Forum: Wirtschaft
Schweizer Franken: Die brisante Wette der Schweizer Notenbank
DPA

Von wegen Hort der Stabilität: Die Schweiz fährt eine hochriskante Strategie, um den Kurs des Franken gegenüber dem Euro zu drücken und so der eidgenössischen Exportwirtschaft zu helfen. Auf diese Weise wird das Land doch noch in die Euro-Krise hineingezogen.

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DerBlicker 13.01.2013, 12:10
10. das geht gar nicht

Zitat von -snowlife-
die snb investiert ca 10% der devisenreserven in aktien. sie könnte dies noch erhöhen. die reaktion der deutschen foristen möcht ich sehen, wenn die snb plötzlich grössere aktienpakete der deutschen industrie aufkaufen sollte. vw in schweizer hände und hauptsitz wird nach zug verlegt. würde dem konzern sicher etliche euros steuerersparnis bringen :)
Offenbar wissen Sie nicht, dass die Mehrheit der VW Stimmrechts-Aktien in den Händen der Porsche Holding der Familien Porsche/Piech und des Landes Niedersachsen liegt. Da beide nicht verkaufen, kann die Schweiz auch nichts kaufen.

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donquichotte2012 13.01.2013, 12:11
11.

Zitat von -snowlife-
die snb investiert ca 10% der devisenreserven in aktien. sie könnte dies noch erhöhen. die reaktion der deutschen foristen möcht ich sehen, wenn die snb plötzlich grössere aktienpakete der deutschen industrie aufkaufen sollte. vw in schweizer hände und hauptsitz wird nach zug verlegt. würde dem konzern sicher etliche euros steuerersparnis bringen :)
wenn diese Devisen auf den Markt geworfen werden muss dafür wieder mehr gestützt werden
Aber das sind Feinheiten die nicht interessieren

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DerBlicker 13.01.2013, 12:11
12. aufwachen

Zitat von -snowlife-
ja, ehrlich? am schluss wird die schweiz als gewinner dastehen. ihr werdet noch tiefer in der schuldenfalle sitzen.
Der Artikel hat doch gerade gezeigt, dass die Schweiz schon längst in der Euro-Schuldenkrise drin hängt. Die Schweiz muss also ein hohes Interesse haben, die Euro-Krise zu lösen, sonst ist es mit der Schweiz auch bald vorbei. Sie haben den Knall der Globalisierung wohl noch nicht gehört.

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bresson1 13.01.2013, 12:13
13.

Zitat von -snowlife-
die snb investiert ca 10% der devisenreserven in aktien. sie könnte dies noch erhöhen. die reaktion der deutschen foristen möcht ich sehen, wenn die snb plötzlich grössere aktienpakete der deutschen industrie aufkaufen sollte. vw in schweizer hände und hauptsitz wird nach zug verlegt. würde dem konzern sicher etliche euros steuerersparnis bringen :)
Na Sie scheinen sich ja mit Steuer-Vermeidungs-Strategien gut auszukennen. Wo muss man sich denn hinwenden, wenn man eine qualifizierte Beratung in solchen Sachen wünscht? An das Rathaus in Baar oder Zug, oder gleich in eine Villa in Oberwil? Würden Sie mir dort ein gutes Entrée vorbereiten, das wäre hilfreich.

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JaguarCat 13.01.2013, 12:17
14. Was soll denn passieren?

Mikroökonomisch betrachtet haben die Auguren recht: Die Schweizer Zentralbank hält da jede Menge ausländische Devisen, deren Wert implodiert, wenn der Franken weiter steigt.

Doch man muss bei einer Zentralbank makroökonomisch argumentieren, nicht mikroökonomisch. So lange die Schweizer Zentralbank gegenhält, kann der Franken nicht weiter steigen. Folglich macht die Zentralbank keine Verluste, sondern sie druckt halt die nächste halbe Billion schweizer Franken oder die übernächste.

Wackelt hingegen irgendwann der Schweizer Franken doch und gibt es plötzlich Verkaufsdruck auf den Schweizer Franken, wird die Schweizer Zentralbank den Kurs etwas sinken lassen, zum Beispiel auf 1,40 Franken pro Euro. Dann fängt sie an, mit ihren ganzen Euros wieder Franken zu kaufen und macht so glänzende Buchgewinne! Wenn 500 Mio. Franken zum Kurs von 1,20 verkauft werden und später zum Kurs von 1,40 zurückgekauft werden, dann verbleiben ihr knapp 60 Mio. Euro als Gewinn.

Klar bleibt das Risiko einer Umschuldung, dass die ganzen Euros und Dollar, die die Schweizer Notenbank hält, plötzlich nichts mehr wert sind, weil die dahinter stehenden Staatenverbunde (auch die USA sind ja ein Staatenbund!) pleite gehen. Doch ich habe 100%iges Vertrauen in die Schweiz darin, dass sie die dann zwangsläufig anstehende Umschuldung des Franken so gestaltet, dass Schweizer Bürger und Unternehmen zu 100% ausgezahlt werden, und die ganzen Konten ausländischer Bürger und Institutionen nur gemäß der Quote, die bleibt. Die Schweizer sind eben ein Nationalstaat, der in seinen Verträgen auf Unabhängigkeit achtet. Pech haben dann die, die mit der Konvertierung ihrer Vermögen in Franken auf absolute Sicherheit hofften und doch nur einen Währungskorb (derzeit 48% Euro, 28% US-Dollar, 24% "sonstige", siehe Artikel) bekommen.

Einziges Risiko ist, dass die FED oder die EZB plötzlich ein Kursziel von 1,10 Euro oder gar 1 Euro für den Franken ausgeben. Gegen die kann die Schweizer Notenbank nicht gegenhalten. Doch wieso sollten FED oder EZB so was tun? Sie würden sich ja selber schaden, denn ein steigender Franken würde ja noch mehr Gelder abwandern lassen, und dann explodieren die Zinsen für PIIGS wieder. Also halten auch FED und EZB die Bälle flach.
Jag

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Watschn 13.01.2013, 12:17
15. Die Schweiz hat kein Bedarf einer €uro/EU-Kolchose.., da würden die Kühe furzen !

Zitat von woistmeinaccount
Der im Artikel geschilderte Sachverhalt ist offenbar zutreffend. Und ich finde es hochinteressant sowie beruhigend, dass sich der Schweizer Wirtschaftsraum da facto mit der Euro-Zone verbündet sieht. Gute Basis um dann auch gemeinsam Ansätze in der Unternehmensbesteuerung und im Einkommensteuerrecht weiter voranzutreiben. 2+ für den Start des Wirtschaftsjahres 2013 !
Die Schweiz würde sich hüten, einer solchen abgewirtschafteten Esperantowährung beizutreten....

Nein..., und übrigens hat sie sich auch nicht an diesen EURO-Lira angebunden, die SNB schützt nur den Mindestkurs zur Euro-Lira mit 1.20 Franken..
So ist die Schweiz auch von den Lira-Zinsen und dem Gebaren der EZB unabhängig; es kann seine eigene Währungspolitik fahren.

(Was der Euro-Süden mit eigenen Währungen auch tun sollte, um wieder wirtschaftlich mittels Abwertung auf die Beine zu kommen..)

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MichaelundNilma 13.01.2013, 12:20
16. Der BIP - Goliath Schweiz

Sie schreiben, Anleihen, Aktien und Gold - insgesamt fast 500 Milliarden Franken (rund 413,5 Milliarden Euro) - ist inzwischen fast so hoch wie die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes. Demgegenüber würde sich der BIP Deutschlands von 2012 in Höhe von unbereinigt 674,85 Mrd. Euro geradezu mickrig ausnehmen. Immerhin betrug die Bevölkerungszahl in der Schweiz 2012 mit 7.655.628 Bürgern weniger als ein Zehntel Deutschlands !

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mainzelmännchen 1 13.01.2013, 12:20
17. Unbedingt in den brasilianischen Real...

...sollte die Schweiz investieren - da gibt´s noch reale Werte, Regenwald und Zuckerhüte, und auf dem Karneval könnten sie ihre alemannischen Narren tanzen lassen.

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bresson1 13.01.2013, 12:23
18. Bitte Dampf rausnehmen ..

Zitat von Watschn
Die Schweiz würde sich hüten, einer solchen abgewirtschafteten Esperantowährung beizutreten....
ich hatte nix von "Euro" - Beitritt der Schweiz gesprochen.
Viel Wasser trinken hilft gegen das Hyperventilieren.

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jugendmauer 13.01.2013, 12:23
19. Humbug

Ich glaube der Autor hat nicht so ganz verstanden das die Schweiz so viel auslandsdevisen kaufen kann da der Franken ja immer noch nicht an Wert verliert und sie so weiter Geld drucken können . man denke nur an China die riesige Mengen an Dollar besitzen und ihre Devisen praktisch nie wieder los werden. ein Wertverlust können die Schweizer verkraften ihrer Anleihen und käufe

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