Forum: Wirtschaft
Seat, Lidl und Co. : Katalonien droht der wirtschaftliche Exodus
AP

Nicht nur einheimische Konzerne wollen weg aus Katalonien. Auch die Ableger deutscher Unternehmen diskutieren längst Notfallpläne. Kann der wirtschaftliche Druck die Separatisten stoppen?

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von111derletzte 06.10.2017, 20:29
120. Wer

Zitat von skylarkin
Abwandern hört sich dramatischer an als es ist, zumindest bei den Banken. Es geht, lt. DLF, vor allem um eine Adressänderung um im Falle einer Löslösung von Katalonien, weiterhin vom europäischen Rettungsschirm (also unseren Steuergeldern) zu profitieren. Das heißt es wird nur formal der Hauptsitz nach Madrid verlegt, ansonsten ändert sich wenig. Hier wird bewusst ein Horrorszenario aufgebaut.
ist denn DLF, den kenne ich nicht?
Es geht wohl eher darum, unter den bereits bekannten Rahmenbedingungen Spaniens weiterzuagieren. Und nachher z.B. nicht an Barcelona und Madrid Steuern abzuführen, oder bzgl. Rente, Daseinsvorsorge, Gesundheitswesen, Grundversicherung, usw. auf der sichereren Seite zu sein.

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Mallorquinsky 06.10.2017, 20:29
121.

Zitat von schwaebischehausfrau
Und wenn Lidl seine Zentrale aus Katalonien abzieht, werden sie auch ihre Läden in Katalonien gleich mit schließen können.
Glaube ich nicht. Wenns ums Geld geht verlieren die meisten Katalanen ihren Nationalstolz

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libarz 06.10.2017, 20:29
122. Bürgerkrieg?

Also Hallo, kann man mir erklären wie ein friedfertiges Volk ohne Waffen, einen Bürgerkrieg führt???
Das Spanien, Katalonien militärisch besetzt ist möglich, falls dann die EU das als normal findet, dann können wir das EU-Projekt vergessen.
Scheint also, das es nur ein Geldklub ist ,ohne Werte, die Gründerväter würden erschrecken

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Harald Schmitt 06.10.2017, 20:30
123. Kein Stolz

Geht es nur noch um Geld?
Wo wollen sie denn die ganzen Arbeitskräfte herbekommen oder über Nacht neue Fabriken und Firmensitze aus dem Boden stampfen?
Jahrelang haben sie da Profite gemacht und nun flüchten sie ohne die Menschen dort zu unterstützen.
Wenn die Druck machen würden, wäre im Fälle einer Abspaltung sicherlich schnell die EU zu Gesprächen bereit.
Die Haltung Madrid ist auch bedenklich, kein Gesprächsangebot nur Prügeleinheiten.
Das Problem ist doch dass die Politik sich nicht für die Interessen ganzer Bevölkerungsgruppen interessiert, da zählen nur noch die Lobbyisten und Großspender.
Die EU tut sich da auch keinen Gefallen, die Abspaltungstendenzen sind auch in anderen Ländern vorhanden und die Bürokraten sind daran nicht ganz unschuldig!

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shazam 06.10.2017, 20:32
124. Katalonien steht vor blühender Zukunft

Der Artikel ist reine Angstmacherei und Schwarzmalerei. Vor dem Brexit Referendum haben viele Firmen angekündigt den UK zu verlassen. Bis heute ist es nicht eingetreten und viele der Firmen die dies ankündigten setzen ihre Worte nicht in Taten um. Es sind meistens Standortvorteile, immenses Mitarbeiterwissen, Sprache und Infrastruktur, die die Firmen halten. Das Katalonien zunächst nicht mehr EU Mitglied wäre, ist kein Problem. Den Zugang zum EU Binnenmarkt, kann Katalonien auch bezahlen genau wie es die Schweiz macht. Die EU selbst würde auf den Betrag sicher nicht verzichten wollen. Somit kann sich Katalonien in Ruhe um den eigenen EU Beitritt kümmern und in spätestens 2 Jahren eigenständiges EU Mitglied werden. Den Euro würde es sowieso behalten, genau wie er auch teils im Balkan als offizielle Wahrung genutzt wird. Spanien wird den Antrag letztendlich nicht blockieren, da sie sich damit nur selbst Schäden würden. Kleinstaaten sind in viel effizienter als große Staaten mit sehr flachen Hierarchien. Außerdem wollen wir sowieso ein Europa der Regionen werden. Da sind regionale Staaten besser als große sich über viele erstreckende Regionen. Ich wünsche den Katalanen viel Erfolg. Nur Mut!

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PiotrTrebisz 06.10.2017, 20:33
125. Gleiches Recht für Alle

Zitat von fredadrett
Geht es nur noch darum was die Wirtschaft will? Haben die letztn Wahlen nicht gezeigt das die Menschen wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung gehören. Soll sich Katalonien für 30 Silberlinge verkaufen? Die Katalonen und alle anderen freiheitsliebenden Bürger sollten sich ganz genau merken wer gegen ihre Interessen handelt und wer sie unterstützt. Die Firmen wollen weg; dann sollten alle die die Sache der Demokratie und der Freiheit im Herzen tragen bei diesen seelenloaen Unternehmen nixht mehr einkaufen!
Wenn die Katalanen für sich das Recht in Anspruch nehmen sich abzuspalten, warum sollen dann die Firmen dort nicht auch das Recht haben sich von Katalonien abzuspalten?
Will Putschdemont sonst etwa die katalanische Polizei schicken um die Firmenchefs zu verprügeln?

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kuac 06.10.2017, 20:38
126.

Zitat von larsmach
Kolonie der EU Wahre Worte: Staaten wie die Schweiz oder Norwegen passen die Standards ihrer Produkte, deren Bezeichnungen etc. exakt den Vorgaben an, die die EU vorgibt. Deren Parlament, welches Budgets genehmigt und somit Projekte möglich macht oder ablehnt, sowie den Chef der Regierung (d.h. der Kommission) wählen nur wir EU Bürger. Jene "freien" Staaten sind vollkommen von Entscheidungen abhängig - oder sie können mit der EU keinen Handel treiben.
Diese Länder wollen freiwillig mit der EU Handel treiben und bezahlen sogar dafür. Wenn sie Verluste machen würden, wären sie schon längst raus.
Wenn DE Elektrogeräte nach USA oder Japan exportiert, dann haben diese ganz andere Normen, zB. 110-120 Volt und ganz andere Stecker.
Wo soll das Problem sein?

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kuac 06.10.2017, 20:40
127.

Zitat von regula2
Die Unternehmen bleiben/gehen dort hin, wo ihre Kunden sind. Wenn Katalonien unabhängig und EU-Mitglied ist, wird niemand umziehen.
Spanien wird gegen die Mitgliedschaft von Katalonien Veto einlegen.

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pavel1100 06.10.2017, 20:42
128. Millionen katalanischer Bankkunden

Zitat von schwaebischehausfrau
muß auch Caixa klar sein, dass sie Millionen katalanische Bankkunden verlieren wird aus Protest. Und wenn Lidl seine Zentrale aus Katalonien abzieht, werden sie auch ihre Läden in Katalonien gleich mit schließen können.
Die Millionen katalanischer Bankkunden haben wahrscheinlich auch nichts mehr anzulegen.

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Chris P. Bacon 06.10.2017, 20:42
129.

Spanien profitiert schon jetzt durch die Abwanderung zahlreicher Unternehmen. Damit verliert Katalonien hohe Steuereinnahmen. Ein Boykott Katalonischer Produkte zeichnet sich auch schon ab. Der größte Markt für Katalonien ist (war) Spanien. Lasst sie ziehen, die Katalonen, sie haben jetzt schon sehr viel Eigenverwaltung und Verantwortung aber das reicht wohl immer noch nicht. Grenze dicht, raus aus der EU und dem Euro. Die Zeit des Rosinenpickens ist vorbei. Nächstes Jahr kommen sie auf Knien angerutscht und sagen das alles nicht so gemeint war, alles ein Missverständnis. Aber dann ist es zu spät. Wie hieß doch gleich der Spruch: Reisende soll man nicht aufhalten, und tschüß dann.

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