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Schweizer Großbank: HSBC-Chef verteidigt sein geheimes Konto
REUTERS

HSBC-Chef Stuart Gulliver hat eine originelle Begründung für sein geheimes Konto in der Schweiz. Er wollte hohe Boni vor seinen Kollegen verstecken. Steuern habe er aber immer gezahlt.

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postmaterialist2011 23.02.2015, 15:58
1. Immer alles versteuert ...

Da fragt man sich nur zu welchen Sätzen ? Wenn er diesen Betrag als Kapitalertrag deklariert hat, dann hat er als in Hong Kong Steuerpflichtiger genau 0% darauf gezahlt und selbst als Einkommen hat er dies dann mit maximal 15% versteuert. Und wer das Ammenmärchen mit dem Neid der Kollegen glaubt, dem ist nicht zu helfen.

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minsk60 23.02.2015, 16:15
2. dann kann sich niemand beschweren

Zitat von postmaterialist2011
Da fragt man sich nur zu welchen Sätzen ? Wenn er diesen Betrag als Kapitalertrag deklariert hat, dann hat er als in Hong Kong Steuerpflichtiger genau 0% darauf gezahlt und selbst als Einkommen hat er dies dann mit maximal 15% versteuert. Und wer das Ammenmärchen mit dem Neid der Kollegen glaubt, dem ist nicht zu helfen.
Wenn er seinen Wohnsitz in Hongkong hat und dort keine Steuern auf Kapitaleinkünfte erhoben werden, kann ihm keinerlei Vorwurf dafür gemacht werden. Ich lebe auch in einem Land mit der gleichen Steuersituation, sollte ich die theoretische deutsche Steuer ausrechnen und als Spende an das Finanzministerium überweisen?

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bristolbay 23.02.2015, 16:22
3. Gier, Gier und noch einmal Gier

und die ist unendlich.
Klar hat der Bankster Steuern gezahlt, so um die 0,5% in Panama und das sollte keiner wissen.
Boni vor Kollegen geheim halten? Quatsch. Zahlungen an Vorstände müssten doch offengelegt werden.
Ich geh mal davon aus, dass es sich hier um "unter-der-Hand-Zahlungen" aus Briefkastenfirmen handelt, die nicht publik werden durften oder um Boni, die wegen der finanziellen Lage der Bank nicht an die Öffentlichkeit kommen durften.
Bin mal gespannt, was der englische Fiskus sagt.
Bestimmt nichts, den HSBC ist unangreifbar.
Unsere Welt wäre besser, wenn man diesen Kraken mehr als 50% der Bezüge per Steuer wegnimmt.
Von 3,8 Mio Pfund kann man sich immer noch etwas kaufen.

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postmaterialist2011 23.02.2015, 16:38
4. Steuern ?

Zitat von minsk60
Wenn er seinen Wohnsitz in Hongkong hat und dort keine Steuern auf Kapitaleinkünfte erhoben werden, kann ihm keinerlei Vorwurf dafür gemacht werden. Ich lebe auch in einem Land mit der gleichen Steuersituation, sollte ich die theoretische deutsche Steuer ausrechnen und als Spende an das Finanzministerium überweisen?
Der gute Mann war in London ansässig, der Steuersitz Hong Kong ist daher schon mehr als fraglich. Das Konstrukt ist garantiert dazu gedacht möglichst steuersparend zu wirken. Keine Ahnung wo Sie aufgewachsen sind, sollte dies in Deutschland der Fall gewesen sein und Sie hier die deutsche Infrastruktur von kostenlosen Schulen und Universitäten genutzt haben, dann finde ich Ihre Einstellung mehr als nur parasitär. Eigene Kosten der Allgemeinheit aufdrücken, aber Gewinne sind dann Privatsache. Nicht die Schulden der Griechen sind ein Problem, sondern die Steuervermeidung vieler Wohlhabender in diesem Land, wodurch der normale Steuerzahler etwa 1/3 mehr an Abgaben hat, als wenn ein jeder seinen Ertrag auch bei uns regulär versteuern würde.

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crimesceneunit 23.02.2015, 17:24
5. liebe Leute...

ihr habt mich leider erwischt, aber ich erkläre trotzdem, dass meine Weste weiß ist und zwar Blütenweiß! Und warum regt ihr euch eigentlich überhaupt darüber auf, dass ich so geldgierig bin? tststs...

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symolan 23.02.2015, 17:39
6.

HSBC ist eine englische und keine Schweizer Grossbank. Hongkong & Shanghai Banking corp. Heisst das Teil. Oder ist die Deutsche Bank auch eine Schweizer Bank, nur weil sie eine Niederlassung in der Schweiz hat?

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eigene_meinung 23.02.2015, 17:46
7. ja und?

Offensichtlich wurde hier von dem HSBC-Chef keine Straftat begangen, insbesondere auch kein Steuerbetrug. Die Straftat, die begangen wurde, ist die Verletzung des Bankgeheimnisses.
Aber in unsrer Neidgesellschaft wird es wohl schon als verwerflich angesehen, wenn man - legal und versteuert - Geld anlegt, insbesondere, wenn dies im Ausland geschieht.

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vtx7654 23.02.2015, 17:56
8. Billige Propaganda ohne Substanz

Was soll der Quatsch mit dem "geheimen" Konto. Meine Kontoverbindungen bei einer einheimischen Bank sind auch geheim - werde doch nicht Hinz und Kunz meine Kontendaten verraten! Wer bin ich denn?
Hat er Steuern hinterzogen? Offenbar nicht! Hat er die Pflicht im Internet seine Kontoverbindungen zu offenbaren? Er ebensowenig wie ich! Darf er in der Schweiz ein Konto eröffnen? Ja, es gibt kein Gesetz das ihm das verboten hatte. Alles offensichtlicher Unsinn. Und Boni geheimhalten verwerflich? Keinesfalls ... ich kenne kaum einen deutschen Arbeitnehmer oder Angestellten, der nach dem vertraulichen (!) Gehaltsgespräch durch die Firma rend und überall die Höhe seines Gehalts und seiner Boni einschließlich Kontonummer ausposaunt. Also ich sehe es wie folgt: Hier wird ein riesiger Tohuwaboo um Nichts gemacht. Hatte der Autor nicht was besseres und Substanzielleres in Petto?

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bmvjr 24.02.2015, 00:46
9. Und die Folgen?

Waere doch erfrischend, wenn die Aufdeckung der Tricksereien eines auf seinen Vorteil bedachten prominenten Bankers nun auch mal fuer z.B. diesen Banker Folgen haetten, die ueber voruebergehende Aufregung beim Kleinsparer hinausgingen.
Aber sobald eine neue Geschichte uns davon wieder ablenkt, haben wir den Mann und seine betruegerischen Aktivitaeten vergessen und er wird seinen Ruhestand mit finanziellen Mitteln geniessen koennen, die durchaus Hunderte Kleinrentner dringend haetten gebrauchen koennen.

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