schritt getan. Das Gute für Deutschland: In spätestens 10 Jahren kann der Verweis auf die Schweiz ein gutes Argument sein, warum Deutschland keineswegs am Austritt aus dem Euro kaputtgehen würde, sondern das Gegenteil die Wahrheit ist.
nun ja, die Schweiz wird nicht kaputtgehen, sondern eienige Jahre an diesem unvermeidlichen Schritt leiden....die Wirtschaft wird in eine strake Rezession fallen...warum sollte Deutschalnd eigentlicj aus einer sehr erfolgreichenWährung austreten?

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Liberalitärer 15.01.2015, 22:03
63. Was bringt es?

Zitat von RalfWagner
... Damit müssten die Schweizer pausenlos Gelddrucken und Euro aufkaufen, für die man immer weniger bekommt. Das macht keinen Sinn mehr. ..
Die SNB könnte schon weiter drucken und so den Euro/CHF Kurs weiter stabil halten. In der Bahnhofsstrasse in Zürich stapeln sich die Euroscheine schon kilometerhoch, da geht auch noch mehr. Nur Sie haben recht. Was bringt das auf die Dauer? irgendwann hätte die Schweiz ihre Währungsreserven realisieren müssen, dann wäre eh das passiert, was jetzt passiert ist. Die NZZ liegt schon richtig, die SNB ist keine Gesellschaft zur Stabilisierung des Euros und auch keine Gesellschaft für (Kapital)exportsubventionierung.

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marcaurel1957 15.01.2015, 22:04
64.

Zitat von lukio
Über 400 Milliarden Euro hat die SNB aufkaufen müssen um den Kurs des Euro 8 Jahre künstlich zu erhöhen und gebracht hat es kaum etwas. Es wurde endlich Zeit diese Farce zu beenden. Goodbye EUR!
richtig wäre eher, sich um den Franken zusorgen, dem Euro geht es recht gut.

Übrigens hat die Schweiz keineswegs Euros gekauft um uns zu helfen, sondern nur und ausschließlich um ihre exportwirtschaft zu schützen...dies ließ sich nicht mehr durchhalten.

Uns kann da alles völlig egal sein....

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THINK 15.01.2015, 22:04
65.

Zitat von marcaurel1957
hm, die Kosten für die xporte werden um 15% höher...gleichzeitig steigen Ihrer Ansicht nach die Gewinne....das sollten Sie mal erklären... Soweit ich es heute verfolgt habe, ist alls was erzittert hat in der Schweiz zu finden...im Euroraum hat kaum jemand davon Notiz genommen. Warum auch, der Franken ist eien nette kleine Regionalwährung, mehr nicht Dem Euro geht es gut, ich wüßte nicht warum sich das ändern sollte. Anstelle der Schweiz würde ich ir um den Franken mehr Sorgen machen
Ob es dem Euro gut geht oder nicht, ist irrelevant.

Der überwiegenden Mehrheit der Menschen von Spanien bis Griechenland geht es mit dem Euro schlecht und immer schlechter und nur das sollte für Politiker von Bedeutung sein. Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, müssen sich die Politiker zwischen einem Ende mit Schrecken und einem Schrecken ohne Ende entscheiden. Die Situation des Euro ist heute schlimmer als 2008.

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marcaurel1957 15.01.2015, 22:07
66.

Zitat von Mach999
Rating-Agenturen und Spekulanten können gegen Währungen einzelner Länder schießen, weil man dazu noch relativ wenig Kapital braucht. So war es 1992 beim britischen Pfund. Gegen den Dollar und den Euro geht das nicht, weil dafür kein privates Kapital ausreicht. Deswegen ist Europa ja auch so wichtig. Der Euro mag nicht richtig konstruiert sein, und vielleicht kam er zu früh. Aber nur in einer Europäischen Union sind wir überhaupt noch in der Lage, uns gegen internationale Investoren und Weltkonzerne zu behaupten. Deutschland allein ist dafür zu schwach. Dazu muss man aber auch den Willen haben, die europäische Politik als mündiger Bürger zu begleiten, zu überwachen und aufzustehen, wenn eine Entwicklung in die falsche Richtung geht. Da reicht die deutsche Nabelschau und reines Jammern über die Politik in Europa nicht aus. Die wichtigsten Zukunftsentscheidungen werden dort getroffen - nicht in Berlin, nicht in Paris, nicht in London. Denn Deutschland, Frankreich, Großbritannien sind allein zu schwach. Wer sich heute in seinem Nationalstaat einigelt, wird in Zukunft untergehen. So wie die deutschen Kleinstaaten unter- und dann im Nationalstaat aufgegangen sind. Mit denselben Diskussionen, die wir heute bezogen auf Europa führen.
Völlig richtig, besser kann man es nicht sagen...

Die Schweiz mußte gerade erleben, wie es ist, als Ministaat den "großen" ausgeliefert zu sein...man wird eben zum Spielball, und hat nur wenig Möglichkeit, seien eigenen Interessen zu waren.

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oldmax 15.01.2015, 22:07
67. Gerücht ?

Kann das wirklich sein, dass in D hinter vorgehaltener Hand bereits diskutiert wird, ob die Nachfolge-Währung für den Euro wieder Mark oder eventuell Merkel heißen wird ?

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marcaurel1957 15.01.2015, 22:11
68.

Zitat von RalfWagner
... Das ist schon einmal ein Indiz dafür, dass die Entscheidung wohl richtig ist. Aber ernstlich: Der Sinkflug des Außenwertes des Euro ist durch die EZB (und der Mehrheit der Mittelmeerländer dort) gewollt und wird sich mit dem nun wohl erlaubte Anleihenankauf fortsetzen. Damit müssten die Schweizer pausenlos Gelddrucken und Euro aufkaufen, für die man immer weniger bekommt. Das macht keinen Sinn mehr. Der aufwertende Franken wird zwar die Exporte verteuern (aber wer kauft schon Schweizer Güter weil sie billig sind), aber alle Importe verbilligen. Aber das "Schlimmste" wird sein, dass ein Erfolg zeigen wird: eine Entkopplung vom Euro funktioniert - ein Austritt, auch für Deutschland, ebenso.
Schweizer Waren werden gekauft, weil sie gut sind, aber falls der Preis steigt, werden sie eben weniger odr nicht gekauft werden. Auch für schweizer Produkte gibt es Preiselastizitäten....

Das die Entscheidung der SNB aus den Gründen die Sie genannt haben nachvollzihbar ist, ist klar.

Die billigern Importe federn das zwar ab, da aber die Auswirkungen der Aufwertung die Unternehmen ungelich treffen, wird dieser Effekt nur schwach sein.

Viel wahrscheinlicher sind Produktiosnverlagerungen und Importe aus der Europäische Union, statt aus dem eigenen land.

Fazit: das Land wird unter dieser Entscheidung schwer leiden....aber es gabwohl keine Alternative

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cyberjones12 15.01.2015, 22:15
69. Damit wird der Anschluss an den Euro für die Schweiz undenkbar

Mit dem heutigen Tag hat quasi die Schweizer Notenbank entschieden, dass der Anschluss an das Eurosystem unsinnig ist. Insofern interpretiere ich dies auch als Ablehnung gegenüber dem Euro. Somit sind m.E die ökonomisch "lebendigen" Staaten wie die Schweiz und Großbritannien, Dänemark, Norwegen oder Schweden allesamt nicht dem Eurosystem aufgeschlossen. Das regt zum nachdenken an.

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