Forum: Wirtschaft
Seat, Lidl und Co. : Katalonien droht der wirtschaftliche Exodus
AP

Nicht nur einheimische Konzerne wollen weg aus Katalonien. Auch die Ableger deutscher Unternehmen diskutieren längst Notfallpläne. Kann der wirtschaftliche Druck die Separatisten stoppen?

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jaspertk 06.10.2017, 18:31
1. Spiel ohne Grenzen!

Sicher wurden Fehler gemacht ... auf beiden Seiten.

Aber war das nicht eigentlich von Beginn an eine F... Idee?


Selbst Bayern spaltet sich nicht von der BRD ab

Das Problem ist, wie bekommt man eine zerüttete Ehe wieder ins lot. Eheberater gefragt!

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eagle2014 06.10.2017, 18:38
2. Naja...

in Montreal/Quebec hat der wirtschaftl. Exodus auch niemanden davon abgehalten die Kulturelle Revolution durchzuführen, zwar keine Independence aber "Quebec first" sozusagen. Einziges Druckmittel wäre den FC Barcelona komplett zu isolieren und somit aus der Liga zu verbannen. Keine Champions League und keine Ligabeteiligung wäre das Ende. Frankreich und Italien werden dann natürlich mitspielen müssen.

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fredadrett 06.10.2017, 18:42
3. kann der wirtschaftliche Druck

Geht es nur noch darum was die Wirtschaft will? Haben die letztn Wahlen nicht gezeigt das die Menschen wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung gehören.
Soll sich Katalonien für 30 Silberlinge verkaufen?
Die Katalonen und alle anderen freiheitsliebenden Bürger sollten sich ganz genau merken wer gegen ihre Interessen handelt und wer sie unterstützt. Die Firmen wollen weg; dann sollten alle die die Sache der Demokratie und der Freiheit im Herzen tragen bei diesen seelenloaen Unternehmen nixht mehr einkaufen!

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hausfeen 06.10.2017, 18:42
4. Inszenierter Druck ist das.

Hier mischen die Unternehmer in der Politik mit.

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hiltallesnichts 06.10.2017, 18:43
5. vorher nachdenken ist manchmal besser.

Populisten mit einfachen Lösungen sind nicht immer die Schlauen.

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brux 06.10.2017, 18:46
6. Money talks...

wie immer.
Dass Katalonien in der EU bleibt, ist nach einer Unabhängigkeitserklärung schlichtweg ausgeschlossen. Schengen ist auch nicht. Selbst Flüge von und nach Katalonien sind erst einmal ohne Rechtsgrundlage. Das bedeutet eine Wirtschaftskrise, die sich gewaschen hat. Und die katalonische Regierung hat vor allem Zulauf von Leuten, denen das egal ist. Herr Putschdement kann dann eigentlich nur noch aus dem Fenster springen.

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candido 06.10.2017, 18:47
7. Auch

wenn der Herr Putschdemont seine Sezessionspläne abblasen sollte, ist schon jetzt der wirtschaftliche Schaden für Katalonien inmens. Als Unternehmer würde ich es mir hundertmal überlegen in einem Land, dessen Regierung eigene Gesetze bricht, überhaupt einen Cent zu investieren. Dass der Herr Puigdemont offenbar nicht versteht, das Rechtssicherheit für die Wirtschaft elementar ist, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und als Sahnehäubchen dann noch diese Allianz mit der linksradikalen CUP ... Armes Katalonien.Unfassbar.

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Atheist_Crusader 06.10.2017, 18:48
8.

"Die Firmen - nicht nur die ausländischen, auch die katalanischen - treibt die Frage um, ob ein unabhängiges Katalonien noch Teil des europäischen beziehungsweise des spanischen Binnenmarktes bleiben würde."

Das ist doch ziemlich offensichtlich: Nein, würde es nicht. Wenn sie unabhängig sind, sind sie kein Teil Spaniens mehr und damit auch kein Teil der EU.
Deswegen ist doch das letzte schottische Unabhängigkeitsreferendum knapp gescheitert - weil sie dann erstmal außerhalb der EU gestanden hätten, den langen Beitrittsprozess hätten absolvieren müssen und am Ende dennoch London alles mit einem einfachen "Nein" hätte blockieren können. Das wollte man zu dem Zeitpunkt nicht, da damals die Brexit-Idiotie noch gar nicht begonnen hatte.
Das ist hier nicht besser sondern eher schlimmer, wenn man bedenkt wie hässlich die Scheidung würde und wie sehr Spanien und andere EU-Länder derartigen Separatismus in Zukunft unterbinden wollen.

Will Katalonien wirklich unabhängig werden, dann steht ihnen eine deutlich härtere Version des Brexit bevor. Ohne große Vorbereitungszeit und auch ohne das politische und wirtschaftliche Gewicht der Briten. Sie werden ein bedeutungsloser Kleinstaat an der EU-Peripherie werden, der vielleicht (!) in 10-20 Jahren einen ähnlichen Status wie Norwegen oder die Schweiz genießt: als eine faktische Kolonie der EU.

Sollen die Spanier sie also mal machen lassen. Dann befördert sich Katalonien eben selbst in die Bedeutungslosigkeit. Man wird ja dann sehen wie lange das neue Nationalmotto "arm aber stolz" die Wähler zufriedenstellt. Ich rechne da ja eher mit massiver Abwanderung nach Spanien.

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peter.di 06.10.2017, 18:50
9. Abwarten

Jetzt heißt es, Katalonien droht der wirtschaftliche Exodus.

Vor der Einführung des Euros hieße es, der Euro bringt die dynamischste Wachstumsregion der Welt und er bringt die Völker Europas zusammen.

Gerade in Katalonien sieht, man dass bei beidem genau das Gegenteil eingetreten ist. Ohne Eurokrise wäre die Unabhängigkeitsbewegung vermutlich nie so stark geworden, dass es zu einem Referendum gekommen wäre.

Also passiert ja vielleicht auch genau das Gegenteil von einem wirtschaftliche Exodus. Auch wenn die Übergangzeit sicher schwer wird.

Ich wünschen den Katalonen jedenfalls viel Glück!

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